Zum Inhalt

Quality Management Extension#

Allgemein#

Das Quality Management Extension Modul (QME) ist in die Basismodule von Microsoft Dynamics 365 Business Central integriert. Es werden sowohl Fertigungs-, Lager- und Chargenverfolgungsprozesse als auch das Finanzwesen unterstützt.

Der nachfolgende Abschnitt der Onlinehilfe soll Ihnen als Unterstützung zur Erledigung von Qualitätssicherungsmaßnahmen mit dem Modul QME dienen.

QME erlaubt Ihnen die Verwaltung von Prüfmitteln und deren Kalibrierung. Mithilfe von definierten Prüfplänen können Sie Prüfungen über Eingangs-, Zwischen- und Endprüfungen vornehmen und dokumentieren. Des Weiteren gibt Ihnen das Qualitätssicherungsmodul die Möglichkeit eine Lieferantenbewertung unter Berücksichtigung der durchgeführten Qualitätsprüfung zu erstellen.

Hinweis

Die Verwendung dieses Moduls kann nur für Lagerorte eingerichtet werden, die nicht mit gesteuerter Einlagerung und Kommissionierung arbeiten. (Feld „Gesteuerte Einlag. u Kommiss.“ in der Lagerortkarte)

Einrichtung#

Qualitätssicherung Einrichtung#

Bevor Sie das Qualitätssicherungsmodul QME im Dynamics 365 Business Central verwenden können,
müssen Sie unter QME - Qualitätssicherung > Verwaltung > Qualitätssicherung Einrichtung
grundlegende Einstellungen vornehmen.

Inforegister Allgemein#

Feld Beschreibung
Prüfungen automatisch
drucken
Hierüber wird geregelt, ob bei der Erstellung eines Prüfauftrages dieser direkt
auch ausgedruckt werden soll
Nicht in Verfügbarkeit
anzeigen
Über dieses Feld steuern Sie, ob Artikelbestände, die sich in Prüfung befinden,
nicht als „Verfügbar“ in der Verfügbarkeitsprüfung betrachtet werden sollen. Dies
betrifft die Verfügbarkeitsprüfung im Verkaufsbeleg oder Umlagerungsauftrag
sowie die Anzeige in der Infobox „VK-Zeilendetails“.
Umlag.-Buch.-Blatt-
Vorlage Name
Über eine separate Artikel Buch.-Blattvorlage der Art Umlagerung definieren Sie
die im Hintergrund ausgeführten Umlagerungen auf und vom QS Prüflagerplatz.
Hinweis
Im Hintergrund verwendet das System automatisch den
Artikel Buch.-Blattnamen „QK (Auto)“. Aufgrund dessen darf
kein gleichnamiger Buch.-Blattname im System angelegt
werden.
Prüfpflicht bei Freigabe Ist die Prüfpflicht bei Freigabe mit „Ja“ eingerichtet, muss bei Freigabe eines
Prüfauftrages die Erfassung aller vorgegebenen Prüfungen gemäß
Stichprobenanzahl in der Prüfergebnismatrix bzw. in den Prüfdaten erfolgen. Ist
die Prüfpflicht mit „Nein“ eingerichtet, kann ein Befund auch ohne Erfassung von
Prüfdaten gesetzt werden.
Prüfung mit gesperrtem
Prüfmittel
Über dieses Feld wird festgelegt, wie in Prüfaufträgen mit gesperrten
Prüfmitteln verfahren werden soll. Es stehen folgende Optionen zur
Verfügung:
• Warnung anzeigen und mit Sonderfreigabe entscheiden:
Wird das Prüfmittel im Prüfauftrag nicht gegen ein freigegebenes
Prüfmittel ausgetauscht kann der Prüfauftrag nur über eine
Sonderfreigabe freigegeben werden.
• Fehler anzeigen und Prüfmittel austauschen:
Wird das Prüfmittel im Prüfauftrag nicht gegen ein freigegebenes Prüfmittel
ausgetauscht kann der Prüfauftrag nicht freigegeben werden, auch nicht
über eine Sonderfreigabe.
Nebenfehlerfaktor
Hauptfehlerfaktor
Kritischer Fehlerfaktor
Über diese Felder wird der Gewichtungsfaktor der Fehlerklassen für die
Berechnung der Qualitätszahl eingerichtet. Die Summe der Faktoren muss
100 betragen.

Inforegister Nummerierung#

Feld Beschreibung
Prüfauftragsnummern,
Prüfplannummern,
Prüfmittelnummern,
Prüfmittelgruppennummern,
Stichprobennummern
In diesen Feldern werden die Nummernserien für die Belege
und Stammdaten eingerichtet.

Lagerorte#

Für diejenigen Lagerorte in welchen Qualitätsprüfungen durchgeführt werden sollen, müssen die
notwendigen Einrichtungen vorgenommen werden. Grundvoraussetzung für Lagerorte mit Qualitätsprüfung
ist die Einrichtung und Verwendung von Lagerplätzen auf dem Lagerort. Die Einrichtung der Felder im
Register Qualitätssicherung ist daher nur möglich, wenn im Register Logistik das Feld Lagerplatz
notwendig mit Ja eingerichtet ist.

Lagerorteinrichtung im Inforegister Qualitätssicherung für einstufige Logistik#

Feld Beschreibung
Aus Einkauf
Qualitätsprüfung
durchführen
Dieses Feld gibt an, ob im Lagerort Eingangsprüfung für Kreditoren möglich
sind.
Aus Verkauf
Qualitätsprüfung
durchführen
Dieses Feld gibt an, ob im Lagerort Eingangsprüfung für Debitoren möglich
sind.
Aus Produktion
Qualitätsprüfung
durchführen
Dieses Feld gibt an, ob im Lagerort Zwischen- und Endprüfungen im
Rahmen der Fertigung möglich sind.
Manuelle Prüfung
durchführen
Dieses Feld gibt an, ob der Lagerort manuelle Prüfungen erlaubt.
Lagerplatz Qualitätsprüfung Tragen Sie in dieses Feld den Lagerplatz für die Eingangsprüfungen ein.
Wareneingänge aus Einkaufsbelegen werden – sofern eine
Eingangsprüfung erforderlich ist – automatisch auf diesen Lagerplatz
gebucht.
Lagerort Sperrlager Tragen Sie in dieses Feld den Lagerort ein, auf den im Rahmen von
Prüfungen gesperrte Ware automatisch umgelagert werden soll. Dieser
Lagerort kann von dem im Moment einzurichtenden Lagerort abweichen.
Lagerplatz Sperrlager Tragen Sie in dieses Feld den Lagerplatz für das Sperrlager ein.
Zerstörte Artikel abbuchen Richten Sie dieses Feld mit Ja ein, wenn in einer Prüfung zerstörte Artikel
direkt ausgebucht werden sollen. In diesem Fall bleiben die Felder Lagerort
zerstörte Artikel und Lagerplatz zerstörte Artikel leer.
Lagerort zerstörte Artikel Tragen Sie in dieses Feld den Lagerort ein, auf den im Rahmen von
Prüfungen zerstörte, Ware automatisch umgelagert werden soll. Dieser
Lagerort kann von dem im Moment einzurichtenden Lagerort abweichen.

Lagerorteinrichtung im Inforegister Qualitätssicherung für zweistufige Logistik#

Ist in dem Lagerort die zweistufige Logistik für den Wareneingang eingerichtet, sind also die im Register
Logistik befindlichen Felder Wareneingang erforderlich und Einlagerung erforderlich mit Ja gesetzt sind
zusätzliche Einrichtungen zu beachten und notwendig.

Es ist zwingend erforderlich, dass der einzurichtende Lagerort auch als Lagerort Sperrlager und Lagerort
zerstörte Artikel verwendet wird. Bei Prüfentscheid in einer Wareneingangsprüfung erfolgt die Umlagerung
vom Prüflagerplatz zunächst insgesamt auf den Wareneingang Lagerplatz (geprüft). Die Einlagerung von
diesem Lagerplatz erfolgt je nach Prüfergebnis auf den Lagerplatz Sperrlager und Lagerplatz zerstörte
Artikel sowie auf den Einlagerungsplatz für die freigegebene Prüfmenge über einen Einlagerungsbeleg.

)

Für Lagerorte mit zweistufiger Logistik im Wareneingang müssen zusätzlich die folgenden Felder im Register
Qualitätssicherung eingerichtet werden:

Feld Beschreibung
Wareneingang Lagerplatz
(geprüft)
Dieses Feld definiert den Lagerplatz, auf den die in der Eingangsprüfung
befindlichen Artikel nach Prüfentscheid automatisch umgelagert werden.

Diese Umlagerung erfolgt unabhängig vom Prüfentscheid und von den
Mengen freizugeben, zu sperren und zerstört. Von diesem Lagerplatz aus
erfolgt anschließend die Einlagerung:
• Menge freizugeben -> Warenlagerplätze
• Menge zu sperren -> Lagerplatz Sperrlager gem. Einrichtung
• Menge zerstört -> Lagerplatz zerstörte Artikel gem. Einrichtung
Einlagerungsautomatik Über dieses Feld wird eingerichtet, welche Aktionen bei Prüfentscheid in der
Dialogmaske vorbelegt sein sollen:

Optionswert <leer>
In der Dialogmaske bei Prüfentscheid sind die zwei Werte …
• Einlagerung erstellen = Nein
• Beleg anzeigen = Nein
angezeigt. Diese können in der Dialogmaske bei Bedarf auf Ja
gestellt werden.

Optionswert „Erstellen“:
Ist dieser Wert gesetzt, muss im Feld Autom. Einlagern bei
Prüfergebnis ein Optionswert gesetzt sein. In der Dialogmaske sind
die zwei Werte …
• Einlagerung erstellen = Ja
• Einlagerung registrieren = Nein
angezeigt. Diese können in der Dialogmaske bei Bedarf geändert
werden.

Optionswert Erstellen & Registrieren:
Ist dieser Wert gesetzt, muss im Feld Autom. Einlagern bei
Prüfergebnis ein Optionswert gesetzt sein. In der Dialogmaske sind
die zwei Werte …
• Einlagerung erstellen = Ja
• Einlagerung registrieren = Ja
angezeigt. Diese können in der Dialogmaske bei Bedarf geändert
werden.
Autom. Einlagern bei Prüfergebnis Dieser Optionswert ist leer, wenn die Einlagerungsautomatik leer ist.
Dieser Optionswert darf nicht leer sein, wenn die Einlagerungsautomatik
nicht leer ist. Über diesen Parameter wird festgelegt für welche Mengen
Direkt aus dem Prüfentscheid Einlagerungszeilen erstellt werden

Optionswert <leer>
Für freigegebene, gesperrte und zerstörte Mengen wird jeweils
automatisch eine Einlagerungszeile erstellt.

Optionswert Gesperrt:
Die Einlagerungsautomatik wird nur auf die Menge zu sperren
angewandt.

Optionswert Zerstört:
Die Einlagerungsautomatik wird nur auf die Menge zerstört
angewandt.

Optionswert Gesperrt & Zerstört:
Die Einlagerungsautomatik wird auf die Menge zu sperren und die
Menge zerstört angewandt.
Lagerplatzartencode mit der Eigenschaft#
Wareneingang Warenausgang Einlagerung Kommissionierung
Lagerplatz
Qualitätsprüfung
JA NEIN NEIN NEIN
Wareneingang
Lagerplatz (geprüft)
JA NEIN NEIN NEIN
Lagerplatz
Sperrlager
NEIN NEIN JA NEIN
(optional JA)
Lagerplatz zerstörte
Artikel
NEIN NEIN JA NEIN
(optional JA)

Verwendung der Lagerplätze zur Qualitätssicherung in Logistikprozessen#

Die Einrichtung der Lagerplätze zur Qualitätssicherung auf der Lagerortkarte wird stark durch die gewählte Logistikstufe für den Lagerort beeinflusst. Die gewählte Logistikstufe entscheidet auch wie der QS-Prozess beim Eingang eines Artikels aussieht. Grundsätzlich werden hier zwei Arten des QS-Prozesses unterschieden:

  • QS-Prozess bei keiner Lagerlogistik / einstufiger Lagerlogistik
  • QS-Prozess bei zweistufiger Lagerlogistik

Im Folgenden werden die beiden QS-Prozesse beschrieben sowie die Einrichtung und Verwendung der QS-Lagerplätze im jeweiligen Prozess erläutert.

QS-Prozess bei keiner Lagerlogistik / einstufiger Lagerlogistik#

Hier werden die Einrichtung und Gebrauch der QS-Lagerlätze aufgezeigt, die bei einer einstufigen Logistik, sowie bei Buchungen ohne Lagerlogistik zum Tragen kommen.

„Keine Lagerlogistik“ wird definiert dadurch, dass keine Lagerbelege wie Wareneingang, Einlagerung usw. verwendet werden.

„Einstufige Lagerlogistik“ wird definiert dadurch, dass nur die Lagerbelege der ersten Ebene genutzt werden. In diesem Fall nur der Wareneingang ohne Einlagerung und Warenausgang ohne Kommissionierung.

Wenn keine Lagerlogistik oder nur die einstufige Lagerlogistik verwendet wird, sieht der Eingangsprozess für Artikel, die eine QS-Prüfung durchlaufen müssen, wie folgt aus:   )|

Daher empfiehlt sich für die beiden oben genannten Optionen der Lagerlogistik folgende Einrichtung der QS-Lagerplätze:

Einrichtung Beschreibung
Lagerplatz Qualitätsprüfung Ein bestimmter Lagerplatz innerhalb des Lagerortes, der nur für die Prüfung der Ware dient.
Lagerort Sperrlager Hier empfiehlt es sich einen separaten Lagerort zu bestimmten, damit gesperrter Ware nicht in den Bestand des Hauptlagerortes einfließt.
Lagerplatz Sperrlager Bei der Nutzung der QME App ist auch bei der Verwendung eines separaten Lagerortes für gesperrte Ware zwingend ein entsprechender Lagerplatz für gesperrte Ware auf diesem Lagerort anzugeben.
Lagerort zerstörte Artikel Hier empfiehlt es sich einen separaten Lagerort zu bestimmten, damit zerstörte Ware nicht in den Bestand des Hauptlagerortes einfließt. Alternativ kann die Option „Zerstörte Artikel abbuchen“ genutzt werden.
Lagerplatz zerstörte Artikel Bei der Nutzung des QME Moduls ist auch bei der Verwendung eines separaten Lagerortes für zerstörte Ware zwingend ein entsprechender Lagerplatz für zerstörte Ware auf diesem Lagerort anzugeben. Alternativ kann die Option „Zerstörte Artikel abbuchen“ genutzt werden.

Hinweis

Wenn keine Lagerlogistik verwendet wird oder nur die einstufige Logistik Anwendung findet, dann dürfen folgende Einrichtungsfelder der Qualitätssicherung in der Lagerortkarte nicht verwendet werden:

  • Wareneingang Lagerplatz (geprüft)
  • Einlagerungsautomatik
  • Autom. Einlagern beim Prüfergebnis

Hinweis

Der Lagerplatz für die Qualitätsprüfung darf nicht in Eingangs- und Ausgangsbelegen verwendet werden. Werden die Lagerplätze für zerstörte Artikel und gesperrte Artikel auf dem gleichen Lagerort angelegt wie der Lagerplatz für Qualitätsprüfung, so laufen auch diese in die Bestandsmenge des Artikels auf diesen Lagerort. Diese Lagerplätze können in den Eingangs- und Ausgangsbelegen genutzt werden. Hierzu erfolgt keine weitere Prüfung.

QS-Prozess bei zweistufiger Lagerlogistik#

Hier werden die Einrichtung und Gebrauch der QS-Lagerplätze bei der Verwendung einer zweistufigen Logistik aufgezeigt.

Die zweistufige Lagerlogistik zeichnet sich dadurch aus, dass sowohl die Belege der ersten Lagerebene wie der Wareneingang und Warenausgang genutzt werden, als auch die Belege der zweiten Ebene wie die Einlagerung und Kommissionierung verwendet werden.

Der Eingangsprozess für Artikel, die eine QS-Prüfung durchlaufen müssen, sieht wie folgt aus:   )|

Hinweise Generelle Einrichtung#

Wenn für einen Lagerort mit zweistufiger Logistik die Parameter des QME-App gesetzt werden (Siehe QME Einrichtung in der Lagerortkarte), müssen alle dort gesetzten Lagerplätze auf den gleichen Lagerort verweisen. Dies ist wichtig, da die geprüfte Ware aus einem Prüfauftrag mittels der Einlagerung (Logistikbeleg Stufe 2) auf jeweiligen Lagerplätzen innerhalb des Lagers verbracht werden kann. Dazu zählen die Bestandslagerplätze für freigegebene Ware, der Gesperrt-Lagerplatz für gesperrte Ware und der Zerstört-Lagerplatz für die Zerstörte Ware.

Weiterhin ist es notwendig den „Wareneingang Lagerplatz (geprüft)“ zu definierten, da dies der Lagerplatz ist, in dem nach Abschluss der Prüfung die Ware umgelagert wird und zur Entnahme für entsprechende Umlagerungen bereitsteht.  

