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Finanzmanagement#

Der nachfolgende Abschnitt erläutert Ihnen die Zusatzfunktionen in KUMAVISION healthcare365 für den Bereich Finanzmanagement in Microsoft Dynamics 365 Business Central1.

Buchen im Hauptbuch#

Kassenbuch#

Mit OPplus - Kassenbuch von der Continia Software GmbH, können erweiterte Funktionalitäten, zur besseren Bearbeitung von Kassenbüchern für ein FiBu Buchblatt genutzt werden.

Hinweis

OPplus - Kassenbuch ist eine separate App eines Drittanbieters, dessen Nutzung nur mit zusätzlicher Lizenzierung und Aktivierung möglich ist. Weiterführende Informationen finden Sie unter Continia Software GmbH.

OP geführte Sachkonten#

Mit OPplus OP-führende Sachkonten von der Continia Software GmbH, ist es möglich eine offene Posten Führung für Sachkonten zu aktivieren.

Hinweis

OPplus - Zahlungsimport ist eine separate App eines Drittanbieters, dessen Nutzung nur mit zusätzlicher Lizenzierung und Aktivierung möglich ist. Weiterführende Informationen finden Sie unter Continia Software GmbH.

Debitorenbuchhaltung#

Debitorenposten#

Um die Bearbeitung offener Posten komfortabler zu gestalten, wurde die Seite "Debitorenposten" um nachfolgende Felder erweitert:

  • Kürzungsbetrag
  • Kürzungsdoku vorhanden
  • Abrechnungssammelnr.
  • Det. Abrech. Sammelrech.-Nr.

Auf die genannten Informationen kann direkt bei der Bearbeitung der Kontoauszüge sowie der Bearbeitung von Kürzungen der Krankenkassen, über den "Erw. Offenen Postenausgleich" bzw. "Komfortausgleich" und beim nachträglichen Ausgleich zurückgegriffen werden.

Debitorenbuchhaltung Mahnwesen#

Basierend auf das Mahnwesen von Microsoft Dynamics 365 Business Central1 wurden nachfolgende Felder und Funktionen in KUMAVISION healthcare365 ergänzt.

Mahnmethoden#

Feld Beschreibung
Druck 1. Stufe
(Zahlungserinnerung etc.)
Der Belegdruck in der Mahnstufe 1 wird als Zahlungserinnerung und nicht als Mahnung gedruckt.

Mahnvorschlag erstellen#

Zahlungen berücksichtigen bis#

Beim Erstellen des Mahnungsvorschlags besteht die Möglichkeit, im Feld "Zahlungen berücksichtigen bis" ein Datum zu erfassen, bis zu welchem Datum die gebuchten Zahlungseingänge (Kontoauszüge) berücksichtigt wurden. Dieses Datum wird bei drucken der Mahnung berücksichtigt.

Ergänzend zu den bestehenden Variablen in den Mahntexten, kann mit der Variable %16 der Datumswert für den Text "Zahlungen berücksichtigt bis" eingesetzt werden.

Keine Mahnung für verstorbene PatientInnen#

Wenn verstorbene PatientInnen nicht angemahnt werden sollen, kann in dem Report "Mahnung erstellen", ein Filter im Register "Debitor" auf das Feld "Verstorben" gesetzt werden.

Hinweis

Als "Verstorben" gekennzeichnete Debitoren werden gleichzeitig gesperrt. Für gesperrte Debitoren kann keine Mahnung erstellt werden.

Abweichende Mahnadresse#

Keine Belegstammadresse vorhanden#

Ist keine Belegstammadresse vorhanden, wird für die Mahnung auf die Stammadresse des Debitors zurückgegriffen.

Belegstammadresse vorhanden#

Auf der Debitorenkarte kann über "Rech. an Adressen Kontakt" auf die "Rech. an Adressen Übersicht" zugegriffen werden. Dort können über "Neu" beliebig viele Adressen für den Belegversand hinterlegt werden.

Im Bearbeitungsmodus der Adresse kann angegeben werden, ob dies eine Belegstammadresse ist oder nicht. Ist das Feld "Belegstammadresse" aktiviert, werden Belege ab sofort an diese Adresse versendet.

Belegstammadresse für anderen Zeitraum vorhanden#

In der Belegstammadresse können außerdem zeitliche Begrenzungen eingestellt werden. Mit den Feldern "Von Datum" und "Bis Datum" können unterschiedliche Adressen für unterschiedliche Zeitpunkte eingetragen werden. Je nach Datum wird die angegebene Adresse als Belegadresse genutzt.

Zugeordnete Partnerrolle#

Für den Debitor sind Partnerrollen eingerichtet:

Belegstammadresse vorhanden#

Sollte für den Debitor eine Belegstammadresse vorhanden sein, wird auf den gedruckten Belegen die Adresse, der in der Kommunikationsmethode zugeordneten Partnerrolle genutzt.

Belegstammadresse nicht vorhanden#

Sollte für den Debitor keine Belegstammadresse eingerichtet sein, wird auch in diesem Fall die Adresse der in der Kommunikationsmethode zugeordneten Partnerrolle genutzt.

Abweichende Mahnadresse in Verbindung mit Partnerrollen#
Einrichtung#

In den Kommunikationsmethoden gibt es eine Kommunikationsmethode "FMH", die für die FiBu Mahnung genutzt wird. Hinter dieser Kommunikationsmethode stehen verschiedene Kommunikationsstufen, die entsprechend anzulegen sind.

Über "Adresssteuerung" wird in die Adresssteuerung abgetaucht.

In den einzelnen Stufen können jeweils Steuerungen hinterlegt werden. Diese Steuerungen legen fest, welche Adresse in welcher Priorität für welche Vorgangssteuerungsarten genutzt werden soll.

Bei der Wahl der Mahnadresse gibt es in KUMAVISION healthcare365 verschiedene Prioritäten. Zunächst gilt immer:

  1. Priorität: Belegstammadresse des Debitors.
  2. Priorität: Stammadresse des Debitors.

Die Priorität der Kommunikationsmethodensteuerung kann explizit über das Feld "Prio Empfänger" gesteuert werden.

Zahlungsmanagement#

Zahlungsverkehr#

Die Bearbeitung und Durchführung der kreditorischen Zahlungsläufe sowie die debitorischen Lastschrifteinzüge und Rückerstattungen erfolgen mit der App OPplus - Zahlungsexport von der Continia Software GmbH.

Hinweis

OPplus - Zahlungsexport ist eine separate App eines Drittanbieters, dessen Nutzung nur mit zusätzlicher Lizenzierung und Aktivierung möglich ist. Weiterführende Informationen finden Sie unter Continia Software GmbH.

