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Etiketten Schnittstelle#

Allgemeines#

Das Modul „Etikettenschnittstelle“ (Label Interface - LIF) ermöglicht die Erfassung einer Datenstruktur, die aus mehreren, mit dem Artikel verknüpften, Informationen besteht. Diese Datenstruktur kann als Basis zur dynamischen Generierung von Etiketten in den Software-Lösungen „Loftware NiceLabel Cloud“ (Edition „Business“ oder höher), "Loftware NiceLabel On-Premise" (Edition "LMS Enterprise" oder höher) oder „Seagull Scientific BarTender“ (Edition „Automation“ oder höher) verwendet werden. Hierbei werden zur Laufzeit aus den Prozessen von Microsoft Dynamics 365 Business Central™ die Datenstrukturen individuell gefüllt und per Webservice-Aufruf an die Etikettenprogramme übergeben.

In den Etikettenprogrammen werden in der Regel Etikettenvorlagen designed und über Integrations-/ Automatisierungsszenarien mit den empfangenen Datenstrukturen verbunden und auf Druckern ausgegeben.

Allgemeine Funktionsweise#

Die Etikettenprogramme selbst bestehen zumeist aus verschiedenen Bestandteilen, wobei für die Integration der Etikettenschnittstelle zwei Bereiche besonders wichtig sind:

Etikettendesigner

  • NiceLabel Designer - Pro
  • BarTender Designer

Automation Builder / Integration Builder * NiceLabel Automation Builder * BarTender Integration Builder

Während im Etikettendesigner die verschiedenen Etikettendesigns erstellt werden und der grafische Aufbau der Etiketten definiert wird, werden die Automation / Integration Builder verwendet, um den Workflow vom Erhalt der Daten („Trigger“), über die verschiedenen Schritte zum Öffnen der korrekten Etikettenvorlage, Zuordnung von Variablen und Druckeinstellungen bis hin zur Erstellung und Rückmeldung an das Ursprungssystem zu definieren. Genauere Angaben hierzu sind den jeweiligen Abschnitten „Zusätzliche Einrichtung von NiceLabel Cloud“, „Zusätzliche Einrichtung von NiceLabel On-Premise“ und „Zusätzliche Einrichtung von BarTender“ zu entnehmen.

Bestandteile#

Das Freischaltmodul „Etikettenschnittstelle“ (Label Interface - LIF) besteht aus einer Basis, welche die grundlegenden Tabellenstrukturen, Ansichten und Logiken enthält, sowie einer Interface-Bereitstellung für die Integration von verschiedenen Ausgabeszenarien.

Im Standard der Etikettenschnittstelle sind hier die Interface-Implementierungen

“KUMAVISION Etikettenschnittstelle - NiceLabel Cloud”
“KUMAVISION Etikettenschnittstelle - NiceLabel Webservice”
“KUMAVISION Etikettenschnittstelle - BarTender Webservice”

enthalten.

Als separate App liegt darüberhinaus die Interface-Implementierung „KUMAVISION Label Interface File Extension“ vor, mittels der ein Dateiexport innerhalb einer On-Premise-Umgebung möglich ist. Da ein Zugriff auf das Filesystem nicht für eine SaaS-Umgebung möglich ist, musste diese Interface-Implementierung in eine separate App ausgelagert werden.

Allgemeine Einrichtung#

Damit Microsoft Dynamics 365 Business Central™ Daten erfolgreich an die Etikettenprogramme übergeben kann, ist eine Grundeinrichtung notwendig. Des Weiteren sind diverse optionale Einstellungen möglich. Diese werden in den folgenden Unterkapiteln beschrieben.

Allgemeine Aktivierung der Etikettenschnittstelle#

Die Etikettenschnittstelle ist ein Freischaltmodul für die KUMAVISION base / BOOSTER und kann, sofern dieses Modul lizenziert wurde, über die Seite „KUMAVISION Moduleinrichtung“ aktiviert werden.

Etiketten Positionscode Übersicht#

Die Datenstrukturen, die für die Übergabe an die Etikettenprogramme verwendet werden, bestehen aus so genannten „Key-Value-Pairs“, also einer Liste an Werten, die jeweils einen eindeutigen Bezeichner haben. Diese Bezeichner werden unabhängig von der Verwendung in den verschiedenen Etiketten übergreifend eindeutig hinterlegt. Öffnen Sie für die Anlage und Pflege dieser Bezeichner die Seite „Etiketten Positionscode Übersicht“.

Legen Sie hier die Liste an eindeutigen Bezeichnern fest, die in den Etiketten-Datenstrukturen verwendet werden sollen.

Feld Verwendung
Code Eindeutiger Code für den Bezeichner. Der Code kann maximal 20 Zeichen beinhalten. In den Etikettenstrukturen werden zu einem späteren Zeipunkt die zu verwendenden Codes ausgewählt und mit den jeweiligen Daten verbunden.
Beschreibung Beschreibung des Bezeichners zur Verdeutlichung des Inhalts. Die maximale Länge der Beschreibung ist auf 80 Zeichen beschränkt.

Etiketten Schnittstelleneinrichtung#

Die Etiketten Schnittstelleneinrichtung ist der zentrale Startpunkt für die grundsätzliche Einrichtung der Etikettenschnittstelle.

Hier werden grundlegende Einrichtungsparameter eingestellt und u.a. die zu verwendende Interface-Implementierung ausgewählt. Je nach gewählter „Ausgabe Schnittstelle“ können an dieser Stelle noch weitere Inhalte erscheinen. Besonderheiten der integrierten Schnittstellen-Implementierungen finden sich in den Abschnitten „Zusätzliche Einrichtung von NiceLabel Cloud“, „Zusätzliche Einrichtung von NiceLabel On-Premise“ und „Zusätzliche Einrichtung von BarTender“.

Inforegister Allgemein#

Feld Verwendung
Positionscode Drucker Definiert den Positionscode, der für die Angabe des gewählten Druckers verwendet werden soll. Ist hier ein Wert hinterlegt, wird dieser Wert bei Neuanlage einer Etikettenstruktur automatisch in die Etikettenstrukturzeilen übernommen.
Positionscode Druckmenge Definiert den Positionscode, der für die Angabe der zu erzeugenden Anzahl an Etiketten verwendet werden soll. Die Etikettenprogramme bieten grundsätzlich die Möglichkeit, dass die Anzahl der zu druckenden Etiketten über eine Variable übergeben und ausgewertet wird. Hierfür ist der „Positionscode Druckmenge“ vorgesehen.
Wird der „Positionscode Druckmenge“ verwendet, so muss in den Etikettenprogrammen diese Variable ausgewertet/eingerichtet werden. Die Hinterlegung des „Positionscode Druckmenge“ in der Etiketten Schnittstelleneinrichtung hat hierbei für die Erstellung der Datenstruktur folgende Auswirkung:

a) „Positionscode Druckmenge“ ist nicht hinterlegt
Pro Mengeneinheit aus der Belegzeile, für die Etiketten gedruckt werden sollen, wird eine Zeile in der Übergabedatei erstellt (z.B. Belegmenge = 100 für die Etiketten gedruckt werden sollen => 100 Zeilen in der Übergabedatei).

b) „Positionscode Druckmenge“ ist hinterlegt
Bei Artikeln ohne Artikelverfolgung wird in der Übergabestruktur eine Zeile erstellt. Für die Variable „Positionscode Druckmenge“ wird die entsprechende Menge aus der Belegzeile übergeben.
Bei Artikeln mit Chargenverfolgung, wird pro Charge aus der Belegzeile (Artikelverfolgung) eine Zeile mit der entsprechenden Menge in der Übergabestruktur erstellt.
Bei Artikeln mit Seriennummernverfolgung, wird pro Seriennummer in der Übergabestruktur eine Zeile mit der Menge 1 übergeben.
Etikettendruck protokollieren Legen Sie über dieses Feld fest, ob die Erzeugung von Etiketten protokolliert werden soll. Sofern dieser Schalter aktiviert ist, wird bei Erstellung eines Etiketts automatisch ein Archivierungseintrag in der Tabelle „Etikettendruck Archiv“ erstellt. Die Liste der archivierten Druckaufträge ist über die Seite „Etikettendruck Archiv Übersicht“ möglich.
Ausgabe Schnittstelle Über dieses Auswahlfeld kann festgelegt werden, welche Schnittstellenimplementierung für die Erstellung von Etiketten verwendet werden soll. Im Standard der Etikettenschnittstelle sind hier die beiden Interface-Implementierungen “KUMAVISION Etikettenschnittstelle - NiceLabel Cloud”, “KUMAVISION Etikettenschnittstelle - NiceLabel Webservice” und “KUMAVISION Etikettenschnittstelle - BarTender Webservice” auswählbar.
Als separate App liegt darüberhinaus die Interface-Implementierung „KUMAVISION Label Interface File Extension“ vor.
Weitere Implementierungen sind individuell möglich.

Inforegister Dateiexport#

Das Inforegister steht Ihnen nach der Installation der „KUMAVISION Label Interface File Extension“ App zur Verfügung.

Feld Verwendung
Strukturdatei Exportpfad Zielverzeichnis der Strukturdatei, auf das die externen Etikettenprogramme zugreifen.
Etikettendatei Exportpfad Zielverzeichnis der Etikettendatei, auf das die externen Etikettenprogramme zugreifen.
Standard Trennzeichen Angabe des Trennzeichens muss in der Exportfunktion für die Etikettendatei verwendet werden.
Text Encoding Gibt die Zeichencodierung für die Etikettendatei vor (Windows, UTF8, UTF16, MSDOS)
Piktogramm Exportpfad Angabe des Exportpfads der in KUMAVISION hinterlegten Piktogramme für den Zugriff der Etikettenprogramme.
Piktogramm Dateityp Angabe des Dateityps der Piktogramme, entweder .jpg oder .bmp. KUMAVISION kann nicht unterscheiden, welcher Dateityp in der Datenbank hinterlegt ist, daher muss dieser Eintrag hier entsprechend gesetzt werden, damit die externen Etikettenprogramme fehlerlos arbeiten können.
Etikettendrucker#

Über die Aktion „Etikettendrucker“ der Seite „Etiketten Schnittstelleneinrichtung“ wird die Seite „Etikettendrucker Einrichtung“ geöffnet.