Hinweise Handhabung der QS-Lagerplätze in den Logistikbelegen#

Die QS-Lagerplätze (Lagerplätze für die QS-Prüfung selbst, für geprüfte Ware sowie gesperrte und zerstörte Ware) sind alle Bestandteile eines und des gleichen Lagerortes. Da diese Lagerplätze jedoch keinen Verfügbaren bestand verwalten sollen, sondern die Prozesse in der Qualitätssicherung unterstützen, gelten für diese Lagerplätze im Zusammenhang mit der zweistufigen Logistik folgende Restriktionen:

„QS“ Lagerplatz (Feld „Lagerplatz Qualitätsprüfung“):
Es ist der Lagerplatz auf dem Ware zur Prüfung verschoben wird. Die Ware wird auf diesem Lagerplatz geprüft. Dieser Lagerplatz darf in den Logistikbelegen (Einlagerung, Kommissionierung, usw.) nicht verwendet werden.

„QS-Geprüft“ Lagerplatz (Feld „Wareneingang Lagerplatz (geprüft)“):
Es ist ein Lagerplatz, der im Rahmen der zweistufigen Logistik in Prüfaufträgen genutzt wird. Auf diesen Lagerplatz wird die Ware aus der QS Prüfung mit dem Abschluss Prüfung verschoben. Dieser Lagerplatz dient dann als Transit-Lagerplatz um die geprüfte Ware gem. des Prüfergebnisses einzulagern in dem er als Entnahmelagerplatz für die Einlagerungen aus dem Prüfauftrag dient. Im Zusammenhang mit Logistikbelegen, darf dieser Lagerplatz nur bei Einlagerungen als Entnahme-Platz (Take) genutzt werden, um die Ware auf Bestandslagerplätze sowie den Gesperrt / Zerstört-Platz einzulagern.

„QS-Gesperrt“ Lagerplatz (Feld „Lagerplatz Sperrlager“):
Es ist der Lagerplatz, auf den mit Abschluss des Prüfauftrages die gesperrte Ware umgelagert wird. Im Zusammenhang mit Logistikbelegen, darf dieser Lagerplatz nur in einer Einlagerung als Einlagerungsplatz (Place) verwendet werden, wenn nach einem Prüfauftrag die gesperrte Ware auf den Sperrlagerplatz eingelagert wird.

„QS-Zerstört“ Lagerplatz (Feld „Lagerplatz zerstörte Artikel“):
Es ist der Lagerplatz, auf den mit Abschluss des Prüfauftrages die zerstörte Ware umgelagert wird. Im Zusammenhang mit Logistikbelegen, darf dieser Lagerplatz nur in einer Einlagerung als Einlagerungsplatz (Place) verwendet werden, wenn nach einem Prüfauftrag die zerstörte Ware auf den Zerstört-Platz umgelagert wird.

Diese Lagerplätze dürfen auch nicht in anderen Logistikbelegen verwendet werden. Sie werden auch bei der Erstellung einer Kommissionierung nicht berücksichtigt. Zu einem werden diese Lagerplätze aus der Erstellung der Kommissionierung ausgeschlossen (Entnahme Zeilen einer Kommissionierung), zum Andren dürfen diese Lagerplätze auch nicht in den Einlagerungszeilen einer Kommissionierung als Ziel-Lagerplätze verwendet werden.

Zwar sind die QS-Lagerplätze nicht für die Verwaltung des verfügbaren Bestandes vorgesehen, sie werden aber auch nicht aus dem verfügbaren Bestand des Lagerortes rausgerechnet. Daher ist es wichtig gerade die gesperrten und zerstörten Bestände aus den QS-Prüfungen regelmäßig zu dem Prüfen und ggf. auf einen separaten Lagerort auszulagern.

Hinweise Verwaltung der gesperrten / zerstörten Bestände bei zweistufiger Logistik#

Die Bestände auf dem Lagerplatz „Zerstörte Ware“ und „Gesperrte Ware“ sollten über ein Umlagerungsbuchblatt auf einen separaten Lagerort umgelagert werden.

Dies ist ein manueller Vorgang. (Hierzu empfiehlt sich die Funktion „Lagerplatzinhalt holen im Umlagerungsbuchblatt“). Dadurch wird der Bestand auf dem Hauptlagerort korrigiert, in dem der nicht verwendbare Bestand auf den Lagerplätzen „Gesperrt“ und „Zerstört“ auf ein Separates Lager ausgelagert wird. Aus diesem separaten Lagerort können dann Retourbelege für die gesperrte Ware angestoßen werden. Dies ist auf dem Hauptlager nicht möglich, da die QS-Lagerplatze bei Verwendung der zweistufigen Logistik in der Erstellung einer Kommissionierung ignoriert werden.

Die QS-Lagerplätze (darunter auch der Lagerplatz für gesperrte Ware und Lagerplatz für Zerstörte Ware) werden im Rahmen der Kommissionierung ignoriert, damit im Normalbetrieb nur geprüfte / freigegebene Ware aus den Bestandslagerplätzen im Rahmen der Kommissionierung verwendet wird.  

Hinweise Automatische Retourerstellung bei zweistufiger Ausgangslogistik#

Die Automatische Retourerstellung bei zweistufiger Logistik im Bereich des Warenausgangs wird nicht unterstützt.

Hier muss der Bestand aus dem Sperrlagerplatz auf einen separaten Lagerort umgelagert werden (Hierzu empfiehlt sich die Funktion „Lagerplatzinhalt holen im Umlagerungsbuchblatt“). Von diesem separaten Sperrlagerort kann dann ein Retourbeleg manuell erstellt werden.

Die direkte Erstellung einer Retour für den Sperrlagerplatz aus einem Lagerort mit zweistufiger Ausgangslogistik ist nicht möglich, da der Warenausgang hier ebenfalls eine Kommissionierung erfordert und im Rahmen der Kommissionierung der Sperrlagerplatz nicht berücksichtigt wird.

Hinweise zur Erstellung von Einlagerungen bei zweistufiger Logistik#

Durch das Quality Management Extension Modul wird die Standardfunktionalität von Microsoft Dynamics Business Central™ zur Erstellung von Einlagerungen eingeschränkt. Einlagerungen für einen gebuchten Wareneingang können nur für Zeilen erstellt werden, deren Ware sich nicht in einem offenen Prüfauftrag befindet.

Einsehen können Sie dies in der gebuchten Wareneingangszeile über die Felder „Menge zu prüfen (Basis)“ und „Offene Prüfauftragsnr.“.

Für Ware, die sich in Prüfung befindet, werden Einlagerungen automatisch mit dem Abschluss des Prüfauftrages erstellt.

Durch diese Einschränkung wird sichergestellt, dass die in Prüfung befindliche Ware nicht durch eine separate Einlagerung aus dem QS-Lagerplatz auf einen Bestandslagerplatz umgelagert wird. Ebenso wird verhindert, dass der Prüfauftrag nicht abgeschlossen werden kann, da der entsprechende Bestand an Ware zur Erzeugung von Einlagerungen aus dem Prüfauftrag fehlt.

Sollte eine aus dem Prüfauftrag erstellte Einlagerung durch den/die AnwenderIn versehentlich gelöscht werden, ist in solchen Fällen folgendes zu beachten:

Wenn die Menge der gebuchten Wareneingangszeile komplett geprüft wurde und es keinen offenen Prüfauftrag mehr für diese Zeile gibt, kann mittels der Standardfunktionalität zur Erstellung von Einlagerungen eine entsprechende Einlagerung erstellt werden. Hierbei muss jedoch berücksichtigt werden, dass in dieser Einlagerung die Mengen der Ware nicht nach freigegebener Ware oder gesperrter Ware unterschieden werden und somit nicht auf entsprechende Lagerplätze verteilt werden. Diese Unterscheidung muss manuell erfolgen.

Falls für die gebuchte Wareneingangszeile noch ein offener Prüfauftrag bestehen sollte, da nur eine Teilmenge aus der Prüfung freigegeben wurde, kann die Standardfunktionalität zur Erzeugung einer Einlagerung erst genutzt werden, wenn auch der offene Prüfauftrag abgeschlossen wurde.

Hinweis zum Arbeiten mit Einlagerungsarbeitsblättern

Bei der Verwendung von Einlagerungsarbeitsblättern für einen Lagerort, kann es sein, dass ein gebuchter Wareneingang bei der Aktion „Logistikbeleg holen“ angezeigt wird, auch wenn alle Positionen in diesem gebuchten Wareneingang eine Verbindung zum offenen Prüfauftrag haben. Dies liegt darin begründet, dass die Standardfunktionalität „Logistikbeleg holen“ alle gebuchten Wareneingänge berücksichtigt, deren Positionen noch nicht komplett eingelagert wurden. Da für prüfpflichtige Artikel erst eine Einlagerung mit dem Abschluss des Prüfauftrages erstellt wird, wird auch der entsprechende gebuchte Wareneingang in der Übersicht der Logistikbelege angezeigt. Positionen aus einem gebuchten Wareneingang, die mit einem „offenen“ Prüfauftrag verknüpft sind, können jedoch nicht in die Einlagerungsarbeitsblattzeilen gezogen werden. An dieser Stelle kommt ggf. die Meldung, dass keine Einlagerungsarbeitsblattzeilen erstellt werden konnten. Dadurch wird sichergestellt, dass für in Prüfung befindliche Ware die Einlagerungen nur durch den Abschluss des Prüfauftrages erstellt, werden können.

Berichtsauswahl#

In der „Berichtsauswahl“ ist für die jeweilige Verwendung (Prüfungen) der dazugehörende Report einzurichten.
Im QME liegt der Report 5483763 – „Prüfauftrag“ vor, der für alle Prüfungen verwendet werden kann.
Report-Verwendungen für die bei Bedarf auch kundenindividuelle Reports erstellt und zugeordnet werden
können sind:

* Eingangsprüfung * Zwischenprüfung Arbeitsgang * Zwischenprüfung Fremdarbeitsgang * Endprüfung * Manuelle Prüfung

Prüfungen Einrichtung#

Prüfmerkmale#

Über die „Prüfmerkmale Übersicht“ können wiederkehrende Prüfmerkmale eingerichtet werden. Diese
Prüfmerkmale bilden die Grundlage für die Anlage von Prüfplan-Zeilen. Die Felder Code und Beschreibung
identifizieren und beschreiben das Prüfmerkmal. Im Feld Attribut wird festgelegt, ob es sich um ein attributiv
zu prüfendes Merkmal handelt oder ob es sich um ein Merkmal mit zu erfassenden Messwerten handelt.

Feld Beschreibung
Code Vergabe des eindeutigen Codes des Prüfmerkmals
Beschreibung Die Beschreibung zum Prüfmerkmal
Attribut Einrichtung der Art des Prüfmerkmals
-Ja:
Für ein attributives Prüfmerkmal ist das Prüfergebnis als Ja (Attribut
erfüllt) oder Nein (Attribut nicht erfüllt) zu
erfassen.
-Nein:
Für ein nicht attributives Prüfmerkmal ist ein Messwert zu erfassen

Zu einem Prüfmerkmal können zusätzlich Zeilen mit einer weiteren Beschreibung des Prüfmerkmals
angelegt werden. Wird in einer Prüfplanzeile ein Prüfmerkmal angegeben so werden diese zusätzlichen
Beschreibungszeilen des Prüfmerkmals unterhalb des ausgewählten Prüfmerkmals mit in die Prüfplanzeilen
übernommen.

Über weitere Optionen > Navigieren > ActionGroup2 > Übersetzungen kann zu jedem Prüfmerkmal eine
Übersetzung für die benötigten Sprachcodes eingerichtet werden. Auf die Übersetzungen wird zugegriffen,
wenn für einen Kreditor mit entsprechendem Sprachcode ein Prüfauftrag ausgedruckt wird.

Fehlerkategorie#

Fehlerkategorien können den detaillierten Prüffehlern zugeordnet werden und dienen als gruppierendes
Element der Prüffehler. Um eine Fehlerkategorie anzulegen, rufen Sie sich zunächst über die
Anwendersuche die „Fehlerkategorien“ auf. Über „Neu“ im Menüband können Sie mit Hilfe der u.a. Tabelle
eine neue Fehlerkategorie definieren.

Feld Beschreibung
Code Vergabe des eindeutigen Codes der Fehlerkategorie
Beschreibung Die Beschreibung zur Fehlerkategorie

Über weitere Optionen > Navigieren > Übersetzungen kann zu jeder Fehlerkategorie eine Übersetzung
für die benötigten Sprachcodes eingerichtet werden. Auf die Übersetzungen wird zugegriffen, wenn für einen
Kreditor mit entsprechendem Sprachcode ein Prüfauftrag ausgedruckt wird.

Prüffehler#

In der Erfassung der Prüfdaten eines Prüfauftrags kann bei festgestellten Fehlern ein definierter Prüffehler
zugeordnet werden. Prüffehler dienen der Auswertung und Gruppierung der Prüfdaten. Um die Prüffehler zu
definieren, rufen Sie sich über die Anwendersuche die „Prüffehler“ auf. Über „Neu“ im Menüband können Sie
mit Hilfe der u.a. Tabelle einen neuen Prüffehler definieren.

Feld Beschreibung
Code Vergabe des eindeutigen Codes des Prüffehlers
Beschreibung Die Beschreibung zum Prüffehler
Fehlerkategorie Code Zuordnung einer Fehlerkategorie als gruppierendes Element für Prüffehler

Über weitere Optionen > Navigieren > Übersetzungen kann zu jedem Prüffehler eine Übersetzung für die
benötigten Sprachcodes eingerichtet werden. Auf die Übersetzungen wird zugegriffen, wenn für einen
Kreditor mit entsprechendem Sprachcode ein Prüfauftrag ausgedruckt wird.

Prüfmittelgruppe#

Eine Prüfmittelgruppe kann einem Prüfmittel zugeordnet werden. Um eine Prüfmittelgruppe zu definieren,
rufen Sie sich über die Anwendersuche die „Prüfmittelgruppenübersicht“ auf. Über „Neu“ im Menüband können
Sie eine neue Prüfmittelgruppe mit Hilfe der u.a. Tabelle anlegen.

Feld Beschreibung
Nr. Vergabe der eindeutigen Nummer der Prüfmittelgruppe. Die Nummernserie
für die Prüfmittelgruppen ist in der Qualitätssicherung Einrichtung
einzurichten.
Beschreibung Die Beschreibung zur Prüfmittelgruppe. Der Wert aus Beschreibung wird
automatisch in das Feld Suchbegriff übernommen.
Beschreibung 2 Die Beschreibung 2 zur Prüfmittelgruppe.
Suchbegriff Der Suchbegriff zur Prüfmittelgruppe
Errichtet am
Errichtet von
In diesen nicht editierbaren Feldern wird angezeigt wann und von welchem / welcher UserIn der Datensatz angelegt wurde.
Geändert am
Geändert von
In diesen nicht editierbaren Feldern wird angezeigt wann und von welchem / welcher UserIn der Datensatz letztmalig geändert wurde.

Über die Prüfmittelgruppen-Liste können über weitere Optionen > Navigieren > Prüfmittelgruppen >
Bemerkungen zu einer Prüfmittelgruppe Bemerkungen hinterlegt werden.

Stichprobenvorschriften#

Als Stichprobenvorschriften können sowohl standardisierte als auch frei definierte Vorschriften eingerichtet
werden. Eine Stichprobenvorschrift ist ein Grundelement des Prüfplans. Für jeden Prüfplan sind 3
Stichprobenvorschriften zuzuordnen: * Stichprobenvorschrift Code (Normal) * Stichprobenvorschrift Code (Verschärft) * Stichprobenvorschrift Code (reduziert)

Daher ist es sinnvoll, für eine grundlegende Stichprobenregel drei Stichprobenvorschriften mit der jeweiligen Prüfschärfe einzurichten.

Um die Stichprobenvorschriften einzurichten, rufen Sie sich die Stichprobenvorschriftenübersicht über die Anwendersuche auf. Über „Neu“ im Menüband können Sie eine neue Stichprobenvorschrift definieren.

Stichprobenvorschriften bestehen aus einem Kopf (Inforegister „Allgemein“) und den Stichprobenvorschriftszeilen (Inforegister „Zeilen“).