Kontoauszüge bearbeiten#

Der Import und die Bearbeitung der Kontoauszüge erfolgt mit der App OPplus - Zahlungsimport von der Continia Software GmbH.

Hinweis

OPplus - Zahlungsimport ist eine separate App eines Drittanbieters, dessen Nutzung nur mit zusätzlicher Lizenzierung und Aktivierung möglich ist. Weiterführende Informationen finden Sie unter Continia Software GmbH.

Bearbeitung von Kürzungen#

Um die Kürzungsbearbeitung zu vereinfachen, können die Avise und Kürzungsmitteilungen (von Krankenkassen oder Rechenzentrum) über ein CSV Port in das "Erw. Zahlungseingangsbuchblatt" eingelesen werden.

Wenn die Ausgleichsmethode im "Erw. Zahlungseingangsbuchblatt" auf "Erweitert" eingestellt wurde, können auf der Seite "Erweiterter Debitorenpostenausgleich" folgende Felder eingeblendet werden:

  • Kürzungsbetrag
  • Kürzungsdoku vorhanden
  • Abrech. Sammelrech.-Nr.
  • Det. Abrech. Sammelrech.-Nr.
  • Debitorennr. Abrech. Sammelrech.
  • Verk. an Deb. Name
  • Vek. an Deb. Geburtsdatum

Durch Filterkriterien auf diese Felder können die Posten schneller gefunden und ausgeglichen sowie auch die Kürzungsbeträge leichter verwaltet werden.

Weiterhin steht unter den Menüpunkten auch die Funktion "Erstelle/Öffne Dokumentation Kürzung" zur Verfügung, womit die Kürzung geprüft/dokumentiert werden kann.

Buchungslogik und Wertefluss#

Buchungscodes#

Zur Abbildung der unterschiedlichen Eigentumsverhältnisse der Artikelbestände, kann in KUMAVISION healthscare365 je nach Buchungsprozess die Bewertungsart durch die Verwendung von Buchungscodes gesetzt werden. Während des Buchungsprozesses wird intern die Bewertungsart aus dem Buchungscode ermittelt und in den gebuchten Posten entsprechend im Feld "Bewertungsart" angezeigt.

Folgende Eigentumsverhältnisse können abgebildet werden:

  • Anlagevermögen welches über die WaWi bewegt wird
  • Leasingeigentum welches vom Kunden dauerhaft vermietet wird
  • Fremdeigentum von Kassen welches versendet, ein und ausgelagert und gewartet wird
  • Umlaufvermögen
  • Umlaufvermögen, was in die dauernde Vermietung geht oder gebrauchte Geräte

Es besteht in KUMAVISION healthscare365 grundsätzlich für jede Artikelbewegung in den Prozessen eine Buchungscodepflicht.

Hinweis

Die Verwendung der Lagerabgangsmethode "Durchschnitt" in den Artikelstammdaten ist in Verbindung mit der Bewertungsart "unbewertet" in KUMAVISION healthscare365 nicht vorgesehen.

Buchungsgruppen Wechsel in Verkaufsauftrag#

Auf der Seite "Verkaufsauftragsarten", kann im Feld "Buchungsgruppe Umlenk. Code" eine Übersetzung von Buchungsgruppen aus den Stammdaten für eine spezielle Auftragsart vorgenommen werden.

Buchungsgruppen Wechsel in Bestellungen#

Auf der Seite "Einkaufsbestellarten" kann über das Menüband die Seite "Bestellartenabh. Buchungsgr." aufgerufen werden, in der eine Umlenkung von Buchungsgruppen aus dem Stammdaten für eine spezielle Bestellart vorgenommen werden kann.

Buchungsgruppen Wechsel in Artikel-Buchblatt#

Für besondere Buchungen über Artikelbuchblätter, wie z.B. Verschrottung oder Eigenbedarf Ausbuchungen, können eigene Artikel-Buch.-Blatt angelegt werden.

Über die Buchblattnamen können für diese Buchungen abweichende Parameter definiert werden:

  • Ursachencode ➔ Auswertungskriterium
  • Produktbuchungsgruppe ➔ Möglichkeit zur Steuerung eines separaten Lagerkorrekturkontos für Verschrottungen hierfür ist eine eigens dafür vorgesehene Produktbuchungsgruppe bspw. "Verschrottung" anzulegen. Die Buchungsmatrix ist entsprechend für diese Kombination zu ergänzen.
  • Kostenstelle oder Kostenträger ➔ zur Kontierung der Abgangsbuchung

Aufteilung der Lagerkorrekturkonten für Inventur und Neubewertung#

Für die Buchung der Inventur über ein Inventur Buchblatt, kann ein abweichendes Lagerkorrekturkonto für Bestandsveränderungen verwendet werden. Dieses Konto kann in der "Buchungsmatrix Einrichtung" in der Spalte "Inventur Lagerkorrekturkonto" eingerichtet werden.

Für die Buchung von Neubewertungen über ein Neubewertung Buchblatt, kann ein Abweichendes Lagerkorrekturkonto für Bestandsveränderungen verwendet werden. Dieses Konto, kann in der "Buchungsmatrix Einrichtung" in der Spalte "Neubewertung Lagerkorrekturkonto" eingerichtet werden.

Anlagenbuchhaltung#

In KUMAVISION healthscare365 kann neben der klassischen Anlagenbuchhaltung, auch eine "Aktivierung von Geräten" aus dem Umlaufvermögen stattfinden.

Aktivierung#

Hinweis

Die Anlagenaktivierung ist ein Freischaltmodul, dessen Nutzung nur mit zusätzlicher Lizenzierung und Aktivierung möglich ist.

Buchungscode für Aktivierung#

Folgende Optionen in der "Buchungslogik und Wertefluss | Buchungscodes" werden bei Aktivierung beachtet:

Feld Beschreibung
Anlagenbuchungsart Mit der Option "Aktivierung" wird sichergestellt, dass nur von diesem Buchungscode eine Aktivierung von Umlaufvermögen in Anlagevermögen möglich ist. Diese Option wird auch bei Buchungscodes für eine Datenübernahme verwendet.

Die Buchungscodes: UV-AKT, DÜ-AV bekommen immer diese Option.
Vorgabecode für Zugänge In der Regel erfolgt die Vorbelegung mit dem Buchungscode UV (Umlaufvermögen). Wenn kein anderer Code eingetragen wird, wird ein Buchungscode mit dieser Markierung immer vorbelegt.
Zugang nur über Anlagenaktivierung möglich Dieses Feld wird nur in Buchungscodes auf "JA" gesetzt, welche mit der Anlagebuchhaltung durch die Aktivierung verbunden werden (z.B. AV (Anlagevermögen)).