In dieser Liste kann pro Etikettencode und Benutzer ein Drucker für die Ausgabe des Etiketts hinterlegt werden. Somit kann sichergestellt werden, dass bei der Ausgabe der Datenstrukturen das Etikett von dem Etikettenprogramm an den korrekten Drucker des jeweiligen Benutzers weitergegeben werden kann.

Bei der Zuordnung eines Druckers im Übergabeprozess wird folgende Reihenfolge berücksichtigt:

  1. Für den gewählten Etikettenstrukturcode und den gewählten Benutzer ist eine Zuordnung vorhanden
  2. Für den gewählten Etikettenstrukturcode und alle Benutzer (Benutzername = „“ (leer)) ist eine Zuordnung vorhanden
  3. Für alle Etikettenstrukturcodes (Etikettencode = „“ (leer)) und den gewählten Benutzer ist eine Zuordnung vorhanden
  4. Für alle Etikettenstrukturcodes (Etikettencode = „“ (leer)) und alle Benutzer (Benutzername = „“ (leer)) ist eine Zuordnung vorhanden

Etiketten Piktogramme (Legacy)#

Mittels der Etiketten Piktogramme können Bilder (Piktogramme) in der BC-Datenbank verwaltet werden und einzelnen Etiketten zugeordnet werden. Diese Funktionalität wird im Zusammenhang mit der „NiceLabel Cloud“- und „BarTender Webservice“-Integration nicht mehr verwendet und ist lediglich aus Legacy-Gründen noch enthalten. Um Etiketten mit Piktogrammen zu versehen, sollten diese stattdessen in den Etikettenprogrammen selbst verwendet und den Etiketten zugeordnet werden. Über Parameter-Schalter (beispielhaft „PAR_*“ Codes in der Etiketten Positionscode Übersicht) kann bei Bedarf aus BC heraus geschaltet werden, ob Symbole auf dem jeweiligen Etikett angezeigt werden sollen oder nicht.

Etikettenstruktur#

Die Etikettenstrukturen bilden grundlegend die Datenstrukturen ab, die für das jeweilige Etikett verwendet werden sollen. Hier kommt es zur Zuordnung der Positionscodes zu den jeweiligen Datensätzen und -feldern der Business Central Entitäten. In den Etikettenstrukturzeilen wird festgehalten welche Daten im Etikett angezeigt werden sollen, und woher diese Informationen kommen.

Die Etikettenstruktur wird unabhängig von einem bestimmten Artikel erstellt und kann somit für mehrere Artikel verwendet werden.

Feld Verwendung
Code Definiert den eindeutigen Code für diese Etikettenstruktur. Das Feld kann mit einem maximal 20 Stellen langen Code belegt werden.
Name Über den Namen kann eine Kurzbezeichnung der Etikettenstruktur hinterlegt werden. Die maximale Länge des Namens beträgt 50 Zeichen.
Etikettentyp Über den Etikettentyp kann eine Klassifizierung von Etiketten vorgenommen werden. Das Feld dient lediglich der Zuordnung und enthält keine prozesstechnische Logik. Folgende Etikettentypen stehen dabei zur Auswahl:
• Leer
• Lager
• Produkt
• Versand
• Wareneingang
Status Gibt den Status der aktuellen Etikettenstruktur an. Nur von einer Etikettenstruktur, die sich im Status „Zertifiziert“ befindet, kann ein Etikett erzeugt werden. Folgende Status stehen hier zur Auswahl:
• Neu
• Zertifiziert
• In Entwicklung
• Abgelaufen
Versionsnummern Definiert die Nummernserie, die zur Vergabe der Versionsnummern verwendet werden soll. Die Angabe einer Versionsnummernserie ist optional.
Aktive Version Zeigt die aktuell aktive Version an der Etikettenstruktur. Dies betrifft die Version, die den Status „Zertifiziert“ aufweist und vom Datumsbereich des aktuellen Arbeitsdatums zwischen dem „Von Datum“ und „Bis Datum“ liegt.
Von Datum Gibt an, ab welchem Datum die jeweilige Etikettenstruktur gültig ist und verwendet wird.
Bis Datum Gibt an, bis zu welchem Datum die jeweilige Etikettenstruktur gültig ist und verwendet wird. Bleibt dieses Feld leer, wird die Etikettenstruktur so lange verwendet, bis sie durch eine andere aktive Version abgelöst wird.
Etikettenstrukturzeilen#

Die Etikettenstrukturzeilen bilden innerhalb der Etikettenstruktur die einzelnen Positionen ab, die in der Datenstruktur für das jeweilige Etikett ausgegeben werden sollen. Hier werden die Positionscodes mit den einzelnen Herkunftsarten der Daten verbunden.

Felder der Etikettenstrukturzeilen:

Feld Verwendung
Positionscode Definiert einen eindeutigen Positionscode, der für einen Wert im Etikett steht. Beispielhaft kann hier ein Positionscode „ART_NR“ ausgewählt werden, um diesem die Artikelnummer aus dem Artikel-Stammsatz zuzuordnen. Sie können an dieser Stelle aus der Liste der angelegten Positionscodes auswählen oder neue Positionscodes in der Liste erfassen.
Positionsbeschreibung Gibt die Beschreibung des Positionscodes an. Diese wird aus der Tabelle „Etiketten Positionscode“ bezogen, kann an dieser Stelle jedoch auch individuell geändert werden.
Herkunftsart Die Herkunftsart definiert, aus welcher Datenquelle die Daten für den entsprechenden Positionscode kommen. So kann beispielsweise über die Herkunftsart „Text“ festgelegt werden, dass der Wert aus der Spalte „Herkunftswert“ verwendet werden soll, oder Daten aus dem Artikelstamm und verknüpften Tabellen bezogen werden. Die Auswahl der Herkunftsarten und ihrer Unterarten wird separat im Abschnitt „Kombinationsmöglichkeiten – Herkunftsart / Herkunftsunterart“aufgelistet.
Herkunftsunterart Die Herkunftsunterart detailliert die Angabe aus dem Feld „Herkunftsart“. Hier kann z.B. festgelegt werden, dass für die Herkunftsart „Artikel“ die Beschreibung eines Feldes oder sein Inhalt (Wert) aus dem Artikelstamm verwendet werden soll. Die Auswahl der Herkunftsarten und ihrer Unterarten wird separat im Abschnitt „Kombinationsmöglichkeiten – Herkunftsart / Herkunftsunterart“ aufgelistet.
Herkunft Feldnr. Die Angabe der „Herkunft Feldnr.“ ist nur für Herkunftsarten möglich, die auf eine vorgegebene Tabelle im Feld „Herkunftsart“ verweisen. Durch die Feldnummer wird das Feld eindeutig identifiziert, dessen Wert oder Beschreibung verwendet wird. Für die möglichen Tabellendaten siehe die Auflistung der Herkunftsarten und der Herkunftsunterarten im Abschnitt „Kombinationsmöglichkeiten – Herkunftsart / Herkunftsunterart“.
Herkunftscode Das Feld „Herkunftscode“ kann nur in drei Fällen benutzt werden:

Fall 1:
Es handelt sich um die Herkunftsart „Piktogramm“ und die Herkunftsunterart „Datenbank“. Dabei kann hier der Code eines Piktogramms aus den Stammdaten der Etiketten Piktogramme ausgewählt werden. Diese Möglichkeit ist nur noch aus Legacy-Gründen vorhanden und wird lediglich in Kombination mit der separat zu installierenden Erweiterung „KUMAVISION Label Interface File Extension“ verwendet.

Fall 2:
Es handelt sich um die Herkunftsart „Artikelverfolgung“ und die Herkunftsunterart „Ablaufdatum“ oder „Herstelldatum“. In diesen Fällen kann an dieser Stelle angegeben werden, wie das Datum formatiert werden soll.

Formatierung Jahr:
<YYYY>: Durch diesen Code wird das Jahr mit vier Stellen ausgegeben.
<YY>: Durch diesen Code wird das Jahr mit zwei Stellen ausgegeben.

Formatierung Monat:
<MM>: Durch diesen Code wird der Monat als Zahl ausgegeben.
<MONTH>: Durch diesen Code wird der Monat mit seinem Namen ausgeschrieben.

Formatierung Tag:
< DD >: Durch diesen Code wird der Tag als Zahl ausgegeben.

Beispiel 1:
<MONTH> <YYYY> entspricht Dezember 2022

Beispiel 2:
<YYYY>-<MM>-<DD> enspricht 2022-07-09

Fall 3:
Es handelt sich um die Herkunftsart „Artikelattribut“. Sowohl bei der Herkunftsart „Bezeichnung“ als auch bei der Herkunftsart „Wert“ muss über dieses Feld definiert werden, welches eindeutige Attribut verwendet werden soll. Wählen Sie die LookUp-Schaltfläche, um das entsprechende Attribut für die Zuordnung auszuwählen.
Herkunftswert Das Feld Herkunftswert wird bis auf die Herkunftsarten „Text“ und „Piktogramm“ mit der Herkunftsunterart „Pfad“ automatisch berechnet. Bei Herkunftsart „Text“ wird in diesem Feld der Text hinterlegt, der statisch für den jeweiligen Positionscode ausgegeben werden soll.
Bei der Herkunftsart „Piktogramm“ mit der Herkunftsunterart „Pfad“ wird hier der Dateipfad für das Piktogramm angegeben. (Diese Option wird genutzt, wenn die Piktogramme nicht in der Datenbank verwaltet werden, sondern in einem Dateiverzeichnis abgelegt sind.)
Diese Möglichkeit ist nur noch aus Legacy-Gründen vorhanden und wird lediglich in Kombination mit der separat zu installierenden Erweiterung „KUMAVISION Label Interface File Extension“ verwendet.
Für andere Herkunftsarten wird der Herkunftswert automatisch berechnet. Siehe hierzu die Auflistung der Herkunftsarten und der Herkunftsunterarten in Abschnitt „Kombinationsmöglichkeiten – Herkunftsart / Herkunftsunterart“.
Sprachcode Definiert den Sprachcode, der für die Übersetzung verwendet werden soll. Der hier hinterlegte Wert wird lediglich bei den „Herkunftsarten“ „Artikelübersetzung“, „Eudamed UDI DI“ und „Eudamed Legacy“ in Kombination mit der „Herkunftsunterart“ „Wert“ sowie bei der Herkunftsart „Artikelattribut“ mit den Herkunftsunterarten „Bezeichnung“ und „Wert“ verwendet.
Somit ist es möglich, mit abweichenden Positionscodes auch verschiedene Übersetzungen in die Etikettenstruktur zu integrieren.
Kombinationsmöglichkeiten – Herkunftsart / Herkunftsunterart#

In der folgenden Tabelle werden die Kombinationsmöglichkeiten zwischen „Herkunftsart“ und „Herkunftsunterart“ mit dem entsprechenden Ergebnis (Herkunftswert) aufgelistet.