Inforegister Allgemein#
Feld Beschreibung
Code Vergabe des eindeutigen Codes der Stichprobe. Die Nummernserie für die
Stichproben ist in der Qualitätssicherung Einrichtung einzurichten.
Beschreibung Die Beschreibung zur Stichprobenvorschrift.
Prüfschärfe Über dieses Feld wird die Prüfschärfe der Stichprobenvorschrift
eingerichtet. Mögliche Optionswerte sind:
• Normal
• Reduziert
• Verschärft
In einer Wareneingangsprüfung kann für einen Prüfplan eine
Sprunganweisung eingerichtet werden. Über diese erfolgt eine dynamische
Ermittlung der Prüfschärfe. Daher kann es sinnvoll sein für eine
grundlegende Stichprobe wie AQL 25 II drei Stichprobenvorschriften
einzurichten:
• AQL 0,25-II normale Prüfung
• AQL 0,25-II reduziert Prüfung
• AQL 0,25-II verschärfte Prüfung
Skip-Lot Zahl Über das Feld Skip-Lot-Zahl wird festgelegt, wie viele Prüfungen
übersprungen werden sollen, nachdem eine Prüfung durchgeführt und mit
Prüfentscheid „Freigabe“ beendet wurde
Inforegister Zeilen#
Feld Beschreibung
Ab Losgröße In diesem Feld wird die Losgröße (Liefer- oder Fertigungsmenge)
eingerichtet, für die die nachfolgenden Parameter herangezogen werden.
Stichprobengröße in % Dieses Feld gibt an, wie viel Prozent der Liefer- oder Fertigungsmenge zur
Stichprobe herangezogen wird. Das System errechnet die
Stichprobenmenge dynamisch. Wird dieses Feld gefüllt, sind keine Angaben
in den Feldern Stichprobengröße und Skip-Item Anzahl zulässig
Stichprobengröße Dieses Feld ist mit einem festen Wert zu füllen, der als Stichprobengröße
herangezogen wird. Wird dieses Feld gefüllt, sind keine Angaben in den
Feldern Stichprobengröße % und Skip-Item Anzahl zulässig.
Skip-Item Anzahl Über dieses Feld wird gesteuert, wie viele Prüflinge innerhalb der Stichprobe
ausgelassen werden sollen. Soll jedes 5. Teil geprüft werden sind jeweils 4
Teile der Losgröße zu überspringen. In diesem Fall ist die Skip-Item Anzahl
mit 4 einzurichten.
Annahme % Die Annahmezahl ist die maximale Anzahl der fehlerhaften Exemplare in der
Stichprobe, bei welcher die Prüfung freigegeben werden darf. Dieser Wert
kann als %-Wert im Verhältnis zur Stichprobegröße angegeben werden.
Dieser Wert ist rein informativ. Er wird im Prüfentscheid nicht vom System
abgeprüft.
Annahmezahl Die Annahmezahl ist die maximale Anzahl der fehlerhaften Exemplare in der
Stichprobe, bei welcher die Prüfung freigegeben werden darf. Alternativ zur
Annahme % kann auch eine absolute Annahmezahl eingerichtet werden.
Dieser Wert ist im Prüfauftrag rein informativ. Er wird im Prüfentscheid nicht
vom System abgeprüft.

Sprunganweisungen#

Über die Sprunganweisungen kann eine Dynamisierung des Stichprobenumfangs für Wareneingangsprüfungen eingerichtet werden. Die Sprunganweisungen können eingerichtet werden …

1. … für einen bestimmten Artikel und Kreditor
Das Feld Artikelnr. wird mit der jeweiligen Artikelnr. gefüllt
Das Feld Kreditornr. wird dem jeweiligen Kreditor gefüllt

2. … für einen bestimmten Kreditor – unabhängig vom Artikel
Das Feld Artikelnr. bleibt leer
Das Feld Kreditornr. wird dem jeweiligen Kreditor gefüllt

3. … für einen bestimmten Artikel – unabhängig vom jeweiligen Kreditor
Das Feld Artikelnr. wird mit der jeweiligen Artikelnr. gefüllt
Das Feld Kreditornr. bleibt leer

4. … für allgemeingültig für alle Artikel und Kreditoren
Die Felder Artikelnr. und Kreditornr. bleiben leer

Das System prüft in der oben aufgeführten Reihenfolge, ob für die Kombination Artikel und Kreditor eine Sprunganweisung eingerichtet ist und greift auf die zuerst gefundene Einrichtung zu. Gemäß der gefundenen Sprunganweisung und der vorherigen Prüfentscheide in den Wareneingangsprüfungen wird die aktuelle Wareneingangsprüfung mit dem entsprechenden Stichprobenumfang erstellt. Die Historie der
Wareneingangsprüfungen ist in der Skip-Lot Verlaufsübersicht zu finden.

In der Sprunganweisungen werden die Prüfentscheide „Freigabe“ und „Sonderfreigabe“ gleichbehandelt.

Bei erster Erstellung einer Eingangsprüfung für einen bestimmten Lieferanten und bestimmten Artikel wird stets eine Eingangsprüfung mit der Stichprobenvorschrift Normal erstellt.

Um die Sprunganweisungen zu definieren, rufen Sie sich diese über die Anwendersuche auf. Über „Neu“ im Menüband können Sie eine neue Sprunganweisung mit Hilfe der u.a. Tabelle einrichten.

Feld Beschreibung
Artikelnr. Tragen Sie in dieses Feld die Artikelnr. ein, für die eine Sprunganweisung
erfolgen soll. Bleibt das Feld leer, gilt die Bedingung für alle Artikel.
Kreditornr. Tragen Sie in dieses Feld einen Kreditor ein, für den eine Sprunganweisung
erfolgen soll. Bleibt das Feld leer, gilt die Bedingung für alle Kreditoren
Verschärft zu Normal Tragen Sie in dieses Feld die Anzahl ein, nach wie vielen
aufeinanderfolgenden freigegebenen Prüfungen die Stichprobenvorschrift
von Verschärft zu Normal wechseln soll.
Normal zu Reduziert Tragen Sie in dieses Feld die Anzahl ein, nach wie vielen
aufeinanderfolgenden freigegebenen Prüfungen die Stichprobenvorschrift
von Normal zu Reduziert wechseln soll.
Reduziert zu Normal Tragen Sie in dieses Feld ein, nach wie vielen aufeinanderfolgenden
gesperrten Prüfungen die Stichprobenvorschrift von Normal zu Reduziert
wechseln soll.
Normal zu Verschärft Tragen Sie in dieses Feld ein, nach wie vielen aufeinanderfolgenden
gesperrten Prüfungen die Stichprobenvorschrift von Normal zu Verschärft
wechseln soll.
Max, Anzahl reduzierte
Prüfungen
Tragen Sie in dieses Feld die maximale Anzahl Prüfungen mit reduzierter
Stichprobenvorschrift ein, bevor wieder eine Prüfung mit der normalen
Stichprobenvorschrift erstellt werden soll.
Um Prüfaufträge mit reduziertem Stichprobenumfang verwenden zu können,
muss in diesem Feld ein Wert <> 0 eingerichtet werden.

Toleranzklassen#

Über die Toleranzklassen werden die einzelnen Maß-Kategorien für die Freimaßtoleranzen angelegt. Übliche Toleranzklassen sind:
* f (fein) * m (mittel) * c (grob) * v (sehr grob)

Um die Toleranzklassen zu definieren, rufen Sie sich diese über die Anwendersuche auf. Über „Neu“ im Menüband können Sie mit Hilfe der u.a. Tabelle eine neue Toleranzklasse anlegen.

Feld Beschreibung
Code In diesem Feld wird der eindeutige Code der Toleranzklasse angelegt
Beschreibung In diesem Feld wird die Beschreibung der Toleranzklasse angelegt

Freimaßtoleranzen#

Über die Freimaßtoleranzen wird für die jeweilige Toleranzklasse und den Nennmaßbereich über … / bis … die Freimaßtoleranz ± eingerichtet. Freimaßtoleranzen werden in Prüfplanzeilen verwendet. Aus dem Sollwert des Prüfmerkmals und der Freimaßtoleranz des Prüfmerkmals ergibt sich automatisch der Min. Sollwert und der Max. Sollwert des Prüfmerkmals.

Um die Einrichtung vorzunehmen, rufen Sie sich über die Anwendersuche die „Freimaßtoleranzen“ auf. Über „Neu“ im Menüband können Sie eine neue Freimaßtoleranz mit Hilfe der u.a. Tabelle definieren.

Feld Beschreibung
Toleranzklasse Code In diesem Feld wird der Toleranzklassen-Code angegeben.
Nennmaß über In diesem Feld wird das untere Nennmaß angegeben
Bis Nennmaß In diesem Feld wird das obere Nennmaß angegeben
Toleranz ± In diesem Feld wird die zulässige Toleranz der Toleranzklasse und des
Nennmaß-Bereichs angegeben

Die Tabelle für Grenzabmaße für Längenmaße …

Grenzabmaße in mm für Nennmaßbereich in mm#
Toleranz- klasse über 0,5
bis 3
über 3
bis 6
über 6
bis 30
über 30
bis 120
über 120
bis 400
über 400
bis 1000
über 1000
bis 2000
über 2000
bis 4000
über 4000
bis 8000
f (fein) ± 0,05 ± 0,05 ± 0,10 ± 0,15 ± 0,2 ± 0,3 ± 0,5 - -
m (mittel) ± 0,10 ± 0,10 ± 0,20 ± 0,30 ± 0,5 ± 0,8 ± 1,2 ± 2 ± 3
c (grob) ± 0,20 ± 0,30 ± 0,50 ± 0,80 ± 1,2 ± 2,0 ± 3,0 ± 4 ± 5

… sind beispielhaft in der Tabelle Freimaßtoleranzen wie folgt einzurichten:

)

Passungstoleranzen#

Um die Passungstoleranzen einzurichten, rufen Sie sich diese über die Anwendersuche auf. Passungstoleranzen werden in Prüfplanzeilen verwendet. Aus dem Sollwert des Prüfmerkmals und der Passungstoleranz des Prüfmerkmals ergibt sich automatisch der Min. Sollwert und der Max. Sollwert des Prüfmerkmals.

Passungstoleranzen können mit den Toleranzkurzzeichen für Außenmaße (Kleinbuchstaben) und Innenmaße (Großbuchstaben) nur dann angelegt werden, wenn technisch in der Datenbank für Primärschlüsselfelder eine Unterscheidung zwischen Groß-/Kleinschreibung aktiviert ist. Ist dies nicht der Fall wird zwischen einer Passungstoleranz h13 und H13 nicht unterschieden und die Anlage der zweiten Passungstoleranz führt zu einem Fehler:

„Der Datensatz existiert bereits in der Tabelle Passungstoleranz.
Identifizierende Felder und Werte: Passung='H13'.

In einer derartigen Konstellation müssen die Passungstoleranzen mit eindeutigem Code angelegt werden,
wie z.B.:

H13 (A) … für Außenmaß-Passungstoleranz
H13 (I) … für Innenmaß-Passungstoleranz  

Feld Beschreibung
Passung In diesem Feld wird der Passungs-Code angegeben
Nennmaß über In diesem Feld wird das untere Nennmaß angegeben
Bis Nennmaß In diesem Feld wird das obere Nennmaß angegeben
Untere Toleranz in µm In diesem Feld wird die untere Toleranz der Passung und des Nennmaß-
Bereichs angegeben. Der Wert ist als negativer Wert anzugeben
Obere Toleranz in µm In diesem Feld wird die obere Toleranz der Passung und des Nennmaß-
Bereichs angegeben. Der Wert ist als positiver Wert anzugeben

Die Tabelle der Passungstoleranzen (Beispiel: h6) ist wie folgt anzulegen

Außenmaße (Wellen):
Grenzabmaße in µm (1 µm = 0,001 mm)

Nennmaß-
bereich
in mm
f6 f7 g6 h3 h4 h5 h6 h8 h9 h15
von 1 -6 -6 -2 0 0 0 0 0 0 0
bis 3 -12 -16 -8 -2 -3 -4 -6 -14 -25 -400
über 3 -10 -10 -4 0 0 0 0 0 0 0
bis 6 -18 -22 -12 -2,5 -4 -5 -8 -18 -30 -480
über 6 -13 -13 -5 0 0 0 0 0 0 0
bis 10 -22 -28 -14 -2,5 -4 -6 -9 -22 -36 -580
über 10 -16 -16 -6 0 0 0 0 0 0 0
bis 18 -27 -34 -17 -3 -5 -8 -11 -27 -43 -700
über 18 -20 -20 -7 0 0 0 0 0 0 0
bis 30 -33 -41 -20 -4 -6 -9 -13 -33 -52 -840
über 30 -25 -25 -9 0 0 0 0 0 0 0
bis 50 -41 -50 -25 -4 -7 -11 -16 -39 -62 -1000
über 50 -30 -30 -10 0 0 0 0 0 0 0
bis 80 -49 -60 -29 -5 -8 -13 -19 -46 -74 -1200
über 80 -36 -36 -12 0 0 0 0 0 0 0
bis 120 -58 -71 -34 -6 -10 -15 -22 -54 -87 -1400

Beispielhafte Einrichtung der Passungstoleranz h6

)

Prüfmittel#

Rufen Sie sich die „Prüfmittelübersicht“ über die Anwendersuche auf, um in die Prüfmittel-Liste zu gelangen.
Prüfmittel sind diejenigen Gerätschaften, die in der Prüfung herangezogen werden, um Messwerte zu ermitteln. Ein Prüfmittel kann der jeweiligen Prüfplanzeile zugeordnet werden, mit dem das betreffende Merkmal zu messen ist. Innerhalb der Prüfpläne und Prüfaufträge erfolgt eine Prüfung, ob das angegebene Prüfmittel den Status Freigabe oder Nicht kalibrierpflichtig hat, um in der Prüfzeile verwendet werden zu können. Es erfolgt jedoch keine Prüfung, ob die technischen Angaben in der Prüfmittelkarte wie Einheiten Code, Ablesegenauigkeit oder Messbereich zu dem zu messenden Merkmal und Wertebereich passen.

Prüfmittelkarte#

Die PRÜFMITTELKARTE besteht aus den Registern ALLGEMEIN, VERWENDUNG, KALIBRIERUNG und KALIBRIERUNGSZEILEN. Die nachfolgend näher erläutert werden.

Inforegister Allgemein#

Im Inforegister ALLGEMEIN tragen Sie die Stammdaten des Prüfmittels ein.

Feld Beschreibung
Nr. Dieses Feld beinhaltet die eindeutige Nummer des Prüfmittels. Die
Nummernserie für Prüfmittel ist in der Qualitätssicherung Einrichtung
einzurichten.
Beschreibung Die Beschreibung des Prüfmittels
Einheiten Code In diesem Feld wird eingetragen, welche Maßeinheit das Prüfmittel misst.
Dieses Feld greift auf die Tabelle Einheiten zu. Gegebenenfalls müssen
passende Einheiten zunächst in dieser Stammdatentabelle angelegt
werden.
Prüfmittelgruppennr. In diesem Feld wird die Zuordnung des Prüfmittels zu einer Prüfmittelgruppe eingerichtet.
Ablesegenauigkeit In diesem Feld wird der kleinste unterscheidbare Ablesewert des Prüfmittels
eingetragen.
Messbereich In diesem Feld wir der Messbereich des Prüfmittels eingetragen.
Suchbegriff Dieses Feld enthält den Suchbegriff zur alternativen Auswahl neben der
Nummer. Als Vorgabe erscheint hier die Eingabe im Feld Beschreibung.
Herstellernr. In diesem Feld wird die Hersteller-Nr. des Prüfmittels eingetragen
Seriennr. In diesem Feld wird die Seriennummer des Prüfmittels eingetragen
Eingangsdatum In diesem Feld wird das Eingangsdatum des Prüfmittels eingetragen
Status In diesem Feld wird der aktuelle Status des Prüfmittels angezeigt. Die
Optionswerte für Status sind:
Gesperrt:
Ein gesperrtes Prüfmittel kann in der Prüfauftragszeile nicht oder nur
eingeschränkt verwendet werden. Das aus dem Prüfplan
vorgegebene Prüfmittel muss im Prüfauftrag im Bedarfsfall gegen
ein freigegebenes Prüfmittel ausgetauscht werden. Siehe hierzu
auch Qualitätssicherung Einrichtung, Feld Prüfung mit gesperrtem
Prüfmittel.
In Prüfung:
Dieser Status zeigt an, dass das Prüfmittel derzeit in Prüfung ist. Bei
Neuanlage eines Prüfmittels ist der Status automatisch In Prüfung
Freigabe:
Dieser Status zeigt an, dass das Prüfmittel für Prüfungen verwendet
werden kann. In diesem Status ist das Prüfmittel nicht editierbar
Nicht kalibrierpflichtig:
Dieser Status zeigt an, dass das Prüfmittel nicht kalibriert werden
muss. Es steht für Qualitätsprüfungen zur Verfügung.
Erstellt am Dieses Feld wird automatisch gefüllt. Es zeigt an, wann dieses Prüfmittel
angelegt wurde.
Erstellt von Dieses Feld wird automatisch gefüllt. Es zeigt an, welche/r BenutzerIn dieses
Prüfmittel angelegt hat.
Korrigiert am Dieses Feld wird automatisch gefüllt. Es zeigt an, wann dieses Prüfmittel
letztmalig bearbeitet wurde.
Korrigiert von Dieses Feld wird automatisch gefüllt. Es zeigt an, welche/r BenutzerIn dieses
Prüfmittel letztmalig bearbeitet hat.
Anzahl Prüfplanzeilen Dieses Feld zeigt an, wie vielen Prüfplanzeilen das Prüfmittel zugeordnet ist.
Muss der Status Freigegeben eines Prüfmittels zurückgesetzt werden,
können über den DrillDown dieses Feldes die betroffenen Prüfpläne
angezeigt und zur Überarbeitung geöffnet werden, um das aktuelle
Prüfmittel gegen ein freigegebenes Prüfmittel auszutauschen
Anzahl offene
Prüfauftragszeilen
Dieses Feld zeigt an, wie vielen offenen Prüfauftragszeilen das Prüfmittel
zugeordnet ist. Muss der Status Freigegeben eines Prüfmittels
zurückgesetzt werden, können über den DrillDown dieses Feldes die
betroffenen Prüfaufträge angezeigt und zur Überarbeitung geöffnet werden
um das aktuelle Prüfmittel gegen ein freigegebenes Prüfmittel
auszutauschen.