Diese Einrichtung hilft bei Abgleich zwischen Anlagenbuchhaltung, Hauptbuchhaltung und Artikel sowie auch in Folgeprozessen wie Anlagenverkauf oder Anlagenverschrottung.

Umbuchung von Geräten aus Umlaufvermögen in Anlagevermögen#

Gerätezugang#

Wenn Geräte eingekauft werden, ist es in der Regel nicht bekannt, in welchen weiteren Prozessen wie z.B. Verkauf, Vermietung usw. diese verwendet werden.

Der Einkauf findet also in der Regel auf ein bewerteten Buchungscode wie z.B. UV (Umlaufvermögen) statt. Weiterführende Informationen finden Sie unter "Buchungslogik und Wertefluss | Buchungscodes".

Feld Wert
Buchungscode UV
Beschreibung Umlaufvermögen
Bewertungsart Bewertet
Vorgabecode für Zugänge JA

Aktivierungskriterium#

Muss ein Gerät in der Anlagenbuchhaltung umgebucht werden, weil es beispielsweise im Rahmen einer Pauschale ausgegeben wird, oder für langfristige Vermietung vorgesehen ist, dann erfolgt in der Regel eine Umbuchung an den Debitoren über ein Auftrag oder Vorgang.

Bei dieser Umbuchung erfolgt über eine Lieferhierarchie ein Wechsel des Buchungscodes von UV auf UV-AKT (Umlaufvermögen zu Aktivierung). Weiterführende Informationen finden Sie unter "Buchungslogik und Wertefluss | Buchungscodes".

Feld Wert
Buchungscode UV
Beschreibung Umlaufvermögen
Bewertungsart Bewertet
Anlagenbuchungsart Aktivierung

Hinweis

Es sollten nur Geräte aktiviert werden, für die auch eine Einkaufsrechnung bereits gebucht wurde. Das kann sichergestellt werden, wenn vor der Buchung im "Anlagen Artikel Buchblatt" ein Filter auf "Einkaufsrechnungnr." ungleich leer gesetzt wird.

Artikel Anlagen Buchblatt#

Voraussetzung für die Aktivierung von Seriennummerngeräten ist die Seriennr.-Informationskarte, sowie die Zuordnung der jeweiligen Geräteklasse (Inforegister KUMAVISION healthscare) auf der Artikelkarte.

Für die Aktivierung der Geräte (Aktivtausch Umlaufvermögen -> Anlagevermögen) steht der Aktivierungsvorschlag "Anlagen Artikel Buch.-Blätter" zur Verfügung. Es besteht die Möglichkeit, über die Buch.-Blattnamen mehrere Aktivierungsvorschläge zu erstellen. Dabei ist jedoch zu beachten, dass bei der Vorschlagserstellung ein entsprechender Filter (z.B. auf einen bestimmten Buchungscode) eingetragen wird.

Der Report "Anlagen Artikel für Aktivierung berechnen" berücksichtigt nur Artikelposten mit Buchungscodes, die in der Einrichtung der Buchungscodes die Option Anlagen Buchungsart = "Aktivierung“ haben.

Beim Aufruf des Reports aus dem Anlagen-Artikel-Buchblatt erfolgt die Filterung auf den jeweiligen Buchungscode "UV-AKT". Gegebenfalls gibt es weitere Buchungscodes z.B. "Rückkauf".

Die Hinweise im Feld "Warnung" werden in der Infobox je Zeile angezeigt. Eine Aktivierung kann trotz einem Warnhinweis erfolgen.

Fehler im Feld "Warnung" werden in der Infobox je Zeile angezeigt. Eine Aktivierung kann nicht erfolgen.

Nach einer Prüfung der Zeilen sind diese zu buchen:

Die Buchung der Zeilen aus dem Anlagen Artikel Buch. -Blatt erstellen den Anlagenstamm mit dem Anlagen AfA-Buch und buchen die Anschaffungskosten. Auf die Seriennr.-Informationsliste kann über die Infobox zum Anlagenstamm zugegriffen werden. Parallel zur Aktivierung in der Anlagenbuchhaltung erfolgt in den Artikelposten eine Umlagerung. Durch die Buchung der Aktivierung erfolgt die Ausbuchung des Wertes im Umlaufvermögen und die Zubuchung im Anlagenvermögen.

Bei der Umlagerung des Artikels wird der Buchungscode von UV-AKT auf AV (Anlagevermögen) geändert.

Feld Wert
Buchungscode AV
Beschreibung Anlagevermögen
Bewertungsart Unbewertet
Zugang nur über Anlagenaktivierung möglich JA

Hinweis

Ein Zugang über Anlagenaktivierung wird zusätzlich über den Schalter "Zugangsbuch. für alle Buchungscodes" in der Benutzer Einrichtung gesteuert.

Anlagekarte#

Wenn die Basisartikelnummer oder Seriennummer in der Anlagenkarte manuell durch ein/e BenutzerIn geändert werden, erscheint eine Hinweismeldung auf die Aktivierung.

Geräteklasse#

In den Geräteklassen werden die Vorgaben für die Aktivierung des Seriennummernartikels festgelegt.

Die Geräteklassen müssen den aktivierungsfähigen Artikeln zugeordnet werden.

Wichtigste Parameter für die Aktivierung:

Feld Beschreibung
Zielbuchungscode AV
AFA Buchcode Bsp. HGB, Steuer, IFRS
Anlagenbuchungsgruppe Wichtig für die Kontenfindung
AFA-Methode Bsp. Linear
Nutzungsdauer i. J Anlagensachgruppe
AFA Buch Kopiervorgang aktivieren Nur relevant wenn mit zwei Abschreibungsbüchern gearbeitet wird.
2. AFA-Buch automatisch buchen bei Verkauf Nur relevant, wenn mit zwei Abschreibungsbüchern gearbeitet wird.
2. Anlagenbuchungsgruppe Nur relevant, wenn mit zwei Abschreibungsbüchern gearbeitet wird.
2. AFA-Methode Nur relevant, wenn mit zwei Abschreibungsbüchern gearbeitet wird.
2. AFA Buch Nutzungsdauer i. J Nur relevant, wenn mit zwei Abschreibungsbüchern gearbeitet wird.
2. AFA-Buch Nur relevant, wenn mit zwei Abschreibungsbüchern gearbeitet wird.

Geräteklassen Zuordnung#

Da nicht alle Geräte innerhalb einer Geräteklasse unbedingt den gleichen Wert haben, der Wert des SNR-Gerätes aber entscheidend ist, ob ein Gerät als geringwertiges Wirtschaftsgut aktiviert werden soll oder nicht, gibt es die "Geräteklassenzuordnung", welche über die Geräteklasse aufrufbar ist.

Die Seite ist auch hilfreich, sofern sich die GWG-Grenze ändern sollte.

