Zum Inhalt

Verkauf und Marketing#

Verwaltung von Hierarchien#

Durch die Verwendung von Hierarchien können Kontakte, Debitoren und Kreditoren jeweils zueinander in Beziehung gesetzt werden. Über Ansichten können die Beziehung Top-Down oder Button-Up angezeigt werden.

Auf beiden Seiten der Hierarchien können beliebig viele Entitäten in Beziehung zueinanderstehen.

Im nachfolgenden werden Debitoren-Hierarchien im Detail behandelt.

Hierarchiearten Einrichtung#

Um Hierarchien verwenden zu können, muss die entsprechende Einrichtung durchgeführt werden. Sollten Sie beim Verwenden von Hierarchen eine Meldung „Definieren Sie mindestens eine Hierarchieart …“ angezeigt bekommen, gehen Sie wie folgt vor:

Um die notwendigen Einrichtungen der Hierarchien vorzunehmen, rufen Sie sich zunächst die „Hierarchiearten Einrichtung“ über die Anwendungssuche auf.

Über „Neu“ können Sie eine neue Hierarchieart mit Hilfe der u.a. Tabelle anlegen:

Feld Bemerkung
Code Eindeutiges aussagekräftiges Kürzel
Beschreibung Beschreibung der Hierarchieart
Standard Standard Hierarchieart
Ursprung Tabellenname Debitor / Kreditor oder Kontakt

Hierarchie zuweisen#

Um die Hierarchie eines Debitors anzupassen, rufen Sie sich zunächst über die Anwendersuche die Debitoren-Übersicht auf. Anschließend wählen Sie den gewünschten Debitor aus und rufen sich die Debitoren-Karte auf.

Für das Festlegen einer Top-Down Hierarchie:

Über das Menüband wählen Sie Zugehörig – Debitor - Hierarchie - Zugehörige Debitoren aus, um die Hierarchiebeziehungen-Karte aufzurufen.

Überprüfen Sie im geöffneten Formular ob der Hierarchieartenfilter korrekt ist.

In der Tabelle geben Sie im Feld „Wert“ die Debitorennummer ein oder wählen mit Klick auf […] Auswahl aus der Liste der Debitoren.

Klicken Sie in die nächste Zeile und wiederholen die Eingabe, um eine weitere Beziehung zuzuweisen.

Für das Festlegen einer Bottom-Up Hierarchie:

Über das Menüband wählen Sie Zugehörig – Debitor - Hierarchie - Gehört zu Debitoren aus, um die Hierarchiebeziehungen-Karte aufzurufen.

Überprüfen Sie im geöffneten Formular ob der Hierarchieartenfilter korrekt ist.

In der Tabelle geben Sie im Feld Wert die Debitorennummer ein oder wählen mit Klick auf […] Auswahl aus der Liste der Debitoren.

Klicken Sie in die nächste Zeile und wiederholen die Eingabe, um eine weitere Beziehung zuzuweisen.

Hierarchie anzeigen#

Um die Hierarchien eines Debitors anzuzeigen, öffnen Sie zunächst die gewünschte Debitoren-Karten. Über das Menüband – Zugehörig – Debitor – Hierarchieverwendung können Sie die Hierarchie aufrufen.

Wählen Sie die Verwendungsmethode

  • Zugehörige Datensätze (Top-Down

  • Gehört zu (Bottom-Up)

Klicken Sie anschließend auf Berechnen.

Die Hierarchie wird Ihnen angezeigt

Über Verwalten -> Alle aufklappen/Alle zusammenklappen können komplexe Strukturen schnell übersichtlich dargestellt werden.

Besondere Hinweise#

Bemerkungen für Debitoren und Artikel können über einen Code als „Besonderer Hinweis“ markiert werden. In den Verkaufsbelegen werden diese Bemerkungen dann direkt in der Infobox dargestellt.

Einrichtung#

In der Debitoren & Verkauf Einrichtung können Sie auf dem Inforegister „Allgemein“ im Feld „Code für besondere Hinweise" ein Code hinterlegt, der „besondere Hinweise“ von „normalen“ Bemerkungen unterscheidet. Dabei ist darauf zu achten, dass dieser Code unterschiedlich für Einkaufs- und Verkaufshinweise hinterlegt werden kann und ggf. dazu führt, dass ein Hinweis nur im jeweiligen Bereich angezeigt wird.

AnwenderInnen können für Debitoren und Artikel in deren Bemerkungen im standardmäßig vorhandenen Feld "Code" einzelne Bemerkungszeilen als besondere Bemerkungen kennzeichnen, indem er den gleichen Code der in der Verkaufseinrichtung als „Code für besondere Hinweise“ hinterlegt ist, zuweist.

Darstellung in Prozessen#

Besondere Hinweise werden angezeigt in:

  • Verkaufsangebot,
  • Verkaufsauftrag
  • Verkaufsrechnung

Die Anzeige erfolgt jeweils in der Infobox Verkauf Beleginformationen des Belegkopfes für die besonderen Hinweise der Debitoren. Die Hinweise werden automatisch angezeigt, immer wenn der Debitor gewählt wird bzw. beim Blättern innerhalb des Fensters zwischen den Belegen.

Die Hinweise zu Artikeln werden in der Infobox Verkauf Belegzeileninformationen der Belegzeilen angezeigt. Die Anzeige erfolgt für den in den Zeilen verwendeten Artikel automatisch immer dann, wenn der Artikel gewählt wird bzw. beim Blättern innerhalb der Zeilen des Beleges.

Verkaufsauftragsarten#

Die Vielfalt der Art von Belegen, im Vertrieb, reicht von der Angebotserstellung für neue Erzeugnissen oder Dienstleistung, Verkauf von Umbauten bis hin zum Ersatzteilverkauf oder Dienstleistung. Um hier eine Zuordnung der Belege in all diese Varianten tätigen zu können gibt es die „Auftragsart“.

In KUMAVISION base365 (BOOSTER) können Sie manuell verschiedene Auftragsarten definieren und in den Belegen Angebot, Auftrag, Lieferschein und Rechnung zuordnen.

Verkaufsauftragsart Einrichtung#

Um eine neue Verkaufsauftragsart anzulegen, rufen Sie sich diese zunächst über die Anwendersuche auf.

Anschließend öffnet sich die Verkaufsauftragsarten-Übersicht, auf der Sie über den Menüpunkt „Neu“ eine neue Auftragsart mit Hilfe der u.a. Tabelle anlegen und definieren können.

Feld Bemerkung
Code Eindeutiges aussagekräftiges Kürzel der jeweiligen Verkaufsauftragsart
Beschreibung Beschreibung der Verkaufsauftragsart
Mindest-DB% Angabe in %. Zur Prüfung auf den Deckungsbeitrag in den Prozessen (VK-Auftrag).
Standard Standard Verkaufsauftragsart
Hinweis auf erfasste Aufträge Hinweis bei Auftragserfassung
Sollte bereits ein Auftrag mit derselben Kombination (Auftragsart / Debitor / Artikel) im System vorhanden sein, erscheint eine entsprechende Hinweismeldung.

Zuweisung von Dimensionen zu einer Verkaufsauftragsart#

In der Verkaufsauftragsarten-Übersicht haben Sie die Möglichkeit, einer Verkaufsauftragsart eine Reihe von Dimensionseinstellungen zu zuweisen.

Hierzu wählen Sie […] – Zugehörig – Verkaufsauftragsart - Dimensionen aus.

Über die Menüauswahl „Dimensionen“ stehen Ihnen die Funktionen „Zuordnung für aktuellen Datensatz“ und/oder „Zuordnung für markierte Datensätze“ für die Dimensionszuordnen zur Verfügung.

Die Vorgabedimensionen-Karte öffnet sich, auf der Sie die Zuweisung mit Hilfe der u.a. Tabelle vornehmen können:

Feld Bemerkung
Dimensionscode Gibt den Code für die Vorgabedimension an – eine Auswahl aus der Tabelle Dimensionen Übersicht ist hier möglich
Dimensionswertcode Gibt den Dimensionswertcode an, der als Vorgabedimension vorgeschlagen wird – eine Auswahl aus der Tabelle Dimensionswerteübersicht ist hier möglich
Dimensionswertbuchung Gibt an, wie Vorgabedimensionen und deren Werte verwendet werden sollen.
Auswahl zwischen:
• Code notwendig
• Gleicher Code
• Kein Code

Berichtsauswahl nach Verkaufsauftragsart#

Neben der Verwendung der Auftragsarten als Unterscheidungskriterium und der Vorbelegung von Dimensionen können je Auftragsart unterschiedliche Ausdrucke gesteuert werden. Dazu kann in der Berichtsauswahl des Verkaufes neben der Auswahl des eigentlichen Beleges auch die Verkaufsauftragsart gewählt werden, um dann entsprechend unterschiedliche Reports hinterlegen zu können, z.B. andere Auftragsbestätigungen für Ersatzteilaufträge.

Hierzu rufen Sie sich zunächst die „Berichtsauswahl – Verkauf“ über die Anwendersuche auf.

Über die „Verwendung“ können Sie zunächst definieren, für welchen Beleg Sie Ihre Einrichtungen vornehmen wollen.

Neben der Auswahl des eigentlichen Belegs in den Zeilen über das Feld „Berichts-ID“ haben Sie über den Menüpunkt „Berichtsauswahl Auftragsarten“ die Möglichkeit, entsprechend der jeweiligen Verkaufsauftragsart unterschiedliche Reports zu hinterlegen.

Wie bereits im Standard der Berichtsauswahl ist es auch in Verbindung mit Auftragsarten möglich mehrere Berichte in einer definierten Reihenfolge zu hinterlegen.

Auftragseingangsstatistik (AE)#

Bei mittleren und größeren Unternehmen ist der Auftragseingang oft eine wichtige Kennzahl zur Steuerung des Unternehmens. Der Auftragsbestand stellt dabei den Wert in Form von Aufträgen und ungebuchten Rechnungen abzgl. Reklamationen und ungebuchten Gutschriften dar (der Umsatz entsteht oft deutlich später).

Der Auftragseingang ist dabei eine Kennzahl auf dem Zeitstrahl und kann sich durch jede Änderung an den Belegen mit ändern.

Gerade das rückwirkende Ermitteln des Auftragseingangs aus den gebuchten Belegen und den noch offen Restbeträgen aus den ungebuchten Belegen ist sehr schwierig bzw. bei Änderung nicht mehr möglich. Für konkrete Management-Aussagen ist dies jedoch entscheidend.

Die Verwaltung von Auftragseingang dokumentiert die Änderungen des Auftragseingangs in den folgenden Belegen des Verkaufs:

  • Auftrag
  • Reklamation
  • Rechnung (nur Zeilen die zu keinem Auftrag gehören)
  • Gutschriften (nur Zeilen, die zu keinem Auftrag gehören)

Dazu bildet das System „Auftragseingangsposten“.

Abhängig von der Einstellung in der „Debitoren & Verkaufseinrichtung“ im Feld „Erstellungsdatum“ wird der Auftragseingangsposten auf das Auftragsdatum oder auf das Arbeitsdatum erstellt.

Zusätzlich kann in der Einrichtung definiert werden, welches Datum als Grundlage für die Änderung des Auftragseingangs herangezogen werden soll. Änderungen entstehen immer dann, wenn der Auftrag bereits einmal freigegeben war und wieder für die Bearbeitung geöffnet wird.

Die Auftragseingangsposten werden in Aufträgen und Reklamationen beim Wechsel des Feldes „Status“ von „Offen“ auf „Freigegeben“ und von „Freigegeben auf „Offen“ (Statusänderung wird im Standard per Funktion ausgeführt) sowie beim Fakturieren der Belege und gegebenenfalls beim Löschen (bei nicht vollständiger Belegabarbeitung) erstellt.

Bei Rechnungen und Gutschriften erfolgt dies nur beim Buchen des Beleges, sofern die Zeilen nicht zu einem Auftrag oder zu einer Reklamation gehören.

Dabei gelten in Aufträgen und Reklamationen folgende Prinzipien:

  • Der Status Verkaufskopf ist nach dem Errichten noch offen, der Auftrag besitzt noch keine Auftragseingangsposten.
  • Der Status des Verkaufskopfs wird auf Freigegeben geändert:

Alle Verkaufszeilen werden vollständig in den Auftragseingangsposten abgebildet. Der noch nicht fakturierte Anteil der Verkaufszeilen wird mit dem in der Verkaufszeile hinterlegten Konditionen und Dimensionen in den Auftragseingangsposten abgebildet. (Der ggf. bereits fakturierte Anteil der Verkaufszeilen wurde beim Buchen der Fakturierung mit seinem tatsächlichen Wert und Dimensionen in den Auftragseingangsposten abgebildet.

Auftragseingang-Betrag des Belegs = Offener Betrag des Belegs + fakturierter Betrag des Beleges

Der Status Verkaufskopf wird von Freigegeben auf Offen zurückgesetzt:

Die Auftragseingangsposten spiegeln genau den fakturierten Anteil der Verkaufszeilen unter Beachtung seiner korrekten Zerlegung nach Dimensionen wider. Der noch nicht fakturierte Anteil der Verkaufszeilen wird mit dem in der Verkaufszeile hinterlegten Konditionen und Dimensionen in den Auftragseingangsposten negativ abgebildet und gleicht somit den Auftragseingangsposten der Freigabe aus.

Auftragseingang-Betrag des Belegs = Fakturierter Betrag des Belegs

Hinweis

Wird während des erneuten Öffnens des Beleges eine Auftragszeile in den für den Auftragseingang relevanten Feldern (Menge, Betrag, Dimensionen) nicht geändert, so wird – zur Vermeidung unnötiger Posten – das spätere erneute Freigeben des Beleges keine neuen Posten für die Auftragszeile erzeugt, sondern vielmehr den durch das Öffnen erzeugten Posten gelöscht. Dies gilt nur, wenn in der Debitoren & Verkaufseinrichtung „Verdichteter Auftragseingang bei Statuswechsel“ aktiviert ist.

Eigenlernfunktion Artikel-Referenz#

In vielen Fällen senden Kunden ihre Bestellungen an den Lieferanten unter Nennung ihrer eigenen Kundenartikelnummern. Diese Kundenartikelnummern können bei der Auftragserfassung im Feld „Referenznummer“ verwendet werden, sofern sie im Artikel- oder Debitorenstamm unter Referenznummern gepflegt sind. Um an dieser Stelle die Stammdatenpflege zu erleichtern, können diese Referenznummern in KUMAVISION base365 (BOOSTER) aus der Verkaufszeile heraus gepflegt bzw. angelegt werden.

Sollte eine Verkaufszeile beispielswese mit den Feldern

  • Art = Artikel
  • Nr. = Artikelnummer
  • Referenzen. = Kundenartikelnummer
  • Einheit = Artikelverkaufseinheit
  • Optional Variantencode

erfasst werden, legt das System automatisch einen Referenzeintrag zu diesem Artikel und diesem Debitor an.

Gibt es im System bereits einen Referenzeintrag für diesen Kunden und diese Artikelnummer, so erhalten AnwenderInnen die Abfrage, ob der vorhandene Referenzeintrag überschrieben werden soll.

Wird diese Meldung mit „Ja“ bestätigt, so wird der vorhandene Referenzeintrag überschrieben. Bei der Auswahl „Nein“, wird der Vorgang abgebrochen.

Verkaufszeile DB% und Einstandspreis#

Abweichend zu Microsoft Dynamics Business Central™ Standard, ist das Feld Einstandspreis (MW) in den Verkaufszeilen eines Verkaufsbeleges nicht mehr durch AnwenderInnen editierbar. Es wird gefüllt aus der Artikelkarte oder bei vorhandenen Lagerhaltungsdaten aus den Lagerhaltungsdaten.

In Verbindung mit dem Einstandspreis steht das Feld DB% der Verkaufszeile. Es wird in Microsoft Dynamics Business Central™ Standard nicht berechnet, sondern aus der Artikelkarte in die Verkaufszeile kopiert. Es wird auch bei Änderung der Preise und Rabatte einer Verkaufszeile nicht neu kalkuliert. In KUMAVISION base365 (BOOSTER) wird das Feld DB% berechnet anhand Einstandspreis (MW) und Verkaufspreis und –rabatt der Verkaufszeile und entspricht daher dem korrekten DB%.

Mindest-Deckungsbeitragsprüfung auf Zeilenebene#

Mindest-Deckungsbeiträge können pro Artikelkategorie und Artikel hinterlegt werden. Bei Unterschreitung des Mindest-Deckungsbeitrags in einem Verkaufsvorgang erhalten AnwenderInnen eine entsprechende Warnmeldung. Innerhalb dieses Dialoges wird AnwenderInnen der Minimal-Verkaufspreis angezeigt, mittels dem der Mindest-DB (Deckungsbeitrag) erreicht werden würde.

Nur ausgewählte BenutzerInnen mit spezieller Berechtigung können den Vorgang mit unterschrittenem Mindest-DB weiterverarbeiten. Hierfür wurde in der Benutzerberechtigung „Mindest-DB Unterschreitung erlaubt“ eingerichtet. Je nach Berechtigung wird ein Hinweis oder Fehlermeldung auf Unterschreitung Mindest-DB angezeigt.

Die Prüfung auf Mindest-DB erfolgt nach dieser Hierarchie:

  • Artikel
  • Artikelkategorie

Einrichtung#

Benutzer Einrichtung#

In der Benutzer Einrichtung kann pro BenutzerIn festgelegt werden, ob mit unterschrittenem Mindest-DB der Verkaufsvorgang weiterverarbeiten werden kann. Je nach Berechtigung der BenutzerInnen, wird ein Hinweis oder eine Fehlermeldung auf Unterschreitung Mindest-DB angezeigt.

Um diese Einrichtung vorzunehmen, rufen Sie sich über die Anwendersuche die „Benutzer Einrichtung“ auf. Aktivieren Sie das Feld „Mindest-DB Unterschreitung erlaubt“ auf der jeweiligen Benutzer Einrichtungs-Karte auf dem Inforegister „KUMAVISION“ sofern es BenutzerInnen eine Weiterverarbeitung bei einer Unterschreitung gestattet sein soll. BenutzerInnen erhalten in den Prozess eine Hinweismeldung im Falle eine Unterschreitung.

Ist der Schalter deaktiviert, so erhalten BenutzerInnen eine Fehlermeldung und eine Weiterverarbeitung ist nicht gestattet.

Pflege Mindest-Deckungsbeitrag#

Um die Mindest-Deckungsbeitragsprüfung auf Zeilenebene für den Verkaufsvorgang nutzen zu können, muss entweder der Mindest-DB auf der Artikel-Karte oder in der jeweiligen Artikelkategorie gepflegt werden.

Artikel-Karte#

Um den Mindest-Deckungsbeitrag auf der Artikel-Karte festzulegen, tragen Sie auf dem Inforegister „Preise und Verkauf“ in dem Feld „Mindest-DB%“ den Prozentwert ein, der mindestens bei jedem Verkaufsvorgang erzielt werden soll.

Artikelkategorie#

Für die Gruppierung des Deckungsbeitrages kann die Artikelkategorie verwendet werden. Jeder Artikel, der zur Artikelkategorie gehört, erhält den gleichen Mindest-Deckungsbeitragssatz. Um den Mindest-Deckungsbeitrag für Artikelkategorien festzulegen, tragen Sie in dem Feld „Mindest-DB%“ der jeweiligen Artikelkategorie den Prozentwert ein, der mindestens bei jedem Verkaufsvorgang erzielt werden soll.

Mindest-Deckungsbeitragsprüfung auf Belegebene#

Mindest-Deckungsbeiträge können neben der Prüfung auf Zeilenebene auch auf Belegebene geprüft werden.

Bei der Freigabe eines VK-Beleges wird geprüft, ob der gesamte Auftrag einen vorgegebenen Mindest-Deckungsbeitrag unterschreitet. Analog der Prüfung auf Zeilenebene können nur ausgewählte BenutzerInnen den Mindest-Deckungsbeitrag unterschreiten.

Hierfür wurde in der Benutzer Einrichtung „Mindest-DB Unterschreitung erlaubt“ eingerichtet. Die Freigabe Berechtigung für Beleg oder Zeilen Mindest-DB Unterschreitung ist nicht getrennt einrichtbar.

Die Prüfung auf Mindest-DB auf Belegebene erfolgt nachfolgender Hierarchie:

  • Debitor
  • Verkaufsauftragsart
  • Debitoren & Verkaufseinrichtung

Mit dieser Hierarchie werden im Verkaufsbeleg die Daten überprüft, und der Mindest DB für den VK-Beleg gesetzt, der zuerst in dieser Reihenfolge gefunden wird.

Einrichtung#

Debitoren & Verkauf Einrichtung#

Die Einrichtung eines allgemein gültigen Mindest Deckungsbeitrags für Verkaufsbelege erfolgt in der Debitoren & Verkauf Einrichtung.

Hierzu rufen Sie sich diese zunächst über die Anwendersuche auf. Auf dem Inforegister „KUMAVISION“ in dem Feld „Mindest-DB %“ können Sie den prozentualen gewünschten Mindest Deckungsbeitrag für die Verkaufsbelege festlegen.

Verkaufsauftragsart#

In der Verkaufsauftragsart wird der Mindest DB % im gleichnamigen Feld hinterlegt.

Debitor#

Auf dem Debitor kann der Mindest-DB % für VK-Belege im Inforegister „Fakturierung“ hinterlegt werden.

Prozess#

Wird ein Verkaufs-Beleg für einen Debitor erfasst, und ein Mindest-DB für Belege ist hinterlegt, so erhält bei Unterschreitung dieses Satzes in einem Verkaufsvorgang BenutzerInnen eine entsprechende Warnmeldung.