Inforegister Verwendung#

Im Inforegister VERWENDUNG können Sie zusätzlich angeben, welche Personen für das Prüfmittel
verantwortlich sind und welcher Abteilung des Unternehmens das Prüfmittel zugeordnet ist.

Feld Beschreibung
Verantwortlicher Über dieses Feld kann aus der Tabelle Mitarbeiter ein für dieses Prüfmittel
verantwortlicher Mitarbeiter zugeordnet werden.
Stellvertreter Über dieses Feld kann aus der Tabelle Mitarbeiter ein für dieses Prüfmittel
stellvertretend verantwortlicher Mitarbeiter zugeordnet werden.
Abteilungscode Über dieses Feld kann aus der Tabelle Abteilungen eine Abteilung
zugeordnet werden

Inforegister Kalibrierung#

Im Inforegister Kalibrierung kann hinterlegt werden, nach welcher Vorschrift, Ort, Zyklus etc. die Kalibrierung
stattfindet.

Feld Beschreibung
Kalibriervorschrift In diesem Feld kann eine Kalibriervorschrift eingetragen werden.
Kalibrierort Über diesen Optionswert wird der Kalibrierort eingerichtet. Optionswerte
sind:
<leer:>
Kalibrierort ist nicht definiert bzw. das Prüfmittel ist nicht kalibrierpflichtig
Intern:
Die Kalibrierung findet im Unternehmen statt
Extern:
Die Kalibrierung findet außerhalb des Unternehmens statt. Mit
diesem Optionsfeld kann im nachfolgenden Feld ein Kreditor
eingetragen werden
Kalibrierung Kreditornr. Ist der Kalibrierort Extern kann in diesem Feld der Kreditor eingetragen
werden, der als Dienstleister die Kalibrierung des Prüfmittels durchführt.
Kalibrierzyklus In diesem Feld wird der Turnus der Kalibrierung über eine Datumsformel
eingerichtet.
Nächstes Kalibrierdatum Dieses Feld wird automatisch berechnet und ist nicht editierbar. Nach dem
Abschluss einer Kalibrierung wird anhand des Kalibrierzyklus das nächste
Kalibrierdatum berechnet.

Inforegister Kalibrierungszeilen#

In den Kalibrierungszeilen werden die durchgeführten Kalibrierungen dokumentiert. Die Kalibrierzeilen
werden aus den Kalibriervorgaben bei Erstellung einer neuen Kalibrierung automatisch angelegt. Siehe
hierzu Prüfmittel kalibrieren.

Klicken Sie mit der rechten Maustaste in der Spaltenüberschrift Kalibrierdatum um alle Zeilen auf- oder
zusammenzuklappen. Klicken Sie auf einen Wert Kalibrierdatum, um genau diese Kalibrierzeilen zu
reduzieren oder aufzuklappen.

Feld Beschreibung
Kalibrierdatum Dieses Feld wird mit dem aktuellen Datum gefüllt, wann die Kalibrierung erstellt wurde.
Kalibrierart In diesem Feld steht die Messgröße, die kalibriert werden soll.
Merkmal Dieses Feld beschreibt die Kalibrierart.
Attribut In diesem Feld ist kenntlich gemacht, ob es sich um ein qualitatives Merkmal handelt.
In Ordnung Markieren Sie dieses Feld, wenn der Istwert innerhalb der Sollwertvorgaben liegt.
Sollwert In diesem Feld steht der Sollwert, wenn es sich um ein quantitatives Merkmal handelt.
Min. Sollwert In diesem Feld steht das kleinste zulässige Maß, wenn es sich um ein quantitatives Merkmal handelt.
Max. Sollwert In diesem Feld steht das größte zulässige Maß, wenn es sich um ein quantitatives Merkmal handelt.
Istwert In diesem Feld erfassen Sie den Istwert zur Kalibrierung.
Einheiten Code In diesem Feld steht die Einheit der Messgröße.

Prüfmittel Bemerkungen und Übersetzungen#

Über das Menüband können über weitere Optionen > Zugehörig > Prüfmittel zusätzliche Daten gepflegt
werden:

Bemerkungen
In diesem Formular können interne Bemerkungen zu einem Prüfmittel erfasst werden

Übersetzungen
In diesem Formular kann zu jedem Prüfmittel eine Übersetzung für die benötigten Sprachcodes
eingerichtet werden. Auf die Übersetzungen wird zugegriffen, wenn für einen Kreditor mit
entsprechendem Sprachcode ein Prüfauftrag ausgedruckt wird.

Prüfmittel kalibrieren#

Das Modul ermöglicht Ihnen, notwendige Kalibrierungen terminlich zu planen und durchgeführte
Kalibrierungen zu erfassen und somit zu dokumentieren.

Hinweis

Wenn Sie ein neues kalibrierpflichtiges Prüfmittel anlegen, sollten Sie eine erste Kalibrierung erfassen um nach der Freigabe des Prüfmittels das nächste Kalibrierdatum berechnet zu bekommen.

Kalibrierungsvorgaben anlegen#

Bevor Sie eine Kalibrierung für ein Prüfmittel dokumentieren können, müssen Sie Kalibriervorgaben eingeben. Gehen Sie hierzu in der PRÜFMITTELKARTE im Menüband auf den Aufruf Kalibriervorgaben. In
dem hierüber geöffneten Formular KALIBRIERVORGABEN können Sie für das Prüfmittel die zu prüfenden
Messgrößen und Bedingungen eingeben. Die nachfolgende Tabelle beschreibt die Felder des Formulars
KALIBRIERVORGABEN.

Feld Beschreibung
Kalibrierart In diesem Feld legen Sie die die Methode der Kalibrierung fest.
Merkmal In diesem Feld legen Sie das zu prüfende Merkmal fest
Attribut Ist da Merkmal rein attributiv zu prüfen, kennzeichnen Sie die Zeile mit Ja. Ist
hingegen bei der Kalibrierung zu diesem Merkmal ein Messwert zu erfassen,
kennzeichnen Sie diese Zeile mit Nein.
Sollwert Handelt es sich um ein nicht attributiv zu beurteilendes Merkmal wird in diesem Feld
der Sollwert der Kalibriervorgabe angegeben.
Min. Sollwert Handelt es sich um ein nicht attributiv zu beurteilendes Merkmal wird in diesem Feld
der minimale Sollwert der Kalibriervorgabe angegeben bis zu dem das Ergebnis in
Ordnung ist.
Max. Sollwert Handelt es sich um ein nicht attributiv zu beurteilendes Merkmal wird in diesem Feld
der maximale Sollwert der Kalibriervorgabe angegeben bis zu dem das Ergebnis in
Ordnung ist.
Einheiten Code In diesem Feld ist der Einheitencode des zu beurteilenden Merkmals eingetragen

Kalibrierung dokumentieren#

Um eine neue Kalibrierung durchzuführen müssen Sie zunächst den Status des Prüfmittels auf „In Prüfung“
setzen. Beachten Sie, dass ein Prüfmittel mit dem Status „In Prüfung“ nicht oder nur eingeschränkt in
Prüfaufträgen verwendet werden können.

Über die Funktion „Neue Kalibrierung erstellen“ wird eine neue Kalibrierung erstellt. Hierbei werden die
aktuellen Kalibriervorgaben in die Kalibrierungszeilen kopiert. Als Kalibrierdatum wird das Arbeitsdatum
verwendet. Das Kalibrierdatum kann bei Bedarf abgeändert manuell werden.

Für zu messende Kalibrierungszeilen tragen Sie den jeweiligen Messwert im Feld Istwert ein. Liegt der
Istwert innerhalb der in der Kalibriervorgabe Grenzwerte Min. Sollwert / Max. Sollwert wird automatisch das
Kennzeichen In Ordnung gesetzt. Für attributive Kalibrierungszeilen kann kein Istwert erfasst werden. In
diesen Zeilen ist das Kennzeichen In Ordnung manuell zu setzen.

Sind alle Kalibrierungszeilen erfasst muss das Gesamtergebnis auf der Datumszeile der Kalibrierung gesetzt
werden.

Abschließend ist der Status des Prüfmittels zu setzen. Sind alle Zeilen einschließlich der
Gesamtergebniszeile mit In Ordnung gekennzeichnet kann der Status des Prüfmittels auf Freigegeben
gesetzt werden. Durch Setzen des Status wird automatisch das nächste Kalibrierdatum anhand des
Kalibrierdatums der Kalibrierungszeile und der Datumsformel aus dem Feld Kalibrierzyklus berechnet.

Sind nicht alle Zeilen mit In Ordnung gekennzeichnet muss der Status des Prüfmittels auf Gesperrt gesetzt
werden.

Prüfmittel kopieren#

Um gleichartige Prüfmittel anzulegen kann ein bestehendes Prüfmittel als Kopiervorlage herangezogen
werden. Gehen Sie beim Kopieren eines Prüfmittels wie folgt vor:

Legen Sie zunächst einen neuen leeren Datensatz an. Rufen sie anschließend die Funktion Kopieren von
aus dem Menüband der Prüfmittelkarte auf. Aus der hierdurch geöffneten Prüfmittelübersicht wählen Sie das
Prüfmittel aus, das Sie als Kopiervorlage verwenden möchten. Bestätigen Sie die Auswahl mit OK. Die
Kopierfunktion kopiert alle Felder aus dem als Quelle ausgewählten Prüfmittel sowie die Kalibriervorgaben.
Es wird auch das Feld Nächstes Kalibrierdatum kopiert. Wenn Sie ein neues kalibrierpflichtiges Prüfmittel
anlegen, sollten Sie eine erste Kalibrierung erfassen um nach der Freigabe des Prüfmittels das nächste
Kalibrierdatum berechnet zu bekommen.

Prüfpläne#

Rufen Sie sich die „Prüfplanübersicht“ über die Anwendersuche auf, um in die Prüfplan-Liste zu gelangen. Der Prüfplan ist die Basis, aus dem Prüfaufträge erstellt werden. Der Prüfplan beinhaltet die für den Prüfauftrag relevanten Parameter. Im Prüfplan sind ebenso die zu prüfenden Merkmale definiert. Welcher Prüfplan in welchem Prozess vom System zu verwenden ist wird in der Prüfplan Verwendung definiert.

Über „Neu“ im Menüband können Sie einen neuen Prüfplan mit Hilfe der u.a. Tabellen definieren.

Bei Neuanlage eines Prüfplans erhält dieser zunächst den Status Neu. Über die Funktionen im Menüband
des Prüfauftragskopfs kann der Status auf In Entwicklung, Zertifiziert oder Abgelaufen umgestellt werden.
Nur mit dem Status Zertifiziert kann ein Prüfplan als Vorgabe zur Erstellung der Prüfaufträge verwendet
werden. Im Status Zertifiziert können in einem Prüfplan keine Änderungen vorgenommen werden. Um
einen zertifizierten Prüfplan zu ändern muss der Status zurückgesetzt werden auf In Entwicklung. Im Status
Neu oder abgelaufen sind ebenfalls Änderungen möglich.

Prüfpläne erstellen#

Inforegister Allgemein#

Im Inforegister ALLGEMEIN finden Sie allgemeine Informationen wie Beschreibung, Status und Version.

Feld Beschreibung
Nr. Dieses Feld beinhaltet die eindeutige Nummer des Prüfplans. Die Nummernserie für
Prüfpläne ist in der Qualitätssicherung Einrichtung einzurichten.
Beschreibung
Beschreibung 2
In diesen Feldern kann eine Beschreibung des Prüfplans eingerichtet werden. Die
Beschreibung wird in den Prüfauftrag übernommen.
Prüfart Wenn der Prüfplan zerstörende Prüfungen beinhaltet, wählen Sie für die Prüfart den
Optionswert Zerstörend aus. Dieser Optionswert wird in den Prüfauftrag
übernommen. Nur bei Prüfaufträgen mit der Prüfart Zerstörend ist es möglich, in der
Prüfung eine Menge zerstört anzugeben und im Rahmen der Prüfung umzulagern
oder auszubuchen.
Suchbegriff Mit dem Feld Suchbegriff können Sie nach einem bestimmten Prüfplan suchen,
dessen Prüfplan Nr. Sie nicht präsent haben. Als Vorgabe erscheint die Eingabe aus
dem Feld Beschreibung
Zeichnung In diesem Feld kann eine Datei, wie zum Beispiel eine Zeichnung zu dem zu
prüfenden Artikel importiert werden. Anders als Datei-Links wird die angegebene
Datei in den Prüfplan importiert. Die Datei wird in den Prüfauftrag übernommen.
Status Dieser Optionswert definiert den Status des Prüfplans
-> Neu:
Dieser Status wird automatisch bei Erstellung eines neuen Prüfplans gesetzt. Mit diesem Status können im Prüfplan Änderungen vorgenommen werden.
-> In Entwicklung:
Dieser Status wird über die Funktion Status zurücksetzen gesetzt. Mit diesem Status können im Prüfplan Änderungen vorgenommen werden.
-> Zertifiziert:
Dieser Status wird über die Funktion Zertifizieren gesetzt. Mit diesem Status können im Prüfplan keine Änderungen vorgenommen werden. Nur mit diesem Status können aus dem Prüfplan Prüfaufträge erstellt werden.
-> Abgelaufen:
Dieser Status wird über die Funktion Beenden gesetzt. Dieser Status gibt an, dass der Prüfplan abgelaufen ist und für Prüfaufträge nicht mehr verwendet wird.
Versionsnummern Ein Prüfplan kann versioniert werden. Ist dies beabsichtig, muss in diesem Feld die
Nummernserie für die Versionsnummern hinterlegt werden. Näheres zum Prüfplan
Versionieren finden Sie in dem entsprechenden Kapitel.
Aktive Version In diesem Feld sehen Sie die vom Arbeitsdatum abhängige aktive zertifizierte
Version des Prüfplans. Falls Sie keine zertifizierte Version erstellt haben, bleibt
dieses Feld leer.

Inforegister Zeilen#

Das Inforegister Zeilen listet die zu prüfenden Merkmale mit detaillierten Informationen wie Beschreibung,
Prüfmittel, Sollwerte und Prüfhinweise usw.