Sind Einträge auf der Seite vorhanden, dann berücksichtigt der Aktivierungsvorschlag den Eintrag und wechselt im Vorschlag ggf. die Geräteklasse, so dass das SNR-Geräte mit den korrekten Einstellungen aktiviert wird. Die Felder "Geräteklasse" und "Folgegeräteklasse" sind im Aktivierungsvorschlag eingeblendet, so dass diese vor der Aktivierung überprüft werden können.

Feld Beschreibung
Aktivierung Startdatum Ab wann soll die Zuordnung greifen.
Aktivierung Enddatum
Operator Betrag >=
Referenzbetrag 800,01
Operator Betrag <=
Referenzbetrag 99999
Folgegeräteklasse F>800
Hinweis Bsp. Afa 4 Jahre
Geräteklasse Geräteklasse aus dem Artikelstamm

Aktivierung stornieren#

Mit der Storno Funktion kann in KUMAVISION healthcare365 eine versehentlich durchgeführte Aktivierung auf der einzelnen Anlage wieder rückgängig gemacht werden.

Über "Zeile stornieren" in der Infobox "Anlagen Artikel Verfolgung" der jeweiligen Anlagenkarte kann die Aktivierung rückgängig gemacht werden.

Durch Aktivieren des Schalters "Anlage löschen" wird die erzeugte Anlagenkarte nach Ausführen der Stornierung gelöscht. Des Weiteren werden die dazugehörigen Posten (Artikelposten, Wertposten, Sachposten) storniert.

Sollte der Schalter "Anlage löschen" nicht aktiviert werden, bleibt in diesem Fall die Anlagenkarte erhalten. Unabhängig davon, werden die dazugehörigen Posten (Artikelposten, Wertposten, Sachposten) storniert.

Erfolgt dann eine erneute Aktivierung wird die bereits angelegte Anlagenkarte über die Seriennummer gefunden.

Hinweis

Bei erneuter Aktivierung der Seriennummer findet die Anlagenaktivierung die bereits vorhandene Anlagenkarte.

Aktivierte Geräte verkaufen#

Im Rahmen der Vorgangsbearbeitung aus dem Bereich Rezeptabwicklung, kann es auch zu Verkäufen von aktivierten SNR-Geräten kommen (Kassenverkäufe, Verkäufe an Privatpersonen, usw.). Der Anlagenverkauf erfolgt über den Verkaufsauftrag, mit der Faktura wird das Gerät im Lager wie auch im Anlagevermögen direkt ausgebucht.

Ebenso kann es vorkommen, dass solche Geräte im Rahmen einer Inventur oder unterjähriger Bestandskorrektur (Verlust, Verschrottung, etc.) über ein Artikel-Buch.-Blatt abgebucht werden.

Wird ein in der Anlagenbuchhaltung aktiviertes Gerät verkauft, so wird direkt oder indirekt eine dazugehörige Anlage ebenfalls verkauft.

Direkter Anlagenabgang findet statt, wenn in der Lager Einrichtung der Schalter "Automatische Lagerbuchung" aktiviert wurde.

Indirekter Anlagenabgang findet statt, wenn in der Lager Einrichtung der Schalter "Automatische Lagerbuchung" deaktiviert wurde und nachträglich der Stapellauf "Lagerregulierung in Anlage buchen" ausgeführt wurde.

Zu dem Prozess erfolgt ein Eintrag in der Infobox "Anlagen Artikel Verfolgung".

Aktivierte Geräte verschrotten#

Ein Abgang eines Geräts mit dem Buchungscode "AV" ist grundsätzlich direkt über ein Artikelbuchblatt möglich. Bei diesem Abgang wird auch die dazugehörige Anlage abgebucht.

Die Abbuchung der Anlage findet automatisch statt, sofern die "Automatische Lagerbuchung" in der "Lager Einrichtung" eingeschaltet ist.

Ist die "Automatische Lagerbuchung" nicht aktiv, müssen, damit ebenso die Anlage abgebucht wird, folgende Reports durchgeführt werden:

  • Lagerregulierung fakt. EP
  • Lagerregulierung buchen
  • Lagerregulierung in Anlage buchen.

Zu dem Prozess erfolgt ein entsprechender Eintrag in der Infobox “Anlagen Artikel Verfolgung”.

Report "Ausbuchung Schrottlager"#

Geräte, die verschrottet werden sollen, können auch auf einem separaten Lagerort gesammelt werden und über den Report "Ausbuchung Schrottlager" ausgebucht werden.

Die Einrichtung für diesen Prozess kann über die "Lager Einrichtung" vorgenommen werden.

Feld Beschreibung
Schrott Lagerortfilter Hier kann ein Lagerort definiert werden, aus dem der Report "Ausbuchung Schrottlager" die Ausbuchung vornehmen soll.
Ausbuchung Buchblattvorlage Hier kann die Artikelbuchblattvorlage definiert werden, über die der Report "Ausbuchung Schrottlager" die Ausbuchung vornimmt.
Ausbuchung Buchblattname Hier kann der Artikelbuchblattname definiert werden, über den der Report "Ausbuchung Schrottlager" die Ausbuchung vornimmt.

Mit Filterung auf den Buchungscode "AV", werden alle aktivierten Seriennummern-Geräte, welche sich im Schrottlager befinden, in das Artikel-Buchblatt übertragen.

Wird bei dem Report "Ausbuchung Schrottlager" der Schalter "Buchen" nicht gesetzt, dann werden die Abgänge in ein Artikelbuchblatt übertragen, welches in der "Lager Einrichtung" festgelegt wurde.

Es empfiehlt sich beim Ausführen des Reports "Ausbuchung Schrottlager" nicht direkt den Schalter "Buchen“ zu aktivieren, so können die Buchungen noch vorher im Buchblatt geprüft werden.

Beim Abgang aus dem "Schrottlager" wird auch die dazugehörige Anlage automatisch abgebucht, sofern die "Automatische Lagerbuchung" in der "Lager Einrichtung" eingeschaltet ist.

Ist die "Automatische Lagerbuchung" nicht aktiv, müssen, damit ebenso die Anlage abgebucht wird, folgende Reports durchgeführt werden:

  • Lagerregulierung fakt. EP
  • Lagerregulierung buchen
  • Lagerregulierung in Anlage buchen.

Zu dem Prozess erfolgt ein entsprechender Eintrag in der Infobox "Anlagen Artikel Verfolgung".

Hinweis

Wird der Report "Lagerregulierung in Anlage buchen" ohne den Schalter "Buchen" ausgeführt, dann wird lediglich eine Reportausgabe erstellt.