Herkunftsart Herkunftsunterart Herkunftswert
Text „ “ (leer) Manuelle Eingabe eines Textes der für den Positionscode ausgegeben werden soll.
Piktogramm Pfad Manuelle Eingabe eines Dateipfades zum Piktogramm, der für den Positionscode verwendet werden soll. Diese Möglichkeit ist nur noch aus Legacy-Gründen vorhanden und wird lediglich in Kombination mit der separat zu installierenden Erweiterung „KUMAVISION Label Interface File Extension“ verwendet.
Piktogramm Datenbank Automatische Berechnung.
Zeigt den Namen des Piktogramms aus der Datenbank, dass für den Positionscode verwendet wird. Diese Möglichkeit ist nur noch aus Legacy-Gründen vorhanden und wird lediglich in Kombination mit der separat zu installierenden Erweiterung „KUMAVISION Label Interface File Extension“ verwendet.
Artikel Beschreibung Automatische Berechnung.
Gibt die Feldbeschreibung des, über „Herkunft Feldnr.“ ausgewählten, Feldes aus der Tabelle „Artikel“ wieder.
Artikel Wert Automatische Berechnung.
Gibt den Feldinhalt des, über „Herkunft Feldnr.“ ausgewählten, Feldes aus der Tabelle „Artikel“ wieder.
Artikelattribut Beschreibung Automatische Berechnung.
Gibt die Feldbeschreibung des, über „Herkunft Feldnr.“ ausgewählten, Feldes aus der Tabelle „Artikelattributwert“ wieder. Sofern es sich bei dem angegebenen Feld um das Feld „Attributname“ handelt und im Feld „Sprachcode“ ein Code angegeben wurde, so wird der Wert dieses Feldes aufgrund des zugehörigen Eintrags der Tabelle Artikelattributübersetzung bezogen. Sollte hier keine Übersetzung für die angegebene Sprache existieren, so erfolgt die Ausgabe mit dem Standardwert.
Artikelattribut Wert Automatische Berechnung.
Gibt den Feldinhalt des, über „Herkunft Feldnr.“ ausgewählten, Feldes aus der Tabelle „Artikelattributwert“ wieder. Sofern es sich bei dem angegebenen Feld um das Feld „Wert“ handelt und im Feld „Sprachcode“ ein Code angegeben wurde, so wird der Wert dieses Feldes aufgrund des zugehörigen Eintrags der Tabelle Artikelattributwertübersetzung bezogen. Sollte hier keine Übersetzung für die angegebene Sprache existieren, so erfolgt die Ausgabe mit dem Standardwert.
Artikelvariante Beschreibung Automatische Berechnung.
Gibt die Feldbeschreibung des, über „Herkunft Feldnr.“ ausgewählten, Feldes aus der Tabelle „Artikelvariante“ wieder.
Artikelvariante Wert Automatische Berechnung.
Gibt den Feldinhalt des, über „Herkunft Feldnr.“ ausgewählten, Feldes aus der Tabelle „Artikelvariante“ wieder.
Artikelübersetzung Beschreibung Automatische Berechnung.
Gibt die Feldbeschreibung des, über „Herkunft Feldnr.“ ausgewählten, Feldes aus der Tabelle „Artikelübersetzung“ wieder.
Artikelübersetzung Wert Automatische Berechnung.
Gibt den Feldinhalt des, über „Herkunft Feldnr.“ ausgewählten, Feldes aus der Tabelle „Artikelübersetzung“ wieder. Über das Feld „Sprachcode“ kann definiert werden, für welche Sprache die Artikelübersetzung gefiltert werden soll.
Artikeleinheit Beschreibung Automatische Berechnung.
Gibt die Feldbeschreibung des, über „Herkunft Feldnr.“ ausgewählten, Feldes aus der Tabelle „Artikeleinheit“ wieder.
Artikeleinheit Wert Automatische Berechnung.
Gibt den Feldinhalt des, über „Herkunft Feldnr.“ ausgewählten, Feldes aus der Tabelle „Artikeleinheit“ wieder.
Artikelverfolgung Seriennr. Automatische Berechnung.
Gibt die für den Artikel eingetragene Seriennummer für den Positionscode wieder.
Artikelverfolgung Chargennr. Automatische Berechnung.
Gibt die für den Artikel eingetragene Chargennummer für den Positionscode wieder.
Artikelverfolgung Ext. Chargennr. Automatische Berechnung.
Gibt die für den Artikel eingetragene externe Chargennummer für den Positionscode wieder.
Artikelverfolgung Ablaufdatum Automatische Berechnung.
Gibt das für den Artikel eingetragene Ablaufdatum für den Positionscode wieder.Die Formatierung des Wertes kann über das Feld „Herkunftscode“ beeinflusst werden.
Artikelverfolgung Herstelldatum Automatische Berechnung.
Gibt das für den Artikel eingetragene Herstelldatum für den Positionscode wieder. Die Formatierung des Wertes kann über das Feld „Herkunftscode“ beeinflusst werden.
Debitor Beschreibung Automatische Berechnung.
Gibt die Feldbeschreibung des, über „Herkunft Feldnr.“ ausgewählten, Feldes aus der Tabelle „Debitor“ wieder.
Debitor Wert Automatische Berechnung.
Gibt den Feldinhalt des, über „Herkunft Feldnr.“ ausgewählten, Feldes aus der Tabelle „Debitor“ wieder.
Kreditor Beschreibung Automatische Berechnung.
Gibt die Feldbeschreibung des, über „Herkunft Feldnr.“ ausgewählten, Feldes aus der Tabelle „Kreditor“ wieder.
Kreditor Wert Automatische Berechnung.
Gibt den Feldinhalt des, über „Herkunft Feldnr.“ ausgewählten, Feldes aus der Tabelle „Kreditor“ wieder.
Debitoren Ref. Beschreibung Automatische Berechnung.
Gibt die Feldbeschreibung des, über „Herkunft Feldnr.“ ausgewählten, Feldes aus der Tabelle „Artikelreferenzposten“ wieder. Diese Tabelle wird dabei auf Debitoren vorabgefiltert.
Debitoren Ref. Wert Automatische Berechnung.
Gibt den Feldinhalt des, über „Herkunft Feldnr.“ ausgewählten, Feldes aus der Tabelle „Artikelreferenzposten“ wieder. Diese Tabelle wird dabei auf Debitoren vorabgefiltert.
Kreditoren Ref. Beschreibung Automatische Berechnung.
Gibt die Feldbeschreibung des, über „Herkunft Feldnr.“ ausgewählten, Feldes aus der Tabelle „Artikelreferenzposten“ wieder. Diese Tabelle wird dabei auf Kreditoren vorabgefiltert.
Kreditoren Ref. Wert Automatische Berechnung.
Gibt den Feldinhalt des, über „Herkunft Feldnr.“ ausgewählten, Feldes aus der Tabelle „Artikelreferenzposten“ wieder. Diese Tabelle wird dabei auf Kreditoren vorabgefiltert.
Firmendaten Beschreibung Automatische Berechnung.
Gibt die Feldbeschreibung des, über „Herkunft Feldnr.“ ausgewählten, Feldes aus der Tabelle „Firmendaten“ wieder.
Firmendaten Wert Automatische Berechnung.
Gibt den Feldinhalt des, über „Herkunft Feldnr.“ ausgewählten, Feldes aus der Tabelle „Firmendaten“ wieder.
Barcode Referenz Barcode Automatische Berechnung.
Gibt auf Basis der Artikelnummer, des Variantencodes, der Artikeleinheit und der Referenzart „Barcode“ die Artikelreferenznummer wieder.
Barcode Referenz Text Automatische Berechnung.
Gibt auf Basis der Artikelnummer, des Variantencodes, der Artikeleinheit und der Referenzart „Barcode“ die Artikelreferenznummer wieder.
Drucker „ “ (leer) Automatische Berechnung.
Gibt den Drucker wieder, der für die Kombination aus Etikettenstruktur und Benutzer-ID verwendet werden soll.
Druckmenge „ “ (leer) Automatische Berechnung.
Gibt die kalkulierte Anzahl der benötigten Etikettenmenge an.
Belegnr. „ “ (leer) Automatische Berechnung.
Gibt die Belegnummer des Ursprungsbeleges im Falle eines, durch einen Belegprozess ausgelösten, Druckvorgangs an. Wird der Etikettendruck von einem Beleg aus angestoßen (z.B. Wareneingang, Fertigungsauftrag), kann hierüber die Belegnummer ausgegeben werden.
Buchungscode Wert Automatische Berechnung.
Gibt den Inhalt des Buchungscodes aus dem Vorgang wieder. Wird der Etikettendruck von einem Beleg aus angestoßen (z.B. Wareneingang, Fertigungsauftrag), kann hierüber der Buchungscode ausgegeben werden.
Lagerortcode Wert Automatische Berechnung.
Gibt den Inhalt des Lagerortcodes aus dem Vorgang wieder. Wird der Etikettendruck von einem Beleg aus angestoßen (z.B. Wareneingang, Fertigungsauftrag), kann hierüber der Lagerortcode ausgegeben werden.
Lagerplatzcode Wert Automatische Berechnung.
Gibt den Inhalt des Lagerplatzcodes aus dem Vorgang wieder. Wird der Etikettendruck von einem Beleg aus angestoßen (z.B. Wareneingang, Fertigungsauftrag), kann hierüber der Lagerplatzcode ausgegeben werden.
Eudamed UDI-DI Beschreibung Automatische Berechnung.
Gibt die Feldbeschreibung des, über „Herkunft Feldnr.“ ausgewählten, Feldes aus den UDI-DI Daten wieder.
Eudamed UDI-DI Wert Automatische Berechnung.
Gibt den Feldinhalt des, über „Herkunft Feldnr.“ ausgewählten, Feldes aus den UDI-DI Daten wieder.
Eudamed Legacy Beschreibung Automatische Berechnung.
Gibt die Feldbeschreibung des, über „Herkunft Feldnr.“ ausgewählten, Feldes aus den UDI-DI Daten wieder.
Eudamed Legacy Wert Automatische Berechnung.
Gibt den Feldinhalt des, über „Herkunft Feldnr.“ ausgewählten, Feldes aus den UDI-DI Daten wieder.
Etikettenstrukturen kopieren#

