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Fremdfertigung mit Beistellung#

Allgemein#

Ein Arbeitsvorgang, der fremdvergeben wird (auch verlängerte Werkbank genannt) kommt besonders häufig bei Lohnveredelungsprozessen und auch bei der Montage von Baugruppen vor. Die Fremdvergabe stellt auch eine mögliche Alternative zur Eigenbearbeitung dar, wenn Kapazitätsengpässe im eigenen Unternehmen auftreten. Häufig werden Komponenten beigestellt, die für die weitere Bearbeitung beim Fremdfertiger benötigt werden. In den meisten Fällen wird auch das bereits angearbeitetes Produkt beigestellt.

Bei der Fremdfertigung mit Beistellung wurde die Standardfunktionalität der Fremdfertigung durch eine Beistellung erweitert. Durch die Beistellung können die Komponenten definiert werden, die zur Fremdfertigung mitgesendet oder auch vom Fremdfertiger beigestellt werden. Für die logistische Abwicklung kann aus den Fremdarbeitenarbeitsblättern ein Umlagerungsauftrag für die Bestellungen erstellt werden. Über die gebuchten Umlagerungen sind die entsprechenden Logistikbelege ausdruckbar.

Beim Buchen der Fremdfertigungsbestellung erfolgt, je nach Einrichtung der Komponenten, die Abbuchung vom Fremdfertigungslager in entsprechender Menge.

Einrichtung#

In den nachfolgenden Abschnitten wird auf die Einrichtung der Fremdfertigung mit Beistellung eingegangen. Als Voraussetzung zur Einrichtung der Fremdfertigung mit Beistellung gelten die grundlegenden Einrichtungen zur Fertigung/Produktion. Weiterführende Informationen entnehmen Sie bitte der Microsoft Dynamics Business Central™ Onlinehilfe (F1).

Fertigungsstückliste, Version#

Im Folgenden wird nur auf die Besonderheiten der Fremdfertigung mit Beistellung eingegangen. Als Voraussetzung zur Einrichtung der Fremdfertigung mit Beistellung gelten die Einrichtungen zur Fertigung/Produktion. Weiterführende Informationen entnehmen Sie bitte der Microsoft Dynamics Business Central™ Onlinehilfe (F1).

Inforegister Zeilen#

In der Fertigungsstückliste (-version) müssen die Felder „Verbindungscode“ (dieses Feld kennzeichnet die Komponente als logistikrelevante Rohmaterial-Beistellung) und „Beistellart“ gesetzt werden.

Beistellart Option Beschreibung Hinweis
Leer keine Beistellung (Business Central Standard)
Auftragsbezogen die Komponenten werden erst mit der Erstellung der Fremdfertigungsbestellungen über einen Umlagerungsauftrag versendet.

Der Abgangslagerort in den FA-Komponenten wird mit der Erstellung des Umlagerungsauftrages auf den Lagerort des Fremdarbeiters (wird an der Arbeitsplatzgruppe unter Herkunftslagerorte eingepflegt) eingestellt. Des Weiteren wird die Buchungsmethode auf „Rückwärts“ in der jeweiligen FA-Komponentenzeile geändert.
Verbindungscode muss gepflegt werden
Neutral der Fremdbearbeiter erhält vorab eine gewisse Menge an Waren. Der hierfür notwendige Umlagerungsauftrag muss manuell oder über ein Planungsarbeitsblatt erzeugt werden. Wenn ein Fertigungsauftrag erstellt wird, erhält der Fremdbearbeiter nur die Bestellung über die Fremdbearbeitung und ggf. eine Umlagerung des bereits angearbeiteten Produktes. Die beizustellenden Komponenten liegen bereits beim Fremdbearbeiter. Auch hier wird die Buchungsmethode der FA-Komponenten auf „rückwärts“ geändert.

