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Fertigung#

Unterstützung der Fertigung gem. 21 CFR Part11 / GAMP5#

Häufig werden in der Produktion durch mehrere MitarbeiterInnen an zentral installierten Arbeitsplätzen die Fertigmeldungen von Produkten gebucht. Zur eindeutigen Identifizierung desjenigen, der die Verbrauchsmeldungen oder Fertigmeldungen bucht, ist im Produktions-Buch.-Blatt eine zusätzliche Identifizierung des Anwenders nötig (elektronische Signatur) sodass die Anforderungen der 21 CFR-Part 11 gewährleistet ist.

Einrichtung#

Erweiterte Produktion Einrichtung#

In der erweiterten Produktionseinrichtung kann festgelegt werden, dass die Prüfung des aktuellen Benutzers per digitaler Unterschrift aktiviert / deaktiviert wird. Hierzu rufen Sie sich über die Anwendersuche zunächst die „Erweiterte Produktionseinrichtung“ auf.

Die „Erweiterte Produktion Einrichtung“ öffnet sich. Sobald Sie den Schalter „Dig. Unterschrift in Prod.-Buch.-Blatt prüfen“ aktivieren, ist die Prüfung des Benutzers per digitaler Unterschrift aktiv.

Produktion Benutzer Einrichtung#

Alle Benutzer, die in der Produktion Buchungen ausführen dürfen, werden in der sogenannten „Produktion Benutzer Einrichtung“ eingerichtet. Um in die Produktion Benutzer Einrichtung zu gelangen, rufen Sie sich diese über die Suche auf.

Die Produktion Benutzer Einrichtung-Karte öffnet sich auf der Sie über „Neu“ einen neuen Benutzer anlegen können.

Bei der Anlage der Benutzer, gibt es drei Möglichkeiten für die Abbildung der Buchungsrechte:

  1. Jeder Benutzer hat einen eigenen Login. Dann kann das Feld „Ressourcennr.“ Leer bleiben.
  2. Jede Arbeitsstation hat einen festen Benutzer. Es dürfen an jeder Arbeitsstation nur bestimmte Personen buchen. In diesem Fall werden pro Benutzer-ID alle zugelassenen Ressourcen erfasst.
  3. Es spielt keine Rolle an welcher Arbeitsstation gebucht wird. Dann bleibt die Spalte „Benutzer-ID“ leer. Nur die Spalte „Ressourcennr.“ wird erfasst.

Die weiteren Felder dienen der Verwaltung der digitalen Unterschrift:

Feld Beschreibung
Digitale Unterschrift Hier wird die digitale Unterschrift des Benutzers eingetragen
Digitale Unterschrift gesperrt Hier kann manuell ein Benutzer für die Ausführung der digitalen Unterschrift gesperrt werden
Digitale Unterschrift Anz. Fehleingaben Zeigt an wie oft der Benutzer beim letzten Versuch die digitale Unterschrift falsch eingegeben hat.

Bei drei Fehleingaben wird das Feld „Digitale Unterschrift gesperrt“ gesetzt und im Feld „Digitale Unterschrift Sperrgrund“ der Text „Passwort 3 Mal falsch eingetragen“ hinterlegt.
Digitale Unterschrift Sperrgrund Angabe des Sperrgrundes
Digitale Unterschrift zurücksetzen Wird das Feld gesetzt, muss der Benutzer vor der Eingabe der nächsten Unterschrift diese aktualisieren.

Produktions Buch.-Blatt buchen#

Beim Buchen des Produktions Buch.-Blattes wird, (sofern in der Einrichtung aktiviert) die digitale Unterschrift angefordert.

Hinweis

Sind zu dem aktuell genutzten Arbeitsplatz mehrere Ressourcen hinterlegt, so muss in dem Feld „Ressourcennr.“ die Ressourcennr. des Benutzers mit angegeben werden.

Anschließend erfolgt die Eingabe der digitalen Unterschrift.