Es muss im Rahmen der Prozesse sichergestellt werden, dass aktivierte Geräte auch periodengerecht im Anlagevermögen mit dem Report "Lagerregulierung in Anlage buchen" ausgebucht werden. Dieser muss regelmäßig (mindestens im Rahmen des Monatsabschlusses) ausgeführt werden. Der Report berücksichtigt Artikelposten mit der Art "Abgang“.

Report "Lagerregulierung in Anlage buchen"#

Wird ein in der Anlagenbuchhaltung aktiviertes Gerät abgebucht (Verkauf oder Abgang), so wird direkt oder indirekt eine dazugehörige Anlage ebenfalls ausgebucht.

  • Direkter Anlagenabgang findet statt, wenn in der Lager Einrichtung der Schalter "Automatische Lagerbuchung" aktiviert wurde.

  • Indirekter Anlagenabgang findet statt, wenn in der Lager Einrichtung der Schalter "Automatische Lagerbuchung" deaktiviert wurde und nachträglich der Stapellauf "Lagerregulierung in Anlage buchen" ausgeführt wurde.

Aktivierung von Vorhandenen Anlagen in Datenübernahme#

Geräte, die bereits in Anlagenbuchhaltung aktiviert wurden, müssen in der Datenübernahme besonders betrachtet werden. Dafür sollten folgende Schritte berücksichtigt werden:

  • Geräte sollten einzeln pro Seriennummer über die Inventur auf ein Buchungscode DÜ-AV (Unbewertet) übernommen werden.
Feld Wert
Buchungscode DÜ-AV
Beschreibung Datenübernahme für Aktivierung
Bewertungsart Unbewertet
Anlagenbuchungsart Aktivierung
  • Anlagen sollten mit Verweis auf "Basisartikelnr." und "Seriennr." des Gerätes eingerichtet werden
  • Nachdem Anlagen eingerichtet wurden und die Anschaffungskosten und AfA Übernommen wurden, sollte eine Aktivierung für das Buchungscode DÜ-AV durchgeführt werden.

Umsatzabgrenzung#

Die Umsatzabgrenzung in KUMAVISION healthcare365 erstellt auf Basis der Vorgänge und Vorgangsperioden Abgrenzungsbuchungen. Diese verteilen den Umsatz anhand der Anzahl der Tage auf die zeitliche Laufzeit einer Vorgangsperiode und weisen diesen somit verursachungsgerecht in der Bilanz und der GuV aus.

Hinweis

Die Umsatzabgrenzung ist ein Freischaltmodul, dessen Nutzung nur mit zusätzlicher Lizenzierung und Aktivierung möglich ist.

Hinweis

Die Umsatzabgrenzung berücksichtigt im ersten Monat die tatsächlichen Tage und in den darauffolgenden Monaten jeweils 30 Tage, unabhängig von den tatsächlichen Tagen im Monat.

Achtung

Die Funktionalität sollte zu Beginn des Projektes gestartet werden. Die Aktivierung bei bereits existierenden Vorgängen zu einem bestimmten Zeitpunkt, ist nicht vorgesehen.

Die Basis für die Umsatzabgrenzung ist die Faktura der Verkaufsrechnung und Erstellung der Abgrenzungsvorschauposten. Die Abgrenzungsvorschauposten werden zum Zeitpunkt der Lieferung erstellt und mit der Ausführung der täglichen Aufgabewarteschlange "Pläne aktualisieren", hinsichtlich: Faktura der Rechnung, Erstellung von Gutschriften, Therapiebeendigungen und Änderungen in der Laufzeit aktualisiert.

Relevant sind alle Abgrenzungsvorschauposten, welche im Feld „Erstelle Umsatzabgrenzung“ den Kenner "Ja“ gesetzt haben und das Feld "Letzte Rechnungsnr./Letzte Gutschriftsnr.“ gefüllt ist.

Es ist wichtig, dass in den abgrenzungsrelevanten Ressourcenstammdaten, welche die Pauschalen abbilden und die jeweils abgrenzungsrelevanten Ressourcen VK-Preise in den Zeilen, den Kenner "Erstelle Umsatzabgrenzung“ entsprechend gesetzt haben. Nur so können die Informationen in die Abgrenzungsvorschauposten übertragen werden. Die Faktura der Rechnungen und Gutschriften erfolgen erstmals auf das in der Buchungsmatrix hinterlegte Erlöskonto.

Hinweis

Es werden nur Abgrenzungsvorschauposten für Rechnungen erstellt, wenn die vorangegangen Einrichtungen in den Ressourcenstammdaten vorhanden sind.

Folgende Aufgaben und Listen sind relevant für die Ausführung Umsatzabgrenzung.

  • Abgrenzungsvorlagen
  • Finanzbuchhaltung Einrichtung / Inforegister Umsatzabgrenzung
  • Ressourcenkarte
  • Ressourcen VK-Zeilen
  • Buchungsmatrix Einrichtung (Kontenfindung)
  • Abgrenzungsvorschauposten aktualisieren
  • Abgrenzungsvorschauposten
  • Report Erstelle Umsatzabgrenzungsposten
  • Rechnungsabgrenzungsplan
  • Umsatzabgrenzungsposten / Detail. Umsatzabgrenzungsposten
  • Report Umsatzabgrenzung in FiBu buchen
  • Report Umsatzabgrenzungsstatistik

Abgrenzungsvorlage#

Für die Umsatzabgrenzung ist es notwendig, einer Abgrenzungsvorlage anzulegen.

Feld Beschreibung
Abgrenzungscode UMSABGR
Beschreibung Umsatzabgrenzung
Abgrenzungskonto Konto Passive RA (Bilanz)
Abgrenzung % 100
Berech.-Methode Option Linear 30 Tage
Anzahl Perioden 12
Periodenbeschr. Monat

Die Abgrenzungsvorlage wird anschließend in der Finanzbuchhaltung Einrichtung auf dem Inforegister "Umsatzabgrenzung" im Feld "Abgrenzungscode" zugeordnet. Dieser Code sollte niemals geändert werden.

Finanzbuchhaltung Einrichtung#

In der Finanzbuchhaltung Einrichtung werden auf dem Inforegister "Umsatzabgrenzung" grundlegende Parameter zur Steuerung der Umsatzabgrenzung eingestellt.

Feld Beschreibung
Umsatzabgrenzung erst nach Faktura Der Schalter ist systemseitig immer aktiv. Hierdurch werden nur Abgrenzungsvorschauposten in der Umsatzabgrenzung berücksichtigt, die fakturiert sind. Lieferungen, die nicht fakturiert sind, haben keine Abgrenzung. Das Feld ist nicht editierbar.

Hinweis:
Die Abgrenzung zum Zeitpunkt der Lieferung ist in KUMAVISION healthscare365 nicht vorgesehen.
FiBu Integration Prozessstart Ist der Schalter aktiviert, dann werden in Verbindung mit der Aktivierung des Schalters "Umsatzabgrenzung erst nach Faktura“ die erstellten Lieferungsposten nicht in die FiBu gebucht.