Soll eine neue Etikettenstruktur auf Basis einer bereits vorhandenen Etikettenstruktur erzeugt werden, so kann dieser Vorgang durch das Kopieren der bestehenden Etikettenstruktur unterstützt werden.

Dazu wird zuerst eine neue Etikettenstruktur erstellt und anschließend über die Aktion „Struktur kopieren“ eine Verarbeitung zum Kopieren einer vorhandenen Struktur aufgerufen.

In dieser Verarbeitung muss im Feld „Kopiere aus Etikettencode“ der Code der bestehenden Etikettenstruktur angegeben werden, deren Zeilen in die neue Struktur kopiert werden sollen.

Über den Schalter „Kopiere mit Werten“ kann festgelegt werden, ob die manuell eingetragenen Herkunftswerte (Herkunftsart „Text“ und Herkunftsart „Piktogramm“ mit Unterart „Pfad“) ebenfalls übernommen werden sollen. Ist der Schalter aktiviert, so werden die Werte kopiert. Ist der Schalter hingegen deaktiviert, so bleiben die Herkunftswerte nach dem Kopieren für die entsprechenden Positionen leer und müssen manuell eingetragen werden.

Nachdem die Verarbeitung über die Schaltfläche „OK“ gestartet wurde werden die Zeilen aus der ausgewählten Etikettenstruktur in die neue Etikettenstruktur kopiert.

Hinweis

Diese Funktionalität kann auch genutzt werden, um vorhandene Etikettenstrukturen zu überarbeiten indem zuerst Zeilen aus einer anderen Etikettenstruktur kopiert und danach überarbeitet werden. Bestehen bereits Zeilen in einer Etikettenstruktur und wird die Funktionalität „Struktur kopieren“ ausgeführt, so werden die aktuell vorhandenen Zeilen gelöscht, bevor die neuen (kopierten) Zeilen eingetragen werden.

Etikettenstruktur Versionen#

Zu den Etikettenstrukturen können Versionen erstellt werden. Dadurch haben Sie unter anderem die Möglichkeit, neue / geänderte Versionen zu erstellen, die ab einem bestimmten Startdatum vom System verwendet werden sollen. Die aktuell gültige Version einer Etikettenstruktur wird im Feld „Aktive Version“ angezeigt. Daten aus bereits abgelaufenen Vorversionen stehen dabei immer noch zur Verfügung. Die Gültigkeit einer Etikettenstruktur kann dabei auch über ein Start- und ein Enddatum gesteuert werden.

Im Feld „Versionsnummern“ können Sie eine individuelle Nummernserie zuweisen, die für die Ermittlung der Versionsnummern für die ausgewählte Etikettenstruktur verwendet werden soll.

Im Feld „Aktive Version“ wird die aktuell gültige Versionsnummer für die Etikettenstruktur angezeigt. Das Berechnungsdatum ist hierfür das aktuelle Datum.

Die Ermittlung der „Aktive Version“ erfolgt hierbei wie folgt:

  • Berechnungsdatum ist hierbei das aktuelle Tagesdatum.
  • Es wird geprüft, ob es Etikettenstrukturversionen gibt, die den Status „Zertifiziert“ haben, und innerhalb des Zeitraumes „Von Datum“ und „Bis Datum“ auf der Versionskarte liegen.
  • Werden mehrere Etikettenstrukturversion gefunden, so wird die Etikettenstrukturversion mit der höchsten Versionsnummer als „Aktive Version“ verwendet.

Tipp

Wenn Sie mit Versionen arbeiten, dann sollten die Versionsnummern mit führenden Nullen erfasst werden, da das Feld Versionsnummer ein Code-Feld is und eine Sortierung alphanumerisch erfolgt.

Erstellung einer neuen Etikettenstruktur Version#

Um eine neue Version einer Etikettenstruktur zu erstellen, wählen sie innerhalb der gewünschten Etikettenstruktur die Aktion „Versionen“.

Wählen Sie anschließend in dem folgenden Fenster „Etikettenstruktur Versionsübersicht“ die Aktion „Neu“.

Ist in der zu Grunde liegenden Etikettenstruktur eine Nummernserie für „Versionsnummern“ hinterlegt worden, kann mit Bestätigung des leeren „Versionscode“ automatisch eine neue Nummer anhand der Nummernserie eingetragen werden. Ist keine Nummernserie hinterlegt, muss der Versionscode manuell ausgefüllt werden. Bei der Anlage der neuen Etikettenstrukturversion, wird das Feld „Von Datum“ automatisch mit dem aktuellen Datum vorgeschlagen und kann bei Bedarf angepasst werden.

Sie können jetzt die gewünschten Daten in den Etikettenstrukturzeilen entweder manuell eintragen, oder sich aus einer bereits vorhandenen Etikettenstruktur / Etikettenstrukturversion mit dem Aufruf der Aktion „Struktur kopieren.

Versionsmatrix#

Sofern Sie mit verschiedenen Versionen der Etikettenstrukturen arbeiten, können Sie sich mittels einer Versionsmatrix die Unterschiede der Versionen zueinander anzeigen lassen.

Nach Auswahl der Aktion „Versionsmatrix“ aus der Etikettenstruktur wird die Filteransicht geöffnet.

Mittels der Aktion „Matrix anzeigen“ in diesem Fenster wird die Versionsmatrix mit den Vergleichswerten angezeigt.

Änderungsprotokoll#

Bei Bedarf können Änderungen an den Etikettenstrukturen und -versionen nachverfolgt werden und Anpassungen sind aus den Etikettenstruktur-Ansichten über den Aufruf der Aktion „Änderungsprotokoll“ direkt ersichtlich. Hierbei wird die Standard-Funktionalität der Änderungsprotokollierung verwendet. Damit diese Protokollierung die Etikettenstrukturen berücksichtigen kann, ist in der Änderungsprotokollierung die Einrichtung der folgenden Tabellen entsprechend der Standard-Admin-Dokumentation siehe Microsoft Dynamics 365 Business Central™ Onlinehilfe (F1).

  • Tabelle 5488108 - "KVSKBALabelStructureHeader"
  • Tabelle 5488109 - "KVSKBALabelStructureLine"
  • Tabelle 5488116 - "KVSKBALabelStructureVersion"
Artikel / Etikett Verknüpfung#

Die Etikettenstruktur selbst stellt grundlegend einen Rahmen für ein Etikett das, der darüber entscheidet, welche Positionen (Positionscodes) ein Etikett enthalten soll und wie die Werte für diese Positionen berechnet werden. Dabei ist die Struktur allgemeingültig und kann für mehrere Artikel verwendet werden. Die Zuordnung von Etikettenstrukturen zu Artikeln erfolgt über „Artikel / Etikett-Verknüpfungen“.

Der Aufruf der „Artikel / Etikett-Verknüpfung“ ist dabei sowohl aus der Etikettenstruktur, als auch aus dem Artikel oder der Artikelvariante möglich.

In den Artikel / Etikett Verknüpfungen wird hinterlegt, welcher Artikel mit welcher Etikettenstruktur verknüpft ist. Zusätzlich können für einen Artikel bei der Nutzung einer Etikettenstruktur zusätzliche Parameter wie Artikeleinheiten, Sprachcodes, Debitorennummern und Kreditorennummern vorgegeben werden, die bei der Auswahl der korrekten Etikettenstruktur verwendet werden und bei der Berechnung des Etiketts für den entsprechenden Artikel ihre Anwendung finden.

Als Beispiel kann durch die Vorgabe der Artikeleinheit und der Debitorennummer ein OEM-Etikett für einen bestimmten Kunden definiert werden.