Protokollierung der Benutzer-ID/Ressourcennr.#

Die Benutzer-ID und die Ressourcennr. aus der digitalen Unterschrift werden beim Buchungsvorgang in den Artikelposten / Kapazitätsposten protokolliert und können angezeigt werden.

FA Cockpit#

Die Übersicht und Karte der freigegebenen Fertigungsaufträge wurden angepasst, so dass der Status des Fertigungsauftrages in Prozent und per Ampel für folgende Status sichtbar ist.

  • Verbrauch Material
  • Verbrauch Kapazität
  • Rückmeldung (Status der Istmeldung)

Zusätzlich werden Ihnen Fortschrittswerte zur Fremdarbeit wie folgt dargestellt:

  • Status Fremdfertigung:
    In dem Feld "% Fremd. Fert. Aufträge" wird pro FA Arbeitsgang (mit Fremdfertigung) die Restbestellungsmenge (Basis) aus den dazugehörigen Bestellzeilen + die Menge (Basis) aus den dazugehörigen Geb. Einkaufslieferzeilen addiert.
    Anschließend wird die Summe der beiden Felder (als Summe über alle FA Arbeitsgänge) durch die Einsatzmenge aus den FA-Arbeitsgängen (ebenfalls als Summe über alle FA Arbeitsgänge) geteilt und danach noch einmal durch 100 dividiert.

  • Status Fremdfertigung Rückmeldung
    In dem Feld "% Fremd. Rückmeldungen" wird pro FA Arbeitsgang (mit Fremdfertigung) die Fertig gestellte Menge aus den dazugehörigen Kapazitätsposten addiert.
    Anschließend wird die Summe des Feldes (als Summe über alle FA Arbeitsgänge) durch der Einsatzmenge aus den FA-Arbeitsgängen (ebenfalls als Summe über alle FA Arbeitsgänge) geteilt und danach noch einmal durch 100 dividiert.

Zur farblichen Hervorhebung von Feldern auf der Karte der Freigegebenen Fertigungsaufträge können über „Style Definition“ die jeweiligen Felder festgelegt werden. Die Style Definition bewirkt einen abweichenden Style der Spalte „Menge“ auf der Seite „Freigegebene Fertigungsaufträge“.

Weiterführende Informationen zur „Style Definitions“ finden Sie in den gleichnamigen Abschnitt „Style Definitions“.

Komfortnavigation für Fertigungsstückliste und Arbeitspläne#

Durch diesen Leistungsbereich erhalten Sie eine direkte Navigation zur Fertigungsstückliste und zum Arbeitsplan von der Artikelkarte aus. Dies erleichtert die Navigation zu den fertigungsbezogenen Stammdaten.

Ebenso ist auf der Fertigungsstückliste für die Komponenten, die am Artikel hinterlegte Fertigungsstückliste und der Arbeitsplan ersichtlich. Auch hier ist eine Navigation möglich.

In der täglichen Arbeit der Produktionsteuerung oder Arbeitsvorbereitung muss häufig von einer Artikelübersicht in andere Masken wie die der Fertigungsstückliste oder dem Arbeitsplan verzweigt werden. Ziel der Komfortnavigation ist es diese Klicktiefe auf einen Schritt zu reduzieren, um so schnell und sicher in die Hintergrundinformation zu verzweigen.

Im Microsoft Dynamics Business Central™ Standard werden zum Beispiel 3 Aufrufe benötigt, um vom Artikel über die Fertigungsstücklistenübersicht zur Versionsübersicht in die Fertigungsstücklistenversion zu verzweigen.  