Die Abgrenzung ist erst ab dem Zeitpunkt der Faktura der Verkaufsrechnung möglich.
Verwende Startdatum Umsatzabgrenzung Dieses Feld gibt an, welche Datumsfelder der Abgrenzungsvorschauposten für die Umsatzabgrenzung gezogen werden.

Folgende Optionen sind einstellbar:
• Prozessbeginn
• Rechnung

Folgende sind derzeit nicht einstellbar:
• Genehmigung
• Lieferung
Dimensionen/Buchungsgruppen aus Rechnungsbeleg Verwendet bei der Umsatzabgrenzung die Dimensionen und Buchungsgruppen aus den Belegzeilen der gebuchten Rechnung.
Abgrenzungsvorlage Beispiel "UMSABGR"
Verwende Dimensionen von Optionen:
• Verkauf an Debitor
• Rechnung an Debitor
Datum aus Abgrenzungsperioden Von-/Bis-Datum aus den Abgrenzungsperioden.

Beispiel:
Start-/Enddatum 1 Jahr, aber die Abgrenzungsperioden sind kleiner.
FiBu-Integration bei Lieferungen Option Ja = Es werden auch Detaillierte Umsatzabgrenzungsposten mit der Herkunftsprozessart Lieferung in die Finanzbuchhaltung gebucht.
Vorgangsabbruch wie Umsatzabgrenzung Ist dieses Feld angewählt, so werden die Vorgangsabbrüche genauso gebucht wie die Umsatzabgrenzungsscheiben. Ansonsten wird zusätzlich der aufgelöste Betrag gebucht.

Ressourcen Einrichtung#

Die Fallpauschalen der Vorgänge werden in KUMAVISION healthscare365 über Ressourcen abgebildet. Es werden jedoch nicht alle Ressourcen zur Umsatzabgrenzung herangezogen (beispielsweise Monatspauschalen). Die Einstellungen sollten gemeinsam mit dem verantwortlichen aus dem Fachbereichen abgestimmt werden.

Feld Beschreibung
Erstelle Umsatzabgrenzung Die Ressourcen, bei denen der Schalter aktiviert ist, werden durch die Funktion zur Umsatzabgrenzung berücksichtigt.

Bei den Ressourcen, die von der Umsatzabgrenzung unberücksichtigt bleiben sollen, muss der Schalter deaktiviert sein. Das wären u.a. Ressourcen zur Abbildung von Serviceleistungen etc.

Darüber hinaus kann die Umsatzabgrenzung in den VK-Ressourcenpreisen noch in Abhängigkeit der Arbeitstypen deaktiviert werden. Das ermöglicht es, dass grundsätzlich für die Umsatzabgrenzung zu berücksichtigende Ressourcen für Laufzeiten von einem Monat (Arbeitstyp z.B. = 1M) nicht abgegrenzt werden.

Feld Beschreibung
Erstelle Umsatzabgrenzung Wird der Schalter aktiviert, dann wird in der Funktion zum Erstellen der Umsatzabgrenzung dieser Arbeitstyp verwendet. Alle mit deaktivierten Schalter werden nicht berücksichtigt, z.B. Monatspauschalen.

Hinweis:
Es wird nicht der Debitor geprüft, sondern der erste Eintrag zum Arbeitstyp wird gefunden.

Abgrenzungsvorschauposten#

Die Abgrenzungsvorschauposten werden aus den Prozessen erstellt und aktualisiert. Auf dieser Seite finden sich alle notwendigen Informationen, um eine Umsatzabgrenzung zu erstellen. Hier werden Ressourcen, Datumsangaben, Mengen und Beträge verwaltet, die die Umsatzabgrenzung steuern.

Folgende Felder sind für die Umsatzabgrenzung von besonderer Bedeutung:

Feld Beschreibung
Erstelle Umsatzabgrenzung Ist in diesem Feld ein Haken gesetzt, so wird dieser Abgrenzungsvorschauposten auch in die Umsatzabgrenzung mit einbezogen. Das Feld ist beim Aufbau der Umsatzabgrenzung filterbar.
Tatsächliches Enddatum Wird die Vorgangsperiode eines Patienten auf „beendet“ gesetzt, dann wird beim Abgleich der Abgrenzungsvorschauposten das tatsächliche Enddatum gesetzt. Dieses schließt dann den Umsatzabgrenzungsposten und bucht diesen als beendet durch.

Alle anderen Felder sind für den Prozess nicht von unmittelbarer Bedeutung und werden daher hier nicht erläutert. Prozessintern werden hier u.a. auch die gelieferten und fakturierten Mengen verwaltet. Der Betrag der Vorgangsperiode, der Rechnungsbetrag und ein etwaiger Gutschriftbetrag werden hier ebenfalls eingestellt und verwaltet.

Über Aktionen können, die zur Umsatzabgrenzung relevanten Postentabellen aufgerufen werden:

  • Dimensionen
  • Rechnungsabgrenzungsplan
  • Umsatzabgrenzungsposten
  • Detaillierte Umsatzabgrenzungsposten

Im Rechnungsabgrenzungsplan sind der abzugrenzende Betrag, die Berechnungsmethode, Start-/Enddatum sowie die Anzahl der Tage ersichtlich. Weiterhin kann über den Abgrenzungsplan-Detail erkannt werden, welche Abgrenzung bereits im IST erzeugt wurden und welche für die Zukunft noch erzeugt werden.

Umsatzabgrenzungsposten#

In den Umsatzabgrenzungsposten sind die Vorgangsperioden gespeichert, welche auch in den Abgrenzungsvorschauposten zur Abgrenzung vorgesehen sind. In dieser Tabelle sind auch Mengen und Beträge gespeichert. Jeder Umsatzabgrenzungsposten hat dabei eine eindeutige Beziehung zu einem Abgrenzungsvorschauposten.

Folgende Felder sind in den Umsatzabgrenzungsposten besonders von Bedeutung:

Feld Beschreibung
Anzahl Tage für Umsatzabgrenzung Hier werden die Tage ausgewiesen, die aus der Laufzeit in Tagen ermittelt werden. Dabei wird immer das Startdatum der Umsatzabgrenzung von dem Enddatum der Umsatzabgrenzung abgezogen.
Startdatum der Umsatzabgrenzung Hier wird in Abhängigkeit des entsprechenden Parameters aus der "Finanzbuchhaltung Einrichtung“ das Startdatum der Vorgangsperiode beim Erstellen der Umsatzabgrenzungsposten gesetzt. Dieses wird im Laufe der Vorgangsperiode auch nicht mehr geändert.
Enddatum der Umsatzabgrenzung Hier wird durch die Finanzbuchhaltung Einrichtung, das Enddatum der Vorgangsperiode beim Erstellen der Umsatzabgrenzungsposten gesetzt. Dieses wird im Laufe der Vorgangsperiode auch nicht mehr geändert.
Menge Im Feld "Menge“ ist die gelieferte Menge aus dem Vorgang gespeichert. Diese bezieht sich auf die Fallpauschalen-Ressource. In der Regel ist die Menge = 1.
Menge fakturiert Im Feld "Menge fakturiert“ ist die fakturierte Menge aus dem Vorgang gespeichert. Diese bezieht sich auf die Fallpauschalen-Ressource. In der Regel ist die Menge fakturiert = 1.