Feld Verwendung
Artikelnr. Nummer des Artikels mit dem eine Etikettenstruktur verknüpft wird.
Variantencode Variantencode eines Artikels mit dem eine Etikettenstruktur verknüpft wird.
Etikettencode Code der, zu verwenenden, Etikettenstruktur.
Artikelbeschreibung Beschreibung 1 des Artikels, der mit einer Etikettenstruktur verknüpft wird.
Etikettenname Name der Etikettenstruktur die mit einem Artikel verknüpft wird.
Artikeleinheit Vorgabe der Artikeleinheit mit der die Etikettendaten (Etiketteninhalt) berechnet werden sollen.
Sprachcode Vorgabe des Sprachcodes mit der die Etikettendaten (Etiketteninhalt) berechnet werden sollen
Debitorennr. Vorgabe der Debitorennummer mit der die Etikettendaten (Etiketteninhalt) berechnet werden sollen.
Kreditorennr. Vorgabe der Kreditorennummer mit der die Etikettendaten (Etiketteninhalt) berechnet werden sollen.
Druck im Wareneingang Soll das Etikett bei dem Wareneingang gedruckt werden, muss die Checkbox aktiviert werden.
Druck im Fertigungsauftrag Handelt es sich bei dem mit einer Etikettenstruktur verknüpften Artikel um einen Fertigungs-Artikel, muss diese Checkbox aktiviert werden, damit bei Beendigung der Fertigung ein entsprechendes Etikett gedruckt wird.
Druck im Warenausgang Soll das Etikett bei dem Warenausgang gedruckt werden, muss die Checkbox aktiviert werden.
Menge Umverpackung Dieses Feld hat nur Auswirkungen, wenn ein Etikett im Wareneingang gedruckt wird (d.h. Feld „Druck im Wareneingang“ ist aktiviert) und in der Etiketten Schnittstelleneinrichtung der „Positionscode Druckmenge“ = „Leer“ ist.
Menge Musteretikett Sollen zusätzlich Etiketten z.B. als Rückstellmuster eines Artikels gedruckt werden, kann hier die gewünschte Menge der zusätzlichen Etiketten eingetragen werden. In diesen Fällen wird die Druckmenge jeweils um die „Menge Musteretikett“ erhöht.
Berechnungslogik für „Menge Umverpackung“#

Hinweis

Das Feld „Menge Umverpackung“ hat nur eine Auswirkung, wenn „Druck im Wareneingang“ der „Artikel / Etikett-Verknüpfung“ aktiviert ist und „Positionscode Druckmenge“ in der „Etiketten Schnittstelleneinrichtung“ keinen Wert beinhaltet.

Sind beide Voraussetzungen gegeben, so wird die „Menge Umverpackung“ wie folgt zur Berechnung der Druckmenge verwendet:

Beispiel ohne Artikelverfolgung:
Auftragsmenge = 100, Einheit = Stück, Menge Umverpackung = 1 => 100 Etiketten (100 / 1)
Auftragsmenge = 100, Einheit = Stück, Menge Umverpackung = 2 => 50 Etiketten (100 / 2)

Beispiel mit Artikelverfolgung „Seriennummer“:
Auftragsmenge = 100, Einheit = Stück, Menge Umverpackung = 1 => 100 Etiketten (100 / 1)
Auftragsmenge = 100, Einheit = Stück, Menge Umverpackung = 2 => 50 Etiketten (100 / 2)

Etiketteninhalt / Etikettenvorschau#

Der Prozess zur Erzeugung der Etiketten ist grundlegend ein prozesstechnisch automatisierter Weg, in dem die Datenstrukturen aus Microsoft Dynamics 365 Business Central™ an verschiedenen Stellen der Applikation automatisiert im Hintergrund erzeugt und an die Automatisierungs-Schnittstellen der Etikettenprogramme übertragen werden. Dort werden die jeweiligen eingerichteten Prozess-Schritte ausgeführt und die Druckdaten erzeugt und an den jeweiligen Drucker übertragen. Ein manueller Eingriff sollte hierbei grundsätzlich nicht erforderlich sein.

Um trotzdem in Microsoft Dynamics 365 Business Central™ in der Lage zu sein, die Erzeugung des Etiketteninhaltes nachvollziehen zu können und eine Vorschau des erzeugten Etiketts zur Kontrolle zu sehen, ist die Ansicht „Etiketteninhalt“ erstellt worden, die aus der „Etikettenstruktur“ oder aus der „Artikel / Etikett Verknüpfung“ über die Aktion „Inhalt anzeigen“ aufgerufen werden kann.

Sofern der Aufruf aus der „Artikel / Etikett Verknüpfung“ gestartet wurde, werden die, in der Verknüpfung hinterlegten, Daten bereits in die Ansicht „Etiketteninhalt“ übernommen.

Im Fall des Aufrufes aus der Etikettenstruktur kann lediglich der Etikettencode vorbelegt werden.

In den Kopfinformationen der Ansicht „Etiketteninhalt“ können manuell Einträge vorgenommen werden, um z.B. eine Seriennr. oder ein Ablaufdatum vorzubelegen.

In den editierbaren Feldern im Inhaltskopf, können Beispieldaten für die Berechnung der Etikettendaten eingetragen werden. Diese Werte werden dann für die Berechnung der einzelnen Positionscodes des Etikettenlayoutes verwendet.

Dabei gibt es die folgenden Pflichtangaben:

Feld Verwendung
Artikelnr. Nummer des Artikels, für den das Etikett erstellt werden soll. Diese Nummer wird ebenfalls bei der Ermittlung der Inhaltsdaten für die Herkunftsarten Artikel, Artikelvariante, Artikeleinheit, Artikelübersetzung, Debitoren Ref., Kreditoren Ref. sowie bei den Barcode-Herkunftsarten verwendet und als Filter bzw. Parameter für die Berechnung der entsprechenden Daten weitergegeben.
Variantencode Code der Artikelvariante, für die das Etikett erstellt werden soll. Dieser Code wird ebenfalls bei der Ermittlung der Inhaltsdaten für die Herkunftsarten Artikelvariante, Artikelübersetzung, Debitoren Ref., Kreditoren Ref. Herkunftsarten verwendet und als Filter bzw. Parameter für die Berechnung der entsprechenden Daten weitergegeben.
Etikettencode Angabe des Etikettencodes, auf dessen Basis der Etiketteninhalt berechnet werden soll.

Folgende Felder können mit ergänzenden Parametern für die Etikettenerzeugung gefüllt werden:

Feld Verwendung
Artikeleinheit Angabe der Artikeleinheit, mit der das Etikett aus der Etikettenstruktur berechnet wird. Dieser Code wird ebenfalls bei der Ermittlung von Inhaltsdaten für die Herkunftsarten Artikeleinheit, Debitoren Ref., Kreditoren Ref und den Barcode-Herkunftsarten verwendet.
Sprachcode Der Sprachcode wird verwendet, um Inhaltsdaten für die Herkunftsart Artikelübersetzung zu berechnen.
Seriennr. Dient als Inhaltswert für die Positionscodes mit der Herkunftsart Artikelverfolgung und der Unterart Seriennr. .
Chargennr. Dient als Inhaltswert für die Positionscodes mit der Herkunftsart Artikelverfolgung und der Unterart Chargennr. .
Ext. Chargennr. Dient als Inhaltswert für die Positionscodes mit der Herkunftsart Artikelverfolgung und der Unterart Ext. Chargennr. .
Ablaufdatum Dient als Inhaltswert für die Positionscodes mit der Herkunftsart Artikelverfolgung und der Unterart Ablaufdatum.
Herstelldatum Dient als Inhaltswert für die Positionscodes mit der Herkunftsart Artikelverfolgung und der Unterart Herstelldatum.
Debitorennr. Wird bei der Ermittlung von Inhaltsdaten für die Herkunftsarten „Debitor“ und „Debitoren Ref.“ verwendet.
Kreditorennr. Wird bei der Ermittlung von Inhaltsdaten für die Herkunftsarten „Kreditor“ und „Kreditoren Ref.“ verwendet.
Etiketten Druckername Angabe des „Etikettendruckers“, wird automatisch je nach Einrichtung gefüllt.
Belegnr. Angabe der Belegnr.
Buchungscode Angabe des Buchungscodes
Lagerortcode Angabe des Lagerortcodes
Lagerplatzcode Angabe des Lagerplatzcodes
NiceLabel Cloud API Kennzeichner
(nur bei „Ausgabe Schnittstelle“ “KUMAVISION Etikettenschnittstelle - NiceLabel Cloud”)
Angabe der eindeutigen Trigger ID für die NiceLabel Cloud Anbindung. Wird automatisch aufgrund der Etikettenstruktur gefüllt.
Inhalt berechnen#

Über den Aufruf der Aktion „Inhalt berechnen“ kann nun der Prozess in Microsoft Dynamics 365 Business Central™ angestossen werden, der aufgrund der hinterlegten Etikettenstruktur die Zeilenwerte kalkuliert.

Etikettenvorschau#

Für die Interface-Implementierungen „NiceLabel Cloud“ und „BarTender Webservice“ wurden generell die Möglichkeiten geschaffen, eine Online-Vorschau des erzeugten Etiketts in Microsoft Dynamics 365 Business Central™ anzuzeigen. Hierzu wird der „normale“ Druckprozess in dem Etikettenprogramm simuliert und in eine PDF-Datei umgeleitet. Diese wird wiederum durch das Etikettenprogramm als Antwort an Microsoft Dynamics 365 Business Central™ zurückgesendet und zur Anzeige gebracht.

Info

Um diese Vorschau-Funktionalität in den Etikettenprogrammen von dem Druckprozess selbst unterscheiden zu können, wird daher bei jeder Vorschau-Aktion ein weiterer Variablen-Parameter „PreviewFormat“ an das Etikettenprogramm mit dem Wert „true“ übergeben. Bei einer normalen Druck-Aktion ist dieser Parameter mit dem Wert „false“ belegt. Hierdurch kann das Etikettenprogramm unterschiedlich reagieren je nachdem, welchen Wert dieser Parameter aufweist.

Nach Auswahl der Aktion „Etikettenvorschau“ wird im FastTab „Etikettenvorschau“ das Etikett angezeigt.

Strukturdatei für Etikettenprogramm erzeugen#

Es ist möglich, über die Etikettenschnittstelle eine Strukturdatei zu erzeugen, die alle definierten Positionscodes und deren Beispielwerte in einer Datei bereithält, um diese für das Design des Etiketts als Grundlage der Datenstruktur zu verwenden. Um eine lokale Strukturdatei zu erzeugen, wählen Sie die Aktion „Strukturdatei erzeugen“.

Daraufhin wird die Datenstruktur erzeugt und in das lokale Download-Verzeichnis heruntergeladen. Eine Rückmeldung gibt Ihnen an, ob die Erzeugung erfolgreich war.