Einsicht über Assist-Aufruf#

Die Ausführung wird in dem Assist-Aufruf (Umschalt + F4) ausgeführt. Anwendungen hierfür finden Sie:

  • Von der Artikelkarte zur Fertigungsstückliste, Arbeitsplan mit ihrer Version (Über den Assist-Button […] auf dem jeweiligen Feld (Fertigungsstückliste, Arbeitsplan mit ihren Versionen)
  • Von der Artikelübersicht zur Fertigungsstückliste und Arbeitsplan mit ihrer Version (Klick auf die Fertigungsstücklistennr. / Arbeitsplannr. – „Öffnen“)
  • Von der Fertigungsstücklistenzeile zur Fertigungsstückliste (Über den Assist-Button […] auf dem Feld Fertigungsstückliste

Hinweis

In KUMAVISION factory365 wurden die Einsicht über den Assist-Aufruf erweitert. Weiterführede Informationen finden Sie hier.

Anlage Fertigungsstammsatz über Komfortnavigation#

Sofern die Felder der Fertigungsstückliste und Arbeitsplan auf der Artikelkarte oder Artikelübersicht leer sind, kann über den Assist Button […] die automatische Neuanlage und Verknüpfung der Fertigungsstammdaten mit dem Baugruppen-Artikel initialisiert werden.

Hierzu rufen Sie sich zunächst die gewünschte Artikelkarte auf und klicken auf dem Inforegister „Beschaffung“ auf den Assist Button […] neben dem Feld „Fert.-Stücklistennr.“.

Es erscheint eine Benutzerabfrage ob Sie eine neue Fertigungsstückliste für den entsprechenden Artikel einrichten möchten. Bestätigen Sie die Abfrage mit „Ja“ um die Fertigungsstückliste einzurichten.

Nach Bestätigung der Benutzerabfrage, öffnet sich die Fertigungsstückliste-Bearbeitung Karte auf der Sie wie gewohnt, die Stückliste für den ausgewählten Artigen einrichten und anschließend zertifizieren können.

Freigabeprüfung auf Fehlteile#

Die Funktion „Freigabeprüfung auf Fehlteile“ erweitert die Fertigungsaufträge um eine Fehlteileliste als Formular. Das Formular zeigt alle FA-Komponenten, die nicht verfügbar sind. Das Formular kann manuell (Funktionsaufruf über das Menüband) oder bei der Freigabeprüfung, wenn Fehlteile vorhanden sind, aufgerufen werden.

Einrichtung#

Um die Funktionalität nutzen zu können, muss zunächst in der Produktion Einrichtung die entsprechende Einstellung vorgenommen werden.

In der Produktionseinrichtung kann gesteuert werden, ob beim Ändern des FA-Status die Fehlteiletabelle angezeigt wird. Je nach Einstellung erfolgt eine Warnmeldung die akzeptiert werden kann.

Hierzu rufen Sie sich die „Produktion Einrichtung“ über die Anwendersuche auf. In dem Inforegister „Allgemein“ in dem Feld „Freigabeprüfung Fehlteile“ haben Sie folgende Auswahlmöglichkeiten:  

Auswahlmöglichkeit Beschreibung
Nie Es erscheint keine Warnung.
Verfügbarkeitssaldo Die Komponentenverfügbarkeit wird geprüft. Diese Verfügbarkeit wird in der Übersichtstabelle angezeigt.
Aktueller Lagerbestand Der aktuelle Lagerbestand wird gegen die Fertigungsauftragskomponenten geprüft und fehlende Komponenten in einer Übersicht angezeigt.

Je nach Einrichtung des Optionsfeldes zeigt die Ergebnistabelle unterschiedliche Ansichten:

Spalteninhalt bei der Einstellung „Aktueller Lagerbestand“#

Feld Beschreibung
Lagerbestand (Basis) Das Feld zeigt den aktuellen Lagerbestand des Artikels (für die ausgewählte Variante und das ausgewählte Lager)
Menge in FA-Zeilen (Basis) Das Feld zeigt die Summe der FA-Zeilen. Es handelt sich hier um die Restmenge (Basis) bezogen auf den gleichen Artikel, die gleiche Variante und den gleichen Lagerort. Das Fälligkeitsdatum der Zeile wird ebenfalls berücksichtigt.
Komponentenmenge in akt. FA (Basis) Das Feld zeigt die Summe der sonstigen FA-Komponenten. Es handelt sich hier um die Restmenge (Basis) bezogen auf den gleichen Artikel, die gleiche Variante und den gleichen Lagerort. Das Fälligkeitsdatum der Zeile wird ebenfalls berücksichtigt. Tritt der Artikel in dieser Konstellation nur einmal als FA-Komponente im Fertigungsauftrag auf (= diese Zeile), so zeigt das Feld somit den Wert 0.
Restmenge (Basis) Das Feld zeigt die Restmenge (Basis) der Fertigungsauftragskomponente
Lagerbestand nach Fertigung (Basis) Das Feld zeigt den Lagerbestand des Artikels (gleicher Variantencode, Lagerortcode) der sich bei vollständiger Rückmeldung aller FA-Komponenten und FA Zeilen des Fertigungsauftrages ergeben würde.

Es gilt:
Lagerbestand Nach Fertigung (Basis)
= Lagerbestand (Basis) + Menge in FA-Zeilen (Basis) – Menge in FA-Komponenten (Basis) – Restmenge (Basis)
Unterdeckungsmenge (Basis) Das Feld zeigt die Menge des Artikels, die mindestens benötigt würde, damit die FA-Komponente komplett entnommen werden kann.

Spalteninhalt bei der Einstellung „Verfügbarkeitssaldo“#

Bei dieser Ansicht ist die Bezugsmenge nun das Verfügbarkeitssaldo des Artikels und nicht der Lagerbestand des Artikels.

Feld Beschreibung
Verfügbarkeitssaldo (Basis) Der „Verfügbarkeitssaldo (Basis) ergibt sich aus dem Lagerbestand des Artikels (gleicher Variantencode, Lagerortcode) zzgl. alle Zu-/Abgänge bis zum Fälligkeitsdatum der dargestellten Zeile. Es werden alle Zu-und Abgangsbelege berücksichtigt, welche auch in die Verfügbarkeitsberechnung des NAV Standards integriert sind (Verkauf, Einkauf, Umlagerung, Montage usw.)
Verfügbarkeitssaldo Nach Fertigung (Basis) Die Verfügbarkeitssaldo Nach Fertigung (Basis) berücksichtigt zusätzlich den Komponentenbedarf der dargestellten Zeile.

Alle anderen Spalten verstehen sich in analoger Art und Weise wie im vorherigen Fall.

Produktionsstrukturliste#

Die Daten zur Produktion eines Artikels werden dem entsprechenden Artikel in Form von Arbeitsplänen und einer Fertigungsstückliste in Baukastenform hinterlegt.

Über die Produktionsstrukturliste können Sie sich eine Fertigungsstückliste in Strukturdarstellung anzeigen lassen. Dabei wird die Fertigungsstückliste über alle Ebenen aufgelöst, d.h. falls eine Komponente einer Fertigungsstückliste wieder eine Fertigungsstückliste hat, wird diese ebenfalls dargestellt.

Um eine Produktionsstruktur für einen Artikel darzustellen, gehen Sie folgendermaßen vor:

Rufen Sie sich über die Anwendersuche die Produktionsstrukturliste auf.

Wählen Sie im Feld „Artikelfilter“ eine Artikelnummer aus. Wenn Sie die Artikelnummer eingetragen haben, werden in dem Feld „Fert.-Stücklistenfilter“ die für den Artikel definierte Fertigungsstücklistennummer und im Feld „Arbeitsplanfilter“ die für den Artikel definierte Arbeitsplannummer angezeigt. In dem Feld „Fert.-Stücklistenversionsfilter“ wird die zum Berechnungsdatum aktive Stücklistenversion angezeigt und im Feld „Arbeitsplanversion“ die aktive Version des Arbeitsplans. Das Berechnungsdatum ist zunächst mit dem Arbeitsplan vorbelegt.

