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EDX - Electronic Data eXchange#

Allgemein#

EDX - Electronic Data eXchange steht für das Belegaustauschmodul der KUMAVISION 365. EDI Dokumente werden in unterschiedlichen Formaten, wie z.B. EDIFACT, VDA, OpenTrans etc. versendet. Ein Konverter übernimmt die Konvertierung vom externen Format in das EDX interne XML-Format.

Im Anschluss verarbeitet EDX die konvertierten Nachrichten und importiert diese in Microsoft Business Central. Erforderliche Nachrichten Quittierungen werden innerhalb des internen Belegaustausches automatisch versendet. Bei externem EDI (electronic data interchange) ist eine Abstimmung der Nachrichten-Quittierung mit dem EDI Dienstleister erforderlich.

Die eingehenden Nachrichten werden vom EDX Modul validiert. Das bedeutet, der Nachrichteninhalt wird in den EDX Beleg geladen und auf Richtigkeit, Abweichungen und Vollständigkeit geprüft. Der Benutzer kann die Daten im EDX Beleg manuell korrigieren und im Anschluss den zugehörigen Business Central Beleg erstellen.

Bei eingehenden Nachrichten ist oft ein Mapping zwischen den externen und in Business Central hinterlegten Artikeleinheiten erforderlich. Hierzu bietet das EDX Modul entsprechende Mapping-Tabellen.

Das folgende Schaubild soll verdeutlichen, welche Aufgabe EDX bei dem elektronischen Belegaustausch übernimmt:

Bereich Beschreibung
1. Kommunikation In diesem Bereich findet die Kommunikation der Datenaustausch-Parteien statt. Für die Übertragung werden verschiedene Protokolle eingesetzt. Die Übertragungsprotokolle werden in der Regel vom Datensender vorgegeben. Automotive setzt z.B. das OFTP2 Protokoll ein. Der Bereich Handel verwendet eher X.400 bzw. AS2. Nicht immer ist es erforderlich einen Dienstleister für den Dokumentenaustausch einzusetzen. Für die X.400 Übertragung kann z.B. FileWork von der Telekom eingesetzt werden. Wenn allerdings das Protokoll OFTP½ benötigt werden, dann ist es sinnvoll, die Aufgabe des Dokumentenaustauschs an einen Dienstleister zu übertragen.
2. Nachrichten Konverter Die eingehenden Nachrichten werden mit einem Konverter vom Quell-Format in das EDX Ziel-Format umgewandelt. So werden z.B. EDIFACT Nachrichten in das EDX-Inhouse-Format umgewandelt. Bei ausgehenden Nachrichten wird die Nachricht vom EDX-Inhouse-Format in das jeweilige Zielformat umgewandelt.
3. EDX Inhouse Format Das Inhouse Format bildet die Dokumente der Business Central-Geschäftsprozesse in einem festgelegten Format ab. EDX verwendet hierzu das XML-Format. Die Dokumente sind in der „KUMAVISION EDI Guideline“ beschrieben.
4. EDX Business Logik In diesem Bereich werden die zuvor umgewandelten Dokumente in Zwischenbelege übertragen. Mit der „Business Logik“ werden alle relevanten Prozessschritte bedient, welche zur Prüfung des Dokumentes, Anlage sowie Verarbeitung des Business Central Belegs erforderlich sind. Wenn es durch das Dokument möglich ist, findet eine Automatisierung des Geschäftsprozesses statt.

Geschäftsprozesse#

Das EDX Modul ermöglicht den internen sowie externen Belegaustausch. BC Belege können innerhalb einer Unternehmungsgruppe sowie mit externen EDI Partnern ausgetauscht werden.

Interner Belegaustausch#

Wenn eine hierarchische Unternehmensstruktur mit mehreren Gesellschaften vorliegt, dann kann der Belegaustausch mit dem EDX Modul umgesetzt werden. Hierbei können die Belege der einzelnen Gesellschaften untereinander ausgetauscht werden.

Voraussetzungen für den internen Belegaustausch:

  • Hauptgesellschaft und Gesellschaften befinden sich in einer Datenbank In diesem Fall kann der interne Belegaustausch direkt mit dem Assistenten eingerichtet werden.

  • Hauptgesellschaft und Gesellschaften befinden sich getrennten Datenbank In diesem Fall muss der Belegaustausch manuell eingerichtet werden.

  • Es gibt eine gemeinsame Netzstruktur und alle Teilnehmer können auf einen freigegebenen Netzwerk Pfad zugreifen   Die folgende Abbildung zeigt den Belegfluss zwischen Kunde und Lieferant in Verbindung mit dem EDX Modul:

Hauptgesellschaft = Kunde

Gesellschaft = Lieferant

Externer Belegaustausch#

Werden Belege an einen externen Partner versendet (EDI) wird dies nachfolgend als externer Belegaustausch beschrieben.

Der externe Belegaustausch enthält Belegarten, die für den Einsatz mit EDI Dienstleistern entwickelt wurden. Der EDI Dienstleister nimmt die EDX Nachrichten entgegen, transformiert diese in das Zielformat und überträgt die Nachrichten zum Empfänger.

Es ist nicht zwingend notwendig einen EDI Dienstleister einzusetzen. Die Transformation sowie Übertragung kann je nach Anforderung auch mit entsprechenden Modulen als Inhouse Lösung umgesetzt werden.  

Verfügbare Belege#

Folgende Belege stehen bereits nach der Installation im XML-Format zur Verfügung:

Einkauf * Bestellung ausgehend * Bestelländerung ausgehend * Bestellbestätigung eingehend * Einkaufslieferung eingehend * Einkaufsrechnung eingehend * Einkaufsreklamation ausgehend

Verkauf * Verkaufsauftrag eingehend * Verkaufsauftragsänderung eingehend * Auftragsbestätigung ausgehend * Verkaufsangebot ausgehend * Lieferschein ausgehend * Verkaufsrechnung ausgehend * Verkaufsgutschrift ausgehend * Verkaufsreklamation ausgehend

Einrichtung#

Das Modul verfügt über zahlreiche Konfigurations- und Anpassungsmöglichkeiten, die in den nachfolgenden Kapiteln noch ausführlich erläutert werden. Im ersten Teil der Dokumentation werden alle Themen bezüglich der Administration und Konfiguration behandelt. Der zweite Teil beschreibt die Bedienung des Datenaustauschs.

Berechtigungssätze#

Über die Installation der EDX Apps werden automatisch unterschiedliche Berechtigungssätze in Ihrer Business Central-Anwendung integriert. Durch Zuweisung dieser Berechtigungssätze zu Ihren User oder Benutzergruppen wird gewährleistet, dass die jeweiligen AnwenderInnen Zugriff auf die Anbindung erhalten und je nach zugeordnetem Satz die Funktionen ausführen können.  

Berechtigungssatz Beschreibung
EDX SETUP Berechtigungen zum Lesen, Schreiben, Ändern sowie Löschen von Datensätzen für alle EDX Tabellen. Dieser Berechtigungssatz ermöglicht die EDX Einrichtung sowie den Zugriff auf alle EDX Objekte.
Diese Rolle muss dem BC Administrator sowie dem Aufgabenwarteschlangen-Benutzer zugewiesen werden.
EDX SALES Berechtigungen zum Lesen, Schreiben sowie Ändern von Datensätzen, welche mit dem Geschäftsprozess Verkauf in Verbindung stehen.
Diese Rolle muss Benutzern aus dem Bereich Verkauf zugewiesen werden.
EDX PURCHASE Berechtigungen zum Lesen, Schreiben sowie Ändern von Datensätzen, welche mit dem Geschäftsprozess Einkauf in Verbindung stehen.
Diese Rolle muss Benutzern aus dem Bereich Einkauf zugewiesen werden.
EDX EDI/IC Berechtigungen zum Ausführen der Geschäftsprozesse EDI sowie Intercompany.
Diese Rolle muss Benutzern aus dem Bereich Verkauf sowie Einkauf zugewiesen werden.
EDX OPENTRANS 1.0 Berechtigungen zum Ausführen der Geschäftsprozesse OPENTRANS.
Diese Rolle muss Benutzern aus dem Bereich Verkauf zugewiesen werden.
EDX BASE DATA EXCHANGE Berechtigungen zum Ausführen des Geschäftsprozesses Basis Daten Export.
Diese Rolle muss Benutzern aus dem Bereich Verkauf sowie Einkauf zugewiesen werden.
EDX ONPREM Diese Rolle muss allen Benutzern zugewiesen werden, wenn Schnittstellen aus dem OnPrem Bereich verwendet werden (Dateiübertragung, FTP usw.).
EDX WEBSERVICES Diese Rolle muss dem BC Administrator sowie dem Aufgabenwarteschlangen-Benutzer zugewiesen werden.
EDX KBA Diese Rolle muss allen Benutzern zugewiesen werden, wenn die KUMAVSION KBA installiert ist.
EDX FACTORY Diese Rolle muss allen Benutzern zugewiesen werden, wenn die KUMAVSION FACTORY installiert ist.
EDX TRADE Diese Rolle muss allen Benutzern zugewiesen werden, wenn die KUMAVSION TRADE installiert ist.
EDX MED Diese Rolle muss allen Benutzern zugewiesen werden, wenn die KUMAVSION MED installiert ist.

Rollencenter#

Das EDX Rollencenter stellt die zentrale Arbeitsplattform für das gesamte EDX Modul dar. Alle notwendigen Informationen bezüglich der Belege (ein/ausgehend, Posten (ein/ausgehend) und Konfigurationen werden mit entsprechenden Stapeln im Rollencenter dargestellt. Eingehende und ausgehende Belege werden in den Übersichten Einkauf, Verkauf und Logistik als Verknüpfungen unter Angabe der jeweilig vorhandenen Anzahl dargestellt. Ein Klick auf die Verknüpfung öffnet den betreffenden Beleg bzw. eine Übersicht der Belege. Es ist daher möglich, ausgehend vom Rollencenter zu allen EDX relevanten Belege zu navigieren.

Weiterhin werden alle Einstellungen sowie Fehlereinträge und Systemnachrichten in weiteren Übersichten dargestellt.

EDX Einrichtung#

Im EDX Setup können Einstellungen vorgenommen werden, die für das gesamte Modul gültig sind. Das EDX Setup ist über die Startseite Einrichtungen und Erweiterungen > Dienstverbindungen > KVSEDX Setup aufrufbar.

Im Inforegister Schnittstellenverzeichnis müssen die Verzeichnisse für Dokumente, Test sowie das Produktiv festgelegt werden.

Weitere Eintragungen sind erstmal nicht erforderlich, da diese mit dem EDX Einrichtungsassistenten erfolgen. Weiterführende Informationen finden Sie im gleichnamigen Abschnitt.

Nachfolgend werden Ihnen zur Vollständigkeit zunächst alle Felder der EDX Einrichtung näher erläutert.

Inforegister Allgemein#

Feld Beschreibung
Test Umgebung Mit diesem Kennzeichen wird gesteuert, ob die Nachrichten im Unterverzeichnis für die Produktiv- oder Testdatenbank verarbeitet werden.
siehe Inforegister Schnittstellenverzeichnis
Datenbankname Name der aktuellen SQL-Datenbank

Inforegister Schnittstellenverzeichnis#

Feld Beschreibung
Verzeichnis Dokumente (UNC) Basisverzeichnis für den elektronischen Belegaustausch.
Die Pfadangabe muss sich auf eine Netzwerkfreigabe beziehen und gemäß UNC Schreibweise erfolgen. Beispiel: \Servername\EDX|
Unterverzeichnis Test-Umgebung Unterverzeichnis für Test-Umgebung
Unterverzeichnis Produktiv Umgebung Unterverzeichnis für Produktiv-Umgebung

Inforegister Azure Storage#

Feld Beschreibung
Speicherkonto Name Name des eingerichteten Azure Speicherkontos.
Siehe Azure Umgebung: Alle Ressourcen-> Speicherkonto
Shared Access Key Zugriffsschlüssel für das Speicherkonto
Nach Auswahl des Speicherkontos in der Azure Umgebung, kann der Zugriffschlüssel (key1) abgerufen und in das Feld Shared Access Key übernommen werden.
Container Name des Blob-Containers im Speicherkonto
Azure Unterverzeichnis Prod Unterverzeichnis für Produktiv-Daten
Azure Unterverzeichnis Test Unterverzeichnis für Test-Daten
Aktiviert Beim Aktivieren wird die Azure Storage Schnittstelle als Dienstverbindung registriert und kann verwendet werden.