Die fakturierte Menge kann die gelieferte Menge nicht überschreiten.
Umsatzbetrag geliefert Hier wird der gelieferte Umsatzbetrag angezeigt. Dieser sollte mit dem Betrag der Pauschale übereinstimmen.
Storno Ist in diesem Feld ein Haken gesetzt, dann ist die Umsatzabgrenzung storniert. Das passiert z.B. bei Laufzeit- oder Betragsänderungen (nicht nur des Auftrags, sondern auch z.B. bei einer ausgewiesenen Gutschrift).
Prozessende Ist in diesem Feld ein Haken gesetzt, dann wurde die Vorgangsperiode durch z.B. Therapieende beendet. Das passiert im Falle eines vorzeitigen Therapieendes (Tatsächliches Enddatum ist gesetzt).
Abgeschlossen Ist in diesem Feld ein Haken gesetzt, ist die Vorgangsperiode abgeschlossen. Das bedeutet z.B., dass die Abgrenzung komplett durchgelaufen ist und der Betrag komplett realisiert wurde.
FiBu Integration Ist in diesem Feld ein Haken gesetzt, dann werden alle detaillierten Umsatzabgrenzungsposten auch beim Aufruf der FiBu-Integration in die Finanzbuchhaltung gebucht. Dieses Feld wird auch bei bestimmten Vorgängen durch das entsprechende Feld der Finanzbuchhaltung Einrichtung gesteuert.
Lfd. Nr. Umsatzabgrenzung In diesem Feld wird der Bezug zum Abgrenzungsvorschauposten abgebildet.

Detaillierte Umsatzabgrenzungsposten#

Jeder Status, der sich in der Umsatzabgrenzung niederschlägt, wird in sogenannten detaillierten Umsatzabgrenzungsposten gespeichert. Die detaillierten Umsatzabgrenzungsposten sind in den Umsatzabgrenzungsposten über "Umsatzabgrenzung Detaillierte Posten" aufrufbar.

Jeder Umsatzabgrenzungsposten hat mindestens einen detaillierten Umsatzabgrenzungsposten. Folgende Felder sind in der Tabelle Umsatzabgrenzung Detaillierte Posten besonders von Bedeutung:

Feld Beschreibung
Anzahl Tage für Umsatzabgrenzung Hier werden die Tage ausgewiesen, die aus der Laufzeit in Tagen ermittelt werden. Dabei wird immer das Startdatum der Umsatzabgrenzung von dem Enddatum der Umsatzabgrenzung abgezogen.

Bei Abgrenzungen werden immer die kumulierten Abgrenzungstage ausgewiesen.
Kontaktnr. Hier ist die Kontaktnummer des Vorganges hinterlegt. Das ist üblicherweise die Kontaktnummer des Patienten.
Debitorennr. Hier ist die Debitorennummer des Vorgangs hinterlegt. Das ist üblicherweise die Debitorennummer des Patienten.
Rechn. an Debitorennr. Hier ist die Debitorennummer aus "Rechnung an Debitorennummer“ vom Vorgang gespeichert. Das ist üblicherweise die Debitorennummer der Kasse. Beim Buchen in der Finanzbuchhaltung werden die Buchungsgruppen von diesem Debitor gezogen und auch verwendet.
Herkunftsprozessart Dieses Feld gibt die Art des detaillierten Postens wieder. Folgende Optionen sind möglich:

• Lieferung
• Rechnung
• Storno
• Umsatzabgrenzung
• Unrealisierte Umsatzabgrenzung
• Gutschrift
• Lieferscheinstorno
• Vorgangsabbruch
• Gutschriftstorno

Die verschiedenen Arten steuern dabei maßgeblich die Betragsanalysen und auch die Kontenfindung für die Finanzbuchhaltung.
Herkunftsbelegnr. In Abhängigkeit der "Finanzbuchhaltung Einrichtung“ wird entweder bei der Lieferung oder der Rechnung die jeweils dazugehörige Belegnummer gespeichert.
Menge Im Feld "Menge" ist die gelieferte Menge aus dem Vorgang gespeichert. Diese bezieht sich auf die Fallpauschalen-Ressource. In der Regel ist die Menge = 1.
Menge fakturiert Im Feld "Menge fakturiert" ist die fakturierte Menge aus dem Vorgang gespeichert. Diese bezieht sich auf die Fallpauschalen-Ressource. In der Regel ist die "Menge fakturiert“ = 1. Die fakturierte Menge kann die gelieferte Menge nicht überschreiten.
Umsatzbetrag In diesem Feld wird pro Herkunftsprozessart der zugrunde liegende Betrag gespeichert. Für Abgrenzungen entspricht der Betrag dem ermittelten Abgrenzungsbetrag.
Abgrenzungsbetrag aufgelöst In diesem Feld wird der aufgelöste Abgrenzungsbetrag gespeichert. Das ist immer dann der Fall, wenn eine Pauschale fakturiert wird und die Umsatzabgrenzung aufgelöst wird. Abgespeichert wird der bis dann aufgelaufene Betrag.
Betrag realisiert Wenn eine gelieferte Vorgangsperiode fakturiert wird, dann werden die unrealisierten Umsatzabgrenzungen in die realisierten umgebucht. Die bisherigen entstandenen Posten werden dann zum Zeitpunkt dieser Faktura in dem Feld mit einem Haken gekennzeichnet.
Umsatzabgrenzung Posten Lfd. Nr. Über dieses Feld erfolgt die Verknüpfung zum dazugehörigen Umsatzabgrenzungsposten.
Lfd. Nr. Umsatzabgrenzungsereignis Über dieses Feld erfolgt die Verknüpfung zum dazugehörigen Abgrenzungsvorschauposten.

In den detaillierten Umsatzabgrenzungsposten kann über "Finanzbuchhaltung" im Menüband, die dazugehörigen Sachposten aufgerufen werden.