Innerhalb dieses Dialoges wird der Mindest DB angezeigt, der erreicht werden muss, und welcher DB der Beleg aktuell aufweist.

Nur ausgewählte BenutzerInnen mit spezieller Berechtigung können den Vorgang mit unterschrittenem Mindest-DB weiterverarbeiten. Hierfür wurde in der Benutzer Einrichtung das Feld „Mindest-DB Unterschreitung erlaubt“ eingerichtet.

Je nach Berechtigung wird ein Hinweis oder Fehlermeldung auf Unterschreitung Mindest-DB angezeigt.

Die Prüfung auf den Mindest-DB wird angestoßen durch die Freigabe des Beleges. Wird ein Beleg nicht manuell freigegeben, wird auch nicht auf den Mindest-DB auf Belegebene geprüft, z.B. beim Erstellen einer Vorauszahlungsrechnung ohne vorherige Freigabe.

Archiv#

Um für die Belege die Unterschreitung von Mindest-DBs auf Belegebene nachzuverfolgen gibt es ein sog. Freigabearchiv am Beleg. Aufzurufen über das Menüband Navigate/Freigabearchiv

Hierüber kann im Detail nachvollzogen werden, wer zu welchem Zeitpunkt einen Auftrag mit Unterschreitung des Mindest-DBs freigegeben hat.

Zusätzlich wird diese Information auch in der Infobox Verkauf Beleginformationen angezeigt. Hier erhalten BenutzerInnen auch Informationen darüber, wie hoch der Mindest DB sein muss und woher diese Vorgabe kommt.

Hinweis

Gibt es in einem Beleg sowohl Mindest-DB Unterschreitungen auf Zeilenebene als auch Belegebene, wird nur die Unterschreitung auf Belegebene mitgeloggt. Implizit sind dann auch die Zeilen-Unterschreitungen mit freigegeben.

Anzeige von Informationen zum Deckungsbeitrag in der Infobox der Belegzeilen#

Infobox „VK-Zeile Deckungsbeitragdetails“#

In der Infobox „VK-Zeile Deckungsbeitragdetails“ werden Ihnen Daten zum Deckungsbeitrag zu dem jeweiligen Debitor in Bezug auf den entsprechenden Artikel angezeigt. Folgende Daten können auf Zeilenebene in der Infobox dargestellt werden:

  • Nr. (Artikelnummer)
  • Zeilenbetrag (MW)
  • Zeilenbetrag (MW) ohne MwSt.
  • Einstandspreis (MW)
  • Einstandsbetrag (MW)
  • Deckungsbeitrag (MW)
  • DB %
  • Min. DB %
  • Minimum DB Herkunft
  • Unterdeckung freigegeben  

Infobox „Verkauf Beleginformationen“#

In der Infobox „Verkauf Beleginformationen“ werden Ihnen Daten auf Belegebene zum Deckungsbeitrag zu dem jeweiligen Debitor in Bezug auf den gesamten Auftrag angezeigt. Folgende Daten können auf Belegebene in der Infobox dargestellt werden:

  • Vortext
  • Nachtext
  • Verk. an Deb. Hinweis
  • Rech. an Deb. Letzter VK
  • Deckungsbeitrag
  • DB %
  • Mindest-DB %
  • Mindest-DB Quelle
  • DB-Unterschreit. freigegeben durch

Infobox „Verkaufshistorie für Verkauf an Debitor“#

In der Infobox „Verkaufshistorie für Verkauf an Debitor“ wird Ihnen die Debitorenverkaufshistorie mit der Anzahl der Belege angezeigt, die aktuell im System vorhandenen sind. Der Datumsfilter schränkt die Anzahl der Belege ein, die bei Klick auf die jeweilige Anzahl direkt eingesehen werden können.

Die Einrichtung des Datumsfilters erfolgt über die Debitoren & Verkauf Einrichtung. Hierzu rufen Sie sich diese zunächst über die Anwendersuche auf.

In dem Inforegister „Archivierung“ können Sie in dem Feld „Datumsformel Verkaufshistorie“ die gewünschte Formel z.B. -1J angeben.

In der Infobox wird immer ab dem aktuellen Datum für die Dauer der Datumsformel zurück gerechnet.

Klicken Sie in der Infobox z.B. auf die Anzahl der Aufträge, wird die Debitorenverkaufshistorie-Karte geöffnet.

Das Karte untergliedert sich in 3 Bereiche:

Filter:
Im Filterbereich werden die aktuell angewendeten Filter für die weiter unten angezeigten Daten eingestellt. Sie können direkt von hier aus die Dokumentenauswahl ändern und z.B. von Aufträgen in gebuchte Rechnungen wechseln.

Anzahl Belege:
Zeigt die Anzahl der gesamthaft im System vorhandenen jeweiligen VK-Belege an.

Debitor Verkaufshistorie:
In diesem Bereich werden alle Belege mit Nummer und allen Zeilen im Detail gelistet. Haben Sie das Fenster aus einem VK-Beleg heraus geöffnet, können Sie mit der Zeilenfunktion „In Beleg kopieren“ markierte Zeilen direkt in ihren aktuellen VK-Beleg kopieren. Alternativ können Sie mit der Zeilenfunktion „Beleg Anzeigen“ die Belege in Microsoft Dynamics Business Central™ öffnen.

Buchungsdaten nachtragen#

Mit der Funktion „Buchungsdaten nachtragen“ können Sie in bereits gelieferten, aber noch nicht fakturierten Verkaufsaufträgen die Buchungsdaten nachträglich korrigieren.

Hierzu nehmen Sie in den entsprechenden Beleg Ihre Korrekturen vor und führen die Funktion „Buchungsdaten nachtragen“ im Menüband aus.

Mit Ausführen der Funktion erfolgt für alle Verkaufsauftragszeilen die bereits geliefert, aber noch nicht fakturiert wurden eine Übertragung der Felder aus dem offenen Beleg in die gebuchte Lieferung und die damit verbundenen Artikel-, Sach- und Wertposten.

Bei der Übertragung werden folgenden Felder berücksichtigt:

  • Geschäftsbuchungsgruppe
  • MwSt.-Geschäftsbuchungsgruppe
  • Produktbuchungsgruppe
  • MwSt.-Produktbuchungsgruppe
  • Dimensionssatz-ID
  • Globaler Dimensionscode 1
  • Globaler Dimensionscode 2

Erstellung von Angeboten an Kontakte#

Um Angebote an Interessenten, also Kontakte ohne Debitoren-Zuordnung zu erstellen, können diese unter Benutzung einer Debitorenvorlage erfasst werden.

Debitorenvorlagen werden im Bereich Finanzbuchhaltung erstellt.

Um ein Angebot an einen Interessenten zu erstellen, wird die Funktion „Angebot erstellen“ im Aktionsbereich angewählt. Es wird mit den Daten des Kontakts ein Angebot gezogen und direkt geöffnet. An dieser Stelle kann im Feld „Verk. an Deb.-Vorlagencode“ eine Vorlage ausgewählt werden. Diese wird in das Angebot übernommen.

Das Angebot kann auch ohne Anlage eines Debitors erstellt werden. In diesem Fall muss der Debitor erst bei Umwandlung in einen Auftrag angelegt werden.

Außerdem können Angebote an Kontakte in KUMAVISION base365 (BOOSTER) erstellt und freigegeben werden, ohne dass ein Debitor erstellt werden muss.

Rahmenauftragsverwaltung#

Im Standard Microsoft Dynamics Business Central™ können Aufträge direkt aus einem Rahmenauftrag abgerufen werden. Dies ist auch in Teilmengen möglich. Sehr unkomfortabel dabei ist allerdings, dass in den Auftrag immer alle Rahmenauftragszeilen übertragen werden. Besteht jetzt ein Rahmenauftrag aus vielen Zeilen und nur bei zwei Zeilen ist die Abrufmenge <> 0, findet man diese Zeilen im Auftrag zwischen all den Zeilen schwer. Oder der/die BenutzerIn muss anschließend die unnötigen Zeilen wieder löschen.

Im Standard werden bei der Übertragung die Preise aus dem Rahmenauftrag übernommen. Wird die Menge aber anschließend nochmal im Auftrag verändert, erfolgt die normale Preisberechnung und der Preis kann sich ändern. Dies ist in der Praxis allerdings nicht gewünscht, da der Preis durch den Rahmenauftrag fixiert ist. Siehe hierzu auch Abschnitt „Preisherkunft“.

Entgegen dem Standard werden durch diese Funktionalität nur jene Zeilen in einen Auftrag abgerufen, welche durch entsprechende Mengeneingabe in Zu Liefern gekennzeichnet sind. Die Verkaufspreisfindung im erstellen Auftrag wird dabei auf Rahmenauftrag gesetzt, damit bei einer Mengenänderung keine erneute Preisfindung durchgeführt wird. Bei der Artikelerfassung in einem Angebot bzw. Auftrag erfolgt ein Hinweis, wenn es bereits einen Rahmenauftrag für den Artikel und Debitoren gibt.

Zuordnung Rahmenauftrag in Verkaufsauftrag#

Um nach der Meldung im Verkaufsauftrag, dass für den Debitor Rahmenauftragszeilen vorhanden sind, diese dem neuen Auftrag zuzuordnen, wird in der Verkaufszeile in der Spalte Rahmenauftragsnr. die betreffende Rahmenauftragsnr. eingetragen. Sie erhalten eine Abfrage, ob der VK-Preis und Zeilenrabatt % aus der Rahmenauftragszeile übernommen werden sollen.

Bei einer Bestätigung mit Ja, werden die entsprechenden Konditionen übertragen. Bei Bestätigung mit Nein wird der Preis dieser Zeile so wie im Auftrag eingetragen beibehalten.

Zur besseren Nachverfolgbarkeit für AnwenderInnen, wird im Rahmenauftrag selbst angezeigt, welche Mengen bereits in Aufträge abgerufen wurden. Die Restmenge des Rahmenauftrags, die noch abgerufen werden kann, wird ebenfalls im Rahmenauftrag angezeigt. Hierzu wurden die Felder Menge in Auftrag und Restmenge abzgl. Auftrag im Rahmenauftrag angelegt.

Dies ist notwendig, da der Microsoft Dynamics Business Central™ Standard die Menge geliefert erst dann setzt, sobald die VK-Lieferung des zugehörigen Auftrags gebucht ist.

Wird versucht über den Auftrag eine höhere Menge aus dem Rahmenauftrag abzurufen, als in der Restmenge abzgl.

Auftrag vorhanden ist, erscheint eine entsprechende Fehlermeldung:

Rahmenvereinbarungen#

Neben Rahmenaufträge, die immer eindeutig Debitor bezogen sind, gibt es in KUMAVISION base365 (BOOSTER) auch die sogenannten Blockaufträge.

Im Gegensatz zu den Rahmenaufträgen können mehrere Debitoren auf eine gemeinsame Rahmenvereinbarung abrufen. Zu beachten ist hier, dass die Debitoren über eine Hierarchieart miteinander verbunden sind, und die Rahmenvereinbarung für den Debitoren und ihm untergeordnete Debitoren gilt. Die Rahmenvereinbarungen sind nicht bedarfsrelevant, werden also in den Bestell- bzw. Planungsarbeitsblättern nicht berücksichtigt. Erst sobald auf eine solche Rahmenvereinbarung abgerufen wird, ist der daraus entstehende Verkaufsauftrag ein Bedarfsverursacher. Die Bevorratung im Lager muss somit über die Planungsparameter oder eine zusätzliche Absatzplanung für diese Artikel gesteuert werden.

Einrichtung#

Um die Funktion der Rahmenvereinbarung nutzen zu können, sind einige Einrichtungen notwendig. Rufen Sie sich hierzu zunächst über die Anwendersuche die Debitoren & Verkauf Einr. auf.

Nummernserie#

Für die Rahmenvereinbarungen ist es notwendig, eine Nummernserie zu hinterlegen. Hierzu tragen Sie die für die Rahmenvereinbarungen Nummernserie im gleichnamigen Feld im Inforegister „Nummernserien“ ein.

Sollten Sie zuvor keine Nummernserie für die Rahmenvereinbarungen definiert haben, können Sie dies über das Feld – aus vollständiger Liste anzeigen, nachholen und im Nachhinein zuweisen.

Hierarchieartencode#

Im Inforegister „KUMAVISION“ haben Sie die Möglichkeit, den Hierarchieartencode für die Rahmenvereinbarungen in dem Feld „Rahmenvereinb. Hierarchieart“ zu definieren.

Hinweis

Nur mit dieser Hierarchieart verbundene Debitoren können auf die Rahmenver-einbarungen abrufen.

Rahmenvereinbarung erstellen#

Um eine neue Rahmenvereinbarung im System anzulegen, rufen Sie sich zunächst über die Anwendersuche die Rahmenvereinbarungen auf.

Über „Neu“ im Menüband können Sie eine neue Rahmenvereinbarung erstellen.

Nach Öffnen der neuen Rahmenvereinbarungs-Karte, wird durch klicken in das Feld „Debitorennr.“ vom System automatisch eine neue Rahmenvereinbarungsnummer aus der hinterlegten Nummernserie vergeben. Andernfalls kann diese manuell durch die AnwenderInnen mittels einer individuellen Kennung geändert werden.

Wählen Sie nun in dem Feld „Debitorennr“ den gewünschten Debitor aus, für den die Rahmenvereinbarung seine Gültigkeit hat.

Sollte die Rahmenvereinbarung für mehrere Debitoren gelten, dann muss die Rahmenvereinbarung auf den Hauptdebitor ausgestellt werden. Die zugehörigen Debitoren müssen über die Hierarchieart mit dem Hauptdebitor verknüpft sein. In den Feldern „Beschreibung“ und „Beschreibung 2“ kann ein Freitext zur internen Beschreibung der Rahmenvereinbarung eingegeben werden.

In den Feldern „Gültig von“ und „Gültig“ bis wird die Gültigkeitsdauer der Vereinbarung festgelegt.

Anschließend werden die Zeilen der Vereinbarung erfasst. Die Rahmenvereinbarung berücksichtigt ggf. Listings, die an dem / den Debitoren hinterlegt sind.

In den Zeilen wird pro Artikel die Menge gesamthaft hinterlegt, die über den Gültigkeitszeitraum von allen Debitoren abgerufen werden kann. Alternativ zu einem definierten Artikel kann auch eine Artikelpreisgruppe erfasst werden. In Aufträgen wird dann der jeweilige genaue Artikel aus dieser Artikelpreisgruppe abgerufen.

In den Rahmenvereinbarungszeilen werden Preise und Rabatte vorgegeben. Diese sind immer Nettopreise, da die Funktion von Rahmenvereinbarungen nur im B2B Geschäft benötigt wird. Preise inkl. MwSt. werden standardmäßig nur im Einzelhandel und damit im Endkundengeschäft benötigt, wo es jedoch nicht zu Rahmenvereinbarungen kommt.

Nach Abschluss der Erfassung kann die Rahmenvereinbarung über die Aktion Freigeben im Menüband freigegeben und über die Aktion Bestätigung gedruckt werden.

Abruf von Rahmenvereinbarungen#

Rahmenvereinbarungen werden aus einem Auftrag bzw. Angebot heraus abgerufen.

Dazu wird der betreffende Artikel in einem Auftrag bzw. Angebot eingetragen. AnwenderInnen erhalten einen Hinweis, dass hierfür eine Rahmenvereinbarung existiert und diese abgerufen werden kann.

Wird die Rahmenvereinbarung in der VK-Belegzeile eingetragen, werden Preis und Rabatt aus der Rahmenvereinbarung im VK-Beleg aktualisiert.

Aus der Rahmenvereinbarung heraus kann eingesehen werden, in welchen VK-Belegen aktuell Mengen abgerufen sind oder bereits abgerufen wurden. Dazu wird die Zeilenfunktion Auftragszeilen, Rechnungszeilen, etc. aufgerufen.

Nach Ablauf kann eine Rahmenvereinbarung beendet werden. Sie wird dann aus der Liste der aktuellen Rahmenvereinbarungen gelöscht und in das Archiv beendete Rahmenvereinbarungen geschrieben. Dazu wird die Funktion Beenden im Menüband Aktionen in der Rahmenvereinbarung aufgerufen.

Dieser Vorgang kann nicht rückgängig gemacht werden. Jedoch kann über die Funktion „Rahmenvereinbarung kopieren“ eine beendete Rahmenvereinbarung in eine neue Rahmenvereinbarung kopiert werden. Dabei kann inklusive Kopf und Zeilen oder selektiv kopiert werden (analog der Funktion Beleg kopieren aus dem Verkaufsbereich).

Provisionsmanagement#

Grundlegendes#

Grundlage des Provisionsmanagements bilden die gebuchten Verkaufsbelege (Rechnungen und Gutschriften). Nur Verkäufe, die im Belegfluss letztendlich in einem gebuchten Verkaufsbeleg enden, nehmen somit an der Provisionsabrechnung teil. (Nicht berücksichtigt werden zum Beispiel Verkäufe die manuell als Rechnung in FiBu-Buchblättern erfasst und gebucht werden).

Mittelpunkt einer Provisionsabrechnung ist die Standard-Tabelle Verkäufer / Einkäufer. Es ist möglich sowohl einen ersten und als auch einen zweiten Verkäufer direkt aus den Debitoren zu vererben, oder diese Felder vor dem Buchen in den noch nicht gebuchten Belegen anzupassen.

Ist nur ein Feld mit einem Wert gefüllt, so wird die Logik des Provisionsmanagements nur für diesen/dieser VerkäuferIn ausgeführt. Sind beide Verkäufer eingetragen, so wird sie für jeden berechnet. Es bestehen dabei keine gegenseitigen Beeinflussungen der Provisionsabrechnungen zwischen den beiden VerkäuferInnen.

Der Verkäufercode gilt für alle Zeilen eines Verkaufsbeleges gemeinsam. Er wird im ungebuchten Beleg nicht in den Zeilen wiederholt.

Darüber hinaus lässt sich mit Hilfe der verschiedenen Einrichtungsmöglichkeiten die Provisionen in Abhängigkeit von Debitoren, Debitorengruppen oder auch Produkte und Produktgruppen sowie Zuständigkeitseinheiten setzen. Als Berechnungsbasis können zum einen Netto- oder Bruttobeträge oder zum anderen Deckungsbeiträgen genutzt werden.

Durch diese verschiedenen Einrichtungskonstellationen ist die Provisionsregelungen flexibel einsetzbar.

Hinweis

Nur wenn die Felder (Verkäufercode 1 und ggf. Verkäufercode 2) in den gebuchten Verkaufsbelegen gefüllt sind, findet eine Provisionsberechnung statt. Soll im Einzelfall keine Provision erfolgen, können diese Felder manuell geleert werden.

Einrichtung#

Verkäufer#

Jede/r VerkäuferIn muss in der Tabelle Verkäufer/Einkäufer angelegt werden. Diese VerkäuferInnen werden anschließend bei Debitorenanlage auf dem Inforegister „Provision“ in den Feldern Verkäufercode bzw. Verkäufercode 2 zugewiesen.

Provisionsgruppen#

Mit Hilfe von Provisionsgruppen können sowohl Kunden als auch Produkte gruppiert und gesondert provisioniert werden.

Diese Einordnung in Provisionsgruppen vererbt sich im Verkaufsprozess in die gebuchten Belege.

Debitorenprovisionsgruppen#

In der Tabelle Debitor-Provisionsgruppen können Codes und entsprechende Beschreibungen vergeben werden. Diese Codes lassen sich anschließend in den Debitoren unter dem Register Provision hinterlegen.

Produktprovisionsgruppen#

Analog zu der Gruppierung der Debitoren können Artikel in der Tabelle Produktprovisionsgruppe frei gruppiert werden. Die eingerichteten Gruppen können in der Artikelkarte unter dem Register Preise und Verkauf ausgewählt werden.

Jedem Sachkonto, Artikel, Ressource, Anlage und Artikelzuschlag kann (im Feld der jeweiligen Tabelle) eine Produktprovisionsgruppe zugeordnet werden, um auch hier eine Standardisierung zu erreichen.  

Provisionssätze#

In den Provisionssätzen werden die geltenden Provisionen der VerkäuferInnen geregelt. Hier können verschiedene Einordnungen miteinander kombiniert werden. Über diese Angaben werden zu den gebuchten Belegzeilen die gültigen zutreffenden Provisionssätze ermittelt.

Feld Beschreibung
Verkäufer Prov.-Art Für welchen Verkäufer (Verkäufer, Verkäufer 2, Alle Verkäufer) soll der Provisionssatz gelten.
Verkäufer Code Hier wird der entsprechende Verkäufercode eingetragen.
Debitor Prov.-Art Mit der Debitor Prov.-Art wird bestimmt, ob die Verkäuferprovision in Abhängigkeit von allen Debitoren, einer Debitorengruppe oder einem bestimmten Debitor steht. Bei den letzten beiden Varianten muss zwingend die nachfolgende Spalte ‚Debitor Code‘ ausgefüllt werden.
Debitor Code s.o.
Produkt Prov.-Art Analog zu der Debitoren Prov.-Art wird mithilfe der Produkt Prov.-Art die Abhängigkeit der Provision von Artikeln, Sachkonten, Ressourcen, Anlagen, Artikeln (Zu/Abschlag), Produktprovisionsgruppen oder zu allen Produkten geregelt.
Produkt Code Bei allen zur Verfügung stehenden Produkt Prov.-Arten muss hier der entsprechende Code ausgefüllt werden. Gibt es keine spezielle Regelung, d. h. alle Produkte werden vergütet, bleibt dieses Feld leer.
Zuständigkeitseinheit Angabe einer möglichen Zuständigkeitseinheit für den jeweiligen Provisionssatz.