Feld Beschreibung
Position In diesem Code-Feld ist eine Positionsnummer einzugeben. Die Art, wie Sie
Positionsnummern vergeben ist Ihnen freigestellt. Für die Zertifizierung
eines Prüfplans ist dieses Feld ein Pflichtfeld.
Prüfmerkmalcode In diesem Feld ist das Prüfmerkmal anzugeben, welches im Prüfauftrag zu prüfen
ist. Über den Lookup Button kann ein Prüfmerkmal aus der Prüfmerkmalübersicht
ausgewählt werden. Nach Auswahl wird die Beschreibung und der Wert des
Feldes Attribut in die Prüfplanzeilen übernommen.
Für die Zertifizierung eines Prüfplans muss mindestens eine Zeile mit
Prüfmerkmalscode vorhanden sein.
Attribut Nach Auswahl des Prüfmerkmalcodes wird die Kennzeichnung Attribut Ja/Nein
aus dem Prüfmerkmal übernommen. Das Kennzeichen kann in der Prüfplanzeile
geändert werden.
Beschreibung Nach Auswahl des Prüfmerkmalcode wird die Beschreibung des Prüfmerkmals in
die Prüfplanzeile übernommen. Die Beschreibung kann in der Prüfplanzeile
geändert werden.
Prüfmittelgruppen Nr. In diesem Feld kann über den Lookup Button eine Prüfmittelgruppe aus der
Prüfmittelgruppenübersicht auswählen. Die Verwendung einer Prüfmittelgruppen
Nr. ist in der Prüfplanzeile und im Prüfauftrag nicht zwingend erforderlich.
Prüfmittelnr. In diesem Feld kann über den Lookup Button ein Prüfmittel ausgewählt werden.
Hier werden Ihnen alle Prüfmittel innerhalb der im vorigen Feld angegebenen
Prüfmittelgruppe angezeigt. Haben Sie keine Prüfmittelgruppe eingetragen, so
erscheinen per Lookup Button alle zur Verfügung stehenden Prüfmittel, die ohne
Prüfmittelgruppen Nr. angelegt sind. Die Verwendung einer Prüfmittelnr. ist in der
Prüfplanzeile und im Prüfauftrag nicht zwingend erforderlich.
Prüfmittelbezeichnung Nach Auswahl der Prüfmittelnr. wird automatisch die Beschreibung in dieses Feld
übernommen. Die Bezeichnung können Sie individuell ändern.
Manuelle
Freimaßtoleranzklasse
Hier können Sie die Freimaßtoleranzklasse über den Lookup Button aus den
zuvor eingerichtete Toleranzklassen auswählen. Über die Freimaßtoleranzklasse
und den anzugebenden Sollwert des Merkmals ergeben sich dann automatisch
der Min. Sollwert und der Max. Sollwert.
Es kann in der Zeile immer nur entweder eine Freimaßtoleranzklasse oder eine
Passung angegeben werden.
Passung Hier können Sie über den Assist Button eine zuvor eingerichtete Passung
auswählen. Über die Passung und den anzugebenden Sollwert des Merkmals
ergeben sich dann automatisch der Min. Sollwert und der Max. Sollwert. Es kann in der Zeile immer nur entweder eine Freimaßtoleranzklasse oder eine Passung angegeben werden.
Min. Sollwert Wenn die Prüfposition eine quantitative Größe aufweist, dann können Sie hier einen Wert für das kleinste zulässige Maß eintragen. Ist in der Zeile eine Freimaßtoleranzklasse oder eine Passung eingetragen, wird dieser Wert
automatisch aus dem Sollwert berechnet.
Sollwert Wenn die Prüfposition eine quantitative Größe aufweist, dann können Sie hier einen
Sollwert eintragen. Ist in der Zeile eine Freimaßtoleranzklasse oder eine Passung
eingetragen, wird aus diesem Wert automatisch aus der Min. Sollwert und der Max.
Sollwert berechnet.
Max. Sollwert Wenn die Prüfposition eine quantitative Größe aufweist, dann können Sie hier
einen Wert für das größte zulässige Maß eintragen. Ist in der Zeile eine
Freimaßtoleranzklasse oder eine Passung eingetragen, wird dieser Wert
automatisch aus dem Sollwert berechnet.
Einheiten Code Geben Sie in dieses Feld die Bezugseinheit für die eingegebenen Maße an.
Prüfhinweis In dieses Feld können Sie einen zusätzlichen Prüfhinweis als Freitext eintragen.
Spezifikation In diesem Feld kann eine Datei, wie zum Beispiel eine Spezifikation zu dem zu prüfenden Merkmal importiert werden. Anders als Datei-Links wird die angegebene Datei in die Prüfplanzeile importiert. Die Datei wird in die
Prüfauftragszeile übernommen.

Inforegister Stichprobenvorschrift#

Das Inforegister STICHPROBENVORSCHRIFT enthält die generell zu verwendenden Stichprobenvorschriften,
wenn in den Zeilen keine anderen Stichprobendefinitionen ausgewiesen sind.

Feld Beschreibung
Stichprobenvorschrift
Code (Normal)
In diesem Feld hinterlegen Sie die Stichprobenvorschrift für die normale Prüfschärfe. Die Berechnung der Prüfmenge erfolgt auf Basis dieser Stichprobenvorschrift, sobald das System mittels Sprunganweisungen eine Prüfung als normale Prüfschärfe einstuft.
Stichprobenvorschr.
Code (Verschärft)
In diesem Feld hinterlegen Sie die Stichprobenvorschrift für die verschärfte Prüfung. Die Berechnung der Prüfmenge erfolgt auf Basis dieser Stichprobenvorschrift, sobald das System mittels Sprunganweisungen eine Prüfung als verschärft einstuft.
Stichprobenvorschr.
Code (Reduziert)
In diesem Feld hinterlegen Sie die Stichprobenvorschrift für die reduzierte Prüfschärfe. Die Berechnung der Prüfmenge erfolgt auf Basis dieser Stichprobenvorschrift, sobald das System mittels Sprunganweisungen eine Prüfung als reduzierte Prüfschärfe einstuft.

Im Feld Stichprobenvorschrift muss eine Stichprobenvorschrift eingetragen werden, ansonsten kann der
Prüfplan nicht freigegeben werden und es wird eine entsprechende Meldung ausgegeben.

Hinweis

Verwendete Stichprobenvorschriften müssen mindestens eine Zeile mit „Stichprobengröße“>0, „Stichprobengröße %“>0 oder „Skip-Item-Zahl“>0 haben.

Inforegister Verwaltung#

Im Inforegister VERWALTUNG finden Sie die Angaben, von wem und wann der Prüfplan erstellt bzw. geändert
wurde.

Feld Beschreibung
Errichtet am Datum der Prüfplananlage
Errichtet von UserIn der Prüfplananlage
Geändert am Datum der letzten Änderung
Geändert von UserIn der letzten Änderung

Prüfplanbemerkungen / Prüfplannotizen#

Prüfplanbemerkungen#

Sie können für jeden Prüfplan beliebig viele Bemerkungen hinterlegen. Klicken Sie auf der Prüfplankarte im
Menüband „Zugehörig>Prüfplan>Bemerkungen“. Es öffnet sich das Fenster „Bemerkungen“ in dessen Sie
Ihre Bemerkungen hinterlegen können.

Über den gleichen Weg können die Bemerkungen eingesehen und auch verändert werden.

Prüfplannotizen#

Die Prüfmittelnotizen werden in der Infobox „Notizen“ erfasst und nach „Speichern“ ebenso dort angezeigt
mit Datum und Benutzername.

Prüfplan Verwendungen#

Rufen Sie sich über die Anwendersuche die „Prüfplan Verwendungen“ auf. In der Prüfplan Verwendung ist
einzurichten, in welchen Prozessen auf welche Prüfpläne zugegriffen werden soll, um die prozessrelevanten
Prüfaufträge zu erstellen.

Die „Prüfplan Verwendung“ kann auch direkt von der Prüfplankarte oder der Prüfplanübersicht aus
geöffnet werden. Im Weiteren kann diese auch im Kreditor, Debitor, Artikel, Arbeitsplatzgruppen,
Arbeitsplätze, Arbeitsgang abgefiltert auf den jeweiligen Datensatz aufgerufen werden.

Die Seite PRÜFPLAN VERWENDUNG gliedert sich in einen Kopf und einen Zeilenbereich. Der Kopfbereich dient
der Filterung der Verwendungszeilen.  

Prüfplan Verwendung Filterbereich#

Für die Prüfplan Verwendungszeilen können Sie folgende Filterungen vornehmen:

Feld Beschreibung
Herkunftsartenfilter /
Herkunftscodefilter
Hierüber kann ein Filter auf eine der Herkunftsarten-Optionen gesetzt werden. Ist
durch den Herkunftsartenfilter eine eindeutige Datenquelle definiert, wie zum
Beispiel Kreditor, kann ein zusätzlicher Herkunftscodefilter gesetzt werden. In
diesem Fall kann aus der Liste der Kreditoren ein bestimmter Kreditor als
Herkunftscodefilter ausgewählt werden oder ein Herkunftscodefilter manuell
eingegeben werden. In diesem Fall kann auch ein Filterstring wie <>‘‘ oder 1*
usw. verwendet werden.

Ist durch den Herkunftsartenfilter keine eindeutige Datenquelle definiert, kann
kein zusätzlicher Herkunftscodefilter gesetzt werden.

Mit Auswahl des Herkunftsartenfilter Kein wird die Filterung auf eine bestimmte
Herkunftsart aufgehoben. Es werden alle Herkunftsarten angezeigt.
Arbeitsplanversionsfilter Hierüber kann ein Filter auf die Version eines Arbeitsplans für die Fertigung
gesetzt werden.
Arbeitsgangfilter Haben Sie als Herkunftsart eine Zwischenprüfung Arbeitsgang und im nächsten
Schritt den Arbeitsplan im Feld Herkunftscode ausgewählt, so können Sie
abschließend noch auf den konkreten Arbeitsgang filtern.
Art Filter /
Artikelnr. Filter
Hier kann ein Filter gesetzt werden auf den Optionswert Artikel. Ist dieser Art
Filter gesetzt kann zusätzlich ein Artikelnr. Filter gesetzt werden. Es kann aus der
Liste der Artikel ein bestimmter Artikel als Artikelnr. Filter ausgewählt werden
oder ein Artikelnr. Filter manuell eingegeben werden. In diesem Fall kann auch
ein Filterstring wie <>‘‘ oder 1* usw. verwendet werden.

Ebenso kann ein Art Filter auf Alle Artikel gewählt werden. Hierdurch wird die
Prüfplan Verwendung gefiltert auf diejenigen Zeilen die allgemeingültig für Alle
Artikel angelegt sind.

Mit Auswahl des Art Filters Kein wird die Filterung auf die Art aufgehoben.
Prüfplanfilter In diesem Feld kann aus der Auswahlliste der Prüfpläne ein Prüfplan ausgewählt
werden, auf den die verwendungsliste zu filtern ist. Ebenso kann ein Filter auf
den Prüfplan manuell eingegeben werden. In diesem Fall kann auch ein
Filterstring wie <>‘‘ oder 1* usw. verwendet werden.
Startdatum Filter Über den Startdatum Filter kann ein Filter auf die Verwendungszeilen mit einem
bestimmten Startdatum gesetzt werden In diesem Feld kann neben einem
exakten Datum auch ein Datumsfilter-String, wie zum Beispiel eine Periode
verwendet werden.

Prüfplan Verwendung Zeilen#

Die Prüfplan Verwendung wird in den nachfolgen beschriebenen Zeilen eingerichtet. Pflichtfelder für die
vollständige Einrichtung einer Prüfplan Verwendung sind:

-> Herkunftsart
Abhängig von der gewählten Herkunftsart sind weitere Felder unterschiedlich zu füllen.
->Art
Abhängig von der gewählten Art sind weitere Felder unterschiedlich zu füllen
->Prüfplan
Der für die Kombination von Herkunftsart und Art zu verwendende Prüfplan, der zur Erstellung des jeweiligen Prüfauftrags herangezogen wird.

Feld Beschreibung
Herkunftsart Tragen Sie hier ein, für welche Prüfungen der Prüfplan verwendet werden soll.
Folgende Optionen stehen zur Verfügung:

Eingangsprüfung Kreditor:
Hier erfolgt eine Eingangsprüfung für Waren der Kreditoren.

Eingangsprüfung Debitor:
Hier erfolgt eine Eingangsprüfung für Waren der Debitoren.

Eingangsprüfung Beide:
Hier erfolgt eine Eingangsprüfung für Waren von Kreditoren und Debitoren.

Zwischenprüfung Arbeitsplatz:
Hier erfolgt eine Zwischenprüfung im Fertigungsprozess für einen bestimmten
Arbeitsplatz (KVS Qualitätskontrolle Fertigung).

Zwischenprüfung Arbeitsplatzgruppe:
Hier erfolgt eine Zwischenprüfung im Fertigungsprozess für eine bestimmte
Arbeitsplatzgruppe (KVS Qualitätskontrolle Fertigung).

Zwischenprüfung Beide:
Hier erfolgt eine Zwischenprüfung im Fertigungsprozess für bestimmte
Arbeitsplätze und Arbeitsplatzgruppen (KVS Qualitätskontrolle Fertigung).

Endprüfung:
Hier erfolgt eine Endprüfung nach der Ist-Meldung des letzten Arbeitsgangs
(KVS Qualitätskontrolle Fertigung).

Manuelle Prüfung:
Hier erfolgt eine manuelle Prüfung unabhängig vom Geschäfts- und
Fertigungsprozess.

Zwischenprüfung Arbeitsgang:
Hier erfolgt eine Zwischenprüfung im Fertigungsprozess für bestimmte
Arbeitsgänge (KVS Qualitätskontrolle Fertigung).
Hinweis: Eine Zwischenprüfung am letzten Arbeitsgang ist nicht möglich (siehe
Endprüfung).
Herkunftscode Ist durch den Herkunftsartenfilter eine eindeutige Datenquelle definiert, wie zum
Beispiel Kreditor, kann ein zusätzlicher Herkunftscodefilter gesetzt werden. In
diesem Fall kann aus der Liste der Kreditoren ein bestimmter Kreditor als
Herkunftscodefilter ausgewählt werden oder ein Herkunftscodefilter manuell
eingegeben werden. In diesem Fall kann auch ein Filterstring wie <>‘‘ oder 1*
usw. verwendet werden.

Ist durch den Herkunftsartenfilter keine eindeutige Datenquelle definiert, kann
kein zusätzlicher Herkunftscodefilter gesetzt werden.
Arbeitsgangnr. Haben Sie als Herkunftsart eine Zwischenprüfung Arbeitsgang und im nächsten
Schritt den Arbeitsplan im Feld Herkunftscode ausgewählt, so können Sie
abschließend noch den konkreten Arbeitsgang bestimmen.
Art In dieses Feld können Sie eintragen, ob der Prüfplan für einen Artikel oder alle
Artikel angewendet werden soll.
Code Haben Sie im Feld Art die Option Artikel eingetragen, so müssen Sie in diesem
Feld eine Artikel Nr. auswählen.
Prüfplan Hier tragen Sie die Prüfplan Nr. ein, die für die angegebene Herkunftsart und Art
verwendet werden soll. Wird das Formular PRÜFPLAN VERWENDUNGEN über einen
Prüfplan aufgerufen, so ist dieses Feld mit der Prüfplan Nr. vorbelegt.
Startdatum/ Enddatum Hier tragen Sie die Datumswerte ein, für welchen Zeitraum die Prüfplan
Verwendung aktiv/gültig ist. Dies ist kein Pflichtfeld, damit das System Prüfungen
erstellt.
Arbeitsplan
Versionscode
Falls Prüfungen in der Fertigung verwendet werden sollen und Arbeitspläne mit
Versionen gepflegt sind, so zeigt dieses Feld die aktive Version an.

Prüfplan Verwendung Prioritäten#

Prüfplan Verwendungen können für die nachfolgenden Prozesse eingerichtet werden. Welcher Prüfplan zur
Erstellung des Prüfauftrags herangezogen wird richtet sich dabei nachfolgender Hierarchie:

Eingangsprüfung#

Beispiel: Für Kreditor 10000 und Artikel 70011 wird ein Wareneingang gebucht. Die Prüfplan Verwendung wird in
folgender hierarchischer Reihenfolge durchlaufen, um den gültigen Prüfplan zur Erstellung des Prüfauftrags
zu ermitteln:

Priorität Herkunftsart Herkunftscode Art Code
1 Eingangsprüfung Kreditor 10000 Artikel 70011
2 Eingangsprüfung Kreditor Artikel 70011
3 Eingangsprüfung Kreditor 10000 Alle Artikel
4 Eingangsprüfung Kreditor Alle Artikel
5 Eingangsprüfung Beide Artikel 70011
6 Eingangsprüfung Beide Alle Artikel

Werden die Prüfplanverwendungen mit Startdatum und Endedatum verwaltet so wird innerhalb der gleichen
Priorität derjenige Eintrag mit dem aktuellsten Startdatum verwendet. Die Sortierung ist also innerhalb der
Prioritätsstufe nach Startdatum aufsteigend. Es wird auf den letzten Eintrag der Prüfplan Verwendung
zugegriffen.

Werden Prüfpläne mit Versionen verwaltet, wird innerhalb der gleichen Priorität diejenige Version mit dem
aktuellsten Startdatum verwendet.

Zwischenprüfung#

Beispiel: Für den zu fertigenden Artikel 1000 „Tourenrad“ liegt ein Arbeitsplan 1001 vor. Im Arbeitsgang 40 am
Arbeitsplatz 110 soll eine Zwischenprüfung eingerichtet werden, bevor das Tourenrad verpackt wird.

In der Prüfplan Verwendung kann in unterschiedlicher Form der Auslöser zum Erstellen der
Zwischenprüfung mit dem benötigten Prüfplan eingerichtet werden. Die Prioritätenregel ist „von der
genauesten Zuordnung zur allgemeinsten Zuordnung“:

Priorität Herkunftsart Herkunftscode Arbeitsgang Art Code
1 Zwischenprüfung Arbeitsgang 1000 40 Artikel 1000
2 Zwischenprüfung Arbeitsgang 1000 40 Alle Artikel
3 Zwischenprüfung Arbeitsplatz 110 Artikel 1000
4 Zwischenprüfung Arbeitsplatz 110 Alle Artikel
5 Zwischenprüfung Beide Artikel 1000
6 Zwischenprüfung Beide Alle Artikel

Werden die Prüfplanverwendungen mit Startdatum und Endedatum verwaltet so wird innerhalb der gleichen
Priorität derjenige Eintrag mit dem aktuellsten Startdatum verwendet. Die Sortierung ist also innerhalb der
Prioritätsstufe nach Startdatum aufsteigend. Es wird auf den letzten Eintrag der Prüfplan Verwendung
zugegriffen.

Werden Prüfpläne mit Versionen verwaltet, wird innerhalb der gleichen Priorität diejenige Version mit dem
aktuellsten Startdatum verwendet.