Der Abgangslagerort in den Komponenten wird beim Erstellen des Fertigungsauftrages bzw. innerhalb der Planung bereits auf den Fremdbearbeiter eingestellt (wird an der Arbeitsplatzgruppe unter Herkunftslagerorte eingepflegt). Bei Verwendung dieser Beistellart ist die Einrichtung von Lagerhaltungsdaten für die jeweiligen Komponenten auf dem Lagerort des Fremdbearbeiters empfehlenswert.
Verbindungscode muss gepflegt werden
Lieferant hier steht die Komponente lediglich zur Information („Infoteil“) in der Fertigungsstückliste. Die Beschaffung übernimmt der Fremdbearbeiter selbst. Diese Einstellung wird auch verwendet, wenn der Kunde Teile beistellt. Hier erfolgt keine Bestands- oder Abgangsbuchung Keine Übernahme in den FA

Hinweis

Eine Komponente, die auf einer Fertigungsstückliste eines Artikels definiert wurde, kann mit Hilfe von Verbindungscodes mit einem bestimmten Arbeitsgang verknüpft werden. Somit kann definiert werden, bei welchem Arbeitsgang ein Artikel benötigt bzw. verbraucht wird. Um die Funktionalität der Beistellung nutzen zu können, muss der Verbindungscode definiert werden

Der Verbindungscode muss zuerst im Arbeitsgang hinterlegt werden, bevor die Einstellung für die Komponente in der Fertigungsstückliste vorgenommen werden kann. Andernfalls wird beim Versuch die Stückliste zu zertifizieren eine Fehlermeldung angezeigt.

Arbeitsplan, Versionen#

Im Folgenden wird nur auf die Besonderheiten der Fremdfertigung mit Beistellung eingegangen. Als Voraussetzung zur Einrichtung der Fremdfertigung mit Beistellung gelten die Einrichtungen zur Fertigung/Produktion. Weiterführende Informationen entnehmen Sie bitte der Microsoft Dynamics Business Central™ Onlinehilfe (F1).

Inforegister: Zeilen#

Feld Beschreibung
Fremdfertigender Artikel Dieses Feld markiert den Arbeitsgang als logistikrelevante „Halbzeug-Beistellung“. Der Fremd-Arbeitsgang kann über einen Umlagerungsauftrag umgelagert werden.
Standardkatalogcode Der Standardkatalogcode wird für die Fremdarbeitspreisfindung verwendet
Verbindungscode Auswahl des Verbindungscodes

Hinweis

Der Verbindungscode muss für die Verwendung der Beistellung in den Arbeitsgängen gepflegt werden.

Arbeitsplatzgruppe#

Im Folgenden wird nur auf die Besonderheiten der Fremdfertigung mit Beistellung eingegangen. Als Voraussetzung zur Einrichtung der Fremdfertigung mit Beistellung gelten die Einrichtungen zur Fertigung/Produktion. Weiterführende Informationen entnehmen Sie bitte der Microsoft Dynamics Business Central™ Onlinehilfe (F1).

Üblicherweise werden bei der Anlage einer Arbeitsplatzgruppe für Fremdarbeit folgende Einstellungen getroffen:

Inforegister Allgemein#

In dem Feld „Abteilungscode“ wird die Arbeitsplatzgruppe einer separaten Abteilung (z.B. Fremdarbeit) zugeordnet.

Inforegister Buchung#

Auf der Arbeitsplatzgruppe muss der Kreditor in dem Feld „Kreditorennr.“, der die Fremdarbeit durchführt, hinterlegt werden.

Die Buchungsmethode muss auf „manuell“ eingestellt werden, da die Buchungen über die Fremdarbeitsbestellung gebucht werden.

Bei der Produktbuchungsgruppe sollte zur besseren Unterscheidung der Herkunft von Sachposten in der Buchhaltung, eine eigene Buchungsgruppe für „Fremdarbeit“ eingerichtet und zugewiesen werden.

Hinweis

Die Produktbuchungsgruppe definiert Sachkonten, welche bei Verkaufs- und Einkaufsbuchungen gebucht werden.

Die Einstandspreisberechnungsart wird in der Regel bei Fremdarbeit auf „Stück“ eingestellt In diesem Fall sollten Sie dann auch das Kontrollkästchen „Spezieller Einstandspreis“ aktivieren.

Wenn Sie für Fremdarbeiten mit dem Kreditor einen anderen Preis für jeden Prozess vereinbart haben, aktivieren Sie das Kontrollkästchen Spezieller Einstandspreis.

Hinweis

Wenn Sie das Kennzeichen „spezieller Einstandspreis“ verwenden, dann müssen Sie in den Arbeitsgängen das Feld „Einstandspreis pro Einheit“ erfassen. Der Einstandspreis im Inforegister „Buchung“ der Arbeitsplatzgruppe wird dann nicht berücksichtigt.