Wenn Sie außer den Stücklistenkomponenten auch die Arbeitsgänge in der Produktionsstruktur anzeigen wollen, aktivieren Sie den Schalter „Arbeitspläne berechnen“.

Führen Sie anschließend im Menüband die Funktion „Berechnen“ aus.

In den Zeilen des Fensters werden Ihnen anschließend alle Stücklistenkomponenten und Arbeitsgänge der ersten Ebene angezeigt (das Feld „Ebene“ enthält den Wert 1).

Mit der Schaltfläche „Aufklappen/Zusammenklappen“ können Sie sich in der Produktionsstrukturliste bewegen wie in einem Explorer, indem Sie auf die Schaltfläche klicken und damit einzelne Äste der Struktur aufklappen und zusammenklappen.

Wird in der Schaltfläche „Aufklappen/Zusammenklappen“ einer Zeile das Symbol ‚+’ angezeigt, dann besitzt diese Zeile untergeordnete Strukturen bzw. Zeilen, die aufgeklappt werden können. Die aufgeklappten Zeilen haben einen größeren Wert im Feld „Ebene“ als die Ausgangszeile.

Wenn Sie die komplette Struktur über alle Ebenen aufklappen wollen, führen Sie im Menüband die Funktion „Alle aufklappen“ aus.

Sie können sich die Artikelkarte des Ausgangsartikels der Produktionsstruktur ansehen, indem Sie im Menüband, in dem Menüregister „Zugehörig“ in den Bereich der „Produktionsstruktur“ auf die Schaltfläche „Artikelkarte“ klicken. Des Weiteren stehen Ihnen in dem Bereich „Produktionsstruktur“ die Aufrufe „Fertigungsstückliste“ und „Arbeitsplan“ zur Verfügung.

Sie können sich dieselben Informationen auch für einen Artikel in der Struktur, d.h. in einer Zeile ansehen, indem Sie auf in den Bereich „Zeile“ auf die entsprechenden Schaltflächen klicken.

Wenn Sie die Produktionsstruktur für ein anderes Berechnungsdatum anzeigen wollen als das Arbeitsdatum, gehen Sie folgendermaßen vor:

1) Wählen Sie im Feld „Berechnungsdatum“ das Datum, zu dem Sie die Produktionsstruktur darstellen wollen. Wenn Sie ein Datum in dieses Feld eingeben, sucht die Anwendung automatisch nach den zu diesem Datum aktiven Versionen von Fertigungsstückliste und Arbeitsplan und zeigt diese in den Feldern „Fert.Stücklistenversionsfilter“ und „Arbeitsplanversion“ an.

2) Klicken Sie anschließend auf die Schaltfläche „Berechnen“.

Wenn Sie eine bestimmte Version der Fertigungsstückliste berechnen wollen, die zum Berechnungsdatum nicht die aktive Version ist, dann können Sie den Fert.-Stücklistenversionsfilter manuell ändern. Das Berechnungsdatum wirkt dann nur auf die Gültigkeit einzelner Komponenten der Stückliste, die über die Felder Startdatum und Enddatum gesteuert wird.

Sie können die Produktionsstrukturliste auch für Fertigungsstücklisten anzeigen lassen, die keinem Artikel zugeordnet sind, d.h. für Phantomstücklisten. Um eine Phantomstückliste anzeigen zu lassen, gehen Sie folgendermaßen vor:

1) Wählen Sie im Feld „Fert.-Stücklistenfilter“ eine Fertigungsstücklistennummer aus. Die Anwendung sucht automatisch nach der zum Berechnungsdatum aktiven Stücklistenversion. Wenn Sie eine Phantomstückliste ohne Artikelnummer berechnen, können Sie keine Arbeitspläne anzeigen lassen.

2) Klicken Sie anschließend auf die Schaltfläche „Berechnen“.  