Die erzeugte Datei befindet sich anschließend in Ihrem lokalen „Download“-Verzeichnis und beinhaltet als Dateinamen Ihre Benutzerkennung, den Etikettencode sowie die Datums- und Zeitangaben der Erstellung. Bei Verwendung der „Ausgabe Schnittstellen“ “KUMAVISION Etikettenschnittstelle - NiceLabel Cloud” oder “KUMAVISION Etikettenschnittstelle - BarTender Webservice” besteht das Resultat aus einer Json-Datei, die die Variablen und deren Wert auflistet. Im Fall der „Ausgabe Schnittstelle“ “KUMAVISION Etikettenschnittstelle - NiceLabel Webservice” wird hingegen eine XML-Datei mit den Variablen und Werten erzeugt.

Der Aufbau der Datenstruktur entspricht dabei 1:1 der Struktur, die auch für den Versand an das Etikettenprogramm verwendet wird.

Manuelle Übergabe an Etikettenprogramm#

Nachdem der Etiketteninhalt mit den artikelspezifischen Daten berechnet wurde, können die Etikettendaten erstellt und an das externe Etikettenprogramm übergeben werden. Dazu werden die Daten an die jeweiligen Schnittstellen der Etikettenprogramme übergeben und eine Antwort (Response) abgewartet. Um ein Etikett manuell zu erzeugen, wählen Sie die Aktion „Etikettendatei erzeugen“.

Daraufhin wird die Datenstruktur erzeugt und an das Etikettenprogramm übergeben. Eine Rückmeldung gibt Ihnen an, ob die Erzeugung erfolgreich war.

Erstellung von Etiketten (automatisierter Prozess)#

Beispiel: Wareneingangsbuchung#

Wenn in der Artikel- / Etikettverknüpfung die Checkbox „Druck im Wareneingang“ aktiviert ist, wird für einen Artikel bei Buchung des Wareneingangs automatisch ein Etikett erstellt.

Der im folgenden Beispiel verwendete Artikel ist entsprechend angelegt sowie vorab bestellt worden. Des Weiteren ist der Wareneingang hierzu erstellt worden, da es im Folgenden lediglich um die automatisierte Erstellung der Etiketten geht.

Buchen Sie den Wareneingang. Es erscheint nach der Übergabe an das Etikettenprogramm eine Erfolgsmeldung.

Die, durch das Etikettenprogramm erzeugte PDF-Datei beinhaltet in diesem Beispiel 3 Seiten für drei Artikel, die in der „Menge akt. Lieferung“ des Wareneingangs genannt sind.

Software NiceLabel On-Premise#

Allgemeines zu NiceLabel On-Premise#

Benötigte Version / Edition#

Für den Einsatz der „NiceLabel WebService“-Anbindung ist „Loftware NiceLabel On-Premise“ in der Version „LMS Enterprise“ oder höher erforderlich.

Zusätzliche Einrichtung von NiceLabel On-Premise#

Etiketten Schnittstelleneinrichtung#

Die „Etiketten Schnittstelleneinrichtung“ entspricht bei Verwendung der „Ausgabe Schnittstelle“ „KUMAVISION Etikettenschnittstelle - NiceLabel Webservice“ genau der Standard-Einstellung. Hier sind keine gesonderten Einstellungen vorzunehmen.

Etikettenstruktur#

Damit Daten an NiceLabel über WebServices übergeben werden können, ist ein zusätzliches Feld in der Etikettenstruktur eingeblendet worden. Dieses Feld ist nur sichtbar, wenn es sich bei der „Ausgabe Schnittstelle“ um die "NiceLabel On-Premise WebService"-Integration handelt.

Feld Verwendung
NiceLabel On-Premise WebService URL Definiert die eindeutige URL aus dem NiceLabl Automation Builder, die für den Transfer der Datenstruktur an NiceLabel verwendet werden soll.

Verwendung von NiceLabel On-Premise#

In den folgenden Abschnitten werden grundsätzliche Einrichtungsschritte in der NiceLabel On-Premise Etikettensoftware vorgestellt, die verwendet werden können, um eine Integration vorzunehmen.

Hinweis

Die hier dargestellten Schritte sind nur beispielhaft zu verstehen und ersetzen weder die NiceLabel-Dokumentation, noch eine ggfls. notwendige Schulung!

NiceLabel Automation Builder#

Der NiceLabel Automation Builder ist die zentrale Schnittstellen Applikation für die Erstellung und Verwaltung von Integrationen. Die Erstellung einer neuen Konfiguration in NiceLabel Automation Builder unterteilt sich grundsätzlich in die zwei Teilbereiche „Datenfilter“- und „Trigger“-Erstellung. Anhand der folgenden Zusammenfassung kann eine grundlegende Konfiguration erstellt werden.

XML-Datenfilter#

Da die Daten aus Microsoft Dynamics 365 Business Central™ im XML-Format an die On-Premise-Webservice-Integration von NiceLabel übergeben werden, ist die Erstellung eines XML-Datenfilter“ notwendig. Fügen Sie daher einen neuen „XML-Datenfilter“ in Ihre Konfiguration ein.

Benennen Sie die Datenstruktur und öffnen Sie anschließend über die Aktion „Datenstruktur importieren“ eine Strukturdatei aus Business Central siehe „Strukturdatei für Etikettenprogramm erzeugen“.

Nach Auswahl der Datei sollte die Datenstruktur automatisch generiert werden.

Um die XML-Knoten als Variablen in NiceLabel verwenden zu können, setzen Sie für die einzelnen Elemente in der Struktur die „Elementeigenschaft“ „Nutzung“ auf den Wert „Variabler Wert“.

Trigger erstellen#

Als Nächstes muss ein eindeutiger Trigger erstellt werden, der die einzelnen Aktionsschritte enthält. Wählen Sie dazu den Reiter „Konfigurationselemente“ und anschließend die Aktion „Webdienst“ im Bereich „Trigger einfügen“ aus.

Vergeben Sie einen eindeutigen Namen und einen Port, der für die Webdienst-URL verwendet werden soll. Der Port wird als Bestandteil der URL im weiteren Verlauf als „NiceLabel On-Premise WebService URL“ verwendet und in Microsoft Dynamics 365 Business Central™ für die Etikettenstruktur hinterlegt.

Im Normalfall ist das Etikettenprogramm so eingestellt, dass Variablen aus einem Etikett heraus gelesen werden. Da in diesem Beispiel eine Integration Etiketten-übergreifend erstellt wird und das zu verwendende Etikett als Parameter über die Datenstruktur übertragen wird, müssen die Variablen zu der Integration manuell erstellt werden. Dies geschieht im Reiter „Variablen“ über die Aktion „Variable hinzufügen“.

Tipp

Verwenden Sie jeweils als Variablen-Namen die identische Bezeichnung des Parameters aus der BC-Etikettenstrukturzeile, so ist im weiteren Verlauf ein automatisches Mapping der Informationen möglich.

Damit die Antwort an BC je nach Etikettenvorschau oder Etikettendruck dynamisch gestaltet werden kann, wird noch die Variable „ResponseData“ eingefügt. Diese wird in den späteren Aktionen für die Rückgabe verwendet und zugeordnet!

Datenfilter verwenden#

Als Erstes sollen in der Integration die, von NiceLabel empfangenen, Parameter zu den Variablen innerhalb der Etikettenverwaltung zugeordnet werden.

Fügen Sie hierzu im Reiter „Aktionen“ die Aktion „Datenfilter verwenden“ ein.

Wählen Sie daraufhin im Bereich „Filter“ als „Name“ die bereits erstellte XML-Datenstruktur aus. Sofern Sie die Namen der Variablen identisch zu den Positionscodes aus Microsoft Dynamics 365 Business Central™ benannt haben, können Sie über den Button „Automatisch zuordnen“ im Bereich „Datenzuordnung“ das automatische Mapping der Datenstruktur-Informationen zu den Variablen starten. Sollten die Variablen unterschiedlich benannt worden sein, so ist hier eine manuelle Zuordnung erforderlich.

Etikett öffnen#

Im nächsten Schritt muss das korrekte Etikett geöffnet werden. Da der Name der Etikettenvorlage aus BC als Strukturzeile mitgegeben wird, kann hier auf eine Variable verwiesen werden. Fügen Sie die Aktion „Etikett öffnen“ ein, aktivieren Sie im Bereich Einstellungen die Checkbox „Datenquelle“ und wählen als „Etikettenname“ die Variable aus, die den Etikettennamen enthält.

Vorschau: Druckumleitung an PDF#

Damit wir im Fall der Etikettenvorschau die Druckdaten in eine PDF-Datei umleiten können, muss die Aktion „Druckumleitung an PDF“ hinzugefügt werden. In den Einstellungen dieser Aktion wird ein Dateiname festgelegt und die Option „Überschreibe Datei“ aktiviert. Da dieser Aktionsschritt nur durchgeführt werden soll, wenn es sich um eine Etikettenvorschau handelt, wird im Bereich „Optionen für Ausführung und Fehlerhandhabung anzeigen“ die Bedingung hinzugefügt, dass die Variable [PreviewFormat] den Wert „true“ aufweisen muss!

Im Anschluß wird als nächste Aktion das Etikett gedruckt. Hierzu wird die Aktion „Etikett drucken“ eingefügt . Dabei wird über die Eigenschaften festgelegt, dass die Menge der zu druckenden Etiketten über eine Variable definiert wird.

Vorschau: Daten aus Datei lesen#

Im Falle einer Etikettenvorschau muss an dieser Stelle der Inhalt der erzeugten PDF-Datei gelesen und in die Variable „ResponseData“ übernommen werden. Hierzu wird eine neue Aktion „Daten aus Datei lesen“ eingefügt. In den Eigenschaften wird der „Dateiname“ auf denselben Wert wie in Abschnitt „Vorschau: Druckumleitung an PDF“ festgelegt. Darüberhinaus werden in diesem Szenario die „Wiederholungsversuche“ auf 20 festgelegt. Außerdem soll diese Aktion nur durchgeführt werden, sofern es sich um eine Etikettenvorschau handelt. Daher wird die „Bedingung“ für die Ausführung auf „[PreviewFormat] = "true"“ festgelegt.

Antwortdaten der Konfiguration setzen#

Als letzter Schritt muss in den Einstellungen des Triggers festgelegt werden, dass der variable Wert "[ResponseData]" als „Antwortdaten“ des Webdienst-Triggers verwendet werden soll.