In dem Lauf der Provisionsberecnung werden anschließend die Zuständigkeitseinheiten für die Berechnung mit berücksichtigt
Startdatum / Enddatum Zusätzlich zu den bereits aufgeführten Feldern wird das Feld Startdatum hinterlegt, welches zusammen mit einem Feld Enddatum die Gültigkeit der Matrixzeile weiter einschränkt.
Berechnungsbasis Hier wird die Basis der Provisionsberechnung ausgewählt. Zur Verfügung stehen die folgenden Optionen:
• Bruttobetrag (Basis ist der Bruttobetrag - inkl. MwSt. - der gebuchten Belegzeile in MW)
• Nettobetrag (Basis ist der Nettobetrag der gebuchten Belegzeile)
• DB ursprünglich (Basis ist der ursprüngliche DB der gebuchten Belegzeile)
• DB reguliert (Basis ist der regulierte DB der gebuchten Belegzeile)
Provision % Die Höhe der Provision in Prozent wird in der Spalte erfasst.
Beschreibung Diese Spalte bietet Platz für interne Erklärungen / Freitext.
Gesperrt Sollte ein Provisionssatz gesperrt werden, wird hier der Haken aktiviert.

Hierarchie Provisionssätze#

Soll nun eine gebuchte Verkaufsbelegzeile provisioniert werden, so werden zunächst alle gültigen Provisionssätze für die Daten der gebuchten Verkaufsbelegzeile ermittelt. Gelten für die Daten einer gebuchten Verkaufsbelegzeile mehrere Provisionssätze, so gilt für die Ermittlung des letztlich anzuwendenden Provisionssatzes folgendes:

  • Für alle 3 Einordnungen gilt unabhängig voneinander: Eine spezielle Regelung schlägt eine allgemeine Regelung (z.B. ein Eintrag für einen speziellen Debitor schlägt einen Eintrag für eine spezielle Debitorenprovisionsgruppe. Dieser wiederum hätte bereits einen Eintrag „Alle Debitoren“ geschlagen.
  • Existiert ein gültiger spezieller Eintrag für Produkte, so hat dieser eine höhere Priorität als ein spezieller Eintrag für Debitoren. Dieser wiederum hat eine höhere Priorität als ein spezieller Eintrag für einen Verkäufer.

Provisionssätze in Verbindung einer Zuständigkeitseinheit verhalten sich bei entsprechenden Kombinationstreffern folgendermaßen:

  • Wird keine Kombination VerkäuferIn und Zuständigkeitseinheit in den Provisionssätzen gefunden, wird die Kombination Alle Verkäufer/Zuständigkeitseinheit zur Berechnung herangezogen

  • Sollte die Kombination VerkäuferIn und Zuständigkeitseinheit in den Provisionssätzen gepflegt sein, wird der entsprechende Provisionssatz der Kombination (VerkäuferIn / Zuständigkeitseinheit) zur Berechnung herangezogen

  • Sollte spezifisch für VerkäuferIn keine Zuständigkeitseinheit hinterlegt worden sein, wird ebenso der spezifisch (Kombination VerkäuferIn / keine Zuständigkeitseinheit) hinterlegte Provisionssatz zur Berechnung herangezogen

Erstellung und Analyse#

Provisionsbuchblatt#

Provision buchen#

Auf Basis der gebuchten Belegzeilen kann periodisch mittels eines Buchblattes ein Vorschlag erstellt werden, welche Provisionen an welchen Verkäufer für welchen Beleg in welcher Höhe gezahlt werden soll.

Über ‚Provision aufbauen‘ im Menüband kann das Buchblatt zunächst gefüllt werden. Hierfür gibt es verschiedene Optionen:

  • Belegdatumfilter
  • Rechnungen / Gutschriften nur berücksichtigen, wenn Debitorenposten Status: hier kann zwischen geschlossen oder offen, offen und geschlossen gewählt werden. Dabei wird berücksichtig, ob bereits ein Zahlungseingang verbucht worden ist oder ob der Debitorenposten noch offen ist.
  • Abrechnung für: beide Verkäufercode, Verkäufer 1 oder Verkäufer 2

Zusätzlich muss das Buchungsdatum und ggf. eine Buchungsbeschreibung ausgewählt werden. Darüber hinaus können weitere Filter in Bezug auf den Verkäufer, auf den Kopf der Verkaufsrechnungen und auf den Kopf der Verkaufsgutschriften gesetzt werden.

Der Fülllauf analysiert alle gebuchten Belegzeilen mit einem Verkäufercode bei denen bisher keine Provision gebucht wurden, und ermittelt den gültigen Provisionssatz.

Mit der oben beschriebenen Logik der Provisionssätze können gleichzeitig verschiedene Provisionsvereinbarungen in unterschiedlichen Detailierungsgraden vereinbart werden. Dies hat wie bereits oben beschrieben zur Folge, dass aufgrund des flexiblen Systems unter Umständen mehrere Provisionssätze für einen Provisionsfall zutreffend sein können. Im unteren Bereich des Buchblattes wird die Anzahl der gültigen Provisionssätze angezeigt. Über den Lock-Up werden diese angezeigt. Es findet somit keine Summierung der gefundenen Provisionssätze statt.

Die Buchblattzeilen können manuell bearbeitet werden.

Anschließend werden durch das Buchen die sogenannten Provisionsposten gebildet. Zusätzlich wird in den gebuchten Rechnungszeilen pro Verkäufer ein Haken in der Spalte ‚Provision gebucht Verkäufer 1‘ (bzw. Verkäufer 2) gesetzt. Hierdurch wird verhindert, dass eine Provision doppelt erfolgen kann.  

Hinweis

Die Buchblattzeilen bilden nur einen Vorschlag und können von den AnwenderInnen gelöscht oder korrigiert werden. Wird eine Zeile gelöscht wird dieser Posten bei einem nächsten Fülllauf erneut abgerufen.

Provision stornieren#

Provisionsposten können storniert werden. Dazu wird in der Tabelle Provisionsposten die entsprechende Zeile markiert und die Funktion ‚Posten stornieren‘ im Menüband betätigt. Über eine gebuchte Rechnung – Zugehörig – Rechnung – Provisionsposten können diese ebenfalls storniert werden.

Das Stornieren bewirkt das Löschen des Hakens ‚Provision gebucht Verkäufer1‘ (bzw. Verkäufer 2) in den gebuchten Belegzeilen. Dadurch besteht die Möglichkeit zu einem späteren Zeitpunkt eine Provisionsabrechnung nochmals abzurufen und ggf. zu korrigieren.

Provisionsjournal#

Die erzeugten Provisionsposten können in Berichten ausgewertet werden. Die gedruckten Provisionsberichte bilden die firmeninterne Grundlage für die Abrechnung der Provision gegenüber dem Verkäufer (eine Weitergabe in Lohn oder Einkaufsbelege mit Verkäufer als Kreditor gehört nicht mehr zum Provisionsmanagement).

Hierzu bietet das Menü ‚Provision‘ verschiedene Berichte:

  • Provisionsjournal
  • Provisionsabrechnung (nach Provisionsgruppen)
  • Provisionsabrechnung (nach Beleg).

Das Provisionsjournal bildet lediglich die gebuchten Provisionsposten ab. Die Provisionsabrechnungen hingegeben zeigen die Provision pro Verkäufer auf. Die Provisionsabrechnung nach Provisionsgruppen gliedert darüber hinaus noch nach den Gruppen. Zur Erstellung können Filter auf die Posten vorgenommen werden – beispielsweise auf das Buchungsdatum und auf den Verkäufer.

Alternativzeilen in Angeboten#

In den Angeboten besteht die Möglichkeit, Zeilen als Alternativen zu kennzeichnen. Hierzu wählen Sie in der Artikelzeile in der Spalte „Alternative = Alternativ“ aus. Deren Preise sind in dem Gesamtpreis nicht enthalten und können im Ausdruck grafisch abweichend dargestellt werden.

Gültigkeitsdauer im Angebot#

Dieser Funktionsbereich erweitert den Standard dahingehend, dass in den Angeboten ein Gültigkeitsdatum eingetragen werden kann. Dieses Datum können Sie auf der Angebotskarte auf dem Inforegister „Allgemein“ in dem Feld „Gültig bis-Datum für Angebot“ manuell pflegen.

Oder es erfolgt eine automatische Berechnung des Gültigkeitsdatums. Um diese Funktionalität nutzen zu können, muss zwingend zusätzlich eine Gültigkeitsformel in der Debitoren & Verkauf Einrichtung in dem Feld „Angebot Gültigkeitsformel“ auf dem Inforegister „Allgemein“ hinterlegt worden sein.

Beim Wandeln des Angebotes in einen Auftrag wird anhand der hinterlegten Gültigkeitsformel auf Überschreitung der Gültigkeit hingewiesen. Das Angebot kann jedoch trotzdem in einen Auftrag gewandelt werden.  

Angebotsstatus#

Zusätzlich wurde eine Statusverwaltung für Angebote integriert, dadurch besteht die Möglichkeit, dass dem Angebot ein Angebotsstatus hinterlegt werden kann. Bei der Erstellung und beim Wandeln eines Angebotes in einen Auftrag kann ein definierter Status automatisch gesetzt (z.B. NEU oder AUFTRAG). Diese Einrichtung wird gesetzt unter „Angebot Status“.

Löschen und Archivieren von Angeboten#

Im Vertrieb werden häufig viele Angebote geschrieben, es resultiert aber (leider) nicht aus jedem Angebot auch ein Auftrag. Wenn die Angebote nicht zu einem Auftrag gewandelt werden, bleiben sie im System stehen und müssen manuell gelöscht werden. Um diese Arbeit zu erleichtern wurde in KUMAVISION base365 (BOOSTER) eine Stapelverarbeitung eingebaut, die erledigte Angebote löscht.

Den Aufruf „Abgelaufene Angebote löschen“ finden Sie in der Angebots-Übersicht im Menüband unter den Menüregister „Aktionen“ > „Angebot“.

Klicken Sie auf den Menüpunkt „Abgelaufene Verkaufsangebote löschen“. Es öffnet sich ein Abfragefenster. Hier geben Sie nun an, ob die Angebote, welche gelöscht werden, vorher automatisch archiviert werden sollen. Außerdem haben Sie die Möglichkeit mithilfe der Filterkriterien die zu löschenden Angebote einzugrenzen.

Zum Beispiel könnten Sie nur Angebote löschen, deren Gültigkeit abgelaufen ist. Zudem macht es unter Umständen Sinn, auf einen bestimmten Verkäufercode zu filtern. Wenn nun die Abfrage mit „OK“ bestätigt wird, erhalten Sie nochmals eine Abfrage, ob Sie die Angebote wirklich löschen möchten.

Diese bestätigen Sie mit „Ja“.

Hinweis

Damit nicht versehentlich alle Angebote gelöscht werden, ist ein Löschen ohne setzen eines Filters nicht möglich. Sie erhalten dann eine entsprechende Fehlermeldung.

Nullpositionen#

Grundsätzlich verhindert das System, dass unbeabsichtigt Aufträge mit einem Betrag von Null in einer Zeile fakturiert werden.

Durch die Verwendung der Nullpositionen kann dies umgangen werden. Ist eine Faktura trotzdem mit Null notwendig z.B.: bei Kulanz oder Garantie, können diese Zeilen entsprechend in dem Feld „Nullposition“ deklariert werden. Die Faktura ist dann möglich und statt dem Preis wird der Optionswert der Nullposition angedruckt.

Es können optional die in der Zeile vorhandenen Beträge beibehalten werden und automatisch ein Zeilenrabatt von 100% eingefügt werden oder die Beträge werden auf Null gesetzt. Eine entsprechende Abfrage zur Auswahl dieser Optionen erscheint.

Proforma Rechnung im Auftrag#

Speziell im Exportgeschäft besteht die Notwendigkeit vor erfolgter Lieferung dem Spediteur bzw. dem Kunden eine Proforma Rechnung zur Verfügung zu stellen. Zu diesem Zweck gibt es in KUMAVISION base365 (BOOSTER) im Auftrag die Möglichkeit eine solche zu drucken.

Einrichtung#

Debitoren & Verkauf Einrichtung#

Da eine Proforma Rechnung im Normalfall immer auch eine Nummer angedruckt bekommen muss, wird dies in der Debitoren & Verkauf Einrichtung gesteuert.

Hierzu rufen Sie sich die Debitoren & Verkauf Einrichtung über die Anwendersuche auf. Aktivieren Sie anschließend auf dem Inforegister den Schalter „Hole Rechnungsnr. bei Druck Proformarechnung“.

Berichtsauswahl Verkauf#

Zusätzlich muss in der Berichtsauswahl Verkauf für die Proformarechnung eine Berichts-ID gewählt werden.

Druck Proforma Rechnung#

Der Druck der Proforma Rechnung aus dem Auftrag heraus erfolgt über das Menüband „Aktionen“ > „Buchung“ > „Proforma Rechnung“.

Beim Druck einer Proformarechnung aus dem 'Verkaufsauftrag heraus wird die nächste zu verwendete Rechnungsnummer gezogen und ein „P“ angehängt. Diese Nummer ist dann in der Nummernserie verbraucht und kann nicht mehr für eine gebuchte Rechnung verwendet werden. Ansonsten ist die Proforma Rechnung eine Kopie der Auftragsbestätigung mit dem Unterschied, dass die Textbausteine mitgedruckt werden, die auch mit einer Rechnung gedruckt würden.

Verkaufsauftragsbestätigung "Geplante Lieferdatum" verwenden#

Mit Hilfe dieser Funktion können Sie steuern, ob das „Geplante Warenausgangsdatum“ oder das „Geplante Lieferdatum“ auf der Auftragsbestätigung angedruckt werden soll.

Die Festlegung erfolgt global in der Debitoren & Verkauf Einrichtung über das Feld „Geplantes Warenausgangsdatum oder Geplantes Lieferdatum drucken“ auf dem Inforegister „KUMAVISION“.

Hinweis auf Auftragsdublette#

Ähnlich wie der Hinweis auf vorhandene Angebote und Rahmenaufträge, kann auch für Aufträge ein Hinweis auf eine Auftragsdublette ausgegeben werden.

Einrichtung#

Debitoren & Verkauf Einrichtung#

Um diese Hinweise zu erhalten muss die Einrichtung Zeitraum Auftragsdubletten in der Debitoren & Verkauf Einrichtung gesetzt werden. Hierzu rufen Sie sich zunächst die Debitoren & Verkauf Einrichtung über die Anwendersuche auf. Über das Feld „Zeitraum Auftragsdubletten“ auf dem Inforegister „Allgemein“ wird der Zeitraum definiert, in dem vom Arbeitsdatum zurückgeschaut wird, ob für einen Kunden bereits derselbe Artikel in einem Auftrag erfasst wurde.

Verkaufsauftragsarten#

Die Meldung erscheint nur, wenn gleichzeitig mit Verkaufsauftragsarten gearbeitet wird. Hierzu muss in der Verkaufsauftragsart der Haken „Hinweis auf erfasste Aufträge“ gesetzt sein.

Auftragsdublettenprüfung#

Wird nun für einen Kunden ein Auftrag erfasst mit der entsprechenden Auftragsart, so prüft das System anhand des Feldes Erstellt am auf der Auftragszeile, ob weitere Auftragszeilen innerhalb des definierten Zeitraums bestehen, mit demselben Artikel und derselben Auftragsart. Ist dies der Fall, wird vom System eine entsprechende Hinweismeldung ausgegeben.

Bestellungen für Direktlieferung / Spezialauftrag aus dem Auftrag erstellen#

Dieser Leistungsbereich erweitert den Standardprozess für Direktlieferungen und Spezialaufträge. Entgegen dem Standard können aus einem Auftrag für markierte Zeilen entweder Bestellungen für Direktlieferung oder Spezialauftrag erstellt werden.

Hinweis

Im Standard kann dieser Prozess nur aus dem Einkauf initiiert werden.

Direklieferung#

Die Direktlieferung (auch Streckengeschäft genannt) können Sie nutzen, um bestellte Ware von Ihrem Lieferanten direkt an Ihren Kunden liefern zu lassen. Um die Bestellung für die Direktlieferung aus dem Verkaufsaufrag heraus zu erstellen, gehen Sie wie folgt vor.

Erstellen Sie zunächst einen neuen Verkaufsauftrag für den gewünschten Debitoren und fügen Sie die entsprechenden Artikel wie gewohnt in den Verkaufsartikelzeilen ein.

Kennzeichnen Sie die Verkaufsartikelzeilen als „Direktlieferung“ in dem Sie das Häkchen „Direktlieferung“ setzen.  

Hinweis

Statt das Feld „Direktlieferung“ in der Auftragszeile können Sie auch über das Feld „Einkaufscode“ arbeiten. Dieses setzt die notwendigen Haken in den vorigen Feld automatisch

Über das Menüband > Aktion > Planen > Direktlieferung erzeugen können Sie die dazugehörige Einkaufsbestellung erzeugen.

Die Markierung, welche Verkaufszeilen übernommen werden sollen, wird wie im Standard durch das Feld „Direktlieferung“ gesteuert. Daher werden beim Aufruf unter Direktlieferung auch nur Zeilen mit dem Kennzeichen Direktlieferung übernommen. Das Auswahlfenster für den Kreditor öffnet sich. Es ist vorbelegt mit dem Standardkreditor. Bestätigen Sie mit OK um die Bestellung zu generieren.

Spezialauftrag#

Ein Spezialauftrag wird verwendet, sobald Sie beispielsweise eine Spezialanfertigung für einen Kunden bei Ihrem Lieferanten in Auftrag geben, jedoch diese nach Fertigstellung nicht direkt vom Lieferanten an den Kunden geschickt werden soll, sondern zu Ihnen, um z.B. durch Ihre Qualitätssicherung geprüft werden.

Erstellen Sie zunächst einen neuen Verkaufsauftrag für den gewünschten Debitoren und fügen Sie die entsprechenden Artikel wie gewohnt in den Verkaufsartikelzeilen ein.

Kennzeichnen Sie die Verkaufsartikelzeilen als „Spezialauftrag“ in dem Sie das Häkchen „Spezialauftrag“ setzen.

Hinweis

Statt das Feld „Spezialauftrag“ in der Auftragszeile können Sie auch über das Feld „Einkaufscode“ arbeiten. Dieses setzt die notwendigen Haken in dem vorigen Feld automatisch

Über das Menüband > Aktion > Planen > Spezialauftrag erzeugen können Sie die dazugehörige Einkaufsbestellung erzeugen.

Die Markierung, welche Verkaufszeilen übernommen werden sollen, wird wie im Standard durch das Feld „Spezialauftrag“ gesteuert. Daher werden beim Aufruf unter Spezialauftrag auch nur Zeilen mit dem Kennzeichen Spezialauftrag übernommen.

Das Auswahlfenster für den Kreditor öffnet sich. Es ist vorbelegt mit dem Standardkreditor. Bestätigen Sie mit OK, um die Bestellung zu generieren.

Preise#

Preisauskunft in der Kontaktverwaltung#

Gerade im Telefonverkauf von Handelsunternehmen ist eine rasche Preisaussage unabdingbar. AnwenderInnen können über die Funktion „Neue Debitor Preisauskunft“ folgende Informationen direkt abrufen:

  • Verfügbarkeit des Artikels
  • Preisgestaltung des Artikels für den entsprechenden Kunden
  • Speicherung des Preises bzw. des vereinbarten Rabatts in den Stammdaten
  • Preisauskünfte abgeben und diese abzuspeichern
  • Anzeige der vorhandenen Preisauskünfte (auch bereits abgelaufene)

Um die Preisauskunft abzurufen, öffnen Sie hierzu die gewünschte Kontakt-Karte und führen anschließend über das Menüband unter Verknüpfung die Funktion „Neue Debitor Preisauskunft“ aus.

Hinweis

Die Preisauskunft ist für Kontakte mit existierendem Debitorenstamm verfügbar. Wenn der Kontakt noch kein Debitor ist, muss der Standardweg über ein Angebot für die Preisauskunft gegangen werden. Wird vom Cockpit aus die Funktion Preisauskunft aufgerufen erhalten AnwenderInnen eine Meldung.

Die Preisauskunft-Karte öffnet sich.

Füllen Sie die Preisauskunft-Karte entsprechend Ihrer Anfrage mit Hilfe der u.a. Tabelle aus:  

Feld Beschreibung
Nr. Tragen Sie die gewünschte Artikelnummer für die Preisauskunft ein.
Variantencode Ist der Artikel, den Sie für die Preisauskunft angeben haben, variantengeführt, tragen Sie in dem Feld die gewünschte Variante ein.
Menge Tragen Sie die Stückzahl ein, für die der Kunde eine Preisauskunft wünscht.
Einheitencode Als Einheitencode wird der Basiseinheitencode des Artikels vorbelegt. Er kann je nach Artikel für diese Preisauskunft geändert werden.
Datum Das Datum ist das Datum der Preisauskunft. Das Feld kann bei Bedarf geändert werden.
Währungscode Im Währungscode wird der Währungscode des Debitors hinterlegt. Bei Bedarf kann hier ein abweichender Währungscode für die Preisauskunft eingetragen werden.
Preiseinheit Im Feld Preiseinheit wird die Preiseinheit des Artikels angezeigt. Diese kann für eine bestimmte Preisauskunft abgeändert werden.
Zuständigkeitseinheitencode Im Feld Zuständigkeitseinheitencode wird die Zuständigkeit des Debitors angezeigt.
Verkaufsauftragsart Geben Sie ggf. eine Verkaufsauftragsart für die Preisauskunft an.
Beschreibung /
Beschreibung 2
Die Felder Beschreibung, Beschreibung 2 sind Informationsfelder, die aus den Artikeldaten gezogen werden.
Basiseinheitencode Das Feld Basiseinheitencode ist ein Informationsfeld, die aus den Artikeldaten gezogen wird.
Einstandspreis (MW) Das Feld Einstandspreis (MW) ist ein Informationsfeld, die aus den Artikeldaten gezogen wird.
Min. Deckungsbeitrag % Das Feld Min. Deckungsbeitrag % ist ein Informationsfeld, die aus den Artikeldaten gezogen wird.
Lagerort Im Feld Lagerort wird der hinterlegte Lagerort des Debitors vorbelegt. Bei Bedarf kann hier ein abweichender Lagerort für die Preisauskunft eingetragen werden.
VK-Preis Der VK-Preis kann bei Bedarf geändert werden.
Zeilenrabattbetrag % Das Feld Zeilenrabattbetrag % kann bei Bedarf geändert werden, z.B. auf 2.