Die Azure-Dienstverbindung wird beim Schließen des Einrichtungsdialogs registriert. Bevor die Aktion Azure Verbindungstest ausgeführt werden kann, muss der Einrichtungsdialog geschlossen und erneut geöffnet werden.

Anschließend kann die Aktion Azure Verbindungstest ausgeführt werden.

Folgende Aktionen werden bei dem Test ausgeführt:

  • Datei „Readme.txt“ im Container erstellen
  • Dateien im Container auflisten
  • Datei „Readme.txt“ einlesen
  • Datei „Readme.txt“ löschen.

Inforegister Partner#

Feld Beschreibung
Erweiterung Kreditor EDX Partner Code

Erweiterung Debitor EDX Partner Code
Innerhalb des EDX Modul werden EDI Partner auf Basis eines Debitors oder Kreditor angelegt. Die Partner Codes setzen sich aus der jeweiligen BC Kreditoren- bzw. Debitorennummer und der hier angegebenen Erweiterung zusammen.

Beispiel:
Anlegen eines EDX Partner auf Basis des Kreditor 1000. Der EDX Partner wird als V1000 geführt.

Die Erweiterungscodes sind frei wählbar. Beide Erweiterungscodes müssen ausgefüllt sein.

Inforegister Nummerierung#

Alle eingehenden EDX Belege werden zunächst in EDX Zwischentabellen gespeichert. Für diese EDX Belege sind Nummernserien notwendig. Wird das EDX Modul ausschließlich für ausgehende Belege verwendet, dann ist die Angabe von Nummernserien nicht erforderlich.

Feld Beschreibung
EDX Auftrag Nummer Eingehende Bestellung vom Kunden.
EDX Auftragsänderung Nummer Eingehende Bestelländerung vom Kunden.
EDX Einkaufslieferung Nummer Eingehende Verkaufslieferung vom Lieferanten.
EDX Einkaufsrechnung Nummer Eingehende Verkaufsrechnung vom Lieferanten.
EDX Bestellbestätigung Nummer Eingehende Auftragsbestätigung vom Lieferanten.

Inforegister Webservice#

Feld Beschreibung
Webservice Eingangsdaten protokollieren Gibt die Protokollierung von eingehenden Webdienstaufrufen an. Die Protokollierung findet im EDX Eingang statt.
Webservice Ausgangsdaten protokollieren Gibt die Protokollierung von ausgehenden Webdienstaufrufen an. Die Protokollierung findet im EDX Ausgang statt.

Inforegister Fehlerbehandlung#

Feld Beschreibung
Zeitspanne bis E-Mail versendet wird Mit dem Parameter „Zeitspanne bis E-Mail versendet wird“ kann der Zeitraum gesteuert werden, für den die Fehler gesammelt werden. Erst nach Ablauf dieser Zeitspanne erfolgt der Mailversand aller aufgetretenen Fehler.
Fehler Mailadresse Mailadresse an die Fehlermeldungen gesendet werden. Es werden nur Fehlermeldungen versendet, welche innerhalb der Server-Verarbeitung auftreten.
Die folgende Liste zeigt ein paar Beispiele, wann Fehler-Mails automatisch versendet werden:
Beim Einlesen einer XML-Datei tritt ein Fehler auf.
Mögliche Fehlerursachen:
• Allgemeine Fehler innerhalb der XML-Datei (Wellformed)
• Die XML-Datei entspricht nicht dem erwarteten Schema

Bei der automatischen Weiter-Verarbeitung „Empfang eines Verkaufsauftrags“ ist ein Fehler aufgetreten.
Mögliche Fehlerursachen:
• Innerhalb des Verkaufsauftrag wird auf einen Business Central Stammdatensatz (z.B. Artikelnummer, Artikeleinheit) verwiesen, welcher nicht vorhanden ist.
• Bei der Anlage des Verkaufsauftrags erfolgen Abfragen, welche durch die AnwenderInnen bestätigt werden müssen (z.B. Kreditlimit). Diese Abfragen sind in einem Hintergrundprozess nicht erlaubt.

Beim Versenden einer XML-Datei tritt ein Fehler auf.
Mögliche Fehlerursachen:
• Keine Berechtigung zum Schreiben des Ausgangsverzeichnisses.

In der Fehler-Mail wird ein Link zum Aufruf der zugehörigen Business Central Page zur Verfügung gestellt. Weiterführende Informationen finden Sie in dem Abschnitt „E-Mail-Versand einrichten“.

Inforegister XML#

Feld Beschreibung
XML Byte Order Mark deaktivieren Mit diesem Schalter kann gesteuert werden, ob die auszugebende XML-Nachricht das Byte Order Mark enthalten soll.

Inforegister Reorganisation#

Feld Beschreibung
Ausgänge / Eingänge archivieren, die älter sind Mit der Datumsformel in den Feldern „Ausgänge / Eingänge archivieren, die älter sind“ kann festgelegt werden, ab welchem Datum EDX Ein-/Ausgänge in das Archiv verschoben werden. Es werden nur Ausgangsposten in das Archiv verschoben, bei denen kein Übertragungsfehler aufgetreten ist.
Ausgangposten mit Übertragungsfehler können mit der Aktion Archiviere Ausgänge mit Übertragungsfehlern manuell in das Archiv verschoben werden.

Bei den Eingangsposten werden nur erledigte Quittierungsnachrichten in das Archiv verschoben. Die Archivierung anderer Eingangsnachrichten, wie z.B. EDX Verkaufsaufträge wird über den jeweiligen EDX Beleg gesteuert.

Inforegister BC Konfiguration#

Feld Beschreibung
Neue Artikelreferenzen verwenden Gibt an, ob neue Artikelreferenzen verwendet werden sollen.
Aufgabenwarteschlagenposten in Sekundenintervall Sobald der Schalter aktiv ist, werden alle EDX Aufgabenwarteschlagenposten bis auf die Parameter „Reorganization“ und „Send Mail“ im Sekundenintervall ausgeführt.

Inforegister Einrichtung Überblick#

Die Felder auf dem Inforegister Einrichtung Überblick geben einen Überblick welche Punkte in EDX bereits eingerichtet sind.

EDX Einrichtungsassistent#

Um die Einrichtung der Anbindung für AnwenderInnen möglichst komfortabel zu gestalten, ist ein Einrichtungsassistent entwickelt worden, der Sie durch die einzelnen Schritte leitet. Dieser Einrichtungsassistent ist über das Menüband des EDX Setup (Weitere Optionen > Aktion > Einrichtung > EDX Einrichtungsassistent) aufrufbar.

Der EDX Einrichtungsassistent wird gestartet.

Über die Auswahl Allgemein werden die Belegarten sowie Nummernserien für eingehende Nachrichten erstellt.

Wenn Sie an einem weiteren Mandanten Bestellungen, Lieferscheine oder Rechnungen senden möchten, dann wählen Sie die Funktion interner Belegaustausch aus. Weiterführende Informationen hierzu finden Sie im Einrichtungsabschnitt „Interner Belegaustausch“.  

EDX Belegarten#

Das EDX Modul verfügt bei der Installation bereits über einige Belegarten welche für den internen sowie externen Belegaustausch genutzt werden können.

Einrichtung#

Die EDX Belegarten werden mit der Aktion EDX Einrichtungs-Assistent innerhalb der EDX Einrichtung erstellt.

Die EDX Belegarten können Sie über den gleichnamigen Aufruf über die Anwendersuche einsehen. Nachfolgend werden die einzelnen Felder näher erläutert:

Feld Beschreibung
Beleg Name des EDX Belegs
Beschreibung Beschreibung des EDX Belegs
Belegrichtung Ein-/Ausgehender Beleg
GS1 Business Message Standard Gibt an, ob es sich um eine Nachricht aus dem GS1 Business Message Standard handelt.
Intercompany Rolle Rolle des Belegs innerhalb des Intercompany Nachrichtenaustausches
Debitor/Kreditor
Verarbeitungsreihenfolge
Vorgabewert für die Verarbeitungsreihenfolge.
Hierdurch wird sichergestellt, dass eine Einkaufsbestellbestätigung vor der Einkaufslieferung verarbeitet wird.
Feldeinstellung aktiv Vorgabewert für die Feldeinstellung. Wenn der Beleg die Feldeinstellung unterstützt, dann kann nach der Zuordnung des Belegs zu einen EDX Partner die Feldeinstellung aufgerufen werden.
Siehe Feldeinstellungen Belegüberprüfung
Sammelsendung erlaubt Vorgabewert für Sammelsendungen.
Siehe Verarbeitung
Einbinden PDF erlaubt Gibt an, das zugehörige Business Central PDF-Dokument als Base64 String in die Nachricht einzubinden.
Nachrichten Codierung Legt die Nachrichtencodierung fest.
Webservice Funktion Der EDX Beleg kann per SOAP Webservice angesprochen werden.
Webservice Funktionsname Name der zugehörigen Webservice Funktion.

Aufteilung der EDX Belegarten#

Alle EDX Belegarten verfügen über ein Präfix, mit der eine Bereichszuordnung vorgenommen werden kann.

Die Bereiche sind folgendermaßen unterteilt:

Bereich Beschreibung
IC Interner Belegaustausch
EXT Externer Belegaustausch
Diese Belege werden bei EDX Versionen < 10 für den externen Belegaustausch verwendet.
CC Externer Belegaustausch
Mit Clearing Center abgestimmte Belege
Diese Belege werden ab EDX Version >= 10 für den externen Belegaustausch verwendet.
Siehe auch KUMA EDI Guideline
Beleg Beschreibung Belegrichtung
BASE CUSTOMER Basis Debitor Export Ausgehend
BASE ITEM Basis Artikel Export Ausgehend
BASE VENDOR Basis Kreditor Export Ausgehend
CC PURCHASE ORDER Einkaufsbestellung senden (CC) Ausgehend
CC PURCHASE ORDER CHANGE Einkaufsbestell-Änderung senden (CC) Ausgehend
CC PURCHASE RETURN ORDER Einkaufsreklamation senden (CC) Ausgehend
CC PURCHASE RETURN ORDER CHG Einkaufsreklamation-Änderung senden (CC) Ausgehend
CC PURCHASE INVOICE Einkaufsrechnung empfangen (CC) Eingehend
CC PURCHASE RECEIPT Einkaufslieferung empfangen (CC) Eingehend
CC PURCHASE ORDER CONF Einkaufsbestellbestätigung empfangen (CC) Eingehend
CC SALES INVOICE Verkaufsrechnung senden (CC) Ausgehend
CC SALES ORDER Verkaufsauftrag empfangen (CC) Eingehend
CC SALES ORDER CHG Verkaufsauftrag-Änderung empfangen (CC) Eingehend
CC SALES ORDER CONF Auftragsbestätigung senden (CC) Ausgehend
CC SALES SHIPMENT Verkaufslieferung senden (CC) Ausgehend
CC DESPATCH ADVICE Verkaufslieferung senden (CC) Diese Nachricht kann nur in Verbindung mit der KUMAVISION Versandabwicklung eingesetzt werden. Die Nachricht beinhaltet die zugeordneten Ladungsträger und deren Hierarchie. Ausgehend
CC SALES CR.MEMO Verkaufsgutschrift senden (CC) Ausgehend
CC SALES RETURN ORDER Verkaufsreklamation senden (CC) Ausgehend
CC SALES RETURN ORDER CHG Verkaufsreklamation-Änderung senden (CC) Ausgehend
CC SERVICE INVOICE Servicerechnung senden (CC) Ausgehend
CC SERVICE CR.MEMO Servicegutschrift senden (CC) Ausgehend
CONFIRMATION RECEIVE Empfangsbestätigung empfangen Eingehend
CONFIRMATION SEND Empfangsbestätigung senden Ausgehend
GS1 APP REC ACK IMP Empfangsbestätigung empfangen Eingehend
GS1 APP REC ACK IMP Empfangsbestätigung senden Ausgehend
IC PURCHASE INVOICE Einkaufsrechnung empfangen (IC) Eingehend
IC PURCHASE ORDER Einkaufsbestellung an Kreditor senden (IC) Ausgehend
IC PURCHASE ORDER CHG Bestelländerung senden (IC) Ausgehend
IC PURCHASE ORDER CONF Bestellbestätigung empfangen (IC) Eingehend
IC PURCHASE SHIPMENT Einkaufslieferung empfangen (IC) Eingehend
IC SALES INVOICE Verkaufsrechnung senden (IC) Ausgehend
IC SALES ORDER Verkaufsauftrag empfangen (IC) Eingehend
IC SALES ORDER CHG Verkaufsänderung empfangen (IC) Eingehend
IC SALES ORDER CONF Auftragsbestätigung senden (IC) Ausgehend
IC SALES SHIPMENT Verkaufslieferung senden (IC) Ausgehend
IC SALES DELFOR Lieferabruf empfangen (nur FACTORY) Eingehend

EDX Partner#

Damit Belege ausgetauscht werden können muss im EDX Modul zunächst ein oder mehrere Partner definiert werden. Diese Partner können basierend auf bestehenden Kreditoren oder Debitoren erstellt werden.