FA Produktionsstrukturliste#

Mit Hilfe der „FA Produktionsstrukturliste“ können Sie sich einen Fertigungsauftrag in Strukturdarstellung anzeigen lassen. Dabei werden die FA. Komponenten über alle Ebenen aufgelöst, falls es sich um einen mehrstufigen Fertigungsauftrag handelt.

Um eine FA Produktionsstruktur für einen Fertigungsauftrag darzustellen, gehen Sie folgendermaßen vor:

Wählen Sie im Feld „FA-Statusfilter“ den Status des Fertigungsauftrags aus, den Sie anzeigen wollen. Anschließend wählen Sie im Feld „FA-Nr. Filter“ die Nummer des Fertigungsauftrags aus, den Sie anzeigen wollen.

Wenn Sie außer den FA-Komponenten auch die FA-Arbeitsgänge in der FA Produktionsstruktur anzeigen wollen, setzen Sie in dem Feld „Arbeitspläne berechnen“ ein Häkchen.

Klicken Sie anschließend im Menüband auf die Schaltfläche „Berechnen“.

In dem Fenster FA Produktionsstrukturliste stehen dieselben Funktionen zur Verfügung wie in dem Fenster Produktionsstrukturliste.

Produktionsbelege#

KUMAVISION base365 (BOOSTER) bietet folgende Produktionsbelege in einem einheitlichen Design als ein Paket an:

  • FA-Arbeitsschein
  • Materialbedarfsliste
  • FA Fehlteilliste
  • Auftragsvorratsliste
  • FA-Komponente und Arbeitsplan
  • FA Nachkalkulation

Artikel in Stückliste ersetzen Komfort#

Über die „Artikel Stückliste ersetzen Komfort“ Funktion, haben Sie die Möglichkeit, über alle Stücklisten hinweg einen bestimmten Artikel durch einen anderen zu ersetzen. Weiterhin haben Sie die Möglichkeit, Phantomstücklisten durch eine andere zu ersetzten.

Rufen Sie sich hierzu die „Fert.-Stückl. Artikel ersetzen“ Funktionalität über die Anwendersuche auf.

Die Komfort-Karte öffnet sich auf der Sie mit Hilfe der u.a. Tabelle einen Artikel in einer Stückliste oder eine Phantomstückliste ersetzten können:

Feld Beschreibung
Ersetze
Art Auswahl zwischen „Artikel“ oder „Phantomstückliste“
Wählen Sie aus, welches Sie ersetzen möchten.
Nr. Angabe der Artikelnummer bzw. Phantomstücklistennr. (je nach Angabe der Art) die ersetzt werden soll.
Durch
Art Auswahl zwischen „Artikel“ oder „Phantomstückliste“
Wählen Sie aus, welches Sie ersetzen möchten
Nr. Angabe der Artikelnummer bzw. Phantomstücklistennr. (je nach Angabe der Art) mit der die vorherige ersetzt werden soll
Neue Version erstellen Erstellt mit dem geänderten Artikel / der geänderten Phantomstückliste eine neue Fertigungsstücklisten-Version
Menge multiplizieren mit Änderung der Menge
Startdatum Sollte der Schalter „Neue Version erstellen“ gesetzt sein, so wird das Startdatum als Startdatum der Stücklistenversion gesetzt.

Sollte der Schalter nicht gesetzt sein, wird das Startdatum in die Komponentenzeile gesetzt. Der Ursprungsartikel wird zusätzlich mit dem Enddatum (Startdatum -1) gesetzt.
Zertifizieren Zertifizieren=Ja setzt die Stücklistenversion automatisch auf den Status „Zertifiziert“
Verbindung kopieren Übernahme des Verbindungscodes vom ursprünglichen zu dem neuen Artikel
Ausgetauschte Komponente löschen Löscht die Ursprungskomponente

Hinweis

In KUMAVISION factory365 wurden diese Funktionalität erweitert. Weiterführede Informationen finden Sie hier

FA Freigabe stornieren#

Im Microsoft Dynamics Business Central™ ist es nicht möglich einen FA zu Beenden wenn bereits Buchungen (Verbräuche, Zeitmeldungen) getätigt wurden jedoch noch keine Istmeldung (Lagerzugang) erfolgte.