Inforegister Planung#

Das Feld „Einheitencode“ wird meist auf Tage gesetzt, da bei der Fremdbearbeitung in der Regel in Tagen gerechnet wird.

In der Regel wird für die Fremdbearbeitung ein eigener Betriebskalender angelegt.  

Außerdem können über „Zugehörig“ > „Arbeitsplatzgruppe“ die Fremdarbeitenpreise und der Herkunftslagerort hinterlegt werden.

Ermittlung der Preise für die Fremdarbeit#

Im Microsoft Dynamics Business Central™ Standard kann ein Preis für die Fremdarbeit (also der Preis, der in der Einkaufsbestellung später herangezogen wird) nur auf der Arbeitsplatzgruppenkarte bzw. den Arbeitsgang (wenn die Arbeitsplatzgruppe mit "spezieller Einstandspreis" eingerichtet ist) hinterlegt werden. Unterschiedliche Preise je Kreditor, je Staffelmenge, je Tätigkeit (Standardkatalogcode) oder zeitraumabhängige Preise können nicht gepflegt werden.

In KUMAVISION factory365 verfügen Sie über eine eigene Preistabelle für die Fremdarbeitsbestellungen. Die Preise für die Fremdarbeit können an unterschiedlichen Stellen hinterlegt werden. Dabei übersteuern die Einträge der Fremdarbeitenpreise die Preise der Arbeitsplatzgruppenkarte bzw. des Arbeitsganges.

Fremdarbeitenpreise

Über die Fremdarbeitenpreise können für folgende Kombinationen Preise (mit der Option der Staffelpreise) hinterlegt werden:

  • Arbeitsplatzgruppe (MUSS)
  • Artikel (MUSS)
  • Kreditor (MUSS)
  • Standardkatalog (Fremdarbeitstätigkeit)
  • Start- und Enddatum
  • Mindestmengen (Staffelmengen)
  • Preiseinheiten (Umrechnungsfaktor Gewichtsanteil)

Die Fremdarbeitenpreise können aus den folgenden Masken mit entsprechender Filterung aufgerufen werden:

  • Artikelkarte/-liste
  • Arbeitsplatzgruppenkarte /-liste
  • Kreditorenkarte /-liste

Hinweis

Sollten mehrere Arbeitsgänge eines Artikels über die Fremdarbeit abgewickelt werden, dann müssen Sie verschiedene Standardkatalogcodes in den Arbeitsgängen zuweisen, damit Sie auch unterschiedliche Preise definieren können.

Herkunftslagerort#

Mit den Herkunftslagerorten kann gesteuert werden, welche Lagerorte für die beigestellten Komponenten verwendet werden soll. Für die Fremdbearbeitung müssen Sie die Art "alle Artikel" verwenden.

Der Aufruf der Herkunftslagerorte erfolgt aus der Arbeitsplatzgruppenkarte /-liste.

  • Herkunftsart: Arbeitsplatzgruppe
  • Herkunftscode: welche konkrete Arbeitsplatzgruppe
  • Art: Alle Artikel oder ein bestimmter Artikel
  • Code: bei bestimmtem Artikel: Artikelnummer
  • Lagerortcode: welcher Lagerort soll angesteuert werden  

Umlagerungsrouten#

Mit Hilfe den Umlagerungsrouten haben Sie die Möglichkeit, die Verknüpfung zwischen dem Kreditorenlager (also das Lager des Fremdbearbeiters) und das eigene Lager zu schaffen.

Um die Umlagerungsrouten einzurichten, rufen Sie sich diese über die Anwendersuche auf.

Die Umlagerungsrouten-Übersicht öffnet sich. In dem Inforegister „Umlagerungsroutenmatrix“ können Sie nun die Zuordnung für ihr eigenes Lager (Umlag. von Code = eigenes Lager (z.B. BLAU)) und den Kreditorenlager (z.B. Fremd) vornehmen.

Durch Klick auf den Assist-Button gelangen Sie in die Umlagerungsroutenspezifikation auf der Sie in dem Feld „Transit Code = Eigen-LOG“ eintragen. Dieses Feld muss mit einem entsprechenden Code gefüllt werden, die anderen Felder können leer bleiben, wenn kein fester Zusteller definiert ist.