EDX Partner werden unter einem Code geführt der sich aus der jeweiligen Business Central Kreditor bzw. Debitor-Nummer und ein festgelegtes Präfix zusammensetzen.

Vor Anlage des EDX Partners muss das Feld Unsere Kontonummer im Kreditor/Debitor festgelegt werden.

Beispiel für Unsere Kontonummer: Rolle des Lieferanten: Bei Debitor 1000 wird im Feld Unsere Kontonummer 61000 eingetragen. Rolle des Kunden: Bei Kreditor 61000 wird im Feld Unsere Kontonummer 1000 eingetragen.

Partnertyp Debitor#

Ein neuer EDX Partner wird direkt aus der Partner-Übersicht angelegt. Hierzu rufen Sie sich über die Anwendersuche zunächst die EDX Partner auf.

Mit der Aktion Anlegen von Debitor wird ein neuer EDX Partner auf Basis eines Debitors erstellt.

Für das zu erstellende EDIFACT UNB-Segment können die Felder GLN, Datensender- sowie Empfänger-Id. verwendet werden.

Die Felder Datensender- sowie Empfänger-Id. unterliegen keiner Formatprüfung. Dementsprechend kann eine ODETTE-Id, DUNS-Nr usw. eingetragen werden.

Für die Übertragung von XRechnungen zu einem EDI Dienstleister ist die Leitweg Id. erforderlich. siehe Koordinierungsstelle für IT Standards.

Grundsätzlich sind alle o.g. Felder mit dem EDI Dienstleister abzustimmen. Die Felder werden innerhalb der CC Nachrichten Rechnung, Gutschrift sowie Lieferschein im Element Routing übermittelt.

Sachkonten- und Einheiten-Mapping#

Sachkonten Mapping#

Im internen Belegaustausch ist es beispielsweise möglich, Bestellungen an einen internen Partner zu senden. Da in Bestellungen keine Zeilen vom Typ Ressource erfasst werden können, ist an dieser Stelle ein Mapping nötig. Das Sachkonten Mapping wird direkt aus der EDX Partner Übersicht für den ausgewählten EDX Partner geöffnet.

Pro Partner kann jeweils eine Ressource bzw. Sachkonto Nr. eingegeben werden.

Beispiel:
Partner V01254796 Ressource: Fracht
Sachkonto Nr. 3400 (Interne Frachten)

Diese Eingaben führen zu folgendem Ergebnis: Wird eine Bestellung versendet, in der eine Zeile mit dem Typ Sachkonto und der Nr. 3400 vorhanden ist, dann wird diese Zeile beim Empfänger im Verkaufsauftrag als Ressource Fracht angelegt.  

Einheiten Mapping#

Ein Einheiten-Mapping ist notwendig, um den Einheitencodes des Kunden auf den eigenen Einheitencode umzustellen.

Beispiel:
Ein Kunde bestellt 5 PCS, der Einheitencode in BC ist STÜCK. In diesem Fall muss für die Übersetzung von PCS nach STÜCK ein Mapping angelegt werden.

Das Einheiten Mapping wird über die EDX Partner Übersicht über das Menüband aufgerufen.

Es ist nicht erforderlich, für jeden EDX Partner und Artikel ein Einheiten-Mapping zu hinterlegen. In der Regel muss die Einheit PCS bei allen EDX Partnern und Artikeln in die Business Central Einheit Stück umgewandelt werden.

Bei der Ermittlung des Einheiten-Mappings wird folgende Reihenfolge angewendet:

1) Mapping mit EDX Partner, Artikel und Referenz-Code suchen
2) Mapping mit Artikel und Referenz-Code suchen
3) Mapping mit EDX Partner und Referenz-Code suchen
4) Mapping mit Referenz-Code suchen

Das Einheiten-Mapping wird bei den folgenden Belegen verwendet: * Verkaufsaufträge * Verkaufsauftragsänderungen * Einkaufsbestellbestätigungen * Einkaufslieferungen * Einkaufsrechnungen

Bei den ausgehenden Belegen wird das Einheiten-Mapping nur in den Clearing Center Nachrichten ausgeführt. * geb. Verkaufslieferung * geb. Verkaufsrechnung * Bestellung * Auftragsbestätigung

Zu-/Abschläge Mapping#

Im EDX Zu-/Abschläge Mapping können Zu- und Abschläge zu Artikel, Ressourcen, Sachkonten und Felder im Belegkopf zugewiesen werden.

Beispiele: * Sachkonto für den Zuschlag Werbekosten * Artikel als Frachtkosten * Feld Betrag inkl. MwSt. aus dem Verkaufskopf als Versicherungszuschlag

Es können nur Felder aus dem Verkaufskopf verwendet werden. Dabei können Beträge und Prozentsätze angegeben werden. Diese beiden Felder sind für Zeilen Zu-/Abschläge deaktiviert. Das Feld Position wird automatisch gefüllt und ist nur eine Information für den Benutzer.

Die Zu- und Abschlagscodes werden aus einer separaten Tabelle ausgewählt.

Das Zu-/Abschlagsmapping wird nur für den externen ausgehenden Belegversand mit Clearing Center verwendet. Dazu gehören die folgenden Belege: * Auftragsbestätigung * Gebuchte Verkaufsrechnung * Gebuchte Verkaufsgutschrift

Service GTIN Mapping#

Mit dem EDX Service GTIN Mapping können Ressourcen, Sachkonten usw. mit einer GTIN versehen werden. Die hinterlegte GTIN wird innerhalb der Servicerechnung sowie Gutschrift versendet.

EDX Belegeinrichtung#

Für jeden EDX Partner können unterschiedliche Belegarten festgelegt werden. Mit der EDX Belegeinrichtung werden die Belege dem EDX Partner zugeordnet sowie konfiguriert.

Mit der Aktion Neu wird ein EDX Beleg einem zuvor angelegten EDX Partner zugeordnet. Nachfolgen werden Ihnen die Felder der EDX Belegeinrichtung-Karte näher erläutert.

Inforegister Allgemein#
Feld Beschreibung
Partner Nr. Auswahl des EDX Partners.
Es können nur aktive EDX Partner ausgewählt werden.
EDX Beleg Auswahl des EDX Belegs.
Standardmäßig sind folgende Belege enthalten:
• Bestellung ausgehend
• Bestellbestätigung eingehend
• Bestelländerung ausgehend
• Verkaufsauftrag eingehend
• Verkaufsauftragsänderung eingehend
• Auftragsbestätigung ausgehend
• Lieferschein ausgehend
• Verkaufsrechnung ausgehend
EDX Beleg Beschreibung Hier kann eine freiwählbare Beschreibung eingetragen werden. Diese dient lediglich zur Information.
EDX Belegrichtung Gibt die Richtung des Belegaustauschs (eingehend oder ausgehend) an.
EDX Übertragung ab Ab dem hier festgelegten Datum werden BC Belege empfangen bzw. versendet.
Empfangsbestätigungsprüfung Mit der Empfangsbestätigungsprüfung kann gesteuert werden, ob eine Nachrichtenbestätigung angefordert werden soll.

Beispiel:
Versenden einer Einkaufsbestellung mit Empfangsbestätigungsprüfung

Nach dem Empfang der Bestellung auf der Gegenseite wird an den Nachrichtensender eine Empfangsbestätigung versendet. Der EDX Status innerhalb der Bestellung wechselt automatisch auf Empfänger erhalten. Nach Anlage des Business Centrals Verkaufsauftrags beim Empfänger wird eine weitere Quittierung versendet. Der EDX Status innerhalb der Bestellung wechselt automatisch auf Empfänger akzeptiert.
Sollte der Empfänger den EDX Verkaufsauftrag ablehnen, dann wird ebenfalls eine Quittierung versendet. Der EDX Status in der versendeten Bestellung wechselt auf EDX Abgelehnt.
Die Bestätigungsprüfung sollte bei der Aus- sowie Eingangsnachricht aktiviert werden.
Ausgehende Bestätigungsnachrichten z.B. für den Empfang eines EDX Verkaufsauftrag werden jetzt über den EDX Ausgang versendet.
Das Feld Quell Datensatz verweist jetzt immer auf den zugehörigen Beleg. Die Quittierungsprüfung wird jetzt von allen EDX Belegen, Verkaufslieferungen, Verkaufsrechnungen sowie Verkaufgutschriften unterstützt.
Bei externem EDI müssen die Quittierungsnachrichten ggfs. mit dem EDI Dienstleister abgestimmt werden.
Test Indikator Kennzeichnet die ein- bzw. ausgehenden Nachrichten als Testnachricht
Siehe Kapitel Produktiv-/Testdatenbank

Inforegister Übertragung#

Feld Beschreibung
EDX Übertragungsart Dateiübertragung: Bei Verwendung einer gemeinsamen Netzwerkfreigabe (UNC), kann hier Dateiübertragung ausgewählt werden. Siehe Abschnitt EDX Setup Allgemein.
Mandantenübertragung: Wenn Sender und Empfänger sich in einer Datenbank befinden, dann kann hier die Option Mandantenübertragung ausgewählt werden.
FTP Übertragung: Mit der FTP Übertragung können Dokumente an einen FTP Server übertragen oder abgeholt werden.
E-Mail: Mit dieser Übertragungsart ist es möglich Belege per E-Mail zu versenden.
Azure Storage: Alle Nachrichten werden auf dem festgelegten Azure Storage abgelegt bzw. abgeholt.

Inforegister Azure- / Dateiübertragung#

Feld Beschreibung
EDX Datei Pfad Ein-/Ausgabe Pfad für Dateien.
In diesem Feld kann entweder ein absoluter oder dynamischer Pfad eingegeben werden. Der dynamische Pfad wird mit dem Platzhalter %ROOT_DIR% hinterlegt.
Dieser Platzhalter wird zur Laufzeit gegen das Basisverzeichnis aus der EDX-Einrichtung ausgetauscht.
SieheEDX Einrichtung

Bei Umzug einer Verzeichnisfreigabe reicht es somit aus, das neue Verzeichnis im Feld „Verzeichnis Dokumente (UNC)“ innerhalb der EDX-Einrichtung zu verändern.

In oben aufgeführtem Beispiel wird %ROOT_DIR% gegen \kvsdodc01\temp\EDX\Test10\Prod ausgetauscht.

Sobald der Schalter „Test Umgebung“ aktiviert wird, gilt folgendes Verzeichnis für %ROOT_DIR%
\kvsdodc01\temp\EDX\Test10\Test

Die gleichen Regeln gelten für den Platzhalter %AZURE_CONTAINER%
In diesem Fall wird der eingerichtete Azure Container verwendet.

Inforegister Azure Weiterleitung#

Die Weiterleitungs-Parameter werden an eine „Azure Logic App“ bzw. „Power Automate“ übermittelt. Die Azure Logic App ist nicht Bestandteil von EDX. Für die Verarbeitung der u.a. Parameter muss im Kundenprojekt eine entsprechende „Azure Logic App“ bzw. „Power Automate“ erstellt werden. Für die Erstellung der „Azure Logic App“ kann die Vorlage „EDX_Outbound_Message“ verwendet werden.