Prüfplan Verwendung Unvollständige Datensätze in der Prüfplanverwendung#

Ein unvollständiger Datensatz in der Prüfplan Verwendung wird vom System ignoriert.

Eingangsprüfung#

Beispiel:
Für den Kreditor 01254796 und den Artikel 70000 ist ein Datensatz in der Prüfplan Verwendung vorhanden.
Dieser Datensatz beinhaltet keinen zugeordneten Prüfplan. Es wird ein Wareneingang für den Kreditor
01254796 und den Artikel 70000 gebucht.

In diesem Fall wird der Wareneingang gebucht, ohne dass eine Eingangsprüfung erstellt wird oder eine
Fehlermeldung ausgegeben wird.

Zwischenprüfung#

Beispiel: Für den Artikel 1000 liegt ein Arbeitsplan mit folgenden Arbeitsgängen vor:

)

Zwischenprüfungen für Artikel 1000 sind in der Prüfplanverwendung eingerichtet mit: * Zwischenprüfung Arbeitsgang mit Arbeitsgangnr. 20 ohne Prüfplanzuordnung * Zwischenprüfung Arbeitsplatz 120 mit Prüfplan PP-00004

Bei Freigabe des Fertigungsauftrags wird die erste Zeile der Prüfplan Verwendung ignoriert, es wird eine
Zwischenprüfung gemäß der (weniger relevanten) zweiten Zeile für den Arbeitsplatz 120 erstellt über den
hinterlegten Prüfplan PP-00004.

Prüfplan kopieren#

Sie haben die Möglichkeit einen vorhandenen Prüfplan zu kopieren. Gehen Sie hierzu wie folgt vor:

1. Legen Sie unter Planung > Prüfpläne über die Schaltfläche Neu einen neuen Prüfplan mit einer
neuen Prüfplannr. an.

2. Klicken Sie im Menüband auf die Funktion Prüfplan kopieren.

3. Wählen Sie im Formular PRÜFPLÄNE den zu kopierenden Prüfplan aus.

4. Die Kopf- und Zeileninformationen des ausgewählten Prüfplans werden in den aktuellen Prüfplan
übernommen.

Der hierdurch neu erstellte Prüfplan muss in der Prüfplan Verwendung den Geschäftsvorfällen zugeordnet
werden, in denen aus diesem die Prüfaufträge erstellt werden sollen. (Siehe hierzu Prüfplan Verwendung)

Prüfplan versionieren#

Sie haben die Möglichkeit bei Prüfplanänderungen für einen bestehenden Prüfplan beliebig viele Versionen
zu erstellen. Voraussetzung für die Versionierung von Prüfplänen ist die Zuordnung einer Nummernserie im
Prüfplankopf im Feld Versionsnummern. Um nicht mit einer fortlaufenden Versionsnummer über alle
Prüfpläne und deren Versionen zu arbeiten legen Sie hierzu eine Nummernserie mit rein manueller Nummernvergabe an. Diese Nummernserie kann in jedem Prüfplan verwendet werden. Bei Anlage einer
neuen Prüfplanversion können Sie jetzt manuell die jeweilige Versionsnummer der Prüfplanversion vergeben
(V-001, V-002, V-003 …)

Eine Prüfplanversion muss nicht in der Prüfplanverwendung eingerichtet werden. Die Prüfplanverwendung
greift auf den hinterlegten Prüfplan und die hierzu vorliegende aktuellste zertifizierte Version zu. (Siehe
hierzu Prüfplan Verwendung)

Um für einen bestehenden Prüfplan eine neue Version zu erstellen, gehen Sie wie folgt vor:
1.) Aus der Prüfplan Liste oder aus der Prüfplan Karte rufen Sie über die Funktion Versionen
die Prüfplanversionsübersicht auf.

2.) In der Prüfplanversionsübersicht rufen Sie die Funktion Neu auf.

3.) Je nach Einrichtung der Nummernserie im Prüfplankopf für die Versionsnummern wird eine neue
Prüfplanversionsnummer automatisch vergeben oder muss vom AnwenderIn manuell vergeben
werden.

4.) Sie können in der neuen Prüfplanversion alle Kopf- und Zeilenfelder manuell füllen wie oben
beschrieben. Ebenso können Sie den Prüfplankopf als Grundlage für eine neue Version oder eine
bestehende Prüfplanversion als Grundlage für eine neue Version verwenden. Verwenden Sie hierzu
die Funktion Prüfplan kopieren oder Prüfplanversion kopieren aus. Aus der gewählten Quelle
werden die Kopf- und Zeileninformationen in die neue Prüfplanversion übernommen.

5.) Verwenden Sie das Feld Startdatum in der Prüfplanversion, um festzulegen, ab welchem
Arbeitsdatum diese Version vom System automatisch verwendet werden soll. Es wird immer auf die
aktuellste zertifizierte Version eines Prüfplans zugegriffen.

6.) Über die Funktionen legen Sie abschließend den Status der aktuellen Prüfplanversion fest:
- Zertifizieren
Die Version erhält den Status Zertifiziert. Aus der Prüfplan Verwendung heraus wird auf die
gemäß Arbeitsdatum aktuellste Prüfplanversion zum Erstellen von Prüfaufträgen
zugegriffen.
- Status zurücksetzen
Die Version erhält den Status In Entwicklung. In diesem Status können Änderungen in der
Version vorgenommen werden. Die Prüfplan Verwendung greift nicht auf diese Version bei
der Erstellung von Prüfaufträgen zu. - Beenden
Die Version erhält den Status Abgelaufen. Die Prüfplan Verwendung greift nicht auf diese
Version bei der Erstellung von Prüfaufträgen zu.

Qualitätsprüfungen#

Das Modul QME erstellt Qualitätsprüfungen in den unterschiedlichen Geschäfts- und Fertigungsprozessen.
Das Kapitel beschreibt, wie auf Basis von Prüfplänen und Stichprobenvorschriften Qualitätsprüfungen erstellt
werden. Die Qualitätsprüfungen können dabei wie folgt unterteilt werden:
-Eingangsprüfung
-Zwischenprüfung
-Zwischenprüfung Fremdarbeitsgang
-Endprüfung
-Manuelle Prüfung

QME unterstützt ebenfalls Qualitätsprüfungen in der Fertigung im Zusammenspiel mit Fremdarbeit
(Zwischenprüfungen und Endprüfungen).  

Eingangsprüfung#

Die Eingangsprüfung ist sowohl für den Einkaufs- als auch für den Verkaufsprozess vorgesehen.

Die Eingangsprüfung im Einkauf ist zur Prüfung von Einkaufslieferungen vorgesehen. Einkaufslieferungen
können je nach Einrichtung des Lagerorts direkt über die Bestellung oder den Wareneingang gebucht
werden. Ist für den betreffenden Lagerort „Aus Einkauf Qualitätsprüfung durchführen“ aktiviert und ist in
der Prüfplanverwendung für die Kombination von Artikel und Kreditor ein Prüfplan eingerichtet, wird vom
System zu der gebuchten Einkaufslieferung automatisch eine Eingangsprüfung erstellt.

Die Eingangsprüfung im Verkauf ist zur Prüfung von Eingangsbuchungen aus gebuchten Rücksendungen
aufgrund einer Verkaufsreklamation vorgesehen. Rücksendungen können je nach Einrichtung des Lagerorts
direkt über die Reklamation oder den Wareneingang gebucht werden. Ist für den betreffenden Lagerort „Aus
Verkauf Qualitätsprüfung durchführen“ aktiviert und ist in der Prüfplanverwendung für die Kombination
von Artikel und Debitor ein Prüfplan eingerichtet, wird vom System zu der gebuchten Rücksendung
automatisch eine Eingangsprüfung erstellt.

Die Liste der zu bearbeitenden Eingangsprüfungen aus Einkaufslieferungen oder Verkaufsreklamationen
kann im Rollencenter QME - Qualitätssicherung direkt über die entsprechende Kachel aufgerufen werden.
Ebenso können Sie aus dem Menüband des Rollencenters über Aufgaben > Prüfaufträge >
Eingangsprüfung die Liste der zu bearbeitenden Eingangsprüfungen öffnen.

Aus der Einkaufsbestellung kann die Liste der zu bearbeitenden Eingangsprüfungen über die betreffende
Belegzeile und den Aufruf Zeile > Prüfaufträge geöffnet werden. Die Liste ist in diesem Fall gefiltert auf …
-> die Herkunftsnummer (Bestellnummer)
-> den Herkunftstyp (Einkaufszeile)
-> die Herkunftszeilennummer

Durch Einblenden des Filterbereichs und Aufheben des Filters auf die Herkunftszeilennummer kann die
Listenansicht so erweitert werden, dass alle durchzuführenden Eingangsprüfungen zu der betreffenden
Bestellung aufgeführt werden.

Aus der Verkaufsreklamation kann die Liste der zu bearbeitenden Eingangsprüfungen über die betreffende Belegzeile und den Aufruf Zeile > Prüfaufträge geöffnet werden. Die Liste ist in diesem Fall gefiltert auf … * die Herkunftsnummer (Verkaufsreklamationsnr.) * den Herkunftstyp (Verkaufszeile) * die Herkunftszeilennummer

Durch Einblenden des Filterbereichs und Aufheben des Filters auf die Herkunftszeilennummer kann die
Listenansicht so erweitert werden, dass alle durchzuführenden Eingangsprüfungen zu der betreffenden
Verkaufsreklamation aufgeführt werden.  

Zwischenprüfung#

Zwischenprüfungen werden bei der Bearbeitung von Fertigungsaufträgen automatisch erstellt. Ist für den
betreffenden Lagerort „Aus Produktion Qualitätsprüfung durchführen“ aktiviert und ist in der Prüfplanverwendung für eine Kombination von Artikel und Arbeitsplatz, Arbeitsplatzgruppe oder Arbeitsgang
des Arbeitsplans ein Prüfplan eingerichtet, wird vom System der jeweilige Prüfauftrag für die
Zwischenprüfung erstellt. Zu einem Fertigungsauftrag können für unterschiedliche Arbeitsschritte also auch mehrere Zwischenprüfungen vorliegen.

Zwischenprüfungen werden automatisch erstellt, wenn ein simulierter oder fest geplanter Fertigungsauftrag
über die Statusänderung in einen freigegebenen Fertigungsauftrag übertragen wird.

Wird direkt ein freigegebener Fertigungsauftrag angelegt so löst das Ausführen der Funktion
Fertigungsauftrag aktualisieren die Erstellung der Zwischenprüfungen aus. Bei Änderungen in einem
freigegebenen Fertigungsauftrag zu dem bereits Zwischenprüfungen vorliegen führt das erneute Ausführen
der Funktion Fertigungsauftrag aktualisieren dazu, dass bestehende Zwischenprüfungen gelöscht werden
und neue Zwischenprüfungen anhand der aktuellen Daten des freigegebenen Fertigungsauftrags.

Die Liste der zu bearbeitenden Zwischenprüfungen kann im Rollencenter QME - Qualitätssicherung direkt
über die entsprechenden Kacheln aufgerufen werden. Es liegen zwei Kacheln vor, eine Kachel
Zwischenprüfungen aus hausinternen Fertigungsarbeitsgängen und eine Kachel für Zwischenprüfung
Fremdarbeitsgang. Ebenso können Sie aus dem Menüband des Rollencenters über Aufgaben >
Prüfaufträge > Zwischenprüfung oder Zwischenprüfung (Fremd) die jeweilige Liste der zu bearbeitenden
Zwischenprüfungen öffnen.

Aus dem Fertigungsauftrag heraus kann die Liste der zu bearbeitenden Zwischenprüfungen über den Aufruf
Zeile > Prüfauftrag geöffnet werden.

Endprüfung#

Die Endprüfung zu einem Fertigungsauftrag wird automatisch erstellt, wenn zu dem Lagerort des
Fertigungsauftrags „Aus Produktion Qualitätsprüfung durchführen“ aktiviert ist und für den zu fertigenden
Artikel in der Prüfplanverwendung für die Herkunftsart Endprüfung ein Prüfplan eingerichtet ist. Eine
Endprüfung wird automatisch erstellt, wenn der letzte Arbeitsgang über das Produktions Buch.-Blatt oder
das Istmeldungs Buch.-Blatt gebucht wird.

Ist der letzte Arbeitsgang eine Fremdarbeit, wird die Endprüfung durch die Buchung der Lieferung der
Fremdarbeitsbestellung erzeugt.

Die Liste der zu bearbeitenden Endprüfungen kann im Rollencenter QME - Qualitätssicherung direkt über
die entsprechende Kachel Endprüfungen aufgerufen werden. Ebenso können Sie aus dem Menüband des
Rollencenters über Aufgaben > Prüfaufträge > Endprüfung die Liste der zu bearbeitenden Endprüfungen
öffnen.

Manuelle Prüfung#

Das Qualitätssicherungsmodul QME ermöglicht Ihnen unabhängig vom Geschäfts- und Fertigungsprozess
manuelle Prüfungen über Ware, die im Lagerbestand ist, zu erstellen. Siehe hierzu „Manuelle Prüfung
erstellen“  

Prüfauftrag#

Prüfaufträge sind unabhängig von der Herkunftsart grundlegend identisch aufgebaut. Ein Prüfauftrag gliedert
sich in eine Prüfauftragskopf und die dazugehörenden Prüfauftragszeilen. Basis für den Prüfauftrag ist der in
der Grundeinrichtung beschriebene Prüfplan.

Inforegister Allgemein#

Feld Beschreibung
Nr. Die eindeutige Nummer eines Prüfauftrags. Die Vergabe der Nummer ist der
Qualitätssicherung Einrichtung über die Nummernserie im Feld
Prüfauftragsnummern definiert.
Prüfplannr. In diesem nicht editierbaren Feld steht die Prüfplan-Nummer des Prüfplans, auf
den zur Erstellung dieses Prüfauftrags zugegriffen wurde.
Prüfplanversion Nr. Liegen zu dem Prüfplan Prüfplanversionen vor, so steht in diesem nicht
editierbaren Feld die Prüfplan-Versionsnummer auf,die zur Erstellung dieses
Prüfauftrags zugegriffen wurde.
Prüfplanbeschreibung/ Prüfplanbeschreibung 2 Diese nicht editierbaren Feldern sind automatisch mit den
Prüfplanbeschreibungen gefüllt.
Prüfschärfe Abhängig von der Stichprobenvorschrift und den Sprunganweisungen wird das
Feld automatisch vom System gefüllt. Das Feld ist nicht editierbar.
Mögliche Prüfschärfen sind
-> Normal
-> Reduziert
-> Verschärft
Über die Prüfschärfe wurde im Prüfauftrag die relevante Stichprobenvorschrift
ermittelt und anhand der Belegmenge die erforderliche Prüfmenge berechnet.
Prüfart Falls der verwendete Prüfplan eine zerstörende Prüfung erlaubt, so wird dies hier
kenntlich gemacht. Das Feld ist nicht editierbar.
Zeichnung Falls im Prüfplan eine Zeichnung (Datei) hinterlegt wurde, so steht diese hier im
Prüfauftrag zur Verfügung und kann geöffnet werden. Das Feld ist nicht
editierbar.
Artikelnr. In diesem Feld steht die Artikelnummer des zu prüfenden Artikels. Je nach
Herkunftsart ist dies der Artikel aus dem
Wareneingang, aus dem Fertigungsauftrag oder aus der manuellen Prüfung.
Artikelbeschreibung/
Artikelbeschreibung 2
Suchbegriff
Dieses Felder werden vom Artikelstamm übernommen. Die Felder sind nicht
editierbar.
Belegmenge Dieses Feld wird mit der Belegmenge gefüllt. Dies ist entweder die gesamte
Wareneingangsmenge, die gesamte Fertigungsmenge oder der ausgewählte
Gesamtbestand einer manuellen Prüfung. Dieses Feld ist nicht editierbar.
Erforderliche Prüfmenge Aus der Belegmenge und der Stichprobenvorschrift resultiert die erforderliche
Prüfmenge, also die Anzahl Prüflinge, die im Prüfauftrag laut Regelwerk zu prüfen
sind. Dieses Feld ist nicht editierbar.
Menge zu prüfen In diesem Feld ist die tatsächliche zu prüfende Menge angegeben. Für Artikel ohne Artikelverfolgung ist diese Menge mit der erforderlichen Prüfmenge vorbelegt. Für Artikel mit Artikelverfolgung muss die Menge zu prüfen durch die Zuweisung von entsprechenden Serien- und/oder Chargennummern festgelegt werden. Die Menge zu prüfen kann bis auf die erforderliche Prüfmenge reduziert werden. Ebenso kann die Menge zu prüfen bis maximal zur Belegmenge erhöht werden. Da über die „Menge zu Prüfen“ die Anzahl der Prüfungen in der Prüfmatrix bestimmt wird, muss hier immer eine ganze Zahl ohne Nachkommastellen angegeben werden. Falls die Belegmenge Nachkommastellen enthalten sollte und eine Prüfung der Gesamtmenge gewünscht wird, kann im Feld „Menge zu Prüfen“ die auf ganze Zahl aufgerundete Belegmenge eingetragen werden. (Siehe „Prüfung durchführen“)
Menge freizugeben In dieses Feld ist vor Abschluss der Prüfung die freizugebende Menge
einzutragen. (Siehe „Prüfung durchführen“)
Menge zu sperren In dieses Feld ist vor Abschluss der Prüfung die zu sperrende Menge
einzutragen. (Siehe „Prüfung durchführen“)
Menge zerstört In dieses Feld ist vor Abschluss der Prüfung, die während der Prüfung zerstörte
Menge einzutragen. (Siehe „Prüfung durchführen“)
Lagerort Freigabe Dieses Feld zeigt den verwendeten Lagerort aus dem Herkunftsbeleg an und ist
nicht editierbar.
Lagerplatz Freigabe Dieses Feld zeigt den verwendeten Lagerplatz aus dem Herkunftsbeleg. Das
Feld ist editierbar.
Lagerort Sperrlager Dieses Feld wird mit der Vorgabe aus der Lagerorteinrichtung Register
Qualitätssicherung gefüllt und ist nicht editierbar.
Lagerplatz Sperrlager Dieses Feld wird mit der Vorgabe aus der Lagerorteinrichtung Register
Qualitätssicherung gefüllt und ist nicht editierbar.
Lagerort zerstörte Artikel Dieses Feld wird mit der Vorgabe aus der Lagerorteinrichtung Register
Qualitätssicherung gefüllt und ist nicht editierbar.
Lagerplatz zerstörte Artikel Dieses Feld wird mit der Vorgabe aus der Lagerorteinrichtung Register
Qualitätssicherung gefüllt und ist nicht editierbar.
Begründung Sonderfreigabe In diesem Feld muss im Fall einer Sonderfreigabe eine Begründung eingetragen
werden (Siehe „Prüfung durchführen“)
Qualitätszahl Dieses Feld wird aus der Anzahl Prüfungen, der Anzahl Abweichungen und den
Befunden der Prüfplanzeile (In Ordnung, Nebenfehler, Hauptfehler, Kritischer
Fehler) und in der Qualitätsprüfung Einrichtung hinterlegten Fehlerfaktoren
(Gewichtung) nachfolgender Formel berechnet:

Qualitätszahl =
101- (Summe Anzahl Prüfungen
+ Gewichtete Nebenfehler-Abweichungen
+ Gewichtete Hauptfehler-Abweichungen
+ Gewichtete Kritische Fehler-Abweichungen)
/ Summe Anzahl Prüfungen

(siehe Beispiel für die Berechnung der Qualitätszahl)

Die Qualitätszahl kann einen Wert zwischen 0 und 100 annehmen.

Dieses Feld ist nicht editierbar. Der Wert der Qualitätszahl einer
Eingangsprüfung fließt ein in die Lieferantenbewertung.
Errichtet am Dieses Feld wird automatisch mit dem Datum gefüllt, sobald die Prüfung errichtet
wurde.
Errichtet von Dieses Feld wird automatisch vom System mit dem angemeldeten Benutzer
gefüllt, der die Prüfung ausgelöst hat.
Geändert am Dieses Feld wird vom System automatisch bei Eingaben oder Änderungen im
Prüfauftrag.
Geändert von Dieses Feld wird automatisch mit dem am System angemeldeten Benutzer
ausgefüllt, sobald ein Feld geändert wurde.
Mitarbeiternr. In diesem Feld kann ein zuständiger Mitarbeiter für diese Prüfung aus der zuvor
eingerichteten Mitarbeitertabelle ausgewählt werden.
Mitarbeiter Vorname Zeigt den Vornamen des Mitarbeiters aus der Mitarbeitertabelle an. Das Feld ist
nicht editierbar.
Mitarbeiter Name Zeigt den Namen des Mitarbeiters aus der Mitarbeitertabelle an. Das Feld ist nicht
editierbar.

Inforegister Herkunft#

Feld Beschreibung
Bereich Herkunftsreferenz In der Gruppe „Herkunftsreferenz“ werden Felder angezeigt, die den Beleg / Vorgang darstellen, aus dem ein Prüfauftrag erstellt wurde. Durch einen Klick auf den Assist-Button im Feld „Belegart“ gelangt man zu der entsprechenden Referenz.
Belegart Hier wird die Belegart des Beleges angezeigt, der den Prüfauftrag verursacht hat
Folgende Optionen sind Möglich:
-Einkauf / Bestellung
-Verkauf / Reklamation
-FA-Zeile (Diese Art wird für Endprüfungen verwendet)
-Arbeitsplanzeile (Diese Art wird für Zwischenprüfungen verwendet)
Artikel-Buch.-Blatt

Hinweis:
Bei der Herkunftsreferenz „Artikel-Buch.-Blatt“ kann über den Assist-Button kein Beleg angezeigt werden, da das Buchblatt nur zur Erzeugung einer manuellen Prüfung genutzt wurde und keinen eigenständigen Beleg darstellt.
Belegnr. In diesem Feld wird die Nummer des Herkunftsbeleges geführt.
Belegzeilennr. In diesem Feld wird die Zeilenummer des Herkunftsbeleges geführt.
Arbeitsplannr. Diese Feld wird nur bei Zwischenprüfungen verwendet. Hier wird die Nummer des Arbeitsplans eingetragen, der die Zwischenprüfung verursacht hat.
Arbeitsgangnr. Diese Feld wird nur bei Zwischenprüfungen verwendet. Hier wird die Nummer des Arbeitsgangs eingetragen, der die Zwischenprüfung verursacht hat.
Bereich Buchungsrefenrenz In der Gruppe „Buchungsreferenz“ werden Felder angezeigt, die eine Referenz zum gebuchten Beleg bilden. Die Buchungsreferenz wird jedoch nur gefüllt, wenn im System ein entsprechender Buchungsvorgang besteht, der den Prüfauftrag verursacht hat. Dies geschieht in folgenden Fällen:
-Eingangsprüfung aus gebuchter Einkaufslieferung
-Eingangsprüfung aus gebuchter Verkaufsrücksendung
-Endprüfung aus einem Fertigungsauftrag

Hinweis:
Die Buchungsreferenz bleibt bei manuellen Prüfungen und Prüfungen für Arbeitsgänge leer, da bei diesen Prüfungsarten auch kein gebuchter Beleg durch das System hinterlegt wird.
Belegart Gibt die Art des Beleges der Buchungsreferenz an. Dabei sind folgende Optionen möglich:
-Gebuchte Einkaufslieferung
-Gebuchte Rücksendung
-Artikeljournal (Bei Ist-Meldungen aus dem Fertigungauftrag)
Durch einen Klick auf den Assist-Button im Feld „Belegart“ gelangt man zu der entsprechenden Referenz
Belegnr. Gibt die Nummer des Beleges der Buchungsreferenz an.
Belegzeilennr. Gibt die Zeilennummer der Position im referenzierten Buchungsbeleg an. Bei der Belegart „Artikeljournal“ bleibt das Feld leer, da das Artikeljournal bereits durch die Belegnummer eineindeutig bestimmt wird.
Bereich Logistikreferenz In der Gruppe „Logistikreferenz“ werden Felder angezeigt, die eine Referenz zum gebuchten Wareneingang bilden.
Belegart Gibt die Art des Beleges der Logistikreferenz an. Hier immer ein gebuchter Wareneingang. Durch einen Klick auf den Assist-Button im Feld „Belegart“ gelangt man zu der entsprechenden Referenz.
Belegnr. Gibt die Nummer des Beleges der Logistikreferenz an.
Belegzeilennr. Gibt die Zeilennummer der Position im referenzierten Logistikbeleg an.

Hinweis

Die durch die Fremdarbeit verursachten Belege (Bestellung / Lieferung) werden in einem Prüfauftrag nicht geführt. Auch bei Fremdarbeit gilt der Fertigungsauftrag, für den die Fremdarbeit angefordert wurde als primärer Beleg für den Prüfauftrag. Im Prüfauftrag wird dann die Referenz zur entsprechender IST-Meldung (Endprüfung) oder zum Arbeitsgang (Zwischenprüfung) geführt.

Inforegister Zeilen#

Die Prüfauftragszeilen werden bei Erstellen des Prüfauftrags aus den Vorgaben des Prüfplans gefüllt. In den
Prüfauftragszeilen werden darüber hinaus die Ergebnisse der einzelnen Prüfungen angezeigt. In jeder
Prüfplanzeile ist ein abschließendes Prüfergebnis zu setzen. Die nachfolgende Tabelle beschreibt die Felder der
Prüfauftragszeile.

Vorgegebene Felder#
Feld Beschreibung
Position Die Positionsnummer gemäß Prüfplanzeile.
Prüfmerkmalcode Der Prüfmerkmalscode gemäß Prüfplanzeile.
Attribut Die Prüfart gemäß des Prüfmerkmals bzw. der Prüfplanzeile.
Beschreibung Die Beschreibung des Prüfmerkmals.
Prüfmittelgruppen Nr. Die Prüfmittelgruppennummer gemäß Prüfplanzeile.
Prüfmittelnr. Die Prüfmittelnummer gemäß Prüfplanzeile.
Prüfmittelstatus Der zum Zeitpunkt der Erstellung des Prüfauftrags bestehende Status des
Prüfmittels.
Prüfmittelbezeichnung Die Bezeichnung der Prüfmittelgruppe bzw. des Prüfmittels gemäß
Prüfplanzeile.
Manuelle
Freimaßtoleranzklasse
Die Manuelle Freimaßtoleranzklasse gemäß Prüfplanzeile
Passung Die Passung gemäß Prüfplanzeile.
Min. Sollwert Der Minimale Sollwert des Merkmals gemäß Prüfplanzeile
Sollwert Der Sollwert gemäß Prüfplanzeile.
Max. Sollwert Der maximale Sollwert gemäß Prüfplanzeile
Einheiten Code Die Bezugseinheit für die eingegebenen Maße gemäß Prüfplanzeile.
Prüfhinweis Der Prüfhinweis gemäß Prüfplanzeile.
Spezifikation Der Dateianhang, übernommen aus der Prüfplanzeile.
Erforderliche
Prüfmenge
Die berechnete Prüfmenge. Diese ist berechnet aus der Stichprobenvorschrift
und der Belegmenge.
Bei Durchführung der Prüfung gefüllte Felder#
Feld Beschreibung
Anzahl Prüfungen In diesem Feld wird die Anzahl der erfassten Prüfungen für die Prüfauftragszeile
angezeigt.
Istwert (Min.) In diesem Feld wird der kleinste gemessene Wert der Prüfauftragszeile
angezeigt.
Istwert (Durchschnitt) In diesem Feld wird der Mittelwert aller Messungen der Prüfauftragszeile
angezeigt.
Istwert (Max.) In diesem Feld wird der größte gemessene Wert der Prüfauftragszeile angezeigt.
Anzahl Abweichend In diesem Feld wird angezeigt, wie viele Messungen außerhalb der Toleranz aus
Min. / Max. Sollwert liegen
Prüfergebnis In diesem Feld ist abschließend vom Prüfer das Prüfergebnis für die Prüfauftragszeile anzugeben.

Beispiel für die Berechnung der Qualitätszahl#

)

Mit der oben abgebildeten Einrichtung für die Gewichtung der Fehlerbefunde und der danebenstehenden
Abbildung der Prüfergebnisse ergibt sich für die Formel …

Qualitätszahl = 101 - (Summe Anzahl Prüfungen
+ Gewichtete Nebenfehler-Abweichungen
+ Gewichtete Hauptfehler-Abweichungen
+ Gewichtete Kritische Fehler-Abweichungen) / Summe Anzahl Prüfungen

Qualitätszahl = 101 - ( 15 + ( 2 x 10) + (0 x 30) + (1 x 60) ) / 15 = 94,67

Qualitätsprüfung durchführen#

In den nachfolgenden Abschnitten wird erläutert, wie eine Qualitätsprüfung durchgeführt wird. Die
Durchführung einer Prüfung ist für alle Prüfauftragsarten identisch. Abgeschlossene Qualitätsprüfungen der
Art Eingangsprüfung (Kreditor) fließen in die Lieferantenbewertung ein. Das Prüfergebnis kann als
Dokument dem Lieferanten bei begründeten Reklamationen zur Verfügung gestellt werden. Innerhalb der
Fertigung können die durchgeführten Zwischenprüfungen und die durchgeführte Endprüfung als
Qualitätsnachweis zur Dokumentation des Fertigungsprozesses verwendet werden.

Menge zu prüfen festlegen#

Im Prüfauftragskopf ist über die Stichprobevorschrift und die Belegmenge die erforderliche Prüfmenge
berechnet worden. Die Menge zu prüfen definiert die tatsächlich zu prüfende Menge. Grundsätzlich kann
die Menge zu prüfen abweichend gehalten werden von der berechneten erforderlichen Prüfmenge. Sie
können die Menge zu Prüfen niedriger ansetzen und können ebenso die Menge zu Prüfen bis maximal zur
gesamten Belegmenge erhöhen.

Artikel ohne Artikelverfolgung
Für Artikel ohne Artikelverfolgung wird die erforderliche Prüfmenge automatisch in das Feld Menge zu
prüfen geschrieben.

Artikel mit Artikelverfolgung
Für Artikel mit Artikelverfolgung ist es zwingend erforderlich, dass für die verwendeten Artikelverfolgungscodes
das Kennzeichen „Chargennr.-Verf. Lager“ bzw. „Seriennr.-Verf. Lager“ auf Ja gesetzt ist. Die
Artikelverfolgungsinformationen müssen auch über die Lagerplätze hinweg mitgeführt werden.

Für Artikel mit Artikelverfolgung wird die erforderliche Prüfmenge nur in den Zwischenprüfungen der
Fertigung automatisch in das Feld Menge zu prüfen geschrieben. In Eingangsprüfungen, Endprüfungen
oder manuellen Prüfungen muss die Menge zu prüfen definiert werden über die dem Prüfauftrag
zugeordneten Artikelverfolgungszeilen. Verwenden Sie hierzu den Assist-Button des Feldes Menge zu
Prüfen. In der hierdurch geöffneten Seite werden alle gebuchten Chargennummern mit Bewegungsmenge
(Basis) bzw. alle gebuchten Seriennummern mit Bewegungsmenge (Basis) = 1 angezeigt. Geben Sie in der
Spalte Menge zu prüfen für die jeweilige Chargennummer die gewünschte Prüfmenge an. Bei
Seriennummern müssen Sie bei der jeweilige zu prüfende Seriennummer die Menge zu prüfen = 1 eingeben
bis sie die benötigte Menge zu prüfen erreicht haben.

Prüfergebnisse erfassen#

Die Erfassung der Prüfergebnisse zu den einzelnen Prüfauftragszeilen kann über zwei unterschiedliche
Wege erfolgen:

Erfassung in der Prüfergebnis Matrix#

Der Aufruf der Prüfergebnis Matrix erfolgt über die Schaltfläche Prüfergebnismatrix im Menüband des
Prüfauftrags.

In der Prüfergebnis Matrix werden alle Prüfauftragszeilen untereinander angezeigt. Hinter den Informationen
aus den Prüfauftragszeilen (Position, Prüfmerkmalscode, Einheitencode, Attribut, Min. Sollwert, Sollwert und
Max. Sollwert) werden in den nachfolgenden nummerierten Spalten die Felder zum Erfassen der
Prüfergebnisse dargestellt. Die Anzahl der Spalten entspricht dabei der im Prüfauftrag festgelegten Menge
zu Prüfen. In einer Seite der Prüfergebnismatrix können maximal 32 Spalten zur Erfassung der Ergebnisse
angezeigt werden. Ist die „Menge zu Prüfen“ größer, kann in den nächsten Erfassungssatz mit der
Schaltfläche „Nächster Satz“ geblättert werden. Über die Schaltfläche „Vorheriger Satz“ erfolgt der
Rücksprung in den vorherigen Satz der Prüfergebnisse. In der Prüfergebnismatrix können nicht mehr
Ergebnisse erfasst werden als über die Menge zu Prüfen festgelegt wurde.

Im Kopf der Prüfergebnis Matrix werden allgemeine Informationen aus dem Prüfauftrag angezeigt. Im
Bereich Anzeigeoptionen sind Filter der Prüfergebnismatrix angezeigt. Diese Anzeigeoptionen können
geändert werden. Gemäß der eingestellten Anzeigeoptionen besteht die Möglichkeit, in die Prüfergebnis
Matrizes anderer Prüfaufträge zu wechseln, ohne den Prüfauftrag selbst verlassen zu müssen. Hierzu
dienen die Schaltflächen links und rechts an der Prüfergebnis Matrix Seite.

Erfassung über Prüfdaten#

Der Aufruf der Prüfdaten erfolgt über die Zeilen-Schaltfläche Zeilen > Prüfdaten. In der Prüfdaten-Seite
werden zu der Prüfauftragszeile, aus der der Aufruf erfolgte, die einzelnen Prüfergebnisse zeilenweise
erfasst. Es ist keine Anzahl Zeilen anhand der Menge zu Prüfen vorgegeben. Wurden Prüfergebnisse bereit
über die Prüfergebnis Matrix erfasst, werden diese in der Prüfdaten-Seite zeilenweise angezeigt. Über die
Prüfdaten können neben dem reinen Prüfergebnis weitere Werte erfasst werden.