Anschließend können Sie die Fenster Umlagerungsroutenspezifikation und Umlagerungsroutenmatrix schließen.

Prozess der Fremdfertigung mit Beistellung#

Ausgangssituation: Die Fertigung ist geplant und ein freigegebener FA wurde angelegt.

Fremdarbeitenarbeitsblatt#

Fremdarbeit berechnen#

Im den Fremdarbeitsarbeitsblättern kann berechnet werden, welche freigegebenen Fertigungsaufträge an den Kreditoren gesendet werden sollen. Hierbei kann u.a. auf die Arbeitsplatzgruppe, den Kreditor oder die FA-Nummer gefiltert werden.

Das Fremdarbeitsarbeitsblatt listet dann die entsprechend der Filterung berechneten, anstehenden Fremdarbeiten auf.

Der Kreditor wird aus der Arbeitsplatzgruppe gezogen, der Preis je nach hinterlegten Preisen. Wenn es für einen FA bereits eine Fremdarbeit gibt, wird diese nicht doppelt berechnet.

Arbeiten im Fremdarbeitenarbeitsblatt#

Änderung des Kreditors: Pro Zeile (Auftrag) kann der Kreditor geändert werden, dadurch wird auch der bei dem neuen Kreditor hinterlegte Fremdarbeitspreis gezogen

Ereignismeldung durchführen#

Mit der Funktion „Ereignismeldung durchführen“ und dem aktivierten Haken „Ereignismeldung akzeptieren“ kann die Vorschlagszeile in eine Bestellung überführt werden. Der Umlagerungsauftrag für die Beistellung der FA-Komponenten (Beistellart „auftragsbezogen“) bzw. des angearbeiteten Produktes kann über den Schalter „Umlagerungsaufträge an Fremdfertiger erstellen“ erzeugt werden.

Vorschlagszeilen, in denen der Haken „Ereignismeldung akzeptieren“ nicht aktiviert wird, bleiben im Fremdarbeitenarbeitsblatt stehen, ohne dass eine Bestellung erzeugt wird.

Hinweis

Um nachträglich den Umlagerungsauftrag für die Beistellungen erzeugen zu können, muss die Fremdarbeitsbestellung nochmals gelöscht und neu berechnet werden.

Freigegebener Fertigungsauftrag#

Verfolgung der Fremdarbeit#

Die Verfolgung der Fremdarbeit erfolgt auf Zeilenebene im Fertigungsauftrag. Dazu die entsprechende Zeile anwählen und über Zeile die „Fremdarbeitenverfolgung“ aufrufen.

Über das durch diese Funktion aufgerufene Fenster können die verknüpften Belege eingesehen und aufgerufen werden.

Bestellung#

In der Fremdarbeitsbestellung wird die Tätigkeit bzw. der Arbeitsgang des Artikels bestellt. Dementsprechend enthält die Beschreibung der Artikelzeile in der Einkaufsbestellung nicht die Bezeichnung des Artikels, sondern die Arbeitsgangbeschreibung.

Die Spalten FA-Nr., FA-Zeilennr., Arbeitsplatzgruppennr. und Arbeitsgangnr. sollten eingeblendet werden, da sie den Bezug zur Fertigung darstellen.

In der jeweiligen Bestellzeile können Sie über das Menüregister „Zeile“ die über den Verbindungscode dem Arbeitsgang zugewiesenen FA-Komponenten aufrufen.

Der Aufruf der Artikelverfolgung über das Menüregister „Zeile“ ist nur möglich, wenn es sich um den letzten Arbeitsgang handelt. In diesem Fall wird dann die Artikelverfolgung der jeweiligen FA-Zeile angezeigt.

Die Bestellart FREMD wird automatisch für Bestellungen aus dem Fremdarbeitenarbeitsblatt vorbelegt, kann jedoch manuell abgeändert werden. Hierüber können bestimmte Daten, wie Zahlungsbedingungen und weitere Felder vorbelegt werden.

Wird die Einkaufsbestellung geliefert, wird gleichzeitig der Arbeitsgang zurückgemeldet.