Auf Basis der gezogenen oder ggf. geänderten Preis- und Rabattdaten errechnet sicher der Zeilenbetrag ohne MwSt. der als Preisauskunft für den Kunden dient.

Die nicht editierbaren Felder Zeilenbetrag (MW) ohne MwSt., Einstandsbetrag (MW), Deckungsbeitrag (MW) und Deckungsbeitrag % zeigen den AnwenderInnen die Gesamtwerte für diese Preisanfrage.

Die editierbaren Felder Bemerkung, Mindestmenge, Start- und Enddatum werden verwendet, um die Preise bzw. Rabatte mit diesen Angaben für den Debitor fest in die Verkaufspreise bzw. –rabatte zu speichern.

Um Preise zu speichern kann die Funktion VK-Preis speichern im Menüband genutzt werden. Bei gesetztem Haken im Feld Auskunft bei Verlassen autom. speichern wird der Preis automatisch gespeichert.

Die Zeilenrabatte werden analog dazu über die Funktion Zeilenrabatt speichern gespeichert.  

Preisherkunft#

In den Verkaufsbelegen steht Ihnen das Feld „Preisherkunft“ zur Information des Herkunftspreises zur Verfügung. Je nach Herkunft werden folgende Informationen im Feld „Preisherkunft“ angegeben:

Feld Beschreibung
Artikel / Verkaufspreis Je nachdem wie der VK-Preis ohne MwSt. bzw. VK-Preis (Preiseinheit) ohne MwSt. ermittelt wird, steht das Feld „Preisherkunft“ dann auf Artikel oder Einkaufspreis.
Rahmenauftrag Wird der Auftrag aus einem Rahmenauftrag erstellt, steht die „Preisherkunft“ auf „Rahmenauftrag“.
Manuell Bei jeglicher manuellen Eingabe des VK-Preises ohne MwSt. bzw. VK-Preises (Preiseinheit) ohne MwSt. steht das Feld auf „Manuell“.

Hinweis

Bei Preisherkunft Rahmenauftrag und Manuell erfolgt bei Mengenänderung entgegen dem Standard keine erneute Preisermittlung mehr. Bei den anderen beiden Optionen bleibt es beim Standardverhalten.

Analog der Preisherkunft wird das Feld Zeilenrabattherkunft je Zeile hinterlegt. Die grundsätzliche Logik und der Sinn der Preisherkunft sind entsprechend auf die Rabattherkunft angewendet.

Speichern von Preisen an Belegen#

Oftmals wird eine Preispflege im Handelsbereich aufgrund der hohen Anzahl an potenziellen Artikeln nicht im Vorfeld, sondern kundenspezifisch innerhalb eines Angebotes durchgeführt. Gerade in Bezug auf den Tele-Sales-Bereich werden Preise telefonisch vereinbart und im System abgelegt.

Über den Bereich Speichern von Preisen / Rabatten erhalten BenutzerInnen die Möglichkeit, die innerhalb eines Angebotes oder Auftrags individuell abgestimmten Preise komfortabel abzuspeichern, so dass diese bei der nächsten Verwendung dem Artikel direkt zur Verfügung stehen.

Um die individuellen Preise innerhalb eines Angebotes oder Auftrags zu speichern, gehen Sie wie folgt vor:

Erstellen Sie zunächst ein Angebot / Auftrag mit den gewünschten Artikelzeilen. In den Spalten „VK-Preis“ oder „Zeilenrabatt“ werden die Werte mit den vereinbarten Preisen/Rabatten geändert.

Markieren Sie anschließend die Zeilen, bei denen die Preise / Rabatte gespeichert werden sollen. Über das Inforegister „Zeilen“ wählen Sie den Menüpunkt Zeile – Preis- / Rabattberechnung – Preis / Rabatt speichern aus.

Die „Verkaufspreis / Zeilenrabatt speichern“-Maske öffnet sich auf der Sie die Schalter „Preise speichern“ und „Zeilenrabatte speichern“ aktivieren. Zusätzlich stehen Ihnen weitere Optionen für die Speicherung der Preise zur Verfügung die individuell aktiviert/deaktiviert werden können. Bestätigen Sie anschließend Ihre Auswahl mit „OK“.

Wurde in der vorangegangenen Maske „Preise anzeigen nach Erstellung“ aktiviert, öffnet sich die Maske Verkaufspreise. Hier können die Preise nochmals geprüft und ggf. bearbeitet werden. Andernfalls werden Sie auf den Verkaufsbeleg zurückgeführt.

Wurde in der vorangegangenen Maske „Zeilenrabatte anzeigen nach Erstellung“ aktiviert, öffnet sich die Maske VK- Zeilenrabatte. Hier können die Preise nochmals geprüft und ggf. bearbeitet werden. Andernfalls werden Sie auf den Verkaufsbeleg zurückgeführt.

Verkaufskonditionen#

Verkaufskonditionen sind eine neue Form von Preis- oder Rabattdefinitionen. Der Anwendungsbereich Verkaufskondition ermöglicht Ihnen die flexible Kalkulation der Felder VK-Preis und Zeilenrabatt % in der Verkaufszeile mit Hilfe frei definierbarer Kalkulationszeilen.

Sie können die Kalkulationszeilen standardisiert bereits in den Stammdaten definieren.

Verkaufskonditionen ermöglichen Ihnen die variable Berechnung eines VK-Preises oder eines Zeilenrabatt % in einem Verkaufspreis bzw. Verkaufszeilenrabatt und damit letztendlich eine variable Preis- oder Rabattberechnung in einer Verkaufszeile.

Verkaufskonditionen werden zunächst als selbständiger Datenbestand in den Stammdaten des Verkaufs definiert und anschließend einem oder mehreren Datensätzen der Tabellen Verkaufspreis bzw. Verkaufszeilenrabatt zugeordnet, je nachdem, ob die Verkaufskondition der Berechnung eines VK-Preises oder eines Zeilenrabatt % dient.

Anlage Verkaufskonditionen#

Um eine neue Verkaufskondition anzulegen, rufen Sie sich über die Anwendungssuche die Verkaufskonditionenübersicht auf und klicken Sie auf „Neu“.

Eine neue Verkaufskonditionen-Karte öffnet sich auf der Sie mit Hilfe der u.a. Tabellen, die gewünschte Verkaufskondition anlegen können.

Inforegister Allgemein#
Feld Beschreibung
Nr. Vergabe einer eindeutigen, identifizierbaren Nr. der Verkaufskondition durch fortlaufende Nummer durch hinterlegten Nummernserie bzw. manuelle Vergabe
Beschreibung Beschreibung der Verkaufskondition
Berechnungsbasis Definition des Einsatzes der Kondition. Folgende Auswahlmöglichkeiten stehen Ihnen zur Verfügung:
- Preiskondition (Einstandspreis)
- Preiskondition (EK-Preis (neuester))
- Rabattkondition
- Preiskondition (EK-Preis)
Währungscode Währungscode für die Verwendung der Verkaufskondition
Verkaufskondition Subform#

Die Verkaufskonditionszeilen definieren die Rechenschritte zur Berechnung eines Verkaufspreises bzw. eines Verkaufsrabattes bei Anwendung der Kondition. Beachten Sie bei der Definition der Verkaufskonditionszeilen insbesondere, dass die Reihenfolge der späteren Abarbeitung der Kalkulationsschritte zur Berechnung des VK-Preises bzw. Zeilenrabatt % von der Reihenfolge der von Ihnen erfassten Zeilen im Fenster bestimmt wird.

Feld Beschreibung
Beschreibung Beschreibung der Verkaufskonditionenzeile
Operatoren + addiert den eigetragenen Prozentsatz / Währungsbetrag
- subtrahiert den eingetragenen Prozentsatz / Währungsbetrag
Wert Hier wird der Wert des Prozentsatzes oder des Währungsbetrags eingetragen, der über den Operator hinzugerechnet oder abgezogen wird.
Berechnung Nettoprozent:
berechnet den Prozentwert auf die Berechnungsbasis (EK-Preis oder Einstandspreis)
Folgeprozent:
berechnet den Prozentwert auf den Endwert der vorherigen Zeile in der Verkaufskondition

Währungsbetrag:
berechnet den eingetragenen Wert im Betrag der Währung hinzu oder zieht den Betrag der Währung ab.

Beispiel 1:
Verkaufskondition 001
Messerabatt -10% Berechnung Folgeprozent
Grundkondition + 5% Berechnung Folgeprozent

Ergebnis:
Der Einstandsbetrag des Artikels wird mit 3.040, -€ beziffert
10 % von 3.040,00 = 304,00
3040,00 – 304,00 = 2736,00
5 % von 2736,00 = 136,80
2736,00 + 136,80 = 2.872,80

Beispiel 2:
Verkaufskondition 001
Messerabatt -10% Berechnung Nettoprozent
Grundkondition + 5% Berechnung Nettoprozent

Ergebnis:
Der Einstandsbetrag des Artikels wird mit 3040,00 € beziffert
10 % von 3.040,00 = 304,00
3040,00 – 304,00 = 2736,00
5 % von 3040,00 = 152,00
2736,00 + 152,00 = 2.888,00

Über die Aktion „Translations“ haben Sie die Möglichkeit, für die einzelnen Kalkulationsbeschreibungen eine Übersetzung zu hinterlegen. Diese Übersetzung wird bei Übernahme in die Belege, anstatt der deutschen Beschreibung übernommern, sofern im Beleg ein Sprachcode hinterlegt ist. Ist keine Übersetzung vorhanden, so wird immer die deutsche Beschreibung herangezogen.

Feld Beschreibung
Zielsprache Auswahl der Übersetzungssprache
Wert Übersetzung der Kalkulationsbeschreibung

Hinweis

Die Verkaufskonditionen werden in den KUMAVISIONs Standard Belegen nicht angedruckt. Sollten diese projektspezifisch gedruckt werden, steht die Übersetzung in dem jeweilgen Beleg zur Verfügung.

Zuweisung Verkaufskondition in Verkaufspreis und Verkauf Zeilenrabatt#

Die Zuweisung einer Verkaufskondition an einen Datensatz der Tabelle "Verkaufspreis" bzw. "Verkauf Zeilenrabatt" erfolgt immer über das Feld "Verkaufskonditionsnr.“ Dabei muss die Währung der Kondition mit der Währung des "Verkaufspreis" bzw. "Verkauf Zeilenrabatt " übereinstimmen.

Datensätze der Tabelle "Verkaufspreis" mit ausgefülltem Feld "Verkaufskonditionsnr." haben in den Stammdaten immer den Wert 0 im Feld Verkaufspreis, der Preis errechnet sich bei der Erfassung in den Verkaufszeilen. Analoges gilt für die Tabelle "Verkaufszeilenrabatt" und dem dortigen Feld Zeilenrabatt %.

Die Berechnung des Verkaufspreises bzw. des Zeilenrabatt % erfolgt immer erst zur Laufzeit bei Verwendung des jeweiligen Datensatzes in einem Verkaufsbeleg mit dessen Daten.

Verkaufspreise bzw. Verkaufszeilenrabatte mit angegebener Verkaufskonditionen#

Die Verkaufspreise mit angegebener Konditionsnummer werden wie normale Verkaufspreise zur Ermittlung des Bestpreises herangezogen. Ob ein Verkaufspreis als gültiger Verkaufspreis zur Preisfindung in einem speziellen Verkaufsbeleg mitberücksichtigt wird oder nicht, ist also von den Daten der Verkaufskondition nicht abhängig. Es wird einzig der Wert des Verkaufspreises dynamisch ermittelt und der Verkaufspreis nimmt mit diesem ermittelten Preis an der Bestpreisfindung dann teil.

Hinweis

Die standardmäßige Logik zur Findung der Datensätze der Tabelle „Verkaufspreis bzw. „Verkaufszeilenrabatt“ wurde nicht verändert.

Funktion: "Verkaufspreis holen" im Verkaufsbeleg#

Die standardmäßig in jedem Verkaufsbeleg vorhandene Funktion "Verkaufspreis holen" listet den AnwenderInnen die für eine Verkaufszeile anwendbaren Datensätze der Tabelle Verkaufspreis zur Auswahl auf. AnwenderInnen können einen bestimmten Verkaufspreis wählen und in die Verkaufszeilen übertragen und damit die automatische Verkaufspreisfindung bei Eingabe der Artikelnr. oder Verkaufszeilenmenge manuell umgehen.

Gleiches gilt analog für die Funktion "Zeilenrabatt holen" (ebenfalls aufrufbar im Verkaufsbeleg.) Die Funktion wurde insofern erweitert, dass jetzt bei Anzeige eines Datensatzes der Tabelle "Verkaufspreis" mit zugewiesener "Verkaufskonditionsnr". statt der in den Stammdaten definierten 0 der auf Basis der Daten der Verkaufszeile mit Hilfe der Verkaufskonditionszeilen berechnete Wert angezeigt wird. Dieses gilt für jede Zeile des Fensters, die sich auf eine Verkaufskondition bezieht.

Wird ein Verkaufspreis in der Bestpreisermittlung mitberücksichtigt, so können die Währung und die Einheit der Verkaufszeile von der Währung und der Einheit des Datensatzes der Tabelle Verkaufspreis abweichen. Die Tabelle Verkaufspreis wurde daher um die Informationen „Währungscode (Berechnet)“, „Einheitencode Berechnet" und „Verkaufspreis (Berechnet") erweitert. Die ersten beiden Felder enthalten die Daten der Verkaufszeile, von der der Aufruf der Berechnung gestartet worden ist. Das Feld "Verkaufspreis (Berechnet)" enthält den berechneten Verkaufspreis in der Währung und der Einheit der Verkaufszeile, im Unterschied zum standardmäßigen Feld "Verkaufspreis" welchen den Preis in der Währung und dem Einheitencode des Datensatzes "Verkaufspreis" (Stammdaten) angibt.

Sie können durch Klicken im Feld Verkaufskonditionsnr. auf den dort angezeigten Assist-Button in ein Fenster verzweigen, dass ihm die Anwendung der Verkaufskondition bis hin zum so ermittelten Verkaufspreis darstellt und somit nachvollziehbar macht. Gleiches gilt in Analogie für die Tabelle Verkaufszeilenrabatt. Übertragung der Verkaufskonditionsdaten in die Tabelle "Verkauf Preis/Rabatt Kalkulationszeile". Wird bei der Verkaufspreisermittlung eine Verkaufskondition gefunden, so werden die Daten der Verkaufskonditionszeilen, in eine Untertabelle zur Verkaufszeile übertragen (Tabelle Verkaufs- Preis/Rabatt Kalkulationszeile"). Dieses gilt sowohl bei der Anwendung der Bestpreisermittlung durch die Anwendung als auch bei Anwendung der Funktion "Verkaufspreis holen" durch den Bediener. Gleiches gilt auch hier wieder analog für die Rabattermittlung.

AnwenderInnen können die Datensätze der Tabelle "Verkauf- Preis/Rabatt Kalkulationszeile" in einem Fenster anzeigen lassen und diese auch editieren. Die Parameter können geändert, Zeilen gelöscht und Zeilen hinzugefügt werden.

Zusätzlich kann bei Bedarf auch auf eine völlig leere Kalkulation in der Verkaufszeile aufgerufen werden und per Funktion die Zeilen einer beliebigen von ihm gewählten Kondition übertragen werden.

Das Editieren geschieht dabei stets in einer temporären Umgebung, wodurch AnwenderInnen gestattet werden, ihre Änderung zunächst zu simulieren und bei Nichtgefallen der Auswirkung der Änderung, diese auch komplett wieder zu verwerfen und den vorherigen Zustand vor Aufruf des Fensters wiederherzustellen. Durch Bestätigen mit OK werden die durchgeführten Änderungen in die Verkaufszeile übertragen, die Änderungen bleiben dabei erhalten, diese können erneut aufgerufen und editiert werden. Gleiches gilt auch hier wieder für die Anwendung der Verkaufsrabatte. Die Verkaufszeile enthält 2 kalkulierte Felder "Verkaufspreis Berechnung vorhanden" und "Verkaufsrabatt Berechnung vorhanden" (Beide Ja/Nein). Die Felder werden zunächst nicht in den Verkaufszeile angezeigt, können aber vom AnwenderIn ausgewählt werden und zeigen dem AnwenderIn, ob zur Zeile eine jeweilige Berechnung vorliegt oder nicht.

Übertragung "Verkaufs- Preis/Rabatt Kalkulationszeile". beim Kopieren, Buchen, Archivieren, Lieferabruf etc.#

Die Datensätze der Tabelle "Verkauf Preis/Rabatt Kalkulationszeile" werden beim Buchen und Archivieren in die Gebuchten Belege und archivierten Belege mit übertragen. Diese können schreibgeschützt vom Gebuchten bzw. archivierten Beleg zur jeweiligen Zeile des Beleges angezeigt werden.

Hinweis

Ausnahme sind die Lieferzeilen und Rücklieferzeilen, da hier standardmäßig keine Anzeige des Verkaufspreises erfolgt.

Preiseinheiten#

Die Preisberechnung einer Belegzeile des Verkaufs aus dem Standardsystem beruht auf der Formel:

Nettobetrag = Menge * VK-Preis * (100 – Rabatt%) / 100

In der Praxis sind darüber hinaus weitere Berechnungsformeln anzutreffen. Ein Beispiel hierfür ist die Preisberechnung unter Verwendung von Preiseinheiten. Typischerweise wird diese Preisberechnung für Güter verwendet, die einen sehr geringen Stückpreis haben, z.B. Schrauben. Bei der Verwendung von Preiseinheiten ist in jedem Fall die Preisangabe der Belegzeile in dem Einheitencode der Belegzeile zu interpretieren.

Beispiel 1:

Basiseinheit des Artikels ist STÜCK, Einheit der Belegzeile ist ebenfalls STÜCK. Die Preisangabe in der Belegzeile geschieht in einem Vielfachen von 1000 (=Preiseinheit). Der durch AnwenderInnen eingegebene Preis ist als Preis für 1000 STÜCK zu interpretieren.

Beispiel 2:

Basiseinheit des Artikels ist STÜCK, Einheit der Belegzeile ist PAKET. Die Einheit PAKET ist in der Tabelle der Artikeleinheiten zum Artikel definiert, wobei 1 PAKET = 50 STÜCK sind. Die Preisangabe in der Belegzeile geschieht in einem Vielfachen von 1000 (=Preiseinheit). Der durch AnwenderInnen eingegebene Preis ist als Preis für 1000 PAKET zu interpretieren.

Darüber hinaus können AnwenderInnen bereits in den Stammdaten die mit den Kunden vereinbarten Preise unter Angabe einer Preiseinheit verwalten.

Hinweis

Durch Preiseinheiten nicht abgebildet wird eine Umrechnung zwischen Einheiten, welche nicht in der Artikeleinheitentabelle durch feste Umrechnungen definiert werden können. Z.B. der Artikel wird in der Basiseinheit STÜCK geführt. Die Belegzeile wird ebenfalls in STÜCK erfasst, die Preisberechnung der Belegzeile basiert aber nicht auf der STÜCK, sondern auf der Gewichtsangabe. Die Abbildung solcher gewichtsabhängigen Belegpreisangaben stellen eine weitere Preisfindungsmethode dar und ist in diesem Bereich nicht abgebildet.

Artikelpreisgruppen#

Vor dem Hintergrund, dass im Großhandel identische Artikel sowohl im Einkauf als auch im Verkauf nicht einzeln mit Preisen versehen werden sollen, sondern ein Preis für eine ganze Gruppe von gleichpreisigen Artikeln hinterlegt werden soll, ist die Funktionalität der Artikelpreisgruppen eine Zeitersparnis und eine Verringerung des Pflegeaufwandes bei der Preisgestaltung.

Ein Beispiel für eine Artikelpreisgruppe können Farben sein. Eine Gruppe von Farben desselben Gebindes kostet immer gleich, egal ob es sich dabei um rote, gelbe oder grüne Farbe handelt. Somit kann die Preispflege im Verkauf über eine Artikelpreisgruppe „Farbe“ erfolgen. Die über eine Artikelpreisgruppe hinterlegten Preise sind vollständig in die Preisfindungsroutine in Microsoft Dynamics Business Central™ integriert.

Preisvereinbarungen für Artikelpreisgruppen können wie Artikelpreise erfasst werden, d. h. insbesondere:

  • die Verkaufsart kann auch bei Artikelpreisgruppen alle Optionen (Alle Debitoren / Debitorenpreisgruppe / spezieller Debitor) annehmen,

  • Kampagnenpreise werden unterstützt,

  • Debitor Hierarchien werden unterstützt (siehe Kapitel Hierarchien),

  • Verkaufskonditionen werden unterstützt,

  • Mengenabhängige, datumsabhängige und währungsabhängige Preise werden unterstützt,

  • unterstützt werden auch einheitenabhängige Preise, und zwar wie folgt: Soll ein Preis (definiert für eine Artikelpreisgruppe) für eine spezielle Artikeleinheit gelten, so ist diese in der Zeile zu hinterlegen. Es obliegt dem/der AnwenderIn sicherzustellen, dass diese Einheit dann aber auch als Artikeleinheit bei den Artikeln dieser Artikelpreisgruppe definiert ist.