Bei Verwendung der Weiterleitungs-Parameter müssen dem EDX Partner die GS1 Nachrichten „GS1 APP REC ACK IMP“ sowie „GS1 APP REC ACK EXP“ zugeordnet werden.

Feld Beschreibung
Weiterleitungstyp Mit diesem Parameter kann innerhalb der Logic App entschieden werden, welcher Azure Connector zum Einsatz kommt.
Weiterleitungskennung Legt die EDI Partei fest
Weiterleitungsziel Legt das Ziel der Nachricht fest

Beispiel: CC Rechnungsnachricht soll an EDI Dienstleister EDI1 per SFTP übermittelt werden. Die Nachricht soll auf dem Ziel-FTP Server im Verzeichnis /inbound abgelegt werden.

Folgende Weiterleitungsparameter festlegen:

Feld Beschreibung
Weiterleitungstyp SFTP
Weiterleitungskennung EDI1
Weiterleitungsziel /inbound/

Inforegister FTP#

Die FTP Parameter müssen eingerichtet werden, wenn die Übertragungsart FTP ausgewählt wurde.

Feld Beschreibung
FTP Server
FTP Benutzer
FTP Passwort
FTP Datei Pfad
FTP SSL aktivieren
Diese Felder sind editierbar, wenn die Übertragungsart auf FTP eingestellt wurde.
Dabei werden in diesen Feldern die Zugangsdaten für den FTP Server eingetragen.
Die Übertragung kann zu einem FTP-Server (Port 21) sowie einem SFTP-Server (Port 22) aufgebaut werden.

Inforegister E-Mail#

Feld Beschreibung
Absender E-Mail Adresse Die Absender E-Mail-Adresse muss mit der Mailadresse in der SMTP-Einrichtung übereinstimmen.
Absender Name Name des Absenders
Empfänger E-Mail Adresse E-Mail-Adresse des Nachrichtenempfängers
E-Mail Betreff Gibt den Betreff der E-Mail an.
E-Mail Text (HTML) Gibt den Text der E-Mail an.

Inforegister Verarbeitung [ #information-register-processing ]#

In diesem Inforegister werden die Verarbeitungsparameter für die ein- sowie ausgehenden Nachrichten festgelegt.

Feld Beschreibung
Automatische Verarbeitung EDX Eingangsbeleg:
Der empfangene EDX Beleg wird automatisch geprüft. Sollten bei der Prüfung keine Fehler auftreten, erfolgt die Anlage des Business Central Belegs.
Wenn bei dem Prüfen bzw. Anlegen des Business Central Belegs ein Fehler auftritt, wird automatisch eine Fehler-Mail versendet.
Diese Funktion steht zurzeit für EDX Verkaufsaufträge zur Verfügung.
Siehe Abschnitt: Automatische Verarbeitung

EDX Ausgangsbeleg:
Bisher können folgende Ausgangsbelege automatisch versendet werden:
• Verkaufslieferung
• Verkaufsrechnung
• Verkaufsgutschrift
• Bestellung
• Bestelländerungen
Siehe Abschnitt: Automatischer Verarbeitung
Verarbeitungsreihenfolge Legt die Verarbeitungsreihenfolge von eingehenden Nachrichten fest.
Keine Transmission ID hinzufügen Wenn diese Option aktiviert ist, wird das Element EDX Transmission ID nicht in die XML-Datei übertragen.
Das EDX Modul geht grundsätzlich davon aus, dass im eingehenden XML-Dokument das Element TransmissionID vorhanden ist. Dieses Element z.B. wird für die Beleg-Navigation innerhalb von EDX verwendet. Enthält das eingehende XML-Dokument nicht die TransmissionID, dann wird diese automatisch als erstes Element hinzugefügt.

Hinweis:
Die Einstellung dieses Schalters sollte nur geändert werden, wenn es in der jeweiligen Anwendungsdokumentation (Kundenprojekt) beschrieben wurde.
Null Rechnung ignorieren Rechnungen mit einem Wert von 0 € werden nicht übertragen, wenn diese Option aktiviert ist.
Null Gutschriften ignorieren Gutschriften mit einem Wert von 0 € werden nicht übertragen, wenn diese Option aktiviert ist.
Automatische Archivierung Legt fest, dass der zugehörige EDX Eingang nach der EDX Belegverarbeitung archiviert wird.
Direkte Einkaufsrechnung Ausgeschaltet:
Beim Verarbeiten einer eingehenden Einkaufsrechnung wird die Information der Einkaufslieferung erwartet. Anhand der Einkaufslieferungsnummer wird die zugehörige Einkaufsbestellung ermittelt.
Die Einkaufslieferung sowie die Einkaufsbestellung werden dann für Plausibilitätsprüfungen verwendet.

Eingeschaltet:
Die Daten der EDX Einkaufsrechnung werden direkt in eine ungebuchte Einkaufsrechnung übertragen. Plausibilitätsprüfungen werden hinsichtlich des Einkauf von Kreditor sowie der Artikel durchgeführt.
Einbinden des zugehörigen PDF Dokuments Bei den Ausgangsnachrichten für das Clearing Center kann das zugehörige PDF Dokument direkt in die Nachricht eingebunden werden. Das PDF Dokument wird als base64 codierte Zeichenfolge übermittelt.
Sammelsendung Wenn die erstellten Business Central Belege (Verkaufslieferschein, Verkaufsrechnung sowie Verkaufsgutschrift) nicht sofort beim Buchen versendet werden sollen, dann kann mit dieser Option eine Belegsammlung aktiviert werden.
Diese Option wird im Moment von den EDX Belegen Verkaufslieferung (CC), Verkaufsrechnung (CC), Verkaufsgutschrift (CC) unterstützt.
Der Zeitpunkt für den Belegversand kann über das Verarbeitungs-Zeitfenster eingestellt werden.
Nächste Listennummer Beim Versenden von Sammelsendungen wird in der Regel eine Listennummer benötigt. Im Feld Nächste Listennummer kann die Listennummer festgelegt werden, welche bei der nächsten Übertragung verwendet wird.

Hinweis:
Verkaufslieferungen können als Sammelsendung übermittelt werden. Die Vergabe einer Listennummer ist nicht vorgesehen.
In der Regel muss innerhalb der Lieferscheinnachricht eine Speditionsauftragsnummer übermittelt werden. Dies wird aktuell von der EDX CC Lieferscheinnachricht nicht unterstützt.
BC Dokument freigeben Diese Einstellung steuert, dass ein eingelesener Beleg nach dem Anlegen automatisch freigegeben wird.
BC Beleg buchen Bestimmt ob ein eingehender EDX Beleg gebucht werden soll oder nicht.
Buchungsdatum verwenden Gibt an welches Datum bei eingehenden EDX Belegen verwendet werden soll. Optionen „Buchungsdatum, Tagesdatum, Arbeitsdatum, Eingangsbelegdatum“
Artikelreferenzen verwenden Da in den seltensten Fällen ein konsolidierter Artikelstamm zwischen den Partnern vorliegt, ist es notwendig eine zuverlässige Zuordnung der Artikelnummern zu gewährleisten. Die Einstellung Artikelreferenzen verwenden steuert eine Prüfung der übermittelten Artikelnummer, sowie der übermittelten Referenznummer. Die Prüfung der Artikel-/Referenznummer erfolgt auf Basis des Business Central-Artikelstamm > Referenzen.

Bei Verwendung dieser Funktion sind folgende Voraussetzungen erforderlich:
• Der Partner muss zwingend die GTIN oder Referenznummer übermitteln.
• Die Artikelreferenzen des Partners müssen im Artikelstamm gepflegt sein.

Bei Übermittlung einer GTIN wird der Business Central Artikel anhand des Feldes GTIN im Artikelstamm bestimmt. Sollte kein passender Artikel gefunden werden, dann erfolgt eine Suche anhand der Artikelreferenzen mit Typ Barcode. Bei der Artikelreferenz-Suche wird die gemeldete Artikeleinheit verwendet.
Sollte auch diese Suche zu keinem Ergebnis führen, dann erfolgt die Suche anhand der Artikelreferenzen mit Typ Debitor bzw. Kreditor. Verwendet wird die gemeldete Artikelreferenznummer aus der Nachricht.
Artikeleinheiten Mapping verwenden Diese Einstellung steuert ein automatisches Mapping der Artikeleinheiten.
Beispiel:
Der EDX Partner übermittelt für einen beliebigen Artikel die Artikeleinheit „PCS“ welche in Business Central als „STÜCK“ geführt wird. Ist die entsprechende Mapping-Tabelle gepflegt und die Einstellung „Artikeleinheiten Mapping“ gepflegt, wird beim Empfang die Einheit entsprechend geändert.

Siehe EDX Belege verarbeiten > Artikeleinheiten Mapping
EDX Automatische Archivierung Wird ein EDX Beleg verarbeitet, kann über diese Einstellung gesteuert werden, dass der zugehörige Eingangsposten archiviert wird.
Verarbeitungs-Zeitfenster Bei ausgehenden Belegen steuert das Verarbeitungs-Zeitfenster den Zeitpunkt für den Belegversand. Bei eingehenden Belegen steuert das Verarbeitungszeitfenster den Prüf- und Anlegezeitpunkt.

Beispiel für ausgehende Verkaufsrechnungen:
Verkaufsrechnungen sollen bis Samstag gesammelt werden und um 22:00 Uhr versendet werden.
In diesem Fall wird im Verarbeitungs-Zeitfenster die Option Samstag ausführen aktiviert. Alle anderen Tage werden deaktiviert. Die Startzeit wird auf 22:00 Uhr und die Endzeit auf 23:00 Uhr eingestellt. Das früheste Startdatum wird automatisch berechnet. Sobald das festgelegte Zeitfenster erreicht ist, werden alle noch nicht versendeten Rechnungen versendet.

Beispiel für eingehenden Verkaufsauftrag:
Verkaufsaufträge sollen jeden Tag um 22:00 Uhr automatisch verarbeitet werden. In diesem Fall wird im Verarbeitungs-Zeitfenster jeder Tag aktiviert. Die Startzeit wird auf 22:00 Uhr und die Endzeit auf 23:00 Uhr eingestellt.

Hinweis: Sobald das festgelegte Zeitfenster erreicht ist, werden alle unverarbeiteten EDX Verkaufsaufträge geprüft und als BC Auftrag erstellt.

Inforegister Erweitert#

Feld Beschreibung
Partner Art Gibt an ob es sich beim angezeigten EDX Partner um einen Debitor bzw. Kreditor handelt.
Partner BC Nr. Zeigt abhängig von der Partner Art die BC Debitor bzw. Kreditor Nr. an.
Belegart Zeigt die mit dem EDX Dokumenten Setup verbundene BC Belegart an.
Dok Tabellen Nr Zeigt die mit dem EDX Dokumenten Setup verbundene BC Tabellen Nr. an.
Objektart
Objekt ID
Zeigt den XMLPort bzw. die Codeunit an, welche für die Nachrichtenverarbeitung zuständig ist.
Nachrichten Codierung Legt die Nachrichtencodierung fest. Dieser Parameter hat keine Auswirkung auf EDX Standardnachrichten. Innerhalb von projektspezifischen Nachrichten kann dieser Parameter für die Kodierung der Nachricht verwendet werden.
Webservice Funktion Legt die Nachricht für die Nutzung innerhalb der internen Webservice-Funktionen fest.
Webservice Funktions Name Legt den Namen der internen Webservice-Funktion fest.

Funktion „Feldeinstellungen Belegüberprüfung“#

Mit der Funktion „Feldeinstellungen für Belegüberprüfung“ im Menüband wird festgelegt, welche Felder des EDX Belegs geprüft bzw. in den Business Central Beleg übertragen werden.