Hinweis

Wenn es sich um den letzten Arbeitsgang eines Fertigungsarbeitsplans handelt, wird der Zugang an Lager (Artikelposten Istmeldung) gebucht.

Lieferung buchen#

Je nach Einrichtung des Lagerortes, auf dem der Fertigungsauftrag und somit die Fremdfertigungsbestellung erstellt wurde, ist die Lieferung der Fremdfertigung direkt über die Bestellung oder die entsprechenden Logistikbelege zu buchen. Der grundsätzliche Prozess bei der Erstellung der Logistikbelege bzw. Erfassung der Liefermengen unterscheidet sich bei der Fremdfertigungsbestellung nicht zu einer Bestellung von Artikeln.

Eine Ausnahme stellt hier die Artikelverfolgung und die Einlagerung bei der zweistufigen Logistik dar, wenn es sich in der Fremdfertigungsbestellung nicht um den letzten Arbeitsgang an einem Artikel handelt. In diesem Fall kann keine Artikelverfolgung zugewiesen bzw. erstellt werden und es werden auch keine Einlagerungen nach dem Buchen des Wareneinganges erzeugt, da es sich hier nicht um eine Lagerbewegung eines Artikels handelt.

Hinweis

Wie bereits erwähnt handelt es sich bei der Fremdfertigung um die Bestellung von Tätigkeiten bzw. Arbeitsgängen an einem Artikel. Somit wird beim Buchen zunächst nur ein Kapazitätsposten innerhalb des Fertigungsauftrages erzeugt. Nur wenn es sich um den letzten Arbeitsgang handelt wird zusätzlich ein Artikelposten (Postenart „Istmeldung“) und somit eine Lagerbewegung erzeugt.

Sofern FA-Komponenten als Beistellung über den Verbindungscode dem Arbeitsgang bzw. der Bestellzeile zugewiesen sind, werden diese mit der Buchung der Lieferung in entsprechender Menge automatisch im Hintergrund mitgebucht. Eine Besonderheit sind hierbei FA-Komponenten mit Artikelverfolgung, diese muss an den jeweiligen FA-Komponenten zugewiesen sein. Aufgrund dessen steht, wie bereits erwähnt, sowohl in der Bestellung wie auch den Logistikbelegen der Aufruf der FA-Komponenten zur Verfügung.

Hinweis

Sofern die Beistellart „Auftragsbezogen“ bei den FA-Komponenten eingestellt ist, wird beim Buchen der Umlagerungen für die Beistellung die Artikelverfolgung automatisch vererbt. Wenn die Beistellart „neutral“ eingestellt ist, muss der Lieferant auf seinen Lieferdokumenten die verwendeten Artikelverfolgungen melden und diese muss dann in den FA-Komponenten vor dem Buchen der Fremdfertigung entsprechend eingetragen werden.

Umlagerung#

Im Umlagerungskopf ist über das Feld Umlagerungsauftragsart zu erkennen, dass es sich um eine Umlagerung für Fremdfertigung handelt. Wenn Sie durch Ihren Fremdbearbeiter keine separate Meldung über den Eingang der Beistellungen auf seinem Lagerort erhalten, sollten Sie den Schalter „Ausgang bucht autom. Eingang“ im Umlagerungsauftrag setzen, da sich die Beistellung sonst im Transit befindet und Sie den Lagerzugang beim Kreditor nochmal extra buchen müssten.

Hinweis

Alternativ können Sie die Einrichtung global auf der entsprechenden Lagerortkarte für Fremdfertiger vornehmen. Aktivieren Sie hierzu den Schalter "Uml.-Auftr. Ausg. bucht autom. Eingang". Der Schalter im Umlagerungskopf wird anschließend gemäß dieser Einrichtung vorbelegt.

Die Buchung des Umlagerungsauftrag-Ausgangs erfolgt wieder in Abhängigkeit der Einrichtung des Lagerortes entweder direkt über den Umlagerungsauftrag bzw. den Logistikbelegen (Warenausgang bzw. Lagerkommissionierung).

Bei FA-Komponenten mit Artikelverfolgung und der Beistellart „Auftragsbezogen“ werden beim Buchen des Umlagerungs-Ausganges die Artikelverfolgungen automatisch in die Artikelverfolgungen der FA-Komponenten übertragen.