Hinweis

Variantenabhängige Preisdefinitionen werden für Artikelpreisgruppen nicht unterstützt. Hier gilt: Gehört ein Artikel mit Varianten zu einer Artikelpreisgruppe, so gelten die Preise dieser Artikelpreisgruppe automatisch für alle Varianten dieses Artikels.

Um eine Artikelpreisgruppe zu definieren, rufen Sie sich über die Anwendersuche die „Artikelpreisgruppen“ auf.

Über „Neu“ im Menüband können Sie eine neue Artikelpreisgruppe mit Hilfe der u.a. Tabelle definieren.

Feld Beschreibung
Code Gibt ein aussagekräftiges Kürzel der Artikelpreisgruppe an
Beschreibung Gibt die Beschreibung der Artikelpreisgruppe an
Verkauf Gibt die Verwendung für den Verkaufsbereich an
Einkauf Gibt die Verwendung für den Einkaufsbereich an

Nach erfolgreicher Anlage der Artikelpreisgruppe können Sie über das „Menüband – Zugehörig – Art.-Preis-Gruppe - Verkaufspreise“ die Preise analog zur Standard Preispflege pro Debitor bzw. Debitorengruppe der Arikelpreisgruppe einpflegen.

Staffelpreise#

Die Berechnung des Wertes der Felder VK-Preis und Zeilenrabatt % der Verkaufszeile beruht auf den in den Stammdaten in den Tabellen Verkaufspreis und Verkaufszeilenrabatt hinterlegten Preis- bzw. Rabattvereinbarungen zwischen Debitor und Artikel.

Die Möglichkeit der Preis- bzw. Rabattvereinbarungen sind dabei sehr vielfältig. So können z.B. auf der Debitorenseite Vereinbarungen für Alle Debitoren, für Debitorengruppen oder für spezielle Debitoren und auf der Artikelseite Vereinbarungen für Artikelgruppen oder für spezielle Artikel hinterlegt werden.

Erfassen AnwenderInnen in einem Verkaufsbeleg zu einem Debitor in einer Verkaufszeile einen Artikel, so berechnet die Anwendung den Wert der Felder VK-Preis und Zeilenrabatt % der Verkaufszeile automatisch. Die Berechnung erfolgt, in dem der Wert des Feldes Menge dieser konkreten Verkaufszeile den in den genannten Stammdaten hinterlegten Mindestmengen gegenüberstellt und so unter allen gefundenen Verkaufspreisen bzw. -zeilenrabatten eine Bestpreisfindung durchläuft.

Grundsätzlich führt der Standard die oben beschriebene Bestpreisfindung für jede Verkaufszeile eines Verkaufsbeleges getrennt durch. In der Praxis kann es vorkommen, dass AnwenderInnen ein und denselben Artikel mehrfach in einem Verkaufsbeleg erfassen. Dies kann beispielsweise notwendig sein, wenn der Artikel zu unterschiedlichen Lieferterminen geliefert werden soll. Diese Branchenlösung erweitert deshalb die Preis- bzw. Rabattermittlung von Microsoft Dynamics Business Central™ insofern, dass nicht nur die Menge der konkreten Verkaufszeile, welche der/die BenutzerIn gerade erfasst, zur Preis- bzw. Rabattberechnung dieser Zeile herangezogen wird, sondern die Summe der Mengen in allen Verkaufszeilen des gleichen Verkaufsbeleges mit der gleichen Artikelnummer. Preisrelevante Felder für diese Funktionalität der Verkaufszeile sind:

  • Art und Nr.
  • Variantencode
  • Einheitencode und Menge pro Einheit
  • Alternative mit Wert <leer>
  • Zeilenrabatt zulassen und Rech.-Rabatt zulassen

Es werden zur Summenbildung über das Feld Menge nur diejenigen Verkaufszeilen herangezogen, die die gleichen Werte innerhalb dieser Felder besitzen.

Grundsätzlich nicht herangezogen zur Summenbildung werden Verkaufszeilen mit

  • Lieferungsnr. bzw. Rücksendungsnr. mit Wert ungleich <leer>
    (d.h. Rechnungs- bzw. Gutschriftszeilen, die durch einen Lieferabruf entstanden sind)
  • Rahmenauftragsnr. mit Wert ungleich <leer>
    (d.h. Auftragszeilen die sich auf eine Rahmenauftragszeile beziehen)
  • Alternative mit Wert ungleich <leer>

Über die Aktion Staffelpreise aktualisieren werden die Staffelpreise berechnet. Die Berechnung der Staffelpreise erfolgt immer auch mit der Freigabe des Belegs.

Wenn in einer Belegzeile der VK-Preis oder Zeilenrabatt % manuell geändert wird, werden bei der Berechnung der Staffelpreise bei diesen Zeilen weder der Preis- noch der Zeilenrabatt neu berechnet. Außerdem geht diese Zeile nicht in die Gesamtmenge für die Berechnung der Staffelpreise und der Rabatte ein.

Das gilt auch für Belegzeilen mit einer Verbindung zu einem Rahmenauftrag oder zu einer Rahmenvereinbarung sowie für Alternativzeilen und bei der Fakturierung von gebuchten Lieferungen oder Rücksendungen.

Soll ausnahmsweise in einem Beleg einmal keine verteilte Staffelpreis Preisfindung stattfinden, kann über den Schalter Preis/Rabatt Mindestmenge pro Zeile diese Funktion abschalten werden. Das kann z.B. notwendig sein, wenn Sie einem Kunden explizit die Mengenstaffelpreise oder Rabatte in einem Angebot ausweisen möchte.

Sind in dem VK-Beleg bereits Zeilen erfasst, fragt das System ob diese Änderung durchgeführt werden soll. Bestätigen Sie mit Ja, wenn Sie die Staffelpreisfindung für den Beleg abschalten möchten.

Hinweis

Bitte beachten Sie, dass Ihnen diese Funktionalität nur zur Verfügung steht, wenn in der Debitoren & Verkauf Einr. die Erweiterte Preisfindung auf „Erweiterte Preisfindung“ steht und der Schalter „Preis/Rabatt Mindestmenge pro Zeile“ deaktiviert ist.

Preise/Rabatte in Abhängigkeit von der Auftragsart#

Für unterschiedliche Verkaufssituationen (z.B. die Unterscheidung eines Artikel-Verkaufs im „Neukundengeschäft“ und im „Ersatzteilgeschäft“) ist es erforderlich, auch unterschiedliche Konditionen (Preise und Rabatte) hierfür vereinbaren zu können.

Deshalb ist es in KUMAVISION base365 (BOOSTER) möglich, die Verkaufspreise und –Zeilenrabatte in Abhängigkeit von der Verkaufsauftragsart zu hinterlegen.

Verkaufspreise Die Artikel-Verkaufspreise können auch in Abhängigkeit der jeweiligen Verkaufsauftragsart hinterlegt werden. Bei der Preisfindung werden dann diese Preise mitberücksichtigt, wenn die entsprechende Verkaufsauftragsart (im Verkaufskopf) angegeben ist.

Die Verkaufsauftragsart können Sie in dem gleichnamigen Feld in der jeweiligen Verkaufspreiszeile bei dem gewünschten Artikel angeben.

Bei Erstellung eines Verkaufsauftrags mit der entsprechenden Verkaufsauftragsart wird für die Artikelzeile der entsprechende Preis ermittelt.

Verkaufszeilenrabatt Analog der VK-Preise, werden die Verkaufs-Zeilenrabatte gepflegt. Auch diese können nun in Abhängigkeit von der Verkaufsauftragsart hinterlegt werden.  

Debitoren Ressourcenpreise#

Debitorenspezifische Preise lassen sich in KUMAVISION base365 (BOOSTER) auch für Ressourcen hinterlegen. Der Aufruf der Ressourcenpreise erfolgt über den Debitor oder die Ressource.

Ressourcenpreise können pro Debitor, pro Debitorenpreisgruppe oder für Alle Debitoren angelegt werden. Sie gelten für bestimmte Ressourcen oder eine Ressourcengruppe und können wie Artikelpreise mit einem Start- und Enddatum versehen werden.

Die Logik der Bestpreisfindung bzw. je nach Einrichtung keine Bestpreisfindung gilt auch für die Ressourcen VK-Preise.

Hinweis

Die Ressourcenpreise sind nicht integriert in die Preisfindung mit Hierarchiecode.

Preise und Rabatte schließen#

Die korrekte Preis- und Rabattfindung ist abhängig von der Verwendung von Start- und Endedaten in den entsprechenden VK-Preis und Zeilenrabatt Tabellen. In der KUMAVISION base 365 gilt grundsätzlich immer der neueste Preis, bei ansonsten gleicher Konstellation als der aktuell gültige Preis. Analog ist dies auch bei den Zeilenrabatten so.

Grundsätzlich ist es aber möglich bestehende Preis oder Rabatt Eintragungen automatisch mit einem Endedatum zu versehen, sobald ein Eintrag mit einem neuen Startdatum und gleicher Konstellation gemacht wird. Damit ist für AnwenderInnen der gefundene Preis bzw. Rabatt eindeutiger zu verstehen.

Dazu muss in der Debitoren & Verkauf Einrichtung der Schalter „Preise und Rabatt“ auf dem Inforegister KUMAVISION aktiviert werden.

Wird nun ein neuer Preis oder ein neuer Rabatt in die entsprechende Tabelle eingetragen mit einem neuen Startdatum so setzt das System automatisch in vorherigen Einträgen, die dieselbe Konstellation aufweisen und bisher kein Endedatum hatten, das Endedatum auf 1 Tag vor neuem Startdatum.

Hinweis

Die „alten“ Preise und Rabatte werden nur geschlossen, wenn der neue Preis bzw. Rabatt Eintrag kein Endedatum hat.

Bestpreisfindung steuerbar#

In Microsoft Dynamics Business Central™ gilt die sogenannte Bestpreisfindung. D.h. es wird in der Konstellation Debitor/Artikel immer der für den Kunden günstigste im System verfügbare Preis und Rabatt gefunden, der zum Zeitpunkt der Belegerfassung gültig ist. Dabei wird eine sogenannte Nettobestpreisfindung gemacht, d.h. die niedrigste Kombination aus VK-Preis abzüglich Zeilenrabatt wird genommen. Ggf. wird ein höherer VK-Preis der zeilenrabattfähig ist, genommen und nicht ein niedrigerer VK-Preis, der nicht zeilenrabattfähig ist. Dies gilt ebenso für KUMAVISION base365 (BOOSTER).

Oftmals gibt es aber Kunden, die von dieser Regelung ausgeschlossen sind, sondern individuelle etwas höhere Preise erhalten als die allgemein im System verfügbaren Preise.

Aus diesem Grund gibt es in KUMAVISION base 365 die Möglichkeit, entweder allgemein über alle Debitoren oder Debitoren-spezifisch die Bestpreisfindung auszuschalten. Das Ausschalten der Bestpreisfindung entspricht einer Hierarchischen Preisfindung.

Einrichtung allgemein#

In der „Debitoren & Verkauf Einrichtung“ auf dem Inforegister „Allgemein“ wird über das Feld „Bestpreisfindung“ gesteuert, ob und in wieweit eine Bestpreisfindung stattfinden soll.

Das Feld Bestpreisfindung kann mit folgenden Optionswerten belegt werden:

Optionswert Beschreibung
immer Es soll (grundsätzlich) eine Bestpreisfindung erfolgen.
nie Es soll keine Bestpreisfindung erfolgen.
gemäß Debitor eine Bestpreisfindung soll laut Einstellung beim jeweiligen Debitor erfolgen

Einrichtung gesteuerte Bestpreisfindung beim Debitor#

Wird die Einstellung „gemäß Debitor“ in der Debitore & Verkauf Einrichtung gewählt, so muss beim jeweiligen Debitor spezifisch festgelegt werden, ob für diesen Debitor die Bestpreisfindung ausgeschaltet werden soll.

Das Aktivieren des Schalters „Keine Bestpreisfindung“ auf dem Inforegister „Fakturierung“ bewirkt, dass für diesen Debitor immer der Kundenindividuelle Preis gefunden wird, auch wenn dieser höher ist als der allgemein gültige VK-Preis.

Wird ein neuer Verkaufsbeleg angelegt für einen Debitor, der die Kennung „Keine Bestpreisfindung“ besitzt, erhält der Verkaufsbeleg nun auch (automatisch) im Inforegister „Rechnungsdetails“ das Kennzeichen „keine Bestpreisfindung“.

Die (Vor-)Belegung erfolgt dabei wie folgt:

Optionswert Beschreibung
Schalter nicht aktiv Bedeutet, dass die Bestpreisfindung für den Verkaufsbeleg erfolgen soll. Diese Vorbelegung erfolgt, wenn in der Debitoren & Verkauf Einrichtung das Feld „Bestpreisfindung“ mit „immer“ belegt ist
Schalter aktiv Bedeutet, dass für den Verkaufsbeleg keine Bestpreisfindung erfolgen soll. Diese Vorbelegung erfolgt, wenn in der Debitoren & Verkaufseinrichtung das Feld „Bestpreisfindung“ mit „nie“ belegt ist oder wenn in der Debitoren & Verkaufseinrichtung das Feld „Bestpreisfindung“ mit „gemäß Debitor“ belegt ist und der aktuelle Debitor im Feld „keine Bestpreisfindung“ mit „Ja“ gekennzeichnet ist

Im jeweiligen Verkaufsbeleg kann diese Vorbelegung nur dann geändert werden, wenn in der Debitoren & Verkaufseinrichtung das Feld „Bestpreisfindung“ auf „immer“ oder „gemäß Debitor“ eingestellt ist (bei Belegung mit „nie“ ist das Feld zur Eingabe/Änderung gesperrt). Sie können also ggf. die Bestpreisfindung im Beleg wieder aktivieren, auch wenn der Kunde normalerweise nicht für die Bestpreisfindung vorgesehen ist.

Verhalten der Preisfindung#

Für einen Artikel können mehrere Preise hinterlegt werden (z.B. für unterschiedliche Staffelmengen und Debitoren, Debitorengruppen, alle Debitoren usw.), die prinzipiell alle gültig sind.

Ist die Bestpreisfindung gewünscht, so findet das System für eine Belegzeile automatisch den für den Kunden günstigsten Preis.

Beispiel:
Der Kunde bestellt einen Artikel. Das System ermittelt den günstigsten Preis für den Kunden. Ist keine Bestpreisfindung gewünscht, so findet das System für eine Belegzeile nicht (mehr) den für den Kunden günstigsten Preis, sondern den spezifischsten Kundenpreis.

Preisfindungsdatum#

Das Preisfindungsdatum im Angebot, Auftrag und der Reklamation ist das Auftragsdatum. Für Gutschriften und Rechnungen ist das Buchungsdatum das Preisfindungsdatum.

Die Preise bei einer Nicht-Bestpreisfindung (hierarchische Preisfindung) werden nach Priorität gefunden.

  1. Hierarchie Ebene: Die niedrigste Hierarchieebene eines Debitors hat Vorrang vor der nächsthöheren Ebene. Dies kommt nur zum Tragen, wenn mit Debitor Hierarchien gearbeitet wird z.B. im Rahmen von Verbandsstrukturen.

  2. Verkaufsart: Kampagne, Debitor, Debitorpreisgruppe, Alle Debitoren

  3. Verkaufsauftragsart: Verkaufsauftragsart gefüllt, keine Verkaufsauftragsart

  4. Art: Artikel, Artikelpreisgruppe

  5. Variantencode: Variantencode gefüllt, keine Variante, Dies kommt nur zum Tragen, wenn bei Artikeln mit Variantencode gearbeitet wird.

  6. Einheitencode: Einheitencode gefüllt, kein Einheitencode

  7. Währungscode: Währungscode gefüllt, kein Währungscode Dies kommt nur zum Tragen, wenn beim Debitor mit Fremdwährungen gearbeitet wird

  8. Zuständigkeitseinheitencode: Zuständigkeitseinheitencode gefüllt, kein Zuständigkeitseinheitencode

  9. Mindestmenge

  10. Startdatum: Neuestes Startdatum, Älter, Startdatum nicht gefüllt

Wenn im VK-Beleg eine Kampagne ausgewählt wird, werden in der Preisfindung die anderen aktiven Kampagnen des Debitors nicht berücksichtigt. Diese Kampagnenpreise haben Vorrang vor allen anderen Preisen. Wenn im Beleg keine Kampagne ausgewählt wird, werden nur die Kampagnen zum Debitor/Kontakt des VK-Belegs berücksichtigt, nicht für alle Debitoren in der Hierarchie.

Zuerst findet die Preisfindung auf der Ebene des Debitors statt. Gehört der Debitor in einer Hierarchie zu einem weiteren Debitor, so bleibt dieser erst mal unberücksichtigt. Erst wenn auf der Ebene des Debitors kein gültiger Preis gefunden wird, so wird auf der nächsten Hierarchie-Ebene weitergesucht. Gehört der Debitor zu mehreren Debitoren auf der nächsten Ebene, so kommt eine Fehlermeldung. Die Anzahl der Hierarchieebenen ist unbegrenzt. Wird auf der Ebene von Debitoren kein gültiger Preis gefunden, so wird auf der Ebene von Debitorpreisgruppen nach der gleichen Logik weitergesucht.

Innerhalb einer Ebene gilt folgende Logik:

Ein Preis mit Variante hat eine höhere Priorität als ein Preis ohne Variante, sofern Verkaufsart und Art gleich sind.

Das gleiche gilt für die Währung: Zuerst der Preis mit Währung, dann ohne Währung. Dieses Kriterium kommt aber nach der Variante.

Danach wird die Mindestmenge verglichen: Die höhere Mindestmenge (innerhalb der Gültigkeit) wird genommen.

Zum Schluss wird das Startdatum geprüft: Ein neuerer Preis hat eine höhere Priorität als ein älterer. Grundsätzlich werden nur zum Auftragsdatum gültige Preise genommen.

Verhalten der Rabattfindung#

Die Rabattfindung mit und ohne Bestpreisfindung funktioniert analog der Preisfindung.

Preisfindung nach Hierarchien#

In der Best Price- bzw. Best Discount-Findung werden auch Einträge aus per Hierarchie übergeordneten Debitoren einbezogen (siehe hierzu auch „Verwaltung von Hierarchien“). Um diese Funktionalität verwenden zu können, muss zunächst in der Debitoren & Verkaufseinrichtung der Hierarchieartencode im Inforegister „Allgmein“ definiert werden, der in der Preisfindung verwendet werden soll.

Alle über den definierten Hierarchieartencode hinterlegten Debitoren werden dann entsprechend bei der Preis-/Rabattfindung mitberücksichtigt. Der beste Preis und der beste Rabatt in den entsprechenden Kombinationen (Gültigkeit, Mindestmenge, Einheiten, Währung, Zuständigkeitseinheit…) wird in die Belegzeile übernommen. Dabei spielt es keine Rolle in welcher Hierarchie-Ebene der Preis ermittelt wurde. Ggf. werden in der unterschiedlichen Hierarchie-Ebene auch unterschiedliche Preise (Debitorenpreis, Debitorenpreisgruppenpreis etc.) ermittelt.

Preisfindung nach Zuständigkeitseinheit#

Dieser Leistungsbereich erweitert die beiden Standardmodule Verkaufspreise und Verkaufsrabatt um die Möglichkeit, diese auch pro Zuständigkeitseinheit festzulegen. D.h. sowohl Preise als auch Rabatte können unterschiedlich sein für verschiedene Zuständigkeitseinheiten. Hierzu muss in dem entsprechenden Verkaufspreis bzw. Verkaufsrabatt-Zeile die gewünschte Zuständigkeitseinheit in dem Feld „Zuständigkeitseinheitencode“ gepflegt werden.

VK-Preisvorschlag#

Erweiterte Felder in Erweiterte VK-Preisvorschläge#

Die Funktion „Erweiterte VK-Preisvorschläge“ beinhalten die in KUMAVISION base 365 erweiterten Preis-Felder:

  • Preiseinheit
  • Aktueller VK-Preis (Preiseinheit)
  • Neuer VK-Preis (Preiseinheit)
  • Zuständigkeitseinheit
  • Verkaufsauftragsart

Beim Berechnen des Preisvorschlags als auch beim Speichern in der VK-Preistabelle werden die Felder berücksichtigt.

VK-Preisvorschlag auf Basis von Verkaufskonditionen#

Beim Erstellen des VK-Preisvorschlags kann der neue Preis in Microsoft Dynamics Business Central™ auf Basis von manuell einzugebenden Faktoren kalkuliert werden. In KUMAVISION base365 (BOOSTER) gibt es jedoch für die Kalkulation von Verkaufspreisen bereits die Verkaufskonditionen, siehe Verkaufskonditionen. Diese Verkaufskonditionen können zur Erstellung des VK-Preisvorschlags herangezogen werden anstelle des Faktors.