Feld Beschreibung
Validierungs Reihenfolge Gemäß der festgelegten Validierungs-Reihenfolge werden die Daten aus dem EDX Zwischenbeleg in den BC Beleg übertragen.
Vorgabewerte verwenden Mit der Option „Vorgabewert verwenden“ können Felder innerhalb des EDX Belegs vorbelegt werden, welche z.B. nicht in der Nachricht enthalten sind.
Vorgabewert Es kann z.B. für das Fälligkeitsdatum im Verkaufskopf eingetellt werden, dass dieses Feld immer mit dem Arbeitsdatum initialisiert wird. Innerhalb des Vorgabewerts können Konstante-Werte oder Platzhalter verwendet werden. Bei Verwendung einer Konstante muss darauf geachtet werden, dass der Wert gemäß XML-Format eingegeben wird. Ein festes Datum muss also im Format JJJJ-MM-TT eingegeben werden. Bei Dezimalwerten muss der Punkt als Trennzeichen verwendet werden. Das XML Format wurde gewählt um Übersetzungsfehler verschiedener Sprachen zu vermeiden. Wenn ein Mitarbeiter das Datum 15.01.2018 als Vorgabewert festlegt und anschließend ein englischsprachiger Mitarbeiter die Nachricht prüft, dann kann das Vorgabe-Datum nicht umgewandelt werden.
Die Vorgabewerte werden bei Prüfung des EDX Beleg initialisiert.
Liste der Platzhalter:
Platzhalter Beschreibung
%WORKDATE Arbeitsdatum
%TIME aktuelle Uhrzeit
%TODAY Aktuelles Datum
%COMPANYNAME Mandantenname
@Fieldname Verweis auf ein anderes Feld der aktuellen Tabelle
Feldinhalt anlegen Dieses Kennzeichen steuert, ob der Feldinhalt aus dem EDX Beleg geprüft sowie in den BC Beleg übertragen werden soll.

Einrichtung Aufgabenwarteschlangenposten#

Der automatisierte Nachrichtenversand bzw. Empfang erfolgt mit der Einrichtung der Aufgabenwarteschlangenposten. Diese werden mit dem EDX Einrichtung Assistenten erstellt. Siehe EDX Einrichtung.

Prozessaufteilung innerhalb der Aufgabenwarteschlangenposten#

Folgende Aufgabenwarteschlangenposten werden mit dem EDX Assistenten erstellt: CodeUnit: 5487951 EDX Job Queue

Parameter Beschreibung
INBOUND_TRANSMISSION Daten gemäß der festgelegten Übertragungsart (z.B. Dateiübertragung) einlesen und in „EDX Eingang“ bereitstellen.
INBOUND_TO_EDX_DOCUMENT Alle EDX Eingangsposten mit Status „Unverarbeitet“ verarbeiten.
INBOUND_POST_EDX_DOCUMENT Alle erstellten EDX Belege (Verkaufsauftrag, Einkaufsbestellbestätigung usw.), welche mit dem
OUTBOUND_SEND_NAV_DOCUMENT Alle erstellten BC Belege (Verkaufslieferung, Verkaufsrechnung usw.), welche mit dem Kennzeichen „Automatische Verarbeitung“ konfiguriert werden, in den „EDX Ausgang“ übernommen.
OUTBOUND_TRANSMISSION Alle EDX Ausgangsposten mit Status „Unverarbeitet“ gemäß der festgelegten Übertragungsart versenden.
SEND_MAIL Aufgetretene Verarbeitungsfehler per Mail versenden.
REORGANIZATION Archiviert die EDX Ausgänge. Zeitpunkt der Archivierung wird im EDX Setup festgelegt.

GLN Einrichtung#

Für die Erstellung einer EDIFACT Nachricht werden außer der GLN im Debitor weitere GLN´s benötigt. Bei EDIFACT wird im UNB Segment der Nachrichtenempfänger übermittelt. Die GLN des Nachrichtenempfängers kann von der GLN des Debitors abweichen.

Gemäß EDIFACT werden GLN´s in folgenden Segmenten abgebildet:

))

GLN Global Location Number

Nachrichten
Segment
Beschreibung Kennzeichner
UNB Interchange Header (Nachrichten-Sender/Empfänger)
Wenn der „Rechnung an Debitor“ zu einem Verband gehört, dann GLN des Verband-Debitor, ansonsten GLN des „Rechnung an Debitor“.
Sonderfall: Der Nachrichtenempfänger verlangt eine GLN, welche nicht zu den o.g. Stammdaten gehört. In diesem Fall wird die GLN des EDX Partners verwendet.
NAD Name und Adress Daten SU = Lieferant
BY = Käufer
DP = Lieferanschrift
IV = Rechnungsanschrift

Die GLN´s werden in folgenden Business Central Stammdaten eingetragen:

Nachrichtenempfänger (UNB)#

Die GLN für den Nachrichtenempfänger/Versenders (UNB) wird direkt bei dem EDX Partner in dem Feld „GLN“ eingetragen.

Debitor (NAD Segment)#

Die GLN für den Debitor (NAD Segment) wird direkt auf der Debitorenkarte in dem Feld „GLN“ im Inforegister „Fakturierung“ eingetragen.

Liefer an Adresse (NAD Segment)#

Die GLN für die Liefer an Adresse (NAD Segment) wird direkt auf der Debitorenkarte > Liefer an Adressen in dem Feld „GLN“ im Inforegister „Allgemein“ eingetragen.

Die Übertragung der o.g. GLN´s wird von den XMLPorts für EDI Dienstleister (Präfix CC) unterstützt.

E-Mail-Versand einrichten#

Wie in den vorherigen Abschnitten beschrieben, versendet EDX automatisch Mails, wenn z.B. ein Fehler bei der Verarbeitung aufgetreten ist.

Für den Mailversand müssen folgende Punkte eingerichtet werden:

SMTP-Mail-Einrichtung#

Über die SMTP-Mail-Einrichtung muss der SMTP-Server eingerichtet sein. Diese Einrichtung hängt von den technischen Gegebenheiten der Umgebung ab und sollte durch die IT-Abteilung des Unternehmens erfolgen.

BC Administration (Verwaltungskonsole)#

Der Mailversand erfolgt in der Regel mit der Business Central Instanz JOBQUEUE01. Da es sich hierbei um einen Prozess ohne Client Service handelt, ist es erforderlich, dass die Basis URL eingetragen wird.

In das Feld „Windows Client Base URL“ muss die URL von einer Business Central Instanz eingetragen werden, bei der die Option „Enable Client Services“ aktiviert ist.

Beispiel:
DynamicsNAV://srvnav:7246/NAVProd01/

Diese Basis URL wird dann z.B. für die PageLinks innerhalb der Error-Mail verwendet.

Interner Belegaustausch#

Einrichten mit dem EDX Einrichtung Assistenten#

Der interne Belegaustausch kann komplett über den EDX Einrichtung Assistenten eingerichtet werden, wenn beide Mandanten in einer Datenbank vorhanden sind.

Hinweis

Bevor der Assistent gestartet wird, muss in beiden Mandanten das EDX Setup eingerichtet werden. Weiterführende Informationen finden Sie hierzu unter „EDX Einrichtung“.

Anschließend kann die Aktion „EDX Einrichtung Assistent“ im EDX Setup gestartet werden.

Die Einrichtung für den internen Belegaustausch kann jetzt mit der Aktion „EDX Einrichtung Assistent“ gestartet werden.

Nach Start des Assistenten müssen folgende Parameter festgelegt werden: * Funktion des Assistenten auf „interner Belegaustausch“ einstellen. * Rolle des aktuellen Mandanten festlegen. * Auswahl der Kommunikationsschnittstelle
Aktuell stehen die Schnittstellen „Dateiübertragung“ sowie „Azure Storage“ zur Verfügung. * Einkaufspreis als Verkaufspreis verwenden. Der Preis aus der versendeten Einkaufsbestellung in den Verkaufsauftrag übernommen. (siehe Feldsteuerung) * Auswahl des Mandanten, mit dem Nachrichten ausgetauscht werden sollen. * Zuordnung Debitor sowie Kreditor gemäß den Mandanten.

Nach Ausführen der Aktion „Fertig stellen“ findet der Abgleich des Feldes „Unsere Kontonummer“ zwischen dem Debitor und Kreditor statt. In beiden Mandanten werden die erforderlichen EDX Partner sowie die zugehörigen Intercompany Belege zugeordnet.  

Manuelle Einrichtung#

Wenn die Mandanten in unterschiedlichen Datenbanken vorhanden sind, dann muss die Einrichtung manuell erfolgen.

Folgende Nachrichten sind auf der Kundenseite einzurichten:

Partner Nr. EDX Beleg EDX Belegrichtung EDX Beleg Beschreibung Partner Art Partner BC Nr. EDX Übertragungsart
V10000 IC PURCHASE ORDER CHG Ausgehend Bestelländerung senden Kreditor 10000 Dateiübertragung
V10000 IC PURCHASE ORDER CONF Eingehend Empfang Bestellbestätigung Kreditor 10000 Dateiübertragung
V10000 IC PURCHASE ORDER Ausgehend Bestellung senden Kreditor 10000 Dateiübertragung
V10000 IC PURCHASE SHIPMENT Eingehend Einkaufslieferung empfangen Kreditor 10000 Dateiübertragung
V10000 IC PURCHASE INVOICE Eingehend Empfang Einkaufsrechnung Kreditor 10000 Dateiübertragung
V10000 CONFIRMATION RECEIVE Eingehend Quittierung Empfangen Kreditor 10000 Dateiübertragung

Folgende Nachrichten sind auf der Lieferantenseite einzurichten:

Partner Nr. EDX Beleg EDX Belegrichtung EDX Beleg Beschreibung Partner Art Partner BC Nr. EDX Übertragungsart
C10000 IC SALES ORDER CONF Ausgehend Senden der Auftragsbestätigung Debitor 10000 Dateiübertragung
C10000 CONFIRMATION SEND Ausgehend Quittierung der Nachrichten Debitor 10000 Dateiübertragung
C10000 IC SALES ORDER Eingehend Empfang Verkaufsaufträge Debitor 10000 Dateiübertragung
C10000 IC SALES ORDER CHG Eingehend Auftragsänderung empfangen Debitor 10000 Dateiübertragung
C10000 IC SALES SHIPMENT Ausgehend Senden Verkaufslieferung Debitor 10000 Dateiübertragung
C10000 IC SALES INVOICE Ausgehend Senden Verkaufsrechnung Debitor 10000 Dateiübertragung

Bei der manuellen Einrichtung der Intercompany Belege müssen die EDX Dateipfade manuell konfiguriert werden.

Dabei wird zuerst die Ausgangsnachricht konfiguriert. Der dazugehörige Pfad muss dabei zwischengespeichert werden. Danach kann die Eingangsnachricht konfiguriert werden. Hier muss der Pfad aus der zuvor konfigurierten Ausgangsnachricht verwendet werden.

Der Nachrichtenempfänger und Absender können so über das gleiche Verzeichnis kommunizieren.

Am Beispiel „IC PURCHASE ORDER“ sind folgende Schritte durchzuführen. Dabei muss die EDX Grundeinrichtung bereits durchgeführt und Partner angelegt sein. Dieser Vorgang muss bei allen Eingehenden Nachrichten durchgeführt werden:

  • Mandant „Kunde“ öffnen.
  • EDX Belegeinrichtung für Beleg „IC PURCHASE ORDER“ erstellen und Pfad Zwischenspeichern.
  • Wechseln in den Mandanten „Lieferant“.
  • EDX Belegeinrichtung für Beleg „IC SALES ORDER“ erstellen und dabei den Pfad des Ausgangsbeleg verwenden.

Versandauftraag / Ladungsträger#

Für die Verwendung der ausgehenden Nachricht „CC DESPATCH ADVISE“ (DESADV) ist die Einrichtung der Versandaufträge inklusive der Ladungsträger erforderlich.

Die allgemeinen Informationen zum Einrichten der Versandaufträge und Ladungsträger finden Sie im entsprechenden Handbuch „KUMAVISION Versandabwicklung“. Im Folgenden finden Sie lediglich Hinweise zu den relevanten Einstellungen für die oben genannte Ausgangs-Nachricht.

Einrichtung Lagerort#

Damit eine Zuordnung der Ladungsträger/Packstücke im Versandauftrag erfolgen kann, muss im Feld „Versandabwicklung“ im Lagerort die Option „Versandauftrag“ ausgewählt sein oder frei bleiben.