Abgrenzungsvorschau aktualisieren#

Diese Funktion prüft alle Vorgänge und Vorgangsperioden und erstellt bzw. aktualisiert die Abgrenzungsvorschauposten. So werden die gelieferten Vorgangsperioden dort initial eingetragen, bei erfolgter Gesamtfaktura wird dann der Rechnungsbetrag hier eingetragen und auch die Mengen werden auf fakturiert gesetzt.

Über "Bearbeiten“ im Menüband kann bei Bedarf ein Filter gesetzt werden.

Erstelle Umsatzabgrenzungen#

Diese Funktion überprüft die Abgrenzungsvorschauposten dahingehend, ob diese in die Umsatzabgrenzung fließen müssen. Zuerst wird dabei geprüft, ob die gebuchten Ressourcen und der Arbeitstyp auch in die Umsatzabgrenzung einfließen sollten. Ansonsten werden diese ignoriert.

Feld Beschreibung
Umsatzabgrenzung bis Datum Hier wird das Stichtagsdatum eingegeben, zu dem die Posten erstellt werden sollen. Soll das System Monatsbeträge ermitteln, so ist hier immer das Enddatum des Monats einzutragen.

Es sollte sichergestellt werden, dass das Datum nicht zurückdatiert werden darf. Systemseits erfolgt an dieser Stelle keine Prüfung.
Filter Abgrenzungsvorschauposten In den Registern "Abgrenzungsvorschauposten" und "Umsatzabgrenzungsposten" können weitere Filter gesetzt werden. Folgende Filter sind empfehlenswert:

"Erstelle Umsatzabgrenzung“ = JA

"Buchungsdatum“ = Stichtag

Es wird empfohlen, dies bei jedem Lauf auch so einzustellen.

Umsatzabgrenzung in FiBu buchen#

Diese Funktion bucht die entstandenen detaillierten Umsatzabgrenzungsposten in die Finanzbuchhaltung. Im Feld "Belegnr.“ ist die für die FiBu-Buchung zu verwendende Belegnummer einzutragen. Ist im Feld "Buchen“ der Haken gesetzt, erfolgt automatisch die Buchung in die Sachposten (ein FiBuBuch. -Blatt wird nicht gefüllt).

Kontoeinrichtung für die Buchungen der Umsatzabgrenzung#

Für die Buchungen der Umsatzabgrenzungen sind in Abhängigkeit mit der Finanzbuchhaltung Einrichtung / Inforegister der Buchungsmatrix entsprechende Konten anzulegen.

Auf dem Inforegister "Umsatzabgrenzung" der Buchungsmatrixkarte können die notwendigen Sachkonten zugeordnet werden. Es ist ratsam, diese Konten der Umsatzabgrenzung nicht mit anderen Konten zu mischen. Dort sollten eigene Konten zugeordnet werden.

Bei Faktura der Verkaufsrechnung wird über die separate Produktbuchungsgruppe der Pauschalressourcen das Warenverkaufskonto in der Buchungsmatrix angesprochen. Hier handelt es sich um ein Erlöskonto (GuV). Mit Erstellung der Umsatzabgrenzung über den Report "Erstelle Umsatzabgrenzung" erfolgt die Buchung auf das Passive Rechnungsabgrenzungskonto (Bilanz) im Haben, Gegenkonto ist hier ein eigens dafür eingerichtetes GuV Konto.

Durch den täglichen bzw. monatlichen Lauf werden die ermittelten Scheiben nach und nach in den Umsatz gebucht. Soll die Faktura nicht in die Erlöse buchen, sondern direkt auf das Passive Rechnungsabgrenzungskonto, dann sind hierfür in den jeweiligen separaten Produktbuchungsgruppen der Pauschalressourcen die Konten entsprechend einzurichten.

Es wird unbedingt empfohlen das Buchungsverhalten mit allen zusammenhängen Prozessen und Einstellungen zu prüfen und diese mit einem FiBu-Berater abzustimmen.

Folgende Felder sind in der Buchungsmatrix einzurichten:

Feld Beschreibung
Umsatzabgrenzungsforderungskonto Auf diesem Konto werden die erwarteten Forderungen gebucht.

Die Umsatzabgrenzung bucht auf die Konten für die Lieferung die Pauschale im Soll. Mit der Faktura wird die Forderung ausgebucht.
(Abhängig von Einstellung in der Finanzbuchhaltung Einrichtung.)
Passive Rechnungsabgrenzungskonto (PRAP-Konto) Auf dieses Konto werden z.B. alle gelieferten Pauschalen im Haben gebucht.

Der Saldo auf dem Konto wird in den Folgeperioden durch die gebuchten Umsatzabgrenzungen Stück für Stück im Soll aufgelöst.
Unrealisiertes Umsatzabgrenzungskonto Auf diesem Konto werden die Umsatzabgrenzungen gebucht, während der Vorgang sich im Status geliefert und nicht fakturiert befindet.

Das Konto wird i.d.R. gebucht. Die Gegenbuchung erfolgt auf dem PRAP-Konto.
(Abhängig von Einstellung in der Finanzbuchhaltung Einrichtung.)
Realisiertes Umsatzabgrenzungskonto Auf diesem Konto werden die Umsatzabgrenzungen für fakturierte Vorgänge gebucht.

Das Konto wird i.d.R. im Haben gebucht. Die Gegenbuchung erfolgt auf dem PRAP-Konto.
Faktura Umsatzabgrenzungskonto Auf diesem Konto wird im Rahmen der Fakturierung die Gegenposition zum Umsatz gebucht.

Das Konto wird i.d.R. im Soll gebucht. Die Gegenbuchung erfolgt auf dem Umsatzabgrenzungsforderungskonto.

Storno bei Änderung der Pauschale#

Wird die Grundlage der Vorgangsperiode verändert, so wird der bereits erstellte Umsatzabgrenzungsposten komplett storniert und es wird mit den neuen Daten ein neuer Umsatzabgrenzungsposten eingestellt.

Der Storno kann dabei durch folgende Ereignisse hervorgebracht werden:

  • Änderung der Laufzeit
  • Änderung des Betrages

Die bereits aufgelaufenen Buchungen werden storniert und die neue Umsatzabgrenzung wird neu eingebucht.

Vorgangsabbruch#

Wenn ein Vorgang abgebrochen wird (z.B. Therapieabbruch), dann wird dies in der Umsatzabgrenzung berücksichtigt.

Es wird ein detaillierter Posten mit der Herkunftsprozessart "Vorgangsabbruch“ eingestellt. Der Restbetrag wird ermittelt und ausgebucht.

In Abhängigkeit mit der Einstellung in der Finanzbuchhaltung Einrichtung bucht das System den Restbetrag analog der periodischen Umsatzabgrenzung auf die Konten.


  1. Microsoft, Microsoft Dynamics und Microsoft Dynamics 365 sind Marken der Microsoft-Unternehmensgruppe.