Felder der Tabelle Prüfdaten#
Feld Beschreibung
Prüfexemplar Nr. In dieses Feld können Sie für jedes zu prüfendem Exemplar eine Nummer
eintragen. Wurden die Daten über die Prüfergebnismatrix erfasst liegen die
Prüfdaten bereits vor. Die Prüfdatenzeilen sind chronologisch mit 1 beginnend
nummeriert.
Werden die Daten über die Prüfdaten erfasst kann die Prüfexemplar Nr. auch
manuell vergeben werden. Prüfdaten werden nur dann auch in der
Prüfergebnismatrix angezeigt, wenn die manuelle Prüfexemplar Nr.
chronologisch mit 1 beginnend vergeben wird
Istwert
Attribut erfüllt
Handelt es sich um ein nicht attributives Merkmal wird die Spalte Istwert
angezeigt. In diesem Feld ist der gemessene Istwert anzugeben.

Handelt es sich um ein attributives Merkmal wird die Spalte Attribut erfüllt
angezeigt. In diesem Feld ist anzugeben, ob das Attribut erfüllt ist oder nicht.
Abweichung Handelt es sich um ein nicht attributives Merkmal wird die Spalte Abweichung
angezeigt. Als Wert wird die durch den Istwert resultierende Unterschreitung
des Min. Sollwerts oder die durch den Istwert resultierende Überschreitung des
Max. Sollwerts ausgewiesen. Eine Abweichung 0 bedeutet, der Istwert liegt
innerhalb des Min. und Max. Sollwerts. Das Feld ist nicht editierbar.
Abweichung vorhanden Nicht attributives Merkmal
Das Feld Abweichung vorhanden wird mit Ja angezeigt, wenn der Istwert
außerhalb des Min. und Max. Sollwerts liegt.

Attributives Merkmal
Das Feld Abweichung vorhanden wird mit Ja angezeigt, wenn Attribut erfüllt
mit Nein erfasst wurde. Das Feld ist nicht editierbar.
Prüffehler Code In diesem Feld kann ein Prüffehler Code eingetragen werden
Fehler Kategorie Code In diesem Feld wird der Fehler Kategorie Code des Prüffehlers automatisch
übernommen. Dieses Feld kann auch manuell gefüllt werden
Prüffehlerbeschreibung In diesem Feld wird die Beschreibung des Prüffehlers automatisch
übernommen.
In diesem Feld kann ebenso eine Prüffehlerbeschreibung als Freitext erfasst
werden.

Prüfmerkmal Prüfergebnis#

Nachdem für alle Prüflinge eine Prüfung vorgenommen und erfasst wurde, kann das Fenster „Prüfdaten“
bzw. die „Prüfergebnismatrix“ geschlossen werden. Die eingegebenen Daten werden in die Zeilen des
Prüfauftrages übernommen. Aus der Eingabe der Istwerte werden die minimalen und maximalen Istwerte
ermittelt und ein Durchschnitt berechnet. Diese Werte werden vom System in die Felder Istwert (Min.),
Istwert (Durchschnitt) und Istwert (Max.) eingetragen. Die Anzahl Ihrer Prüfdaten je Prüfauftragszeile wird
Ihnen im Feld Anzahl Prüfungen angezeigt. Über Drilldown können Sie sich die jeweiligen Prüfdaten
anzeigen lassen.

Auf Basis der eingetragenen Prüfdaten und der daraus ermittelten Min.-, Max.- und Durchschnittswerte
müssen Sie ein Prüfergebnis je Prüfposition vornehmen. Hierzu wählen Sie im Feld „Prüfergebnis“ Ihre Beurteilung
aus. Es stehen Ihnen folgende Optionen zur Auswahl:

-> Leer: Kein Prüfergebnis gesetzt
-> in Ordnung: Das Prüfmerkmal ist fehlerfrei.
Dieses Ergebnis kann nur gesetzt werden, wenn keine Abweichungen vorhanden sind.
-> Nebenfehler: Das Prüfmerkmal ist nicht fehlerfrei.
Der Fehler wird als Nebenfehler eingestuft
-> Hauptfehler: Das Prüfmerkmal ist nicht fehlerfrei.
Der Fehler wird als Hauptfehler eingestuft
-> kritischer Fehler: Das Prüfmerkmal ist nicht fehlerfrei.
Der Fehler wird als Nebenfehler eingestuft

Die Definition eines Neben-, Haupt- und des kritischen Fehlers ist intern festzulegen. Ein Nebenfehler ist
nicht von großer Bedeutung, während ein Hauptfehler die Verwendung des Artikels einschränkt und ein
kritischer Fehler schwerwiegende Auswirkungen haben könnte. Lassen Sie das Feld leer, so haben Sie für
diese Prüfposition keine Bewertung erfasst und können den Prüfauftrag nicht abschließen. Die Ausprägung des Ergebnisses obliegt der subjektiven Einschätzung der AnwenderInnen und kann pro Prüfmerkmal, aber nicht
pro Prüfling fixiert werden.

Prüfentscheid für einen Prüfauftrag#

Ein Prüfauftrag wird über einen Prüfentscheid abgeschlossen. Abhängig davon, ob das Feld Prüfpflicht bei
Freigabe aktiviert ist, ist das Abschließen der Prüfung nur möglich, wenn Sie je Prüfauftragszeile die
vorgegebene Menge zu prüfen in den Prüfdaten erfasst haben.
Haben Sie alle vorgeschriebenen Prüfungen erfasst und jeder Prüfauftragszeile ein prüfergebnis zugewiesen,
können Sie über das Menü mit den jeweiligen Schaltflächen den Prüfauftrag wie folgt abschließen:

-> Belegmenge freigeben
-> Freigabe
-> Sonderfreigabe
-> Belegmenge Sperren

Die folgende Tabelle verdeutlicht, welche Prüfentscheidung in Abhängigkeit welcher erfassten Prüfdaten und
Mengenfelder möglich sind.  

Feld Belegmenge
freigeben
Freigabe Sonderfreigabe Belegmenge
Sperren
Feld "Prüfergebnis" in
Prüfauftragszeilen
alle
Prüfauftragszeilen
müssen "in
Ordnung" sein
alle Prüfauftragszeilen
müssen "in Ordnung"
sein
mindestens eine
Prüfauftragszeile
muss ungleich "in
Ordnung" sein
mindestens eine
Prüfauftragszeile
muss ungleich "in
Ordnung" sein
Feld "Menge
freizugeben" im
Prüfauftragskopf
Es wird
automatisch die
komplette
Belegmenge
freigegeben.
Eingaben werden
nicht berücksichtigt.
Eingaben werden
verarbeitet.
Eingaben werden
verarbeitet.
Eingaben werden
nicht verarbeitet; es
kommt eine
Fehlermeldung bei
Ausführung der
Aktion
Feld "Menge zu
sperren" im
Prüfauftragskopf
Eingaben werden
nicht verarbeitet; es
kommt eine
Fehlermeldung bei
Ausführung der
Aktion
Eingaben werden
verarbeitet
Eingaben werden
>verarbeitet
Es wird automatisch
die komplette
Belegmenge
gesperrt. Eingaben
werden nicht
berücksichtigt.
Feld "Menge
zerstört" im
Prüfauftragskopf
Eingaben sind nur
bei Prüfart
Zerstörend möglich.
Eingaben werden
nicht verarbeitet; es
kommt eine
Fehlermeldung bei
Ausführung der
Aktion
Eingaben sind nur bei
Prüfart Zerstörend
möglich. Eingaben
werden verarbeitet.
Eingaben sind nur bei
Prüfart Zerstörend
möglich.
Eingaben werden
verarbeitet
Eingaben sind nur bei
Prüfart Zerstörend
möglich. Eingaben
werden nicht
verarbeitet; es kommt
eine Fehlermeldung
bei Ausführung der
Aktion
Welche
Mengenprüfung
findet im
Hintergrund statt?
Bezugsgröße der
Mengenprüfung ist
immer die gesamte
Belegmenge
Summe aus Menge
freizugeben, zu
sperren und zerstört
darf max. die
Belegmenge sein
Summe aus Menge
freizugeben, zu
sperren und zerstört
darf max. die
Belegmenge sein
Bezugsgröße der
Mengenprüfung ist
immer die gesamte
Belegmenge
Welche Mengen
werden gebucht?
immer die gesamte
Belegmenge
maximal die
Belegmenge, oder
weniger
maximal die
Belegmenge, oder
weniger
immer die gesamte
Belegmenge
Ist ein
Folgeprüfauftrag
möglich?
nein ja, mit der Restmenge ja, mit der
Restmenge
nein
Besonderheit keine keine Feld Begründung
Sonderfreigabe wird
zum Pflichtfeld
keine

Prüfplan für Prüfauftrag ändern#

Über „Aktion>Funktion>Prüfplan ändern“ haben Sie die Möglichkeit, anstatt den in der Prüfplan Verwendungen
eingerichteten Prüfplan manuell einen anderen Prüfplan für den Prüfauftrag zu verwenden.  

Manuelle Prüfung#

Das Qualitätssicherungsmodul QME ermöglicht Ihnen manuelle Prüfungen zu erstellen.

Hierzu gehen Sie im Menü Abteilungen > Qualitätssicherung > Manuelle Prüfung auf den Menüpunkt
Manuelle Prüfung erstellen.

Mittels Umlagerungs Buch.-Blatt können Sie einen Artikel auf den Lagerort bzw. Lagerplatz der
Qualitätsprüfung umlagern. Durch die Umlagerung wird eine Manuelle Prüfung erstellt.

Die nachfolgende Tabelle beschreibt die Felder des Formulars MANUELLE PRÜFUNG ERSTELLEN.

Feld Beschreibung
Buch.-Blattname Wählen Sie über Lookup das zu verwendende Buchblatt aus.
Artikelnr. Tragen Sie in dieses Feld die Artikelnr. ein, für die der Lagerplatzinhalt abgerufen werden soll.
Artikelvariante Falls es eine Artikelvariante gibt, können Sie diese hier eintragen.
Lagerort In dieses Feld tragen Sie den Lagerort ein, von dem Sie den Inhalt
abrufen möchten.

Um das Buch.-Blatt zu füllen und eine manuelle Prüfung zu erstellen, gehen Sie auf dem Formular
MANUELLE PRÜFUNG ERSTELLEN wie folgt vor:

1.) Navigieren Sie im Menü auf die Funktion Lagerplatzinhalt holen.
2.) Tragen Sie ein Buchungsdatum und eine Belegnummer ein.
3.) Im Anforderungsfenster können Sie weitere Eingrenzungen vornehmen, so dass nur die gewünschten
Posten erscheinen.
4.) Nachdem Sie die Funktion Lagerplatzinhalt holen ausgeführt haben, wird das Buch.-Blatt automatisch
gefüllt.
5.) Achten Sie bei den Felder Neuer Lagerortcode und Neuer Lagerplatzcode darauf, dass der Lagerort
für Qualitätsprüfungen eingerichtet wurde und der neue Lagerplatzcode dem eingerichteten QS-
Lagerplatz auf der lagerortkarte entspricht.
6.) Über die Funktion Buchen & Prüfaufträge erstellen können Sie eine Manuelle Prüfung für die
erzeugten Zeilen erstellen.

Über Abteilungen > Qualitätssicherung > Manuelle Prüfung > Manuelle Prüfungen können Sie die
erzeugte Manuelle Prüfung durchführen.

Hinweis

Zur Behandlung der Dimensionen: Beim Holen des Lagerplatzinhalts werden NICHT die Dimensionen in die Zeilen
geschrieben. Dies ist eine bekannte Einschränkung des Microsoft Business Central
Standards, nicht des Produkts. Geht man über „Artikelposten auswählen“ werden die
Dimensionen richtig übernommen.

Beim Erstellen einer manuellen Prüfung kann es grundsätzlich zu dem Zustand kommen, dass die zu
prüfende Menge von mehreren verschiedenen Artikelposten geholt wird, wobei jeder seine eigenen
Dimensionen haben kann. Weil dies aber nicht eindeutig ist, sind am Prüfauftrag keine Dimensionen zu
sehen. Werden am Prüfauftrag Dimensionen hinterlegt, werden nur diese an die zugehenden Artikelposten
geschrieben, die abgehenden Dimensionen gleichen die alten Posten aus. Wichtig: Der Prüfauftrag ergänzt
demnach keine Dimensionen am Artikelposten, sondern ersetzt diese, sofern vorhanden. Werden aber im
Prüfauftrag keine Dimensionen hinterlegt, dann werden die Dimensionen des vorhandenen Artikelpostens
an den neuen weitergereicht.

Schnittstelle zum Modul „Vendor Rating Management (VRM)“#

Wird das Modul „Quality Management Extension (QME)“ zusammen mit dem Modul „Vendor Rating Management (VRM)“ der KUMAVISION AG zur Lieferantenbewertung eingesetzt, so lassen sich die Ergebnisse der Prüfaufträge in die Lieferantenbewertung überführen.

Einrichtung#

Um die Schnittstelle zur der Lieferantenbewertung zu aktivieren müssen Einrichtungen in der „Qualitätssicherung Einrichtung“ vorgenommen werden.

Rufen Sie sich hierzu zunächst die „Qualitätssicherung Einrichtung“ über die Anwendersuche auf. Auf dem Inforegister „Lieferantenbewertung Verbindung“ können Sie anschließend die notwendigen Einrichtungen mit Hilfe der u.a. Tabelle vornehmen.

Feld Beschreibung
Verbindung zur Lieferantenbewertung Über dieses Feld wird gesteuert, ob eine API-Verbindung zum Modul Vendor Rating Management (VRM) hergestellt werden soll. Dieses Feld enthält folgende Optionen:

Unentschieden:
Es wurde noch keine Entscheidung getroffen ob eine Verbindung zwischen dem QME Modul und dem VRM Modul hergestellt werden soll. Dieser Wert ist der Initialwert der Einrichtung.

Ja:
Es soll eine Verbindung zwischen dem QME und VRM Modul hergestellt werden. In diesem Fall müssen die weiteren Felder in der Einrichtung der Schnittstelle ausgefüllt werden.

Nein:
Die Schnittstelle zwischen den Modulen QME und VRM soll nicht genutzt werden.
Lieferantenbewertung Benutzerkennung In diesem Feld muss der/die UserIn eingetragen werden, über den die API-Schnittstelle-Daten an das Modul zur Lieferantenbewertung weitergibt.
Kennwort In diesem Feld muss das Kennwort des Users eingegeben werden, um die Verbindung über die API-Schnittstelle sicher zu stellen.
Lieferantenbewertung Bewertungsart In diesem Feld wird die Bewertungsart aus dem Modul zur Lieferantenbewertung zur Qualitätsbewertung festgelegt.
Über den „Assist-Button“ zu diesem Feld kann eine vorhandene Bewertungsart der Bewertungsgruppe „Qualität“ referenziert werden. Existiert noch keine entsprechende Bewertungsart, so wird diese automatisch angelegt.

Hinweis:
Falls noch keine Bewertungsart für die Qualitätsbewertung existiert, so muss diese über den Assist-Button angelegt werden. Eine entsprechende Bewertungsart für Qualität ist notwendig, um die Informationen zwischen den QME Modul und dem VRM Modul weiter zu geben.

Aktion „Lieferantenbewertung API-Verbindung testen“#

Mittels dieser Aktion kann die API-Verbindung zum Modul Vendor Rating Management (VRM) getestet werden. Das System gibt hier eine entsprechende Meldung aus, ob die Verbindung aufgebaut werden konnte oder nicht.

Funktionsweise#

Durch die API-Schnittstelle zwischen den Modulen zum Qualitätsmanagement (QME) und Lieferantenbewertung (VRM) werden auf Basis der Prüfaufträge Lieferantenbewertungsposten gebildet, die durch die Lieferantenbewertungsfunktionalität verarbeitet werden können.

Als Grundlage für den Lieferantenbewertungsposten gilt das Feld „Qualitätszahl“ im Kopf des Prüfauftrages. Diese Qualitätszahl gibt die Punkte wieder, die in den Lieferantenbewertungsposten beim Abschluss des Prüfauftrages geschrieben werden.

!!! note "Hinweis"

Im Rahmen der Schnittstelle zwischen den Modulen zum Qualitätsmanagement und Lieferantenbewertung wird jeweils pro Prüfauftrag ein Lieferantenbewertungsposten erzeugt.

Die Schnittstelle zum Modul Lieferantenbewertung (VRM) berücksichtigt nur die Prüfauftragsarten, die einen Bezug zum Kreditor haben. Dies sind die folgenden Prüfauftragsarten: * Eingangsprüfung Kreditor * Zwischenprüfung für Fremdarbeit * Endprüfung (mit Fremdarbeit als letzten Arbeitsgang)