Vorgehensweise:
Im Erweiterten VK-Preisvorschlag wird die Funktion „Artikelpreis vorschlagen…“ aufgerufen. Für die Option VK-Preis vorschlagen ist die Option nicht einrichtbar. In den Optionen muss die Berechnungsgrundlage auf Verkaufskondition gestellt werden und im Feld Verkaufkondition Code wird die gewünschte Verkaufkondition ausgewählt, auf deren Basis die neuen Preise kalkuliert werden sollen. Es können nur Konditionen der Art Preiskondition und ohne Währungscode ausgewählt werden. Mengenfaktoren bleiben unberücksichtigt. Nach Durchführung der Aktion werden die neuen Preise im Buch.-blatt vorgeschlagen und können in die Verkaufspreistabelle gem. Microsoft Dynamics Business Central™ Standard übernommen werden.

Hinweis

Bereits im VK-Preisvorschlag Standard wird für das Feld Nur Beträge über in der VK-Preistabelle geschaut. Hat man dort keine Preise hinterlegt, erfolgt die Berechnung neuer VK-Preise nur, wenn dort der Filter -1 eingegeben ist.

Preise (ab Version 20.0)#

Einrichtung Funktionsverwaltung#

Die neue Preisverwaltung muss zunächst in der Funktionsverwaltung freigeschalten werden. Hierfür rufen Sie sich die „Funktionsverwaltung“ über die Anwendersuche auf.

Die Funktion „Funktionsaktualisierung: Neue Verkaufskalkulation“ muss in der Spalte „Aktiviert für“ auf den Wert „Alle Benutzer“ gestellt werden.

Hinweis

Bitte beachten Sie, dass Sie für die Nutzung der vorherigen Preisfindung dieses Feature nicht aktivieren dürfen. Nach der Aktivierung ist es nicht möglich, diese Funktion zu deaktivieren.

Preisauskunft in der Kontaktverwaltung#

Gerade im Telefonverkauf von Handelsunternehmen ist eine rasche Preisaussage unabdingbar. AnwenderInnen können über die Funktion „Neue Debitor Preisauskunft“ folgende Informationen direkt abrufen:

  • Verfügbarkeit des Artikels
  • Preisgestaltung des Artikels für den entsprechenden Kunden
  • Speicherung des Preises bzw. des vereinbarten Rabatts in den Stammdaten
  • Preisauskünfte abgeben und diese abzuspeichern
  • Anzeige der vorhandenen Preisauskünfte (auch bereits abgelaufene)

Um die Preisauskunft abzurufen, öffnen Sie hierzu die gewünschte Kontakt-Karte und führen anschließend über das Menüband „Zugehörig“ > „Preise und Rabatte“ die Funktion „Neue Preisauskunft“ aus.

Hinweis

Die Preisauskunft ist für Kontakte mit existierendem Debitorenstamm verfügbar. Wenn der Kontakt noch kein Debitor ist, muss der Standardweg über ein Angebot für die Preisauskunft gegangen werden. Wird vom Cockpit heraus die Funktion „Preisauskunft“ aufgerufen, erhalten AnwenderInnen eine Meldung.

Die Preisauskunft-Karte öffnet sich. Füllen Sie die Preisauskunft-Karte entsprechend Ihrer Anfrage mit Hilfe der u.a. Tabelle aus:  

Feld Beschreibung
Nr. Tragen Sie die gewünschte Artikelnummer für die Preisauskunft ein.
Variantencode Ist der Artikel, den Sie für die Preisauskunft angeben haben, variantengeführt, tragen Sie in dem Feld die gewünschte Variante ein.
Menge Tragen Sie die Stückzahl ein, für die der Kunde eine Preisauskunft wünscht.
Einheitencode Als Einheitencode wird der Basiseinheitencode des Artikels vorbelegt. Er kann je nach Artikel für diese Preisauskunft geändert werden.
Datum Das Datum ist das Datum der Preisauskunft. Das Feld kann bei Bedarf geändert werden.
Währungscode Im Währungscode wird der Währungscode des Debitors hinterlegt. Bei Bedarf kann hier ein abweichender Währungscode für die Preisauskunft eingetragen werden.
Preiseinheit Im Feld Preiseinheit wird die Preiseinheit des Artikels angezeigt. Diese kann für eine bestimmte Preisauskunft abgeändert werden.
Zuständigkeitseinheitencode Im Feld Zuständigkeitseinheitencode wird die Zuständigkeit des Debitors angezeigt.
Verkaufsauftragsart Geben Sie ggf. eine Verkaufsauftragsart für die Preisauskunft an.
Beschreibung /
Beschreibung 2
Die Felder Beschreibung, Beschreibung 2 sind Informationsfelder, die aus den Artikeldaten gezogen werden.
Basiseinheitencode Das Feld Basiseinheitencode ist ein Informationsfeld, die aus den Artikeldaten gezogen wird.
Einstandspreis (MW) Das Feld Einstandspreis (MW) ist ein Informationsfeld, die aus den Artikeldaten gezogen wird.
Min. Deckungsbeitrag % Das Feld Min. Deckungsbeitrag % ist ein Informationsfeld, die aus den Artikeldaten gezogen wird.
Lagerort Im Feld Lagerort wird der hinterlegte Lagerort des Debitors vorbelegt. Bei Bedarf kann hier ein abweichender Lagerort für die Preisauskunft eingetragen werden.
VK-Preis Der VK-Preis kann bei Bedarf geändert werden.
Zeilenrabattbetrag % Das Feld Zeilenrabattbetrag % kann bei Bedarf geändert werden, z.B. auf 2.
Zeilenrabattbetrag Gibt den errechneten Zeilenrabattbetrag auf Basis des prozentualen Zeilenrabattes an.
Zeilenbetrag Ohne MwSt. Gibt den Nettobetrag der Verkaufszeile an.
Mindestmenge Gibt eine mögliche Mindestabnahmemenge an. Diese Angabe ist notwendig, wenn die Preise für den Debitor fest in die Preisliste gespeichert werden soll.
Start-/Enddatum Gibt einen Gültigkeitszeitraum an, für den die Preise vereinbart wurden. Diese Angabe ist notwendig, wenn die Preise für den Debitor fest in die Preisliste gespeichert werden soll.
Zeilenrabatt zulassen Aktivieren Sie den Schalter, wenn Sie einen Zeilenrabatt für die Artikelzeile (sofern vorhanden) gewähren möchten.
Rech.-Rabatt zulassen Aktivieren Sie den Schalter, wenn Sie einen Rechnungsrabatt (sofern vorhanden) gewähren möchten.
Preisberechnungsmethode In diesem Feld legen Sie die Preisberechnungsmethode fest, welche Sie für die Preisfindung berücksichtigt werden soll. Folgende Optionen stehen Ihnen zur Verfügung:

Niedrigster Preis
Microsoft Business Central Standard Preisfindung

KUMAVISION base Niedrigster Preis
Bestpreisfindung

KUMAVISION base Preisprioritäten
Ohne Bestpreisfindung

Preis Preislistencode
Gibt eine mögliche Preisliste an. Eine Angabe des Preislistencodes ist für das Speichern von VK-Preisen zwingend erforderlich.
Rabatt Preislistencode Gibt einen Rabattliste an. Eine Angabe des Rabatt Preislistencodes ist für das Speichern von VK-Preisen zwingend erforderlich.
Bemerkungen Gibt mögliche Bemerkungen an.
Auskunft bei Verlassen automatisch speichern Bei aktiviertem Schalter wird der Preis automatisch gespeichert.

Auf Basis der gezogenen oder ggf. geänderten Preis- und Rabattdaten errechnet sicher der Zeilenbetrag ohne MwSt. der als Preisauskunft für den Kunden dient.

Die nicht editierbaren Felder Zeilenbetrag (MW) ohne MwSt., Einstandsbetrag (MW), Deckungsbeitrag (MW) und Deckungsbeitrag % zeigen den AnwenderInnen die Gesamtwerte für diese Preisanfrage.

Die editierbaren Felder Bemerkung, Mindestmenge, Start- und Enddatum werden verwendet, um die Preise bzw. Rabatte mit diesen Angaben für den Debitor fest in die Preisliste zu speichern.

Um Preise zu speichern kann die Funktion „VK-Preis speichern“ im Menüband genutzt werden. Bei gesetztem Haken im Feld „Auskunft bei Verlassen autom. speichern“ wird der Preis automatisch gespeichert.

Die Zeilenrabatte werden analog dazu über die Funktion „Zeilenrabatt speichern“ gespeichert. Während der Funktionsausführung erfolgt, zunächst eine Duplikats Prüfung. Sollte bereits eine Kombination Debitor/Artikel/-variante in der ausgewählten Preisliste vorhanden sein, werden AnwenderInnen darüber in einer separaten Maske in Kenntnis gesetzt mit der Möglichkeit, diese Preiszeilen zu entfernen.  

Preisherkunft#

In den Verkaufsbelegen steht Ihnen das Feld „Preisherkunft“ zur Information des Herkunftspreises zur Verfügung. Je nach Herkunft werden folgende Informationen im Feld „Preisherkunft“ angegeben:

Feld Beschreibung
Artikel / Verkaufspreis Je nachdem wie der VK-Preis ohne MwSt. bzw. VK-Preis (Preiseinheit) ohne MwSt. ermittelt wird, steht das Feld „Preisherkunft“ dann auf Artikel oder Einkaufspreis.
Rahmenauftrag Wird der Auftrag aus einem Rahmenauftrag erstellt, steht die „Preisherkunft“ auf „Rahmenauftrag“.
Manuell Bei jeglicher manuellen Eingabe des VK-Preises ohne MwSt. bzw. VK-Preises (Preiseinheit) ohne MwSt. steht das Feld auf „Manuell“.

Hinweis

Bei Preisherkunft Rahmenauftrag und Manuell erfolgt bei Mengenänderung entgegen dem Standard keine erneute Preisermittlung mehr. Bei den anderen beiden Optionen bleibt es beim Standardverhalten.

Analog der Preisherkunft wird das Feld „Zeilenrabattherkunft“ je Zeile hinterlegt. Die grundsätzliche Logik und der Sinn der Preisherkunft sind entsprechend auf die Rabattherkunft angewendet.

Speichern von Preisen an Belegen#

Oftmals wird eine Preispflege im Handelsbereich aufgrund der hohen Anzahl an potenziellen Artikeln nicht im Vorfeld, sondern kundenspezifisch innerhalb eines Angebotes durchgeführt. Gerade in Bezug auf den Tele-Sales-Bereich werden Preise telefonisch vereinbart und im System angelegt.

Über den Bereich Speichern von Preisen / Rabatten erhalten BenutzerInnen die Möglichkeit, die innerhalb eines Angebotes oder Auftrags individuell abgestimmten Preise komfortabel abzuspeichern, so dass diese bei der nächsten Verwendung dem Artikel direkt zur Verfügung stehen.

Um die individuellen Preise innerhalb eines Angebotes oder Auftrags zu speichern, gehen Sie wie folgt vor:

Erstellen Sie zunächst ein Angebot / Auftrag mit den gewünschten Artikelzeilen. In den Spalten „VK-Preis“ oder „Zeilenrabatt“ werden die Werte mit den vereinbarten Preisen/Rabatten geändert.

Markieren Sie anschließend die Zeilen, bei denen die Preise / Rabatte gespeichert werden sollen. Über das Inforegister „Zeilen“ wählen Sie den Menüpunkt „Zeile“ > „Verknüpfte Informationen“ > „Preis- / Rabattberechnung“ > „Preis / Rabatt speichern“ aus.

Die „Verkaufspreis / Zeilenrabatt speichern“-Maske öffnet sich auf der Sie die Schalter „Preise speichern“ und „Zeilenrabatte speichern“ aktivieren. Zusätzlich stehen Ihnen weitere Optionen für die Speicherung der Preise zur Verfügung die individuell aktiviert/deaktiviert werden können.

Feld Beschreibung
Preise speichern Sofern BenutzerInnen die Preise speichern möchten, muss dieses Feld aktiviert werden. Erst nach erfolgter Aktivierung sind die weiteren "preisrelevanten" Parameter einstellbar. Ist dieses Feld deaktiviert, so werden die Preise nicht gespeichert.
Preislistencode Gibt eine mögliche Preisliste an. Eine Angabe des Preislistencodes ist für das Speichern von VK-Preisen zwingend erforderlich.
Debitorennr. Über die Debitorennummer können BenutzerInnen festlegen, für wen die Preise gespeichert werden sollen.
Startdatum Hier kann ein Startdatum angegeben werden, ab dem die Preise gelten sollen. Voreingestellt ist hier das aktuelle Arbeitsdatum.
Enddatum Hier kann ein Enddatum eingetragen werden, bis zu dem die Preise gültig sein sollen.
Mindestmenge übernehmen Über das Kennzeichen "Mindestmenge übernehmen" wird festgelegt, dass die Mengen der jeweiligen markierten Einkaufszeilen als Mindestmengen in die Preisliste übernommen werden. Ist dieses Feld deaktiviert, so werden keine Mindestmengen in die Preistabelle übernommen.
Variantencode übernehmen Über das Kennzeichen "Variantencode übernehmen" wird festgelegt, dass die Varianten der jeweiligen markierten Verkaufszeilen als Varianten in die Preisliste übernommen werden. Ist dieses Feld deaktiviert, so werden keine Varianten in die Preistabelle übernommen und der Preis ist somit variantenübergreifend gültig.
Preise anzeigen nach Erstellung Ist diese Checkbox aktiviert so werden die neu angelegten Preise im Anschluss an die Erstellung im Fenster "Preislistenzeile" dargestellt. Hierüber ist eine manuelle Überprüfung und bei Bedarf Überarbeitung möglich.

Bedeutung der Maskenfelder für Rabatte:

Feld Beschreibung
Zeilenrabatte speichern Sofern BenutzerInnen die Zeilenrabatte speichern möchten, muss dieses Feld aktiviert werden. Erst nach erfolgter Aktivierung sind die weiteren "rabattrelevanten" Parameter einstellbar. Ist dieses Feld deaktiviert, so werden die Zeilenrabatte nicht gespeichert.
Debitorennr. Über die Debitorennummer können BenutzerInnen festlegen, für wen die Preise gespeichert werden sollen.
Startdatum Hier kann ein Startdatum angegeben werden, ab dem die Zeilenrabatte gelten sollen. Voreingestellt ist hier das aktuelle Arbeitsdatum.
Enddatum Hier kann ein Enddatum eingetragen werden, bis zu dem die Zeilenrabatte gültig sein sollen.
Mindestmenge übernehmen Über das Kennzeichen "Mindestmenge übernehmen" wird festgelegt, dass die Mengen der jeweiligen markierten Verkaufszeilen als Mindestmengen in die Preisliste übernommen werden. Ist dieses Feld deaktiviert, so werden keine Mindestmengen in die Preisliste übernommen.
Variantencode übernehmen Über das Kennzeichen "Variantencode übernehmen" wird festgelegt, dass die Varianten der jeweiligen markierten Verkaufszeilen als Varianten in die Preisliste übernommen werden. Ist dieses Feld deaktiviert, so werden keine Varianten in die Preisliste übernommen und der Zeilenrabatt ist somit variantenübergreifend gültig.
Zeilenrabatte anzeigen nach Erstellung Ist diese Checkbox aktiviert, so werden die neu angelegten Zeilenrabatte im Anschluss an die Erstellung im Fenster "Preislistenzeile" dargestellt. Hierüber ist eine manuelle Überprüfung und bei Bedarf Überarbeitung möglich.

Bestätigen Sie anschließend Ihre Auswahl mit „OK“. s

Verkaufskonditionen#

Verkaufskonditionen sind eine neue Form von Preis- oder Rabattdefinitionen. Der Anwendungsbereich Verkaufskondition ermöglicht Ihnen die flexible Kalkulation der Felder „VK-Preis“ und „Zeilenrabatt %“ in der Verkaufszeile mit Hilfe frei definierbarer Kalkulationszeilen.

Sie können die Kalkulationszeilen standardisiert bereits in den Stammdaten definieren.

Verkaufskonditionen ermöglichen Ihnen die variable Berechnung eines VK-Preises oder eines Zeilenrabatt % in einem Verkaufspreis bzw. Verkaufszeilenrabatt und damit letztendlich eine variable Preis- oder Rabattberechnung in einer Verkaufszeile.

Verkaufskonditionen werden zunächst als selbständiger Datenbestand in den Stammdaten des Verkaufs definiert und anschließend einem oder mehreren Datensätzen der Preisliste zugeordnet, je nachdem, ob die Verkaufskondition der Berechnung eines VK-Preises oder eines Zeilenrabatt % dient.

Anlage Verkaufskonditionen#

Um eine neue Verkaufskondition anzulegen, rufen Sie sich über die Anwendungssuche die Verkaufskonditionenübersicht auf und klicken Sie auf „Neu“.

Eine neue Verkaufskonditionen-Karte öffnet sich auf der Sie mit Hilfe der u.a. Tabellen, die gewünschte Verkaufskondition anlegen können.

Inforegister Allgemein#
Feld Beschreibung
Nr. Vergabe einer eindeutigen, identifizierbaren Nr. der Verkaufskondition durch fortlaufende Nummer durch hinterlegten Nummernserie bzw. manuelle Vergabe
Beschreibung Beschreibung der Verkaufskondition
Berechnungsbasis Definition des Einsatzes der Kondition. Folgende Auswahlmöglichkeiten stehen Ihnen zur Verfügung:

- Preiskondition (Einstandspreis)
- Preiskondition (EK-Preis (neuester))
- Rabattkondition
- Preiskondition (EK-Preis)
Währungscode Währungscode für die Verwendung der Verkaufskondition
Verkaufskondition Subform#

Die Verkaufskonditionszeilen definieren die Rechenschritte zur Berechnung eines Verkaufspreises bzw. eines Verkaufsrabattes bei Anwendung der Kondition. Beachten Sie bei der Definition der Verkaufskonditionszeilen insbesondere, dass die Reihenfolge der späteren Abarbeitung der Kalkulationsschritte zur Berechnung des VK-Preises bzw. Zeilenrabatt % von der Reihenfolge der von Ihnen erfassten Zeilen im Fenster bestimmt wird.

Feld Beschreibung
Beschreibung Beschreibung der Verkaufskonditionenzeile
Operatoren + addiert den eigetragenen Prozentsatz / Währungsbetrag

- subtrahiert den eingetragenen Prozentsatz / Währungsbetrag
Wert Hier wird der Wert des Prozentsatzes oder des Währungsbetrags eingetragen, der über den Operator hinzugerechnet oder abgezogen wird.
Berechnung Nettoprozent:
berechnet den Prozentwert auf die Berechnungsbasis (EK-Preis oder Einstandspreis)

Folgeprozent:
berechnet den Prozentwert auf den Endwert der vorherigen Zeile in der Verkaufskondition

Währungsbetrag:
berechnet den eingetragenen Wert im Betrag der Währung hinzu oder zieht den Betrag der Währung ab.

Beispiel 1:

Verkaufskondition 001

Messerabatt -10% Berechnung Folgeprozent

Grundkondition + 5% Berechnung Folgeprozent

Ergebnis:

Der Einstandsbetrag des Artikels wird mit 3.040, -€ beziffert

10 % von 3.040,00 = 304,00

3040,00 – 304,00 = 2736,00

5 % von 2736,00 = 136,80

2736,00 + 136,80 = 2.872,80

Beispiel 2:

Verkaufskondition 001

Messerabatt -10% Berechnung Nettoprozent

Grundkondition + 5% Berechnung Nettoprozent

Ergebnis:

Der Einstandsbetrag des Artikels wird mit 3040,00 € beziffert

10 % von 3.040,00 = 304,00

3040,00 – 304,00 = 2736,00

5 % von 3040,00 = 152,00

2736,00 + 152,00 = 2.888,00

Über die Aktion „Translations“ haben Sie die Möglichkeit, für die einzelnen Kalkulationsbeschreibungen eine Übersetzung zu hinterlegen. Diese Übersetzung wird bei Übernahme in die Belege, anstatt der deutschen Beschreibung übernommen, sofern im Beleg ein Sprachcode hinterlegt ist. Ist keine Übersetzung vorhanden, so wird immer die deutsche Beschreibung herangezogen.

Feld Beschreibung
Zielsprache Auswahl der Übersetzungssprache
Wert Übersetzung der Kalkulationsbeschreibung

Hinweis

Die Verkaufskonditionen werden in den KUMAVISIONs Standard Belegen nicht angedruckt. Sollten diese projektspezifisch gedruckt werden, steht die Übersetzung in dem jeweiligen Beleg zur Verfügung.

Zuweisung Verkaufskondition in Verkaufspreis und Verkauf Zeilenrabatt#

Die Zuweisung einer Verkaufskondition erfolgt immer über das Feld "Preis Konditionsnr.“ der jeweiligen Preisliste. Dabei muss die Währung der Kondition mit der Währung des "Verkaufspreis" bzw. "Verkauf Zeilenrabatt " übereinstimmen.

Datensätze der Preisliste mit ausgefülltem Feld "Verkaufskonditionsnr." haben in den Preislisten immer den Wert 0 im Feld „Verkaufspreis“, der Preis errechnet sich bei der Erfassung in den Verkaufszeilen. Analoges gilt für das Feld „Zeilenrabatt %“.

Die Berechnung des Verkaufspreises bzw. des Zeilenrabatt % erfolgt immer erst zur Laufzeit bei Verwendung des jeweiligen Datensatzes in einem Verkaufsbeleg mit dessen Daten.

Verkaufspreise bzw. Verkaufszeilenrabatte mit angegebener Verkaufskondition#

Die Verkaufspreise mit angegebener Konditionsnummer werden wie normale Verkaufspreise zur Ermittlung des Bestpreises herangezogen. Ob ein Verkaufspreis als gültiger Verkaufspreis zur Preisfindung in einem speziellen Verkaufsbeleg mitberücksichtigt wird oder nicht, ist also von den Daten der Verkaufskondition nicht abhängig. Es wird einzig der Wert des Verkaufspreises dynamisch ermittelt und der Verkaufspreis nimmt mit diesem ermittelten Preis an der Bestpreisfindung dann teil.