Hierzu muss in dem Menüpunkt „Einstellungen“ des Triggers im Bereich „Kommunikation“ das Feld Antwortdaten auf den Wert „[ResponseData]“ gesetzt werden.

Software NiceLabel Cloud#

Allgemeines zu NiceLabel Cloud#

Benötigte Version / Edition#

Für den Einsatz der „NiceLabel Cloud“-Anbindung ist „NiceLabel Cloud“ in der Version „Business“ oder höher erforderlich.

Zusätzliche Einrichtung von NiceLabel Cloud#

Nutzung der NiceLabel Cloud APIs#

Um NiceLabel APIs zu nutzen, müssen Sie sich im „API Developer Portal“ anmelden, ein Abonnement erstellen und es mit Ihrem Control Center verbinden. Nähere Informationen zur Errichtung eines Kontos für das Entwicklerportal und dessen Verbindung mit dem NiceLabel Abonnement finden Sie auf der Seite „NiceLabel“

Etiketten Schnittstelleneinrichtung#

Bei Verwendung der „Ausgabe Schnittstelle“ „NiceLabel Cloud“ ist innerhalb der „Etiketten Schnittstelleneinrichtung“ zusätzlich zu den Standardangaben die Hinterlegung eines „NiceLabel Cloud API Subscription Key“ erforderlich.

Feld Verwendung
NiceLabel Cloud API Subscription Key Definiert den „Primary Key“ aus den Profilangaben des Developer-Portal. Diese Schlüsselinformation wird als Authentifizierungsbestandteil zur API-Nutzung verwendet. Im Detail wird dieser Schlüssel in den Header-Informationen des http-Requests als „Ocp-Apim-Subscription-Key“ verwendet.

Etikettendrucker#

In NiceLabel Cloud ist es möglich u.a. „Cloud-Drucker“ zu hinterlegen. Diese Drucker sind nicht mit dem aktuellen Microsoft Dynamics 365 Business Central™-System verbunden und stehen daher dort nicht als Drucker zur Verfügung. Um trotzdem diese Drucker in den BC-Prozessen als Drucker hinterlegen zu können, ist es notwendig, die Informationen zu hinterlegten Druckern aus NiceLabel Cloud über Verwendung der API abzurufen.

Hierzu wurde eine neue Aktion „NiceLabel Drucker“ hinzugefügt.

Innerhalb der daraufhin geöffneten Seite kann mittels der Aktion „Druckerübersicht aktualisieren“ eine Verbindung zur NiceLabel Cloud API aufgebaut und die Liste der dort hinterlegten Cloud-Drucker abgerufen werden.

Diese Drucker werden daraufhin an Stellen, an denen Drucker zugeordnet oder hinterlegt werden können, ebenfalls zur Auswahl angezeigt.

Etikettenstruktur#

In NiceLabel ist die Definition von beliebig vielen Automatisierungs-Flows möglich. Über diese werden die jeweiligen Funktionen und Ausführungsschritte angesteuert. Grundsätzlich ist es möglich, die NiceLabel-Schnittstelle mit einer eindeutigen Automatisierung zu betreiben und alle Einstellungsparameter über Variablen und deren Berücksichtigung im NiceLabel Automation-Builder zu behandeln.

Jede Automatisierung in NiceLabel Cloud wird über eine so genannte eindeutige „Trigger ID“ benannt. Damit die Etiketten-Datenstruktur von BC an den jeweils korrekten eindeutigen Trigger gesendet werden kann, ist die Zuordnung des „NiceLabel Cloud API Kennzeichner“ notwendig.

Feld Verwendung
NiceLabel Cloud API Kennzeichner Definiert den eindeutigen „Trigger Name“ aus der NiceLabel Automatisierung der für diese Etikettenstruktur verwendet werden soll.

Dieser muss mit dem „Trigger-Name“ der Automatisierung aus dem NiceLabel Control Center übereinstimmen.

Verwendung von NiceLabel Cloud#

In den folgenden Abschnitten werden grundsätzliche Einrichtungsschritte in der NiceLabel Cloud Etikettensoftware vorgestellt, die verwendet werden können, um eine Integration vorzunehmen.

Hinweis

Die hier dargestellten Schritte sind nur beispielhaft zu verstehen und ersetzen weder die NiceLabel-Dokumentation, noch eine ggfls. notwendige Schulung!

NiceLabel Automation Builder#

Der NiceLabel Automation Builder ist die zentrale Schnittstellen Applikation für die Erstellung und Verwaltung von Integrationen. Die Erstellung einer neuen Konfiguration in NiceLabel Automation Builder unterteilt sich grundsätzlich in die zwei Teilbereiche „Datenfilter“- und „Trigger“-Erstellung. Anhand der folgenden Zusammenfassung kann eine grundlegende Konfiguration erstellt werden.

JSON-Datenfilter#

Da die Daten aus Microsoft Dynamics 365 Business Central™ im JSON-Format an die Cloud-Integration von NiceLabel übergeben werden, ist die Erstellung eines „JSON-Datenfilter“ notwendig. Fügen Sie daher einen neuen „JSON-Datenfilter“ in Ihre Konfiguration ein.

Benennen Sie die Datenstruktur und öffnen Sie anschließend über die Aktion „Datenstruktur importieren“ eine Strukturdatei aus Business Central siehe „Strukturdatei für Etikettenprogramm erzeugen“.

Nach Auswahl der Datei sollte die Datenstruktur automatisch generiert werden.

Um die JSON-Parameter als Variablen in NiceLabel verwenden zu können, setzen Sie für die einzelnen Elemente in der Struktur die „Elementeigenschaft“ „Nutzung“ auf den Wert „Variabler Wert“.

Trigger erstellen#

Als Nächstes muss ein eindeutiger Trigger erstellt werden, der die einzelnen Aktionsschritte enthält. Wählen Sie dazu den Reiter „Konfigurationselemente“ und anschließend die Aktion „Cloud“ im Bereich „Trigger einfügen“ aus.

Vergeben Sie einen eindeutigen Namen und eine „Eindeutige Kennnung“. Diese Kennung wird im weiteren Verlauf als „Cloud-Trigger“ verwendet und in Microsoft Dynamics 365 Business Central™ für die Etikettenstruktur hinterlegt.

Im Normalfall ist das Etikettenprogramm so eingestellt, dass Variablen aus einem Etikett heraus gelesen werden. Da in diesem Beispiel eine Integration Etiketten-übergreifend erstellt wird und das zu verwendende Etikett als Parameter über die Datenstruktur übertragen wird, müssen die Variablen zu der Integration manuell erstellt werden. Dies geschieht im Reiter „Variablen“ über die Aktion „Variable hinzufügen“.

Tipp

Verwenden Sie jeweils als Variablen-Namen die identische Bezeichnung des Parameters aus der BC-Etikettenstrukturzeile, so ist im weiteren Verlauf ein automatisches Mapping der Informationen möglich.

Damit die Antwort an BC je nach Etikettenvorschau oder Etikettendruck dynamisch gestaltet werden kann, werden noch die beiden Variablen „ResponseData“ und „ResponseType“ eingefügt. Diese werden in den späteren Aktionen für die Rückgabe verwendet und zugeordnet!

Datenfilter verwenden#

Als Erstes sollen in der Integration die, von NiceLabel empfangenen, Parameter zu den Variablen innerhalb der Etikettenverwaltung zugeordnet werden.

Fügen Sie hierzu im Reiter „Aktionen“ die Aktion „Datenfilter verwenden“ ein.

Wählen Sie daraufhin im Bereich „Filter“ als „Name“ die bereits erstellte JSON-Datenstruktur aus. Sofern Sie die Namen der Variablen identisch zu den Positionscodes aus Microsoft Dynamics 365 Business Central™ benannt haben, können Sie über den Button „Automatisch zuordnen“ im Bereich „Datenzuordnung“ das automatische Mapping der Datenstruktur-Informationen zu den Variablen starten. Sollten die Variablen unterschiedlich benannt worden sein, so ist hier eine manuelle Zuordnung erforderlich.

Etikett öffnen#

Im nächsten Schritt muss das korrekte Etikett geöffnet werden. Da der Name der Etikettenvorlage aus BC als Strukturzeile mitgegeben wird, kann hier auf eine Variable verwiesen werden. Fügen Sie die Aktion „Etikett öffnen“ ein, aktivieren Sie im Bereich Einstellungen die Checkbox „Datenquelle“ und wählen als „Etikettenname“ die Variable aus, die den Etikettennamen enthält.

Initialisierung der Variable „ResponseType“#

An dieser Stelle wird die Variable „ResponseType“ auf den Standardwert „application/json“ eingestellt. Hierzu wird eine neue Aktion „Variable einstellen“ hinzugefügt, in den Eigenschaften der Aktion der „Name“ der Variablen auf „ResponseType“ und der Wert auf „application/json“ eingestellt.

Initialisierung der Variable „ResponseData“#

An dieser Stelle wird die Variable „ResponseData“ auf den Standardwert „{}“ eingestellt. Hierzu wird eine neue Aktion „Variable einstellen“ hinzugefügt, in den Eigenschaften der Aktion der „Name“ der Variablen auf „ResponseData“ und der Wert auf „{}“ eingestellt.

Vorschau: Druckumleitung an PDF#

Damit wir im Fall der Etikettenvorschau die Druckdaten in eine PDF-Datei umleiten können, muss die Aktion „Druckumleitung an PDF“ hinzugefügt werden. In den Einstellungen dieser Aktion wird ein Dateiname festgelegt und die Option „Überschreibe Datei“ aktiviert. Da dieser Aktionsschritt nur durchgeführt werden soll, wenn es sich um eine Etikettenvorschau handelt, wird im Bereich „Optionen für Ausführung und Fehlerhandhabung anzeigen“ die Bedingung hinzugefügt, dass die Variable [PreviewFormat] den Wert „True“ aufweisen muss!