Einrichtung Versandauftrag#

Über den Menüpunkt „Versand und Ladungsträger Einrichtung“ richten Sie Ihre Versandaufträge ein. Wenn Sie Ladungsträger mit Angaben zur NVE/SSCC versenden möchten, müssen die Felder „Unternehmens-ID“ mit der Basisnummer (GLN) des Unternehmens, sowie „Ladungsträger ID Nummern“ mit einer Nummernserie gefüllt werden. Statt hier die Nummernserie allgemein zu hinterlegen, können diese auch speziell für einzelne Ladungsträger hinterlegt werden. Außerdem muss die Option „Prüfziffer für Carrier-ID erstellen“ aktiviert werden, damit für die NVE/SSCC die von der GS1 vorgegebene Prüfziffer berechnet und ergänzt werden kann.

Hinweis

Im Feld „Unternehmens-ID“ muss vor der Basisnummer noch eine Reserveziffer (siehe GS1-Spezifikation) vorangestellt werden, damit eine korrekte NVE/SSCC generiert werden kann.

Damit automatisch eine NVE/SSCC generiert wird, muss zusätzlich noch die Option „Ladungsträger ID bei Auftragsfreigabe zuweisen“ aktiviert werden.

Die NVE/SSCC ist insgesamt 18 Stellen lang (siehe GS1-Spezifikation). Daher muss die Kombination aus Unternehmens-ID mit Reserveziffer, Nummernserie des Ladungsträgers und Prüfziffer exakt 18 Stellen lang sein. Ist dies nicht der Fall bei der Freigabe eines Versandauftrags und aktivierter Option „Ladungsträger ID bei Auftragsfreigabe zuweisen“ erscheint ein entsprechender Hinweis.

Einrichtung Ladungsträger#

Über den Menüpunkt „Ladungsträger“ können die benötigten Ladungsträger eingerichtet werden. Wenn Ladungsträger inklusive NVE/SSCC übertragen werden sollen, sollte hier die Option „ID Pflicht“ gesetzt werden. Wenn im Versandauftrag keine Nummernserie im Feld „Ladungsträger ID Nummer“ hinterlegt ist oder eine abweichende Nummer für den jeweiligen Ladungsträger verwendet werden soll, kann hier eine zuvor angelegt Nummernserie ausgewählt werden.

Bitte beachten Sie die Hinweise zur NVE/SSCC aus dem Kapitel „Einrichtung Versandauftrag“.

DESADV erstellen#

Die ausgehende Nachricht „CC DESPATCH ADVISE“ wird aus einem gebuchten Versandauftrag mit EDX-Partner erzeugt.

Damit eine gültige DESADV-Datei erstellt werden und gegebenenfalls von einem EDI-Konverter weiterverarbeitet werden kann, müssen noch folgende Voraussetzungen beim Erstellen von Versandaufträgen erfüllt werden.

Der Versandauftrag muss sich auf eine gebuchte Verkaufslieferung beziehen, da ansonsten kein gültiger EDX-Partner in den gebuchten Versandauftrag übernommen werden kann.

Jede Zeile mit Packmitteln/Ladungsträgern muss mindestens einer Lieferzeile zugeordnet werden.

Eingehende Belege#

Eingehende Belege werden zunächst in EDX Belegen zwischen gespeichert.

Datenfluss eines eingehenden Beleges#

Die eingehende Nachricht wird zuerst in den EDX Eingang eingelesen. Dabei erzeugt das System einen EDX Eingangsposten und speichert die Nachricht in dem Posten.

Anschließend wird aus dem EDX Eingangsposten der EDX Zwischenbeleg erstellt. Innerhalb des EDX Zwischenbelegs können AnwenderInnen eingreifen und Daten korrigieren. Des Weiteren können AnwenderInnen den EDX Zwischenbeleg bei Bedarf ablehnen oder daraus einen Business Central Beleg erstellen.

EDX Eingangsposten#

Alle eingehenden Belege werden zunächst in der Tabelle EDX Eingang gespeichert. Wenn der Geschäftsprozess für diesen Beleg komplett abgeschlossen ist, dann wird der Posten automatisch in das „EDX Eingang Archiv“ übertragen.

Feld Beschreibung
EDX Status Gibt den aktuellen Status an.
• Unverarbeitet
Der Beleg wurde an das EDX Modul übergeben und es wurde ein
EDX Eingangsposten gebildet. Der Posten wurde noch nicht versendet.

• Fehler
Bei der Verarbeitung des Postens ist ein Fehler aufgetreten.
Im Feld „Fehler“ werden die Anzahl der aufgetretenen Fehler angezeigt.
Über den Look-Up des Feldes „Fehler“ können die zugehörigen Fehlerposten abgerufen werden.

• EDX Beleg erzeugt
Aus dem Eingangsposten wurde ein EDX-Zwischenbeleg erstellt.

• BC Beleg erzeugt
Aus dem erstellten EDX Zwischenbeleg wurde ein BC Beleg erzeugt. Der zugehörige EDX-Eingangsposten ist nun erledigt und wird in das „EDX Eingang Archiv“ verschoben.
EDX Nachricht Sollten für diesen Posten Systemnachrichten vorhanden sein, können diese über den Look-Up abgerufen werden.
EDX Fehler Sollten für diesen Posten Fehler bei der Verarbeitung aufgetreten sein, können diese über den Look-Up Button abgerufen werden.
Aktion „Datei anzeigen“ Mit dieser Aktion wird der im Posten enthaltene Beleg angezeigt.
Aktion „Manuelle Verarbeitung“ Wenn bei der automatischen Eingangsverarbeitung ein Fehler aufgetreten ist und dieser Fehler wurde zwischenzeitlich behoben, dann kann mit der Aktion „Manuelle Verarbeitung“ der Eingangsposten erneut verarbeitet werden.
Aktion „Nachricht hochladen“ Siehe hierzu Abschnitt „EDX Eingangsposten bearbeiten und neu verarbeiten“

EDX Eingangsposten bearbeiten und neu verarbeiten#

Über die Funktion „Datei anzeigen“ kann die XML-Nachricht des ausgewählten EDX Eingangsposten runtergeladen und ggf. bearbeitet werden. Die Funktion „Dateien speichern“ lädt von allen ausgewählten Eingangsposten die XML-Nachricht runter und speichert diese in einem ausgewählten Ordner.

Hinweis

Aktuell steht diese Aktion „Datei speichern“ im WebClient nicht zur Verfügung (.NET Framework)

Die Datei muss mit der Aktion „Datei anzeigen“ und anschließendem speichern ablegt werden.

Sollte ein EDX Eingangsposten auf einen Fehler laufen, da zum Beispiel eine Feldlänge im EDX Zwischenbeleg überschritten wird oder die XML-Struktur fehlerhaft ist, kann die XML-Nachricht aus dem EDX Eingang runtergeladen, bearbeitet und für eine neue Verarbeitung wieder hochgeladen werden.

Über die Funktion „Nachricht hochladen“ kann die XML-Nachricht erneut in das Belegverzeichnis auf dem Server hochgeladen werden.

Nach dem erfolgreichen Upload wird die Nachricht erneut verarbeitet.

Hinweis

Der neue EDX Eingangsposten erscheint nicht direkt nach Aufruf der Funktion, sondern erst wenn die Nachricht erneut von der Aufgabewarteschlange abgeholt wurde.

Manuelle Verarbeitung eines EDX Belegs#

Für die Verarbeitung von EDX Belegen werden grundsätzlich zwei Fälle unterschieden.

Eingehender EDX Beleg, der BC Beleg ist noch nicht erstellt.

Beispiel:
Ein Verkaufsauftrag wird empfangen. Der zugehörige BC Beleg ist noch nicht erstellt. Wird der eingehende EDX Beleg angelegt, resultiert daraus ein neuer BC Verkaufsauftrag.

Eingehender EDX Beleg, der BC Beleg existiert bereits.

Beispiel:
Eine eingehende EDX Auftragsbestätigung bezieht sich auf eine bereits bestehende Business Central Bestellung.

Bevor aus einem eingehenden EDX Zwischenbeleg ein Business Central Beleg erzeugt werden kann, muss der eingehende EDX Beleg zunächst geprüft werden. Nach erfolgreicher Prüfung erhält der EDX Beleg den Status „Bereit zum Anlegen“. Alle EDX Belege mit diesem Status können in einen entsprechenden Business Central Beleg übertragen werden.  

EDX Zwischenbeleg#

Die EDX Zwischenbelege beinhalten zum Teil identische Felder wie die BC Belege (siehe EDX Verkaufsauftrag). Spezielle EDX Felder und die damit verbundene Funktionalität werden nachfolgend beschrieben.

EDX Nachrichten/Fehler
Sollten speziell für diesen Beleg eventuell Systemnachrichten bzw. Fehler vorhanden sein, können diese über den Look-Up abgerufen werden.

EDX Status
* Unverarbeitet
Der EDX Beleg wurde automatisch erzeugt. Es wurden noch keine weiteren Verarbeitungsschritte vorgenommen. * Fehler
Bei der Verarbeitung des Beleges ist ein Fehler aufgetreten. * Bereit zum anlegen
Der EDX Beleg ist geprüft und kann angelegt werden. * BC Beleg erzeugt
Aus dem bereits erstellten EDX Beleg wurde ein BC Beleg erzeugt. Dieser Posten ist nun erledigt und wird in das EDX Eingangs Archiv
verschoben. * Ungleiche Daten
Für den eingehenden EDX Beleg ist bereits ein existierender BC Beleg vorhanden. * Abgelehnt
Der eingehende Beleg wurde abgelehnt * Manuelle Verarbeitung
Ist es nicht möglich einen eingehenden EDX-Beleg als BC Beleg anzulegen erhält der den Status „Manuelle Verarbeitung“. * Archiviert
EDX Belege, die bereits archiviert wurden. * Gelöscht
EDX Belege, die vom Benutzer gelöscht wurden.

EDX Beleg Prüfen#

Bei der Überprüfung nimmt das System eine Validierung der Daten vor. Dabei werden die Feldinhalte überprüft. Die Überprüfung der Feldinhalte basiert auf den Einstellungen, die in der Belegeinrichtung vorgenommen wurden.

Sollten Fehler ermittelt werden, erhält der EDX-Beleg den Status „Fehler“. Im Feld „Fehler“ auf dem Belegkopf bzw. den Belegzeilen wird die Anzahl der aufgetretenen Fehler angegeben. Über den Look-Up Button können Sie zugehörigen Fehlerposten öffnen.   Wenn Fehler erkannt wurden, dann können diese direkt im EDX Beleg korrigiert werden. Jede Feld-Änderung am EDX Beleg wird dabei protokolliert. Mittels Lookup auf dem Feld „EDX Hinweis“ können diese Änderungen abgerufen werden.

Nach manueller Korrektur im EDX Beleg muss die Aktion „Prüfen“ erneut ausgeführt werden. Nachdem alle Fehler behoben wurden, kann der BC Beleg mit der Aktion „Anlegen“ erstellt werden.

Verarbeiten von EDX Belegen mit Status „Ungleiche Daten“#

Bei der Überprüfung werden die Daten des EDX Belegs mit den Daten des Business Central Belegs verglichen. Dies ist z.B. bei einer eingehenden Auftragsänderung der Fall.

Damit nicht der existierende Business Central Verkaufsauftrag manuell mit der EDX Auftragsänderung verglichen werden muss, prüft EDX die Abweichungen und stellt diese übersichtlich dar.

Sollten Abweichungen festgestellt werden, wird der EDX Status auf „Ungleiche Daten“ eingestellt. Mit einem Klick auf das Lookup Feld „EDX Fehler“ werden alle Abweichungen angezeigt.

Beispiel:
Eine Auftragsänderung für einen Artikel mit einer Mengenerhöhung von 20 Stück auf 30 Stück wurde empfangen.

Der EDX Status steht auf „Ungleiche Daten“.

Durch anklicken der EDX Fehleranzahl (Zeile) wird ein Dialog angezeigt in diesem die Abweichungen dargestellt werden.

Mit der Auswahl „Änderungen übernehmen“ wird festgelegft, ob die angezeigte Änderung in den Busniess Central Beleg übernommen werden soll. Die Spalte „Wert EDX“ zeigt den aktuell übertragenen Wert. In der Spalte „Wert BC“ wird der aktuelle Wert des Business Central Belegs angezeigt.

Nachdem festgelegt wurde, welche Änderungen übernommen werden sollen, muss die Aktion „Änderungen akzeptieren“ ausgeführt werden.