Funktion: "Preis abrufen" im Verkaufsbeleg#

Die standardmäßig in jedem Verkaufsbeleg vorhandene Funktion "Verkaufspreis holen" listet den AnwenderInnen die für eine Verkaufszeile anwendbaren Datensätze der Preisliste zur Auswahl auf. AnwenderInnen können einen bestimmten Verkaufspreis wählen und in die Verkaufszeilen übertragen und damit die automatische Verkaufspreisfindung bei Eingabe der Artikelnr. oder Verkaufszeilenmenge manuell umgehen.

Gleiches gilt analog für die Funktion "Zeilenrabatt abrufen" (ebenfalls aufrufbar im Verkaufsbeleg). Die Funktion wurde insofern erweitert, dass jetzt bei Anzeige eines Datensatzes der Preisliste mit zugewiesener "Verkaufskonditionsnr". statt der in den Stammdaten definierten 0 der auf Basis der Daten der Verkaufszeile mit Hilfe der Verkaufskonditionszeilen berechnete Wert angezeigt wird. Dieses gilt für jede Zeile des Fensters, die sich auf eine Verkaufskondition bezieht.

Wird ein Verkaufspreis in der Bestpreisermittlung mitberücksichtigt, so können die Währung und die Einheit der Verkaufszeile von der Währung und der Einheit des Datensatzes der Preisliste abweichen. Die Tabelle Verkaufspreis wurde daher um die Informationen „Währungscode (Berechnet)“, „Einheitencode Berechnet" und „Verkaufspreis (Berechnet") erweitert. Die ersten beiden Felder enthalten die Daten der Verkaufszeile, von der der Aufruf der Berechnung gestartet worden ist. Das Feld "Verkaufspreis (Berechnet)" enthält den berechneten Verkaufspreis in der Währung und der Einheit der Verkaufszeile, im Unterschied zum standardmäßigen Feld "Verkaufspreis" welches den Preis in der Währung und dem Einheitencode des Datensatzes "Preisliste" (Stammdaten) angibt.

Sie können durch Klicken im Feld Verkaufskonditionsnr. Über den Hyperlink in ein Fenster verzweigen, dass Ihnen die Berechnung der Verkaufskondition bis hin zum ermittelten Verkaufspreis darstellt. Gleiches gilt in Analogie für die Verkaufszeilenrabatte.

Preiseinheit#

Die Preisberechnung einer Belegzeile des Verkaufs aus dem Standardsystem beruht auf der Formel:

Nettobetrag = Menge * VK-Preis * (100 – Rabatt%) / 100

In der Praxis sind darüber hinaus weitere Berechnungsformeln anzutreffen. Ein Beispiel hierfür ist die Preisberechnung unter Verwendung von Preiseinheiten. Typischerweise wird diese Preisberechnung für Güter verwendet, die einen sehr geringen Stückpreis haben, z.B. Schrauben. Bei der Verwendung von Preiseinheiten ist in jedem Fall die Preisangabe der Belegzeile in dem Einheitencode der Belegzeile zu interpretieren.

Beispiel 1:

Basiseinheit des Artikels ist STÜCK, Einheit der Belegzeile ist ebenfalls STÜCK. Die Preisangabe in der Belegzeile geschieht in einem Vielfachen von 1000 (=Preiseinheit). Der durch AnwenderInnen eingegebene Preis ist als Preis für 1000 STÜCK zu interpretieren.

Beispiel 2:

Basiseinheit des Artikels ist STÜCK, Einheit der Belegzeile ist PAKET. Die Einheit PAKET ist in der Tabelle der Artikeleinheiten zum Artikel definiert, wobei 1 PAKET = 50 STÜCK sind. Die Preisangabe in der Belegzeile geschieht in einem Vielfachen von 1000 (=Preiseinheit). Der durch AnwenderInnen eingegebene Preis ist als Preis für 1000 PAKET zu interpretieren.

Darüber hinaus können AnwenderInnen bereits in den Stammdaten die mit den Kunden vereinbarten Preise unter Angabe einer Preiseinheit verwalten.

Hinweis

Durch Preiseinheiten nicht abgebildet wird eine Umrechnung zwischen Einheiten, welche nicht in der Artikeleinheitentabelle durch feste Umrechnungen definiert werden können. Z.B. der Artikel wird in der Basiseinheit STÜCK geführt. Die Belegzeile wird ebenfalls in STÜCK erfasst, die Preisberechnung der Belegzeile basiert aber nicht auf der STÜCK, sondern auf der Gewichtsangabe. Die Abbildung solcher gewichtsabhängigen Belegpreisangaben stellen eine weitere Preisfindungsmethode dar und ist in diesem Bereich nicht abgebildet.

Artikelpreisgruppen#

Vor dem Hintergrund, dass im Großhandel identische Artikel sowohl im Einkauf als auch im Verkauf nicht einzeln mit Preisen versehen werden sollen, sondern ein Preis für eine ganze Gruppe von gleichpreisigen Artikeln hinterlegt werden soll, ist die Funktionalität der Artikelpreisgruppen eine Zeitersparnis und eine Verringerung des Pflegeaufwandes bei der Preisgestaltung.

Ein Beispiel für eine Artikelpreisgruppe können Farben sein. Eine Gruppe von Farben desselben Gebindes kostet immer gleich, egal ob es sich dabei um rote, gelbe oder grüne Farbe handelt. Somit kann die Preispflege im Verkauf über eine Artikelpreisgruppe „Farbe“ erfolgen. Die über eine Artikelpreisgruppe hinterlegten Preise sind vollständig in die Preisfindungsroutine in Microsoft Dynamics Business Central™ integriert.

Preisvereinbarungen für Artikelpreisgruppen können wie Artikelpreise erfasst werden, d. h. insbesondere:

  • die Verkaufsart kann auch bei Artikelpreisgruppen alle Optionen (Alle Debitoren / Debitorenpreisgruppe / spezieller Debitor) annehmen,

  • Kampagnenpreise werden unterstützt,

  • Debitor Hierarchien werden unterstützt (siehe Kapitel Hierarchien),

  • Verkaufskonditionen werden unterstützt,

  • Mengenabhängige, datumsabhängige und währungsabhängige Preise werden unterstützt,

  • unterstützt werden auch einheitenabhängige Preise, und zwar wie folgt: Soll ein Preis (definiert für eine Artikelpreisgruppe) für eine spezielle Artikeleinheit gelten, so ist diese in der Zeile zu hinterlegen. Es obliegt dem/der AnwenderIn sicherzustellen, dass diese Einheit dann aber auch als Artikeleinheit bei den Artikeln dieser Artikelpreisgruppe definiert ist.

Hinweis

Variantenabhängige Preisdefinitionen werden für Artikelpreisgruppen nicht unterstützt. Hier gilt: Gehört ein Artikel mit Varianten zu einer Artikelpreisgruppe, so gelten die Preise dieser Artikelpreisgruppe automatisch für alle Varianten dieses Artikels.

Um eine Artikelpreisgruppe zu definieren, rufen Sie sich über die Anwendersuche die „Artikelpreisgruppen“ auf.

Über „Neu“ im Menüband können Sie eine neue Artikelpreisgruppe mit Hilfe der u.a. Tabelle definieren.

Feld Beschreibung
Code Gibt ein aussagekräftiges Kürzel der Artikelpreisgruppe an
Beschreibung Gibt die Beschreibung der Artikelpreisgruppe an
Verkauf Gibt die Verwendung für den Verkaufsbereich an
Einkauf Gibt die Verwendung für den Einkaufsbereich an

Nach erfolgreicher Anlage der Artikelpreisgruppe können Sie über das Menüband über den Menüpunkt „Preise“ > „Verkaufspreise“ analog zur Standardpreispflege die Preise definieren.

Staffelpreise#

Die Berechnung des Wertes der Felder „VK-Preis“ und „Zeilenrabatt %“ der Verkaufszeile beruht auf den in der Preisliste hinterlegten Preis- bzw. Rabattvereinbarungen zwischen Debitor und Artikel.

Die Möglichkeit der Preis- bzw. Rabattvereinbarungen sind dabei sehr vielfältig. So können z.B. auf der Debitorenseite Vereinbarungen für Alle Debitoren, für Debitorenpreisgruppen / Debitorenrabattgruppen oder für spezielle Debitoren und auf der Artikelseite Vereinbarungen für Artikelgruppen oder für spezielle Artikel hinterlegt werden.

Erfassen AnwenderInnen in einem Verkaufsbeleg zu einem Debitor in einer Verkaufszeile einen Artikel, so berechnet die Anwendung den Wert der Felder „VK-Preis“ und „Zeilenrabatt %“ der Verkaufszeile automatisch. Die Berechnung erfolgt, in dem der Wert des Feldes „Menge“ dieser konkreten Verkaufszeile den in den genannten Stammdaten hinterlegten Mindestmengen gegenüberstellt und so unter allen gefundenen Verkaufspreisen bzw. -zeilenrabatten eine Bestpreisfindung durchläuft.

Grundsätzlich führt der Standard die oben beschriebene Bestpreisfindung für jede Verkaufszeile eines Verkaufsbeleges getrennt durch. In der Praxis kann es vorkommen, dass AnwenderInnen ein und denselben Artikel mehrfach in einem Verkaufsbeleg erfassen. Dies kann beispielsweise notwendig sein, wenn der Artikel zu unterschiedlichen Lieferterminen geliefert werden soll. KUMAVISION base365 (BOOSTER) erweitert deshalb die Preis- bzw. Rabattermittlung von Microsoft Dynamics Business Central™ insofern, dass nicht nur die Menge der konkreten Verkaufszeile, welche der/die BenutzerIn gerade erfasst, zur Preis- bzw. Rabattberechnung dieser Zeile herangezogen wird, sondern die Summe der Mengen in allen Verkaufszeilen des gleichen Verkaufsbeleges mit der gleichen Artikelnummer. Preisrelevante Felder für diese Funktionalität der Verkaufszeile sind:

  • Art und Nr.
  • Variantencode
  • Einheitencode und Menge pro Einheit
  • Alternative mit Wert <leer>
  • Zeilenrabatt zulassen und Rech.-Rabatt zulassen

Es werden zur Summenbildung über das Feld „Menge“ nur diejenigen Verkaufszeilen herangezogen, die, die gleichen Werte innerhalb dieser Felder besitzen.

Grundsätzlich nicht herangezogen zur Summenbildung werden Verkaufszeilen mit • Lieferungsnr. bzw. Rücksendungsnr. mit Wert ungleich <leer> (d.h. Rechnungs- bzw. Gutschriftszeilen, die durch einen Lieferabruf entstanden sind) • Rahmenauftragsnr. mit Wert ungleich <leer> (d.h. Auftragszeilen die sich auf eine Rahmenauftragszeile beziehen) • Alternative mit Wert ungleich <leer>

Über die Aktion „Staffelpreise aktualisieren“ werden die Staffelpreise berechnet. Die Berechnung der Staffelpreise erfolgt immer auch mit der Freigabe des Belegs.

Wenn in einer Belegzeile der VK-Preis oder Zeilenrabatt % manuell geändert wird, werden bei der Berechnung der Staffelpreise bei diesen Zeilen weder der Preis- noch der Zeilenrabatt neu berechnet. Außerdem geht diese Zeile nicht in die Gesamtmenge für die Berechnung der Staffelpreise und der Rabatte ein.

Das gilt auch für Belegzeilen mit einer Verbindung zu einem Rahmenauftrag oder zu einer Rahmenvereinbarung sowie für Alternativzeilen und bei der Fakturierung von gebuchten Lieferungen oder Rücksendungen.

Soll ausnahmsweise in einem Beleg einmal keine verteilte Staffelpreis Preisfindung stattfinden, kann über den Schalter Preis/Rabatt Mindestmenge pro Zeile diese Funktion abschalten werden. Das kann z.B. notwendig sein, wenn Sie einem Kunden explizit die Mengenstaffelpreise oder Rabatte in einem Angebot ausweisen möchte.

Sind in dem VK-Beleg bereits Zeilen erfasst, fragt das System, ob diese Änderung durchgeführt werden soll. Bestätigen Sie mit „Ja“, wenn Sie die Staffelpreisfindung für den Beleg abschalten möchten.

Hinweis

Bitte beachten Sie, dass Ihnen diese Funktionalität nur zur Verfügung steht, wenn in der Debitoren & Verkauf Einr. die Preisberechnungsmethode auf „KUMAVISION base Niedrigster Preis“ steht und der Schalter „Preis/Rabatt Mindestmenge pro Zeile“ deaktiviert ist.

Preise/Rabatte in Abhängigkeit von der Auftragsart#

Für unterschiedliche Verkaufssituationen (z.B. die Unterscheidung eines Artikel-Verkaufs im „Neukundengeschäft“ und im „Ersatzteilgeschäft“) ist es erforderlich, auch unterschiedliche Konditionen (Preise und Rabatte) hierfür vereinbaren zu können.

Deshalb ist es in KUMAVISION base365 (BOOSTER) möglich, die Verkaufspreise und –Zeilenrabatte in Abhängigkeit von der Verkaufsauftragsart zu hinterlegen.

Bei der Preisfindung werden dann diese Preise mitberücksichtigt, wenn die entsprechende Verkaufsauftragsart (im Verkaufskopf) angegeben ist.

Die Verkaufsauftragsart können Sie in dem gleichnamigen Feld in der jeweiligen Verkaufspreiszeile bei dem gewünschten Artikel angeben.

Bei Erstellung eines Verkaufsauftrags mit der entsprechenden Verkaufsauftragsart wird für die Artikelzeile der entsprechende Preis ermittelt.

Analog der VK-Preise, werden die Verkaufs-Zeilenrabatte gepflegt. Auch diese können nun in Abhängigkeit von der Verkaufsauftragsart hinterlegt werden.

Debitoren Ressourcenpreise#

Debitorenspezifische Preise lassen sich in KUMAVISION base365 (BOOSTER) auch für Ressourcen hinterlegen. Der Aufruf der Ressourcenpreise erfolgt über den Debitor oder die Ressource.

Ressourcenpreise können pro Debitor, pro Debitorenpreisgruppe oder für Alle Debitoren angelegt werden. Sie gelten für bestimmte Ressourcen oder eine Ressourcengruppe und können wie Artikelpreise mit einem Start- und Enddatum versehen werden.

Die Logik der Bestpreisfindung bzw. je nach Einrichtung keine Bestpreisfindung gilt auch für die Ressourcen VK-Preise.

Hinweis

Die Ressourcenpreise sind nicht integriert in die Preisfindung mit Hierarchiecode.

Preise und Rabatte schließen#

Die korrekte Preis- und Rabattfindung ist abhängig von der Verwendung von Start- und Enddatum in den entsprechenden Preislisten. In KUMAVISION base365 gilt grundsätzlich immer der neueste Preis, bei ansonsten gleicher Konstellation als der aktuell gültige Preis. Analog ist dies auch bei den Zeilenrabatten so.

Grundsätzlich ist es aber möglich bestehende Preis oder Rabatt Eintragungen automatisch mit einem Enddatum zu versehen, sobald ein Eintrag mit einem neuen Startdatum und gleicher Konstellation gemacht wird. Damit ist für AnwenderInnen der gefundene Preis bzw. Rabatt eindeutiger zu verstehen.

Dazu muss in der Debitoren & Verkauf Einrichtung der Schalter „Preise und Rabatte aut. schließen“ auf dem Inforegister Preise aktiviert werden.

Wird nun ein neuer Preis oder ein neuer Rabatt in die entsprechende Tabelle eingetragen mit einem neuen Startdatum so setzt das System automatisch in vorherigen Einträgen, die dieselbe Konstellation aufweisen und bisher kein Enddatum hatten, das Enddatum auf 1 Tag vor dem neuem Startdatum.

Hinweis

Die „alten“ Preise und Rabatte werden nur geschlossen, wenn der neue Preis bzw. Rabatt Eintrag kein Enddatum hat.

Bestpreisfindung steuerbar#

In Microsoft Dynamics Business Central™ gilt die sogenannte Bestpreisfindung. D.h. es wird in der Konstellation Debitor/Artikel immer der für den Kunden günstigste im System verfügbare Preis und Rabatt gefunden, der zum Zeitpunkt der Belegerfassung gültig ist. Dabei wird eine sogenannte Nettobestpreisfindung gemacht, d.h. es wird der niedrigste VK-Preis und der für den Kunden beste Zeilenrabatt herangezogen. Preise und Rabatte sind in der Preisliste immer unabhängig zueinander. Daher kann es passieren, dass eine Verkaufszeile inkl. Zeilenrabatt nur mit dem Preis oder dem hinterlegten Zeilenrabatt mit einer weiteren Zeile (Preis oder Rabatt) für die Bestpreisfindung herangezogen werden. Dies gilt ebenso für KUMAVISION base365 (BOOSTER).

Oftmals gibt es aber Kunden, die von dieser Regelung ausgeschlossen sind, sondern individuelle etwas höhere Preise erhalten als die allgemein im System verfügbaren Preise.

Aus diesem Grund gibt es in KUMAVISION base365 die Möglichkeit, entweder allgemein über alle Debitoren oder Debitoren-spezifisch die Bestpreisfindung auszuschalten. Das Ausschalten der Bestpreisfindung entspricht einer Hierarchischen Preisfindung.

Einrichtung allgemein#

In der „Debitoren & Verkauf Einrichtung“ auf dem Inforegister „Preise“ wird über das Feld „Preisberechnungsmethode“ gesteuert, ob und inwieweit eine Bestpreisfindung stattfinden soll.

Das Feld „Preisberechnungsmethode“ kann mit folgenden Optionswerten belegt werden:

Optionswert Beschreibung
Niedrigster Preis Es soll grundsätzlich die Microsoft Business Central Standard Preisfindung erfolgen.
KUMAVISION base Preisprioritäten
Ohne Bestpreisfindung
Es soll keine Bestpreisfindung erfolgen.
KUMAVISION base
Niedrigster Preis
Bestpreisfindung
Eine Bestpreisfindung soll laut Einstellung beim jeweiligen Debitor erfolgen

Einrichtung gesteuerte Bestpreisfindung beim Debitor#

Unabhängig von der allgemeinen Festlegung der Bestpreisfindung in der Debitoren & Verkauf Einrichtung kann für einen bestimmten Debitor eine abweichende Preisberechnungsmethode festgelegt werden.

Die Festlegung können Sie auf der jeweiligen Debitoren-Karte über das Feld „Preisberechnungsmethode“ vornehmen. Die Optionen sind analog denen in der Debitoren & Verkauf Einrichtung.

Sollte die Option „Ohne Bestpreisfindung“ festgelegt werden, bewirkt es, dass für diesen Debitor immer der kundenindividuelle Preis gefunden wird, auch wenn dieser höher ist als der allgemein gültige VK-Preis.

Wird ein neuer Verkaufsbeleg angelegt für einen Debitor, erhält der Verkaufsbeleg nun auch (automatisch) im Inforegister „Rechnungsdetails“ die für ihn gültige Preisberechnungsmetode.

Zur Ermittlung der Preisberechnungsmethode gilt folgende Hierarchie:

  1. manuelle Eingabe im Verkaufsbeleg
  2. Debitoren Preisgruppe
  3. Debitoren Karte
  4. Debitoren und Verkauf Einrichtung

Verhalten der Preisfindung#

Für einen Artikel können mehrere Preise hinterlegt werden (z.B. für unterschiedliche Staffelmengen und Debitoren, Debitorenpreisgruppen, alle Debitoren usw.), die prinzipiell alle gültig sind.

Ist die Bestpreisfindung gewünscht, so findet das System für eine Belegzeile automatisch den für den Kunden günstigsten Preis.

Beispiel: Der Kunde bestellt einen Artikel. Das System ermittelt den günstigsten Preis für den Kunden. Ist keine Bestpreisfindung gewünscht, so findet das System für eine Belegzeile nicht (mehr) den für den Kunden günstigsten Preis, sondern den spezifischsten Kundenpreis.

Preisfindungsdatum#

Das Preisfindungsdatum im Angebot, Auftrag und der Reklamation ist das Auftragsdatum. Für Gutschriften und Rechnungen ist das Buchungsdatum das Preisfindungsdatum.

Die Preise bei einer Nicht-Bestpreisfindung (hierarchische Preisfindung) werden nach Priorität gefunden.

  1. Hierarchie Ebene: Die niedrigste Hierarchieebene eines Debitors hat Vorrang vor der nächsthöheren Ebene. Dies kommt nur zum Tragen, wenn mit Debitor Hierarchien gearbeitet wird, z.B. im Rahmen von Verbandsstrukturen.

  2. Verkaufsart: Kampagne, Debitor, Debitorpreisgruppe, Alle Debitoren

  3. Verkaufsauftragsart: Verkaufsauftragsart gefüllt, keine Verkaufsauftragsart

  4. Art: Artikel, Artikelpreisgruppe

  5. Variantencode: Variantencode gefüllt, keine Variante, Dies kommt nur zum Tragen, wenn bei Artikeln mit Variantencode gearbeitet wird.