Im Anschluß wird als nächste Aktion das Etikett gedruckt. Hierzu wird die Aktion „Etikett drucken“ eingefügt . Dabei wird über die Eigenschaften festgelegt, dass die Menge der zu druckenden Etiketten über eine Variable definiert wird.

Vorschau: Daten aus Datei lesen#

Im Falle einer Etikettenvorschau muss an dieser Stelle der Inhalt der erzeugten PDF-Datei gelesen und in die Variable „ResponseData“ übernommen werden. Hierzu wird eine neue Aktion „Daten aus Datei lesen“ eingefügt. In den Eigenschaften wird der „Dateiname“ auf denselben Wert wie in Abschnitt „Vorschau: Druckumleitung an PDF“ festgelegt. Darüberhinaus werden in diesem Szenario die „Wiederholungsversuche“ auf 20 festgelegt. Außerdem soll diese Aktion nur durchgeführt werden, sofern es sich um eine Etikettenvorschau handelt. Daher wird die „Bedingung“ für die Ausführung auf „[PreviewFormat] = "true"“ festgelegt.

Vorschau: ResponseType „PDF“ setzen#

Da der Rückgabewert bei einer Etikettenvorschau aus dem PDF-Dokument besteht, muss der ResponseType ebenfalls umgesetzt werden. Hierzu wird eine weitere Aktion eingefügt, die im Falle einer Etikettenvorschau die Variable „ResponseType“ auf den Wert „application/pdf“ setzt.

Antworttyp und Antwortdaten der Konfiguration setzen#

Als letzter Schritt muss in den Einstellungen des Triggers festgelegt werden, dass die variablen Werte als „Antworttyp“ und „Antwortdaten“ des Cloud-Triggers verwendet werden sollen.

Hierzu muss in dem Menüpunkt „Einstellungen“ des Triggers im Bereich „Kommunikation“ der Antworttype auf die Variable „ResponseType“ und die Antwortdaten auf den Wert „[ResponseData]“ gesetzt werden.

Seagull Scientific BarTender#

Allgemeines zu BarTender#

Benötigte Version / Edition#

Für den Einsatz der „BarTender WebService“-Anbindung ist „Seagull Scientific BarTender“ in der Version „Automation“ oder höher erforderlich.

Zusätzliche Einrichtung von BarTender#

Etiketten Schnittstelleneinrichtung#

Die „Etiketten Schnittstelleneinrichtung“ entspricht bei Verwendung der „Ausgabe Schnittstelle“ „BarTender Webservice“ genau der Standard-Einstellung. Hier sind keine gesonderten Einstellungen vorzunehmen.

Etikettenstruktur#

Damit Daten an BarTender über WebServices übergeben werden können, sind zusätzliche Feld-Informationen in der Etikettenstruktur eingeblendet worden. Diese Felder sind nur sichtbar, wenn es sich bei der „Ausgabe Schnittstelle“ um die BarTender-Integration handelt.

Feld Verwendung
BarTender Webservice URL Definiert die eindeutige URL aus dem BarTender Integration Builder, den Transfer der Daten an BarTender verwendet werden soll.
BarTender Authentifizierung Legt, sofern eingerichtet, fest, wie eine Authentifizierung an dem BarTender-Dienst erfolgen soll. Mögliche Auswahlen sind hierbei:
- „None“ => Keine Authentifizierung verwenden
- „Basic“ => Nutzung einer Basic Authentication
BarTender Benutzername Definiert den Benutzernamen für die Anmeldung, sofern „BarTender Authentifizierung“ auf die Authentifizierungsart „Basic“ gesetzt wurde.
BarTender Kennwort Definiert das Kennwort für die Anmeldung, sofern „BarTender Authentifizierung“ auf die Authentifizierungsart „Basic“ gesetzt wurde.

Verwendung von BarTender#

In den folgenden Abschnitten werden grundsätzliche Einrichtungsschritte in der BarTender Etikettensoftware vorgestellt, die verwendet werden können, um eine Integration vorzunehmen.

Hinweis

Die hier dargestellten Schritte sind nur beispielhaft zu verstehen und ersetzen weder die BarTender-Dokumentation, noch eine ggfls. notwendige Schulung!

BarTender Integration Builder#

Der BarTender Integration Builder ist die zentrale Schnittstellen Applikation für die Erstellung und Verwaltung von Integrationen.

Mit der Neuanlage einer Integration kann der „Trigger“ für die Integrationsmethode ausgewählt werden. Für die BC-Integration ist hier die Option „Web-Service“ zu wählen.

Dienst#

Der Name der Integration, der über den Menüpunkt „Integration“ änderbar ist, wird standardmässig als Servicename für den Web-Service verwendet.

Eingabedaten#

Im Menüpunkt „Eingabedaten“ kann als „Eingabeformat“ der Optionswert „JSON-Variablen“ gewählt werden. Anschließend wird über den Aktionsaufruf „Neues Beispiel“ die, aus der BC Etikettenstruktur erstellte Strukturdatei siehe „Strukturdatei für Etikettenprogramm erzeugen“ ausgewählt.

Somit werden die variablen Inhalte aus Microsoft Dynamics 365 Business Central™ als Beispiel-Eingabedaten eingelesen und bereitgestellt.

Antwort#

Im Menüpunkt „Antwort“ kann festgelegt werden, in welchem Format und mit welchem Inhalt eine Antwort an Microsoft Dynamics 365 Business Central™ zurückgesendet werden soll. Da in Bezug auf eine Etikettenvorschau an dieser Stelle die Rückgabe des codierten PDF-Streams erforderlich ist, sollte die Antwort auf eine neue, zu hinterlegende, Variable festgelegt werden. Dadurch kann sichergestellt werden, dass der Ihalt der Variable durch eine Aktion eigenständig befüllt wird.

Variablen#

Im Menüpunkt „Variablen“ können generell vordefinierte Integrationsvariablen geändert werden bzw. neue benutzerdefinierte Integrationsvariablen hinzugefügt werden.

In diesem Beispiel werden keine Integrationsvariablen vorausgesetzt, so dass an dieser Stelle keine daten geändert oder erfasst werden müssen.

Aktionen#

Über den Menüpunkt „Aktionen“ ist es möglich, verschiedene Verarbeitungsschritte ähnlich einem Workflow-System zu hinterlegen, die auf Basis der eingegangenen Daten ausgeführt werden sollen. Die hier angebotenen Aktionen sind untereilt in die Bereiche:

  • Drucken
  • Umwandeln
  • Eingabe
  • Ausgabe
  • Ausführen
  • Datei
  • Datenbank

und stellen eine große Anzahl an Teilschritten bereit, die beliebig miteinander verknüpft werden können. Für Details und weiterführende Beispiele sollte hierzu die BarTender-Dokumentation beachtet werden.

Aufgabe#

Im aktuellen Beispiel soll es ermöglicht werden, dass auf Basis der Etikettendaten im Fall einer Etikettenvorschau das Etikett als lokales PDF gedruckt wird und der Inhalt des PDFs als Antwort-Stream an BC zurückgegeben wird. Sofern es sich nicht um eine Etikettenvorschau handelt, soll der, in den Etikettendaten genannte Drucker ausgewählt und das Etikett auf diesem Drucker ausgegeben werden.

Realisierung#
  1. Unterscheidung auf Etikettenvorschau Zuerst ist eine „Select Case“-Aktion notwendig, um prüfen zu können, ob es sich bei der vorliegenden Aktion um eine Etikettenvorschau handelt. Innerhalb dieser Aktion wird daher festgelegt, dass für den Fall, dass die Variable „PreviewFormat“ den Wert „true“ aufweist, eine andere Weiterverarbeitung erfolgen soll.

  2. Etikettenvorschau Die zu druckende Label-Vorlage wird in diesem Beispiel aus der BC-Etikettenstruktur mittels der Variable „ETI_DOKUMENT“ übergeben, so dass das zu öffnende Dokument in diesem Aktionsschritt auf diese Variable verzweigen muss. Mittels dieser variablen Handhabung von Etiketten-Vorlagen ist es möglich, die Zahl der Integrationen zu reduzieren, da die Datenstruktur das zu verwendende Label bezeichnet.

    In den Druckoptionen wird festgelegt, dass eine Umleitung des Drucks in ein PDF erfolgen soll. Des Weiteren wird über die „Erweiterten Druckoptionen“ der Speicherort der PDF festgelegt.

    Im Reiter „Benannte Datenquellen“ erfolgt die Zuweisung von Variablen, die mit der Datenintegration übertragen werden zu den benannten Datenquellen, die innerhalb des Etiketten Designer verwendet werden.

    Im nächsten Schritt muss das erzeugte PDF in eine Base64-codierte Form gebracht und in einer Variablen für die Antwort der Integration gespeichert werden. Hierzu wird eine neue Aktion „Power Shell-Befehl“ eingefügt. Diese Aktion erhält als „Quelle“ den Wert „Eingebettete Befehle“ und als Befehl den folgenden Powershell-Befehl:

    [convert]::ToBase64String((Get-Content -path "< Dateiname aus den erweiterten Druckoptionen>" -Encoding byte))

Des Weiteren wird hier festgelegt, das das Feld „Ausgegebene Befehle und Fehler in Variable speichern“ die Variable aus Abschnitt „Antwort“

  1. Keine Etikettenvorschau => Druck Für den zweiten Unterscheidungsfall, in dem keine Vorschau erfolgt, sondern das Dokument gedruckt werden soll, wird eine Aktion „Dokument drucken“ eingefügt. Hier wird ebenfalls das Dokument durch die Etikettenstruktur aus BC vorgegeben.

    In den Druckoptionen können sowohl der zu verwendende Druck, als auch die Druckmenge variabel über die Etikettenstrukturdaten aus BC vorgegeben werden. Dazu ist die Verwendung der Variablen nötig. Diese werden in BarTender immer über „%< Name der Variablen >%“ definiert (z.B. %ART_NR% oder %ETI_DRUCKER%).

    Im Reiter „Benannte Datenquellen“ erfolgt die Zuweisung von Variablen, die mit der Datenintegration übertragen werden zu den benannten Datenquellen, die innerhalb des Etiketten Designer verwendet werden.