EDX Beleg löschen#

Das Löschen eines EDX Beleg ist vom Status abhängig. Wenn der EDX Status einen der folgenden Werte enthält, ist das Löschen nicht möglich: * BC Beleg erzeugt * Abgelehnt * Manuelle Verarbeitung * Archiviert

Sollte sich der Beleg nicht in diesem Status befinden kann der EDX Beleg mit der Aktion „EDX Beleg löschen“ gelöscht werden.

Nach der Ausführung der Aktion „EDX Beleg löschen“ erscheint ein Dialogfenster mit dem Hinweis, dass ein Löschgrund angegeben werden muss und ob Sie den Beleg tatsächlich löschen möchten. Diese Abfrage muss mit „Ja“ bestätigt werden.

Anschließend können die Gründe, welche zum Löschen der Nachricht geführt haben, erfasst werden.

EDX Beleg anlegen#

Mit der Aktion „Anlegen“ wird der EDX Zwischenbeleg in den zugehörigen Business Central Beleg übertragen.  

EDX Beleg ablehnen#

Es ist möglich, eingehende EDX Belege abzulehnen.

Die Ablehnung wird an den Nachrichtensender übermittelt, wenn in der EDX Belegeinrichtung das Feld „Empfangsbestätigungsprüfung“ aktiviert wurde.

Vor Abschluss der Aktion müssen Ablehnungsgründe erfasst werden.

EDX Beleg mit Status „Manuelle Verarbeitung“#

EDX Belege mit dem Status „manuelle Verarbeitung“ weisen darauf hin, dass der EDX Beleg nicht als Business Central Beleg angelegt oder bestätigt werden können. Dies kann folgende Gründe haben: * Der existierende Beleg wurde bereits beliefert * Es sind Reservierungen vorhanden * Eine eindeutige Zuordnung des Beleges ist nicht möglich * Eine eindeutige Zuordnung der Zeilen ist nicht möglich * Es gibt Abweichungen, die nicht automatisch verarbeitet werden können

Da diese EDX Belege nicht vom System verarbeitet werden können, muss die weitere Verarbeitung von den AnwenderInnen durchgeführt werden.

Der EDX Beleg wird abgeschlossen, in dem er archiviert wird.

Automatische Verarbeitung#

Innerhalb der „EDX Belegeinrichtung“ kann die „Automatische Verarbeitung“ aktiviert werden. Der empfangene Beleg wird automatisch geprüft. Wenn bei der Prüfung keine Fehler auftreten, erfolgt die Anlage des Business Central Belegs.

Bisher werden eingehende Verkaufsaufträge automatisch verarbeitet.

Ausgehende Belege#

Ausgehende EDX Belege werden nicht in einen EDX Zwischenbeleg übertragen. Beim Erstellen der EDX Nachricht wird direkt ein EDX Ausgangsposten erzeugt.

EDX Informationen#

Jeder ausgehende Beleg enthält Informationen, welche für die Übertragung erforderlich sind. Diese Informationen werden im Inforegister „EDX“ angezeigt.

Nachfolgend werden Ihnen die Felder des Inforegisters näher erläutert, die für die Übertragung erforderlich sind:

Feld Beschreibung
EDX Dokument Ja
Der Beleg wurde durch die Belegeinrichtung als EDX Dokument erkannt. Die Übertragung des Belegs ist möglich
Nein
Für den Beleg existiert keine Belegeinrichtung. Die Übertragung ist nicht möglich.
EDX Status Gibt den aktuellen Status an:

Unverarbeitet
Der Beleg wurde an das EDX Modul übergeben und kann versendet werden.

Verarbeitet
Der EDX Ausgangsposten wurde bereits erstellt.

Versendet
Der EDX Ausgangsposten wurde versendet.

Empfänger erhalten
Mit einer Nachrichten-Quittierung kann der Empfänger signalisieren, dass die Nachricht im Zielsystem angekommen ist.

Fehler
Bei der Verarbeitung ist ein Fehler aufgetreten. Dieser kann im EDX Systemfehler-Protokoll nachgesehen werden.

Ignoriert
Belege mit dem Status „Ignoriert“ werden nicht versendet.
Der Status „Ignoriert“ wird automatisch gesetzt, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:

Wenn eine noch nicht versendete Verkaufsrechnung storniert wird, dann werden beide Belege (Rechnung/Gutschrift) auf den Status „Ignoriert“ eingestellt.

Wenn eine noch nicht versendete Verkaufslieferung durch eine Reklamation storniert wird, dann wird der Status der Verkaufslieferung auf „Ignoriert“ eingestellt.

Verkaufslieferung, Rechnung sowie Gutschrift. Im Verkaufsauftrag kann festgelegt werden, dass bei der nächsten Buchung bestimmte Belege nicht versendet werden sollen.

Wenn über den Verkaufsauftrag eine Buchungsnummer für Lieferschein oder Rechnung reserviert wird und der Verkaufsauftrag wird gelöscht, ohne diese Buchungsnummer zu verwenden, dann wird gemäß BC Standard ein gebuchter Beleg mit dem Hinweis "gelöschter Beleg“ erstellt. Diese Belege werden nicht übertragen.

Manuelle Verarbeitung#

EDX Beleg manuell versenden#

Der manuelle Belegversand erfolgt direkt aus dem zugehörigen Business Central Beleg mit der Aktion „EDX Beleg senden“.

EDX Ausgangsposten#

Alle versendeten Belege werden zunächst in der Übersicht „EDX Ausgang“ gespeichert. Ist der Vorgang komplett abgeschlossen wird der Posten automatisch vom System in die Übersicht EDX Ausgang Archiv übertragen.

EDX Status * Unverarbeitet:
Der Beleg wurde an das EDX Modul übergeben. Dieser Posten wurde noch nicht versendet. * Fehler
Bei der Verarbeitung des Postens ist ein Fehler aufgetreten. Näheres entnehmen Sie dem Feld Error Log. Sollte der Fehler aufgrund unzureichender Dateiberechtigungen entstanden sein, dann kann der EDX Beleg nach Korrektur der Berechtigung erneut verarbeitet werden. Hierzu wird die Aktion „Erneute Verarbeitung“ ausgewählt.

Wenn die Übertragungsart auf FTP eingestellt ist, wird direkt der FTP Fehler angezeigt. * Versendet
Der Posten wurde an den Partner übermittelt. Mit den Spalten „Nachrichten“ sowie „Fehler“ können Informationen zu dem Ausgangsposten abgerufen werden.

Aktion „Datei Anzeigen“
Mit dieser Aktion wird der im Posten enthaltene Beleg angezeigt.

Aktion „BC Beleg Anzeigen“
Mit dieser Aktion wird der zugehörige BC Beleg angezeigt.

Aktion „Archivierten BC Beleg anzeigen“
Anzeige des archivierten Belegs.

Automatische Verarbeitung#

Bisher können folgende Ausgangsbelege automatisch versendet werden: * Verkaufslieferung
Der Versand erfolgt beim Buchen. * Verkaufsrechnung
Der Versand erfolgt beim Buchen. * Bestellung
Der Versand erfolgt bei Freigabe. * Bestelländerungen
Der Versand erfolgt bei Freigabe. Wenn die Bestellung freigegeben wird und zuvor bereits per EDX gesendet wurde, dann erfolgt der automatische Versand einer Bestelländerung. Eine Prüfung auf Mengen- bzw. Datumsänderung ist zurzeit nicht vorgesehen.

Der automatische Versand von Business Central Belegen kann innerhalb der EDX Belegeinrichtung gesteuert werden.

Folgende Bedingungen gelten für die EDX Belegeinrichtung: * Der EDX Partner muss vom Typ Debitor oder Kreditor sein. * Das EDX „Übertragungsdatum ab“ muss größer oder gleich dem Arbeitsdatum sein.

Folgende Bedingungen gelten für die BC Belege Lieferschein, Rechnung sowie Bestellung: * Das Feld „EDX Partner“ hat einen Wert. * Das Dokumentendatum ist größer gleich dem „EDX Übertragung ab“. * Der „EDX Status“ ist „Unverarbeitet“.

Folgende Bedingung gilt für den BC Lieferschein: * Das Feld „Verkauf an Debitor“ muss mit der „BC Partner Nr.“ aus der EDX Belegeinrichtung übereinstimmen.

Folgende Bedingung gilt für die BC Rechnung: * Das Feld „Rechnung an Debitor“ muss mit der „BC Partner Nr.“ aus der EDX Belegeinrichtung übereinstimmen.

EDX Status zurücksetzen#

Mit der Aktion „EDX Status zurücksetzen“ können Belege erneut versendet werden.

Erweiterungen im „Internen Belegaustausch“#

Einkaufslieferungen ohne Wareneingang#

Bei Einkaufslieferungen wurde bisher immer vorausgesetzt, dass der verwendete Lagerort per Wareneingang gebucht wird. Die Verarbeitung der Einkaufslieferungen wurde so umgestellt, dass nun auch Lagerorte ohne Wareneingang verwendet werden können. In diesem Fall wird in der jeweiligen Bestellzeile das Feld „Menge akt. Lieferung“ mit der gemeldeten Liefermenge initialisiert.

Der Beleg muss von den AnwenderInnen gebucht werden.

Einkaufslieferungen mit Charge / Seriennummer#

Bei Einkaufslieferungen werden jetzt Chargen-/Seriennummern unterstützt.

Die zu liefernde Charge/Seriennummer wird im Verkaufsauftrag erfasst. Anschließend wird die Charge mit der gebuchten Verkaufslieferung an den Empfänger übertragen.

Die übermittelten Chargen/Seriennummern können in der „EDX Einkaufslieferung“ mit dem Zeilen-Menü abgerufen werden.

Nach dem Prüfen / Anlegen der EDX Einkaufslieferung, werden die Artikelverfolgungsdaten in die Einkaufsbestellung übertragen.

Nach dem Buchen der Bestellung steht der Artikel / die Charge auf dem Lagerort zur Verfügung.

Zu-/Abschläge im „internen Belegaustausch“#

Zu-/Abschläge können jetzt im internen Belegaustausch verwendet werden. Voraussetzung ist, dass in der Feldsteuerung für den empfangenen Verkaufsauftrag das Feld „VK-Preis Ohne MwSt.“ aktiviert ist. Ansonsten wird die Auftragszeile ohne VK-Preis erstellt.

Artikel-Varianten im „internen Belegaustausch“#

Die Artikelvarianten werden jetzt im internen Belegaustausch unterstützt.

Bestelldatum im „internen Belegaustausch“#

Beim Versenden der Bestellung wird das „geplante Wareneingangsdatum“ aus der Bestellung übermittelt. Die Weiterverarbeitung sieht folgendermaßen aus:

Prozess Feld Beschreibung
Senden Bestellung „Geplantes Wareneingangsdatum“ Datum senden
Empfang Verkaufsauftrag „Gewünschtes Lieferdatum“ „Geplantes Wareneingangsdatum“ aus der Bestellung in Feld „Gewünschtes Lieferdatum“ validieren.
Durch die Validierung werden im Verkaufsauftrag die Felder „geplantes Lieferdatum“, „geplantes Warenausgangsdatum“ sowie „Warenausgangsdatum“ automatisch berechnet.
Senden Auftragsbestätigung „Zugesagtes Lieferdatum“ sowie
„Geplantes Lieferdatum“
Datum senden
Empfang Einkaufsbestätigung „Zugesagtes Wareneingangsdatum“
„Geplantes Wareneingangsdatum“
„Zugesagtes Lieferdatum“ aus der Auftragsbestätigung in „Zugesagtes Wareneingangsdatum“ der Bestellung validieren

„Geplantes Lieferdatum“ aus der Auftragsbestätigung in „Geplantes Wareneingangsdatum“ der Bestellung validieren
Senden Bestelländerung „Geplantes Wareneingangsdatum“ Datum senden
Empfang Auftragsänderung „Gewünschtes Lieferdatum“ Wie bei „Empfang Verkaufsauftrag“

Bemerkungstexte#

Beim internen Belegaustausch werden die „Bemerkungen“ aus der Business Central Bestellung, Kopf sowie Zeile, übertragen. Beim Empfang werden die Bemerkungen im EDX Verkaufsauftrag gespeichert. Ebenfalls können Bemerkungen mit der EDX Auftragsbestätigung zurückgemeldet werden. In diesem Fall werden die Bemerkungen in der EDX Einkaufsbestellbestätigung gespeichert.