  6. Einheitencode: Einheitencode gefüllt, kein Einheitencode

  7. Währungscode: Währungscode gefüllt, kein Währungscode Dies kommt nur zum Tragen, wenn beim Debitor mit Fremdwährungen gearbeitet wird

  8. Zuständigkeitseinheitencode: Zuständigkeitseinheitencode gefüllt, kein Zuständigkeitseinheitencode

  9. Mindestmenge

  10. Startdatum: Neuestes Startdatum, Älter, Startdatum nicht gefüllt

Wenn im VK-Beleg eine Kampagne ausgewählt wird, werden in der Preisfindung die anderen aktiven Kampagnen des Debitors nicht berücksichtigt. Diese Kampagnenpreise haben Vorrang vor allen anderen Preisen. Wenn im Beleg keine Kampagne ausgewählt wird, werden nur die Kampagnen zum Debitor/Kontakt des VK-Belegs berücksichtigt, nicht für alle Debitoren in der Hierarchie.

Zuerst findet die Preisfindung auf der Ebene des Debitors statt. Gehört der Debitor in einer Hierarchie zu einem weiteren Debitor, so bleibt dieser erst mal unberücksichtigt. Erst wenn auf der Ebene des Debitors kein gültiger Preis gefunden wird, so wird auf der nächsten Hierarchie-Ebene weitergesucht. Gehört der Debitor zu mehreren Debitoren auf der nächsten Ebene, so kommt eine Fehlermeldung. Die Anzahl der Hierarchieebenen ist unbegrenzt. Wird auf der Ebene von Debitoren kein gültiger Preis gefunden, so wird auf der Ebene von Debitorpreisgruppen nach der gleichen Logik weitergesucht.

Innerhalb einer Ebene gilt folgende Logik:

Ein Preis mit Variante hat eine höhere Priorität als ein Preis ohne Variante, sofern Verkaufsart und Art gleich sind.

Das gleiche gilt für die Währung: Zuerst der Preis mit Währung, dann ohne Währung. Dieses Kriterium kommt aber nach der Variante.

Danach wird die Mindestmenge verglichen: Die höhere Mindestmenge (innerhalb der Gültigkeit) wird genommen.

Zum Schluss wird das Startdatum geprüft: Ein neuerer Preis hat eine höhere Priorität als ein älterer. Grundsätzlich werden nur zum Auftragsdatum gültige Preise genommen.

Verhalten der Rabattfindung#

Die Rabattfindung mit und ohne Bestpreisfindung funktioniert analog der Preisfindung. Preise und Rabatte sind in der Preisliste immer unabhängig zueinander. Daher kann es passieren, dass eine Verkaufszeile inkl. Zeilenrabatt nur mit dem Preis oder dem hinterlegten Zeilenrabatt mit einer weiteren Zeile (Preis oder Rabatt) für die Bestpreisfindung herangezogen werden.

Preisfindung nach Hierarchie#

In der Best Price- bzw. Best Discount-Findung werden auch Einträge aus der Hierarchie übergeordneten Debitoren einbezogen (siehe hierzu auch „Verwaltung von Hierarchien“). Um diese Funktionalität verwenden zu können, muss zunächst in der Debitoren & Verkaufseinrichtung der Hierarchieartencode im Inforegister „Allgemein“ definiert werden, der in der Preisfindung verwendet werden soll.

Alle über den definierten Hierarchieartencode hinterlegten Debitoren werden dann entsprechend bei der Preis-/Rabattfindung mitberücksichtigt. Der beste Preis und der beste Rabatt in den entsprechenden Kombinationen (Gültigkeit, Mindestmenge, Einheiten, Währung, Zuständigkeitseinheit…) wird in die Belegzeile übernommen. Dabei spielt es keine Rolle in welcher Hierarchie-Ebene der Preis ermittelt wurde. Ggf. werden in der unterschiedlichen Hierarchie-Ebene auch unterschiedliche Preise (Debitorenpreis, Debitorenpreisgruppenpreis etc.) ermittelt.

Preisfindung nach Zuständigkeitseinheit#

Dieser Leistungsbereich erweitert die Verkaufspreise und Verkaufsrabatte um die Möglichkeit, diese auch pro Zuständigkeitseinheit festzulegen. D.h. sowohl Preise als auch Rabatte können unterschiedlich sein für verschiedene Zuständigkeitseinheiten. Hierzu muss in dem entsprechenden Verkaufspreis bzw. Verkaufsrabatt-Zeile der Preisliste die gewünschte Zuständigkeitseinheit in dem Feld „Zuständigkeitseinheitencode“ gepflegt werden.

VK-Preisvorschlag#

Erweiterte Felder in Erweiterte VK—Preisvorschläge#

Die Funktion „Erweiterte VK-Preisvorschläge“ beinhalten die in KUMAVISION base365 erweiterten Preis-Felder:

  • Preiseinheit
  • Aktueller VK-Preis (Preiseinheit)
  • Neuer VK-Preis (Preiseinheit)
  • Zuständigkeitseinheit
  • Verkaufsauftragsart Beim Berechnen des Preisvorschlags als auch beim Speichern in der VK-Preistabelle werden die Felder berücksichtigt.

VK-Preisvorschlag auf Basis von Verkaufskonditionen#

Beim Erstellen des VK-Preisvorschlags kann der neue Preis in Microsoft Dynamics Business Central™ auf Basis von manuell einzugebenden Faktoren kalkuliert werden. In KUMAVISION base365 (BOOSTER) gibt es jedoch für die Kalkulation von Verkaufspreisen bereits die Verkaufskonditionen, siehe Verkaufskonditionen. Diese Verkaufskonditionen können zur Erstellung des VK-Preisvorschlags herangezogen werden anstelle des Faktors.

Vorgehensweise: Im Erweiterten VK-Preisvorschlag wird die Funktion „Artikelpreis vorschlagen…“ aufgerufen. Für die Option VK-Preis vorschlagen ist die Option nicht einrichtbar. In den Optionen muss die Berechnungsgrundlage auf Verkaufskondition gestellt werden und im Feld Verkaufkondition Code wird die gewünschte Verkaufkondition ausgewählt, auf deren Basis die neuen Preise kalkuliert werden sollen. Es können nur Konditionen der Art Preiskondition und ohne Währungscode ausgewählt werden. Mengenfaktoren bleiben unberücksichtigt. Nach Durchführung der Aktion werden die neuen Preise im Buch.-blatt vorgeschlagen und können in die Verkaufspreistabelle gem. Microsoft Dynamics Business Central™ Standard übernommen werden.

Hinweis

Bereits im VK-Preisvorschlag Standard wird für das Feld Nur Beträge über in der VK-Preistabelle geschaut. Hat man dort keine Preise hinterlegt, erfolgt die Berechnung neuer VK-Preise nur, wenn dort der Filter -1 eingegeben ist.

Belegprozess ID im Verkauf#

Im Vertriebsprozess ist es hilfreich, wenn zusammengehörige Belege vom Angebot bis zur Reklamation mit einer gemeinsamen ID verfolgt werden können. Z.B. beim Erstellen einer Reklamation soll die Gut-schrift, die Rücklieferung, die EK-Reklamation und ggf. der neue daraus entstehende Auftrag über eine gemeinsame Beleg ID nachverfolgt werden können. Dazu gibt es in den Verkaufsbelegen das neue Feld Dokumenten Prozess ID im Verkaufskopf und den -zeilen.

Einrichtung#

Um die Dokumentenverfolgung nutzen zu können, muss zunächst eine Nummernserie in der Debitoren & Verkaufseinrichtung angelegt werden.

Hierzu rufen Sie sich zunächst die Debitoren & Verkauf Einrichtung über die Anwendersuche auf. Auf der Debitoren & Verkauf Einrichtung-Karte in dem Inforegister „Nummernserie“ haben Sie nun die Möglichkeit, in dem Feld „Dokumentenprozess ID“ eine Nummernserie zu hinterlegen. Anschließend verlassen Sie die Einrichtung.

Prozess#

Das Feld „Dokumentenprozess ID“ wird im Verkaufskopf in dem „Start“-Beleg automatisch mit einer fortlaufenden Nummer aus der Nummernserie gefüllt. Die Dokumentenprozess ID ist in den Belegzeilen im gleichnamigen Feld einzusehen. Die Dokumentenprozess ID wird anschließend auf alle aus dem „Start“-Beleg resultierenden Belege und deren Zeilen mit übertragen.

Beispiel:
Ein Verkaufsangebot wird als „Start“-Beleg erstellt. In dem Belegkopf, wird automatisch eine Dokumentenprozess-ID diesem Vorgang zugewiesen. Diese Dokumentenprozess ID wird anschließend den aus dem Prozess heraus resultierenden Belegen weiter übertragen. Das Verkaufsangebot wird in ein Verkaufsauftrag umgewandelt. Somit würde automatisch der Verkaufsauftrag ebenfalls die Dokumentenprozess ID des ursprünglichen Verkaufsangebotes zugewiesen bekommen.

Angebot – Auftrag – archivierte VK-Belege – Lieferung – Rechnung – VK Reklamation (nur wenn die Zeilen über die Funktion „zu stornierende Belegzeilen abrufen“ erstellt werden)

Über den Menüpunkt „Zeile“ im gleichnamigen Inforegister, kann unter den Menüpunkt „Verknüpfte Informationen“ die „Navigate Dok.Proz.ID“ aufgerufen werden. Auf der Navigate Dok.Proz.ID-Karte werden Ihnen alle Belege zu der jeweiligen Dokumentenprozess ID angezeigt. Über einen Klick auf die Anzahl im Feld „Anzahl der Einträge“ können Sie sich den dazugehörigen Beleg anzeigen lassen.

Beleganrede#

Neben der Formellen und Informellen Anredeformel, die für einen Kontakt hinterlegt werden kann, gibt es in KUMAVISION base365 (BOOSTER) noch eine zusätzliche Anredeform, die Beleganrede. Sie wird in Verkauf Belegen herangezogen im Feld Verk. an Kontakt.

Hintergrund dafür ist, dass es Kontaktpersonen ohne Vornamen im System geben dann. Wird so ein Kontakt ausgewählt als Ansprechpartner für einen Verkaufsbeleg, so wird in Microsoft Dynamics Business Central™ Standard lediglich der Nachname dieser Person im Beleg gedruckt.

Um dies zu vermeiden wird in KUMAVISION base 365 das Ergebnis der Anredeformel Beleganrede in dieses Feld eingetragen, damit ein Kontakt ohne Vornamen mit der passenden Bezeichnung und Titel im Beleg angesprochen werden kann.

Einrichtung#

Die Einrichtung der Beleganrede sollte für jeden Anredecode erstellt werden. Hierzu rufen Sie sich über die Anwendersuche die „Anreden“ auf.

Markieren Sie sich zunächst die Anredezeile, für die Sie die Einrichtung vornehmen möchten. Wählen Sie anschließend über das Menüband den Menüpunkt „Formeln“ aus.

Tragen Sie pro Sprachcode eine entsprechende Beleganredeformel ein.

In KUMAVISION base 365 gibt es die Möglichkeit, zwei Verkäufer am Debitor bzw. in den Verkaufsbelegen zu hinterlegen. Je nach Verwendung dieser beiden Codes in den Unternehmen, ist es erforderlich auf dem gedruckten Beleg gegenüber dem Kunden mal den einen oder den anderen Verkäufercode anzudrucken. Z.B., wenn im Verkäufercode 1 der Handelsvertreter eingetragen wird zur Ermittlung von Provisionen und der interne Ansprechpartner für den Kunden in Verkäufercode 2 steht, soll der Kunde im Beleg jedoch die internen Kontaktdaten angezeigt bekommen.

Hierfür kann in den jeweiligen Belegen eine Auswahl für den Andruck des Verkäufers im Inforegister „Provision“ im Feld „Andruck Verkäufer“ getroffen werden.

Alternativ kann auch eine generelle Grundeinstellung in der Debitoren & Verkauf Einrichtung im Inforegister „KUMAVISION“ über das Feld „Andruck Verkäufer“ gesetzt werden.

Kommunikationsarten nach der Datenschutznovelle 2012#

Zum 01.9.2012 greift eine entscheidende Änderung der Datenschutznovelle, die vielfach den Umgang mit Kundendaten verändert.

Im speziellen geht es um die Nutzung von personenbezogenen Daten für eigene Geschäftszwecke, also: Werbung. Dazu wurden für den §28 BDSG (Bundesdatenschutzgesetz) weitreichende Änderungen beschlossen.

Letztendlich werden zukünftig Verarbeitung oder Nutzung personenbezogener Daten für Zwecke der Werbung erschwert, die Nutzung hängt ab dem 01.9.2012 eindeutig - und zwar eindeutiger als bisher - von der Zustimmung der jeweiligen Person ab. Problematisch wird dies, weil diese Änderung nicht nur neue Daten betrifft, sondern auch bereits bestehende. (Quelle: GFM Nachrichten)

Von der Verschärfung der Datenschutznovelle ist nicht persönlich adressierte Werbung – z.B. über Postwurf spezial – nicht betroffen.

Die Datenschutznovelle enthält ein sog. „opt-in“, wonach ein Kunde der Weitergabe von Daten zum Zwecke der Werbung ausdrücklich zustimmen muss. Ist diese lediglich telefonisch erfolgt, muss das Unternehmen sie anschließend schriftlich bestätigen. Zudem muss dem Kunden in jedem Werbebrief mitgeteilt werden, bei welchem Unternehmen seine Daten erstmalig gespeichert wurden.

Für die Umsetzung der verschärften Datenschutznovelle im CRM Modul von wurden folgende Einschätzungen getroffen:

Grundsätzlich dürfen Personenkontakte nur noch nach vorheriger Zustimmung der Person für Werbezwecke (also die Segmentierung von Adressen) verwendet werden. Davon sind im Besonderen-E-Mail-Aktionen betroffen. Ein postalisches Anschreiben ist bis zum Widerspruch erlaubt. Kontakte der Art Unternehmen dürfen immer und auf jedem Weg kontaktiert werden.

Kommunikationsarten in der Kontaktverwaltung#

Die Kontakte sind im Inforegister „Kommunikation“ um die Kommunikationsarten Brief, E-Mail, Telefon und Fax mit der jeweiligen Ausprägung Erlaubt Ja oder Nein erweitert. Die Standard Einstellung ist leer, was undefiniert bedeutet. Damit die Selektion von Personen Adressen durchgeführt werden kann, müssen die Kommunikationsartenfelder zwingend gefüllt werden.

Wird in einem der Felder eine Änderung zwischen den Ausprägungen Erlaubt Ja oder Nein vorgenommen, wird in einer zusätzlichen Tabelle Kommunikationsprotokollposten dokumentiert, wann und von welchem BenutzerIn die Änderung vorgenommen wurde.

Zusätzlich müssen AnwenderInnen immer einen Kommentar (z.B. lt. Telefon vom xx.xx.xx) erfassen (Eingabepflicht). Dadurch wird sichergestellt, dass nicht versehentlich eine Änderung vorgenommen wird und bei Nachfragen eine Auskunft über die Änderungen jederzeit schnell möglich sind.

Die Protokollposten können direkt aus den Kontakten über das Menüband „Zugehörig“ > „Verknüpfte Informationen“ > „Kommunikationsprotokollposten“ aufgerufen und eingesehen werden.

Ist eine Kommunikationsart nicht explizit mit Ja oder Nein belegt, sondern bleibt leer, wird vom System grundsätzlich davon ausgegangen, dass diese Kommunikationsart für den Personen Kontakt nicht verwendet werden darf. Um zunächst für alle Kontakte die Kommunikationsart auf Nein zu stellen muss einmalig der Report 5049015 Initialize Comm. Allowance laufen gelassen werden.

Diese Einstellungen am Kontakt haben keine Auswirkung auf das Erstellen von direkten Mails über das entsprechende Mail-Symbol am Kontakt. Ebenso können einzelne Aktivitäten für den Kontakt erstellt werden. Nur wenn Aktivitäten über die Funktion Segment protokollieren erstellt werden, erfolgt die Prüfung auf die erlaubten Kommunikationsarten.

Segmentierung von Personenkontakten#

Bei der Erstellung von Segmenten muss vor dem Hinzufügen von Kontakten in das Segment eine Kommunikationsart gewählt werden.

Dadurch stellt das System sicher, dass nur Kontakte diesem Segment hinzugefügt werden, die dieser Kommunikationsart zugestimmt haben. Vor dem Protokollieren des Segments wird erneut geprüft, dass die Kontakte des Segments nach wie vor nicht widersprochen haben.

Um eine Kommunikationsart zu wählen muss eine Aktivitätenvorlage im Segmentkopf ausgewählt werden. Es empfiehlt sich eine entsprechende Aktivitätenvorlage pro Kommunikationsart

  • Fax
  • E-Mail
  • Brief
  • Telefon

anzulegen.

Bei der Funktion Kontakte hinzufügen wird geprüft, ob die gem. der Suchkriterien passenden Kontakte auch für die ausgewählte Kommunikationsart zugelassen wird. Im Segment eingetragen werden nur Kontakte, die für diese Kommunikationsart erlaubt sind. Eine entsprechende Meldung bestätigt die Berücksichtigung der Kommunikationsarten.

Hinweis

Eine nachträgliche Änderung der Kommunikationsart im Segmentkopf ändert nicht rückwirkend die ausgewählten Kontakte.

Wenn also die Kommunikationsart für eine Aktion komplett geändert werden soll, dann muss diese in der Aktivitätenvorlage geändert werden und die Aktivitätenvorlage erneut in den Segmentkopf gezogen werden. Dadurch wird die Prüfung erneut durchlaufen.

Automatische Lieferung zusätzlicher Verkaufszeilen#

In einem Auftrag werden neben den „echten“ Artikelpositionen (Positionen mit Lagerdurchlauf) häufig Kostenpositionen z.B. für Frachtkosten, die in unmittelbarer Verbindung zum Artikel stehen, erfasst. Auch werden die Artikel der Art „Service“ immer häufiger verwendet.

Der Grundgedanke im Vorgehen ist dahingehend, das mit der Auftragsfreigabe diese Aufträge nicht mehr aktiv im Verkauf bearbeitet werden müssen. D.h. die Ware wird über einen Logistikprozess (ein- oder zweistufig) an den Kunden geliefert. Im täglichen Rechnungslauf (Periodische Faktura) werden alle zur Berechnung anstehenden Aufträge fakturiert.

Dabei würde in Microsoft Dynamics Business Central™ Standard das Problem entstehen, dass alle Positionen, die nicht Lagerartikel betreffen, nicht geliefert würden. Sind diese Positionen jedoch nicht geliefert, werden diese ebenso nicht fakturiert.

Eine nachträgliche Buchung im Verkaufsauftrag könnte durchgeführt werden, dies würde jedoch zu erheblichen Aufwänden führen, da alle Rechnungen manuell gebucht werden müssten.

Mit der Funktionalitätserweiterung „Automatische Lieferung Zusätzlicher Verkaufszeilen“ wurde der Funktionsumfang dahingehend erweitert, dass direkt bei der Buchung der Logistikbelege, diese Positionen mitfakturiert werden.

Einrichtung#

KUMAVISION Moduleinrichtung#

Um die Funktion der „Automatische Lieferung zusätzlicher Verkaufszeilen“ anwenden zu können, muss zunächst in der „KUMAVISION Moduleinrichtung“ der gleichnamige Schalter aktiviert werden. Andernfalls kann die Funktion im System nicht ausgeführt werden sowie ist die zugehörige Einrichtung für AnwenderInnen nicht sichtbar.

Automatische Lieferung zusätzlicher Verkaufszeilen Einrichtung#

In der Einrichtung „Automatische Lieferung zusätzlicher Verkaufszeilen Einrichtung“ werden alle

  • Artikel der Art=Service
  • Ressourcen
  • Sachkonten

erfasst die automatisch geliefert werden sollen. Diese Tabelle ist als globale Einrichtung für den Verkauf zu sehen.

Feld Beschreibung
Art Gibt an, um welche Art es sich bei den Datensatz handelt. Zur Auswahl stehen Ihnen:
• Artikel
• Ressource
• Sachkonto
Nr. Gibt die Nummer des Artikels, Ressource oder Sachkontos an.

Das Feld steht in Abhängigkeit mit dem Feld „Art“. Sollte an dieser Stelle der Einrichtungsdatensatz für alle Artikel, Ressourcen oder Sachkonten seine Geltung haben, so wird das Feld „Nr.“ nicht weiter eingegrenzt und bleibt leer.
Beschreibung Gibt die Beschreibung des ausgewählten Artikels, Ressource oder Sachkontos im Feld „Nr.“, an.
Zeile drucken Gibt an, ob diese Position ggf. auf dem Lieferschein gedruckt werden soll (Zeile drucken = Ja/NEIN).
Lieferzeitpunkt Gibt an, ob „Lieferungen“ dieser Positionen mit der ersten Lieferung oder letzten Lieferung des Auftrages gebucht werden soll.

Ablauf#

Die Einrichtungen aus der „Automatische Lieferung zusätzlicher Verkaufszeilen Einrichtung“ finden nur Anwendung, sofern in Verkaufsaufträgen, mit Logistikbelegen gearbeitet wird. D.h. bei direktem Liefern aus dem Auftrag, müssen AnwenderInnen selbst die Mengen eintragen.

Bei gemischten Belegen (Zeilen mit Logistik und Zeilen ohne Logistik) greift die Logik immer beim Buchen des Logistikbeleges. Werden zuvor die Zeilen ohne Logistik geliefert (aus dem Beleg), können AnwenderInnen die Zeilen auch manuell buchen.

Vor der Buchung der Lieferung wird vom System geprüft, ob eine Zeile im Vorgang enthalten ist, die in der Einrichtungstabelle hinterlegt ist, also z.B. das Sachkonto für Frachtkosten. Ist dies der Fall, wird die Menge zu liefern automatisch eingetragen. Damit entsteht kein getrennter Lieferschein, sondern ist im gleichen Lieferschein wie die Warenbuchung enthalten.

Hinweis

Bei diesen o.g. Positionen – außer Artikel der Art Service - entstehen bei der Lieferung keine Posten.