Um nun einen Storno eines FA´s inkl. der Statusänderung auf Beendet durchführen zu können wurde in KUMAVISION base365 (BOOSTER) eine Stornofunktion implementiert die auch die Konstellation, wie oben beschrieben, berücksichtigt.

Voraussetzung#

Die Stornofunktion setzt folgende Bedingungen voraus:

  • In der Benutzer Einrichtung auf dem Inforegister „KUMAVISION“ muss dem jeweiligen Benutzer das Recht „FA-Storno erlaubt“ aktiviert sein.

  • Sollten bereits Istmeldungen (Lagerzugänge) erfolgt sein, so müssen diese vorab über das Istmeldungs-Buch.-Blatt storniert werden.

  • Sollten bereits Verbrauchsbuchungen storniert worden sein, wird geprüft ob diese Stornierungen wirklich mit einem konkreten Ausgleich zum ursprünglichen Verbrauch gebucht wurden. Wurde dies nicht so durchgeführt/gebucht kann eine Stornierung über diese Funktion nicht mehr durchgeführt werden. Der Storno der einzelnen Bewegungen und die Beendigung des Fertigungsauftrages muss in diesem Fall, wie vom Standard vorgesehen, manuell durchgeführt werden.

Durchführung Stornobuchungen#

Sofern die Voraussetzungen für einen Storno gegeben sind, wird der jeweilige Fertigungsauftrag wie folgt storniert.

Die Stornierung findet pro Fertigungsauftragszeile, anhand ihrer Verbrauchs- und Kapazitätsbuchungen, statt. Die Buchungen werden zum Arbeitsdatum durchgeführt.

Verbrauchsbuchungen#

  • Die Restmengen der Materialverbräuche werden über einen expliziten Ausgleich der jeweiligen Verbrauchsposten storniert. Somit wird pro Verbrauchsposten eine Stornobuchung durchgeführt

  • Die Dimensionswerte werden bei der Stornobuchung vom Ursprungsverbrauchsposten übernommen.

Istmeldungen (Kapazitäten)#

  • Pro Arbeitsplannr. und Arbeitsgangnr. werden die gebuchten Ist-Mengen, Ausschussmengen, Rüstzeiten, Bearbeitungszeiten, Stillstandszeiten, „Direkten Kosten“ und Gemeinkosten aufsummiert

  • Die „Direkten Kosten“ werden pro Stornierungsbuchung anhand der Gesamtzeiten (Rüstzeit, Bearbeitungszeit, Stillstandszeit) berechnet da mit einer Buchung die Stornierung der Rüstzeiten, Bearbeitungszeiten und Stillstandszeiten durchgeführt wird.

  • Sofern das Fertigprodukt/Halbfertigprodukt der FA-Zeile nicht nach Standard bewertet wird, so werden die Gemeinkosten (Indirekten Kosten %) anhand der summierten Gemeinkosten gewichtet gebucht!

  • Die Dimensionswerte werden bei der Stornobuchung von den Ursprungskapazitätsposten übernommen.

FA Beenden#

Nach der Stornierung der Verbräuche und Istmeldungen (Kapazitäten) pro FA-Zeile wird der Fertigungsauftrag mit der Standardfunktionalität in den Status „Beendet“ überführt.

Hinweis

Hier ist zu beachten, dass durch die Standardfunktionalität des Statuswechsels auf „Beendet“ sehr wohl noch Buchungen „Rückwärts“ stattfinden können. Dies könnten hier zum Beispiel Rüstzeiten von Arbeitsgängen sein.