Empfangene Bemerkungen werden nicht in den Business Central Verkaufsauftrag bzw. in die Business Central Einkaufsbestellung übernommen. Ansonsten könnte nicht mehr zwischen eigens erfassten Bemerkungen sowie Bemerkungen von der Gegenseite unterschieden werden.  

Lieferabrufe empfangen#

Im internen Belegaustausch können zuvor versendete Einkaufsbestellungen/Rahmenbestellung als Lieferabruf empfangen werden. Die Einrichtung zum Senden von Einkaufsbestellungen kann wie oben beschrieben durchgeführt werden. Auf der Empfängerseite wird die Nachricht „IC SALES DELFOR“ eingerichtet.

Beim Empfang eines Lieferabrufs wird pro Bestellung/Artikel ein Lieferabruf sowie eine Lieferplan erstellt. Diese Funktionalität steht nur innerhalb der KUMAVISION factory365 zur Verfügung.

Direktlieferung#

Beim Versenden einer Einkaufsbestellung mit Bezug zu einem Verkaufsauftrag (Direktlieferung) werden die Daten des Verkaufsauftrag mit übertragen.

Beim Empfang werden die Daten der Direktlieferung in den EDX Zwischenbeleg für Verkaufsaufträge übernommen.

Die Weiterverarbeitung dieser Daten muss im Kundenprojekt umgesetzt werden.

Produktiv -/Test-Datenbank#

Beim Kopieren der Produktiv-Datenbank zur Testdatenbank kann es zu Überschneidungen im Bereich der Schnittstellenverzeichnisse kommen. Des Weiteren sollte sichergestellt werden, dass Testnachrichten nicht in das Produktiv-System gelangen.

Welche Schritte zur Absicherung der Produktiv-Datenbank erforderlich sind, werden Ihnen in den nachfolgenden Abschnitten näher erläutert.

Vor der Kopie#

Bevor die Produktiv-Datenbank zur Testdatenbank kopiert wird, sollten sämtliche Aufgabenwarte-schlangenposten (alle Mandanten) auf „Abwarten“ gestellt werden.

Nach der Kopie Produktiv- zur Test-Datenbank#

Wenn die Produktiv-Datenbank zur Test-Datenbank kopiert wird, kommt es in der Regel zu einer Überschneidung der Schnittstellenverzeichnisse. Die Belegverzeichnisse in Prod.- und Test-Datenbank sind identisch. Dies kann dazu führen, dass aktuelle EDI Belege nicht in die Produktiv- sondern in die Test-Datenbank importiert werden.

Für diesen Fall wurde eine Sicherheitsabfrage eingebunden, welche beim Öffnen der Test-Datenbank angezeigt wird.

Wird die Abfrage mit „Aktuelle Datenbank ist die Test-Datenbank“ beantwortet, wird automatisch die Option „Test Umgebung“ im EDX-Setup aktiviert.

Alle Mandanten mit aktiver EDX Einrichtung sollten nach dem Kopieren der Datenbank einmal geöffnet werden. Des Weiteren müssen die Schnittstellenverzeichnisse vom Unterverzeichnis „Prod.“ nach „Test“ kopiert werden.

EDX Belegeinrichtung (FTP)#

Wenn in der „EXD Belegeinrichtung“ (Testdatenbank) Belege mit der Übertragungsart FTP eingetragen sind, dann müssen diese auf „Dateiübertragung“ umgestellt werden.

Aufgabenwarteschlangenposten#

In beiden Datenbanken können nun die Aufgabenwarteschlangenposten wieder aktiviert werden.

Test Indikator#

Mit dem „Test Indikator“ werden ein- sowie ausgehende Nachrichten während der EDI Testphase gekennzeichnet. Bei EDIFACT Nachrichten ist dieses Kennzeichen im UNB Segment (Interchange Header) enthalten. Der Nachrichtenempfänger kann mit diesem Kennzeichen steuern, ob die Nachricht in das Produktiv oder Testsystem übernommen wird.

Dieser „Test Indikator“ steht allerdings nicht in allen Nachrichtenformaten (VDA, OpenTrans usw.) zur Verfügung.

In der EDX Belegeinrichtung kann eingestellt werden, ob es sich bei der Nachricht (Auftrag, Lieferschein, Rechnung usw.) um eine Test-Nachricht handelt.

Auswirkung des Test-Indikators auf die Verarbeitung in Business Central:

Richtung Beschreibung
In BC empfangener Beleg:
Verkaufsauftrag
Verkaufsauftrags-Änderung
Einkaufsbestellbestätigung
Einkaufslieferung
Einkaufsrechnung
Wenn der Test-Indikator innerhalb der eingehenden Nachricht oder in der Belegeinrichtung aktiviert ist, dann wird der EDX-Beleg als Test-Beleg gekennzeichnet.

Hierdurch kann der Test auch für Nachrichten aktiviert werden, wenn die ursprüngliche Nachricht (z.B. VDA) den Test Indikator nicht unterstützt.

EDX Belege mit aktiviertem Testkennzeichen werden nur dann automatisch verarbeitet, wenn gleichzeitig im EDX Setup die Option „Test Umgebung“ aktiviert ist. Ansonsten wird ein Fehler erzeugt und per Mail versendet.
Aus BC versendeter Beleg Der Test Indikator aus der Belegeinrichtung wird in den Ausgangsbeleg übertragen.

Empfang eines Verkaufsauftrags mit Test-Indikator
Der Test-Indikator wird vom Business Central Verkaufsauftrag in die Lieferung sowie Rechnung übertragen. Dies bedeutet: Wenn ein Business Central Verkaufsauftrag als Testnachricht empfangen wurde, dann werden die ausgehenden Lieferungs-/Rechnungsnachrichten ebenfalls als Testnachricht gekennzeichnet.

Azure FileSync#

Mit Azure FileSync können Dateien zwischen Netzwerken ausgetauscht werden. Die Synchronisation zwischen Quell- und Zielverzeichnis kann bis zu mehreren Minuten dauern.

Wenn zeitkritische Nachrichten ausgetauscht werden müssen, das ist z.B. dann der Fall, wenn Nachrichten für einen Label-Drucker zur Verfügung gestellt werden, dann sollte auf die Dateiübertragung FTP gewechselt werden.

Stammdaten Export (Debitor, Kreditor sowie Artikel)#

Mit dem EDX Stammdatenexport können folgende Stammdaten exportiert werden:

  • Artikel
    Untertabellen: Artikelvarianten, Artikeleinheiten sowie Artikelreferenzen
  • Debitor
    Untertabellen: Kontakte
  • Kreditor

Einrichtung#

Die Einrichtung erfolgt mit der EDX Einrichtung.

EDX Einrichtung#

Zu Beginn erfolgen die notwendigen Einrichtungen über den Einrichtungsassistenten. Dieser Einrichtungsassistent ist über das Menüband des EDX Setup („Weitere Optionen“ > „Aktion“ > „Einrichtung“ > „EDX Einrichtungsassistent“) aufrufbar. Der EDX Einrichtungsassistent wird gestartet. Über die Auswahl „Allgemein“ werden die erforderlichen Belegarten sowie Nummernserien erstellt.

EDX Belegarten#

Nach der Einrichtung über den Einrichtungsassistenten stehen Ihnen folgende Belegarten zur Verfügung:

Beleg Beschreibung Belegrichtung
BASE CUSTOMER Basis Debitor Export Ausgehend
BASE ITEM Basis Artikel Export Ausgehend
BASE VENDOR Basis Kreditor Export Ausgehend

Einrichten der Belegarten#

Für jeden EDX Partner können unterschiedliche Belegarten festgelegt werden. Mit der „EDX Belegeinrichtung“ werden die zuvor erzeugten Belegarten dem EDX Partner zugeordnet sowie konfiguriert.

Feldeinstellungen#

Mit der Funktion „Feldeinstellungen für Belegüberprüfung“ im Menüband der EDX-Belegeinrichtung-Karte können Sie konfigurieren, welche Felder aus der zugehörigen Stammdaten-Tabelle exportiert werden sollen.

Feld Beschreibung
Tabellenname Gibt den Tabellennamen an, für der die Stammdaten übertragen werden sollen. Zum Beispiel „Artikel“ oder eine Untertabelle des Artikels zum Beispeil „Artikelvariante“
Feldname Gibt den jeweiligen Feldnamen an, für der die Stammdaten übertragen werden sollen.
Validierungs- Reihenfolge Mit der Validierungs-Reihenfolge wird die Element-Reihenfolge in der XML-Ausgabe Nachricht festgelegt.
Vorgabewert Diese Option steht bei dem Stammdatenexport nicht zur Verfügung
Feldinhalt anlegen Festlegung, welche Felder exportiert werden.

Stammdaten Export#

Der Stammdaten-Export erfolgt automatisch, sobald eine Änderung an dem Stammdatensatz vorgenommen wird. Hierbei werden nur Feldänderungen überwacht, die bei den Feldeinstellungen festgelegt wurden.

Beispiel:
Bei einem Artikel wurde die Artikelbezeichnung geändert. Nachdem der Datensatz gespeichert wurde, erfolgt der Export.

Die Ausgabedatei beinhaltet folgende Elemente:
)

Berechnete Felder#

Zur Zeit wird nur das berechnete Feld „Lagerbestand“ zur Verfügung gestellt. Berechnete Felder des Debitors oder Kreditors werden von diesem AddOn nicht zur Verfügung gestellt, können jedoch im Projekt umgesetzt werden.

Bulk Datenexport#

Zu Beginn eines Projekts wird in der Regel eine Funktion benötigt, mit der alle Datensätze einer Tabelle exportiert werden können.

Dies kann über die Option „Sammelsendung“ innerhalb der Belegeinrichtung gesteuert werden.

Sobald Sie den Schalter aktivieren, werden bei dem nächsten Datenexport alle Datensätze der Tabelle exportiert. Anschließend wird die Option „Sammelsendung“ automatisch deaktiviert.

OpenTrans 1.0#

Mit dem EDX OpenTrans 1.0 werden folgende OpenTrans Nachrichten zur Verfügung gestellt:

  • DISPATCHNOTIFICATION (Lieferavis)
  • INVOICE (Rechnung)
  • ORDER (Verkaufsauftrag)
  • ORDERRESPONSE (Auftragsbestätigung)

Einrichtung#

Die Einrichtung erfolgt mit der EDX Einrichtung.

EDX Einrichtung#

Zu Beginn erfolgen die notwendigen Einrichtungen über den Einrichtungsassistenten. Dieser Einrichtungsassistent ist über das Menüband des EDX Setup („Weitere Optionen“ > „Aktion“ > „Einrichtung“ > „EDX Einrichtungsassistent“) aufrufbar. Der EDX Einrichtungsassistent wird gestartet. Über die Auswahl „Allgemein“ werden die erforderlichen Belegarten sowie Nummernserien erstellt.

EDX Belegarten#

Nach der Einrichtung stehen folgende Belegarten zur Verfügung:

Beleg Beschreibung Belegrichtung
OT1.0 SALES INVOICE OpenTrans 1.0 Rechnungen ausgehend Ausgehend
OT1.0 SALES ORDER OpenTrans 1.0 Aufträge eingehend Eingehend
OT1.0 SALES ORDER CONFIRMATION OpenTrans 1.0 Auftragsbestätigungen ausgehend Ausgehend
OT1.0 SALES SHIPMENT OpenTrans 1.0 Lieferungen ausgehend Ausgehend
Einrichten der Belegarten#

Die oben aufgeführten Belegarten werden anschließend einem EDX Partner zugeordnet.

Feldeinstellungen#

Die Feldeinstellung steht nur bei der OpenTrans Nachricht „OT1.0 SALES ORDER“ zur Verfügung. siehe EDX „Feldeinstellung für Belegüberprüfung“

Verarbeitung#

Die Verarbeitung der OpenTrans 1.0 Nachrichten erfolgt im EDX Standard. Eingehende Verkaufsaufträge werden als „EDX Verkaufsauftrag“ zur Vefügung gestellt. Die Auftragsbestätigung kann über den zugehörigen Business Central Verkaufsauftrag erstellt werden. Die Verkaufslieferung sowie Verkaufsrechnung kann manuell oder automatisch